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Ein Rinnsal fließt mittlerweile den steilen Trail entlang und umspült die blankpolierten Wurzelnester, die sich wie die Fangarme eines Kraken am Boden festkrallen. Auch die Prognose für die nächsten Stunden verspricht zwar wohldosierten, aber stetigen Regen. Wenig einladend, doch umso besser für unseren Enduro-Reifentest. Immerhin zeigt das Thermometer lauschige zwölf Grad, als wir unsere drei Test-E-MTBs auf das identische Setup bringen.
Um zu überprüfen, welcher Hersteller den besten Enduro-Reifen oder die beste Reifenkombination baut, ging es mit drei erfahrenen Testern in den Bikepark Oberammergau. Insgesamt finden sich zehn unterschiedliche Reifenmodelle von Continental, Kenda, Maxxis, Pirelli, Schwalbe und Specialized im Test. Auch Michelin haben wir angefragt, der Hersteller konnte aber nicht liefern. Neben bereits bekannten Modellen sind auch komplette Neuentwicklungen am Start.
Der neue Maxxis Highroller III, der Dissector II, der Kenda Double Black und der Pirelli Scorpion EN M sind zum ersten Mal in einem Vergleichstest. Doch auch bekannte Größen wie der Continental Kryptotal wurden upgedatet. So gab es die Downhill-Gummimischung Super Soft bislang nicht in Verbindung mit der leichteren Enduro-Karkasse. Mit Magic Mary und Albert setzt auch Schwalbe auf bekannte Profile, jedoch mit der von außen nicht sichtbaren Radial-Karkasse, die es bei uns ebenfalls noch nicht in einen Vergleichstest geschafft hat.
Bis auf Specialized schickten alle Hersteller Reifen in der 1200-Gramm-Klasse in unseren Test. Sie sind faltbar und liegen unterhalb der nochmals stabileren Downhill-Reifen. Das Gros des Feldes wiegt damit zwischen 1134 und 1307 Gramm. Der breite Pirelli streut mit wuchtigen 1381 Gramm nach oben, während die Specialized-Kombi mit Trail-Karkasse nur 1009 bzw. 1071 Gramm wiegt, dafür aber auch wenig Durchschlagschutz bietet. Preislich bewegt sich das Testfeld zwischen stolzen 77 und 90 Euro pro Reifen, während Specialized mit nur 59 Euro pro Reifen eine positive Ausnahme bildet.
Vorder- und Hinterrad müssen unterschiedliche Aufgaben meistern. Da ein MTB nun einmal ausschließlich Heckantrieb besitzt, ist hinten in erster Linie Traktion zum Hoch- und Runterfahren gefragt – sprich: beschleunigen und bremsen. Die meisten Hersteller setzen daher auf breite Stollenreihen im Zentrum der Lauffläche. Am Vorderrad ist ebenfalls Traktion beim Bremsen gefragt, doch besonders auch Führungsqualität für Lenkimpulse. Oft werden Profile mit höheren Außenstollen und größerem Stollenabstand eingesetzt, um auch bei tiefen Böden Kontrolle und Selbstreinigung zu gewährleisten. Continental, Maxxis, Schwalbe und Specialized greifen für diese beiden Anforderungen zu unterschiedlichen Profilen. Kenda und Pirelli erfüllen den Job mit einem einheitlichen Profil und der gleichen Gummimischung für vorne und hinten. Um Verschleiß und Rollwiderstand beim stärker belasteten Hinterrad zu minimieren, setzen Conti, Schwalbe und Specialized auf eine härtere Gummimischung am Hinterrad. Dies spart bis zu 17 Watt und führt in der Regel zu deutlich weniger Verschleiß im Vergleich zum soften Vorderrad.
Die Vorlieben und das Bike entscheiden mit bei der Suche nach dem persönlich besten Enduro-Reifen. E-Biker, die maximale Traktion wollen und dafür auch höheren Verschleiß in Kauf nehmen, können auch hinten zu einem softeren Reifen greifen. Wer dagegen selbst tritt, ist am Hinterrad meist mit der schnelleren und haltbareren Gummimischung besser bedient, während einen ein griffigerer Reifen an der Front auch bei mäßigen Bedingungen nicht im Regen stehen lässt.
Die Schwalbe-Kombi hat mich voll überzeugt. Mit keinem anderen Reifen kannst du so gedankenlos draufhalten wie mit den Radial-Modellen. Gutmütigkeit und Sicherheitshefühl sind enorm hoch. Auch im Uphill gript der Schwalbe am besten. Jan Timmermann, BIKE-Redakteur
Auf dem E-Enduro ist das Gewicht zweitrangig, dort würde ich zu den fetten Pirellis greifen. Die weiche Gummimischung in Verbindung mit der stabilen, pannensicheren Karkasse ergibt jederzeit ein beherrschbares Fahrgefühl, selbst im Grenzbereich. Max Fuchs, BIKE-Redakteur
Wer mit seinem Enduro auch ohne Aufstiegshilfe unterwegs ist und lieber selbst tritt, sollte auf einen guten Kompromis aus Rollen und Grip achten. Diesen Spagat schafft der Conti Kryptotal mit am besten. Auch die leichte Specialized-Kombi ist hier interessant, allerdings mit Einschränkungen beim Pannenschutz. Stefan Frey, BIKE-Testredakteur
Alle Reifen wurden im Praxistest mit einheitlich 1,3 Bar vorne und 1,5 Bar hinten gefahren. Mit bis zu 20 Watt pro Reifen gehen die Rollwiderstände weit auseinander. Damit die Reifen die beste Traktion auf Wurzeln, Stein und Schlamm liefern, sind Laufrichtung und korrekter Sitz wichtig.
Mit insgesamt zehn unterschiedlichen Reifen ging es ins Labor von Reifenhersteller Ralf Bohle, wo wir Werte zum Pannenschutz, Rollwiderstand und Gewicht ermittelten. Der Praxistest fand im Bikepark Oberammergau auf unterschiedlichen Strecken statt.
Wie gut rollen die Reifen und wie hoch ist der Pannenschutz? Um diese Fragen zu klären, nutzten wir das Testlabor von Schwalbe. Den schnellen Specialized-Eliminator-Hinterreifen und den Maxxis Highroller trennen über 21 Watt bei einer Geschwindigkeit von 20 km/h, 50 kg Last und 1,7 Bar Reifendruck. Auch beim Snakebite-Schutz gibt es deutliche Unterschiede. Während der leichte Specialized Butcher bereits bei einer Fallhöhe von 310 Millimetern die Luft aushaucht, verträgt der dicke Pirelli Scorpion einen um 70 Prozent höheren Schlag bis zum Defekt. Wie empfindlich die Reifen auf Fremdkörper wie Dornen oder spitze Steine reagieren, testen wir mit einem dreifachen Durchstichtest ab. Dabei werden ein runder Dorn mit 1,5 Millimetern Durchmesser und eine Fünf-Millimeter-Klinge durch der Lauffläche gestochen. Auch an der Steitenwand wird der Test mit der Klinge durchgeführt. Beim Durchstich gibt es Unterschiede von bis zu 70 Prozent.
Um die Reifen im direkten Vergleich gegeneinander fahren zu können, organisierten wir uns drei identische Canyon Neuon:On AL 8. Der Test fand bei Regenwetter und zwölf Grad Außentemperatur im Bikepark Oberammergau statt. Auf kleinen Runden bzw. Sektionen konnten wir die Reifen mit drei Testfahrern so perfekt miteinander Vergleichen. Traktion für den Uphill und beim Bremsen, Kurvenhalt und Selbstreinigung wurden für jeden einzelnen Reifen bewertet. Zusätzlich spielen auch Fahrstabiliät und Dämpfungsverhalten mit in die Gesamtnote ein. Die Praxiseindrücke machen 50 Prozent der Endnote aus. Weitere 30 Prozent entfallen auf den Pannenschutz, während Gewicht und Rollwiderstand zusammen 20 Prozent zur Endnote beitragen.
Rund, schwarz und mit vielen Noppen drauf. Auf den ersten Blick sind alle Reifen gleich. Fahrgefühl und Eigenschaften unterscheiden sich jedoch gewaltig.
Größe, Höhe und Abstand der Profilblöcke geben bereits Hinweise auf die Fahreigenschaften eines Reifens. Während die meisten Hersteller im Profilzentrum auf eine Stollenhöhe von 4,5 Millimetern setzen, gibt es Ausreißer nach oben (Schwalbe Magic Mary) und nach unten (Kenda Double Black). Gerade bei tiefen, losen Böden können sich höhere Stollen besser verzahnen und dämpfen mehr, weil mehr Gummi als Federweg zur Verfügung steht. Allerdings müssen die hohen Stollen, besonders auch Außenstollen, gut abgestützt sein, damit bei hoher Belastung nicht zu viel Flex und damit ein schwammiges Fahrgefühl entsteht. Je größer die Freiräume zwischen den Stollen sind, desto besser fällt die Selbstreinigung aus. Auch hier gibt es deutliche Unterschiede.
Zwischen dem breitesten (Pirelli) und dem schmalsten Reifen (Maxxis Dissector) im Test liegen sechs 6,3 Millimeter. Der Pirelli besitzt damit ein wesentlich größeres Volumen und kann ohne Einbußen beim Durchschlagschutz mit weniger Luftdruck gefahren werden, was die Traktion verbessert. Rein nominell unterscheiden sich die Reifenbreiten nur von 2,4 bis 2,5 Zoll, also um 2,5 Millimeter.
Was nützt der beste Grip, wenn man nach dem ersten Steinfeld bereits auf der Felge steht? Mit Unterschieden von über 70 Prozent geht das Testfeld weit auseinander. Der breiteste und gleichzeitig schwerste Reifen (Pirelli) liefert den besten Schutz. Die wesentlich leichtere Specialized-Kombi (fast 700 Gramm leichter) ist das Schlusslicht. Auch Kenda und Schwalbe schaffen sehr gute Werte.
Bei identischem Reifendruck liefern die Schwalbe-Reifen einen echten Aha-Effekt, was den Komfort und die Anpassung ans Gelände angeht. Alleine der geänderte Winkel der Karkasse (Radial-Reifen) bewirkt eine größere Flexibilität, wodurch sich die Reifen punktuell leichter verformen können und mehr Gummi auf den Boden bringen. Das steigert den Grip.
| Continental Kryptotal Fr | Continental Kryptotal Re | |
| Preis | 76,95 Euro >> hier erhältlich | 76,95 Euro >> hier erhältlich |
| Gummimischung / TPI | Super Soft / 110 | Soft / 110 |
| Karkasse / Größe | Enduro / 29 x 2,4 | Enduro / 29 x 2,4 |
| Labortest | ||
| Gewicht / Rollwiderstand | 1193 g / 40,1 Watt | 1134 g / 30,9 Watt |
| Reifenbreite / Reifenhöhe | 60,4 / 59 mm | 58,3 / 58,4 mm |
| Durchschlag / Durchstich | 390 mm / 109; 582; 392 N | 380 mm / 143; 651; 408 N |
| Praxistest | ||
| Kurvenverhalten | ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ | ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ |
| Traktion | ■ ■ ■ ■ ■ ■ □ □ | ■ ■ ■ ■ ■ ■ □ □ |
| Selbstreinigung | ■ ■ ■ ■ ■ □ □ □ | ■ ■ ■ □ □ □ □ □ |
| BIKE-Note | 2,12 | 2,12 |
Die Kryptotal-Kombi (Hier im Test) ist bei unterschiedlichen Bedingungen eine sichere Bank und liefert einen sehr gelungen Kompromiss aus Grip und gutem Rollverhalten. Keine andere Reifen-Kombi rollt schneller in diesem Vergleich. Durch die eng stehenden Stollen fährt sich der Kryptotal sehr stabil und berechenbar, was sich auch beim Kurven-Grip bemerkbar macht. Beim Durchschlagschutz liefern die Contis durchschnittliche Werte. Die Seitenwand bietet nur geringen Schutz gegen Fremdkörper. Unter den etwas eng stehenden Stollen leidet die Selbstreinigung auf tiefen Untergründen.
| Kenda Double Black Pro AEC | |
| Preis | 82,90 Euro |
| Gummimischung / TPI | Dualcompound / 60 |
| Karkasse / Größe | AEC / 29 x 2,4 |
| Labortest | |
| Gewicht / Rollwiderstand | 1174 g / 37,3 Watt |
| Reifenbreite / Reifenhöhe | 61 / 59,7 mm |
| Durchschlag / Durchstich | 510 mm / 118; 566; 683 N |
| Praxistest | |
| Kurvenverhalten | ■ ■ ■ ■ ■ □ □ □ |
| Traktion | ■ ■ ■ ■ ■ □ □ □ |
| Selbstreinigung | ■ ■ ■ ■ □ □ □ □ |
| BIKE-Note | 2,60 |
Der neue Double Black von Kenda (Hier im Test) kommt sowohl fürs Vorder- als auch fürs Hinterrad zum Einsatz. Mit nur 37,3 Watt rollt der neue Enduro-Reifen sehr leicht und liefert zudem Bestwerte was den Pannenschutz angeht. Snakebite- und Seitenwandschutz sind mustergültig, und das bei recht ordentlichem Gewicht. Bei nassen Bedingungen kommt der Kenda jedoch früh an seine Grenzen. Die Stollenhöhe ist gering, die Gummimischung bietet wenig Nassgrip und Dämpfung. Dadurch leiden die Traktion und die Kontrollierbarkeit. Eher für trockene Bedingungen geeignet.
| Maxxis Highroller III | Maxxis Dissector II | |
| Preis | 84,90 Euro >> hier erhältlich | 84,90 Euro >> hier erhältlich |
| Gummimischung / TPI | MaxxGrip / 120 | MaxxGrip / 120 |
| Karkasse / Größe | Double Down / 29 x 2,4 | Double Down / 29 x 2,4 |
| Labortest | ||
| Gewicht / Rollwiderstand | 1278 g / 50,4 Watt | 1148 g / 44,2 Watt |
| Reifenbreite / Reifenhöhe | 57,6 / 57,8 mm | 56,9 / 55,7 mm |
| Durchschlag / Durchstich | 430 mm / 140; 630; 456 N | 350 mm / 137; 542; 471 N |
| Praxistest | ||
| Kurvenverhalten | ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ □ | ■ ■ ■ ■ □ □ □ □ |
| Traktion | ■ ■ ■ ■ ■ ■ □ □ | ■ ■ ■ ■ ■ □ □ □ |
| Selbstreinigung | ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ | ■ ■ ■ ■ ■ □ □ □ |
| BIKE-Note | 2,59 | 2,59 |
Mit dem Highroller und dem Dissector schickt Maxxis (Hier im Test) bekannte Namen, jedoch mit komplett neuen Profilen in den Test. Beide Reifen bauen im Vergleich recht schmal und besitzen eine eher niedrige Stollenhöhe. Die bewährte MaxxGrip-Mischung sorgt auch im Nassen für eine zuverlässige Traktion, rollt aber nur mäßig. Durch das geringe Volumen und wenig Gummi auf der Lauffläche fühlen sich die Reifen etwas hart an und dämpfen wenig. Beim Fahren ist daher Präzision gefragt. Der Dissector kommt wesentlich früher ans Limit als der Highroller und besitzt wenig Durchschlagsreserven.
| Pirelli Scorpion Race EN M | |
| Preis | 89,90 >> hier erhältlich |
| Gummimischung / TPI | Smart Evo DH (40 A) / 120 |
| Karkasse / Größe | Dual Wall / 29 x 2,5 |
| Labortest | |
| Gewicht / Rollwiderstand | 1381 g / 46,3 Watt |
| Reifenbreite / Reifenhöhe | 63,2 / 58,9 mm |
| Durchschlag / Durchstich | 520 mm / 115; 595; 510 N |
| Praxistest | |
| Kurvenverhalten | ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ |
| Traktion | ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ □ |
| Selbstreinigung | ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ |
| BIKE-Note | 2,07 |
Wo die Maxxis-Kombi das Skalpell ist, fühlt sich der Pirelli (Hier im Test) eher wie die Streitaxt an. Der schwerste Reifen im Test baut zudem am breitesten. Großes Volumen, stabile Karkasse und weiche Gummimischung erzeugen ein sattes Fahrgefühl mit hoher Traktion und Souveränität. Der Scorpion ist fürs Draufhalten gemacht und erzielt auch die höchsten Durchschlagswerte im Labor. Das hohe Gewicht stabilisiert zwar bergab, sorgt aber auch für eine sehr träge Beschleunigung. Aufgrund seiner Breite ist der Pirelli nur für Hinterbauten mit ausreichend Reifenfreiheit geeignet. Mit 90 Euro sehr teuer >> hier erhältlich.
| Schwalbe Magic Mary Gravity Radial | Schwalbe Albert Gravity Radial | |
| Preis | 79,90 Euro >> hier erhältlich | 79,90 Euro >> hier erhältlich |
| Gummimischung / TPI | Ultra Soft / 67 | Soft / 67 |
| Karkasse / Größe | Gravity / 29 x 2,5 | Gravity / 29 x 2,5 |
| Labortest | ||
| Gewicht / Rollwiderstand | 1307 g / 50,1 Watt | 1280 g / 33,6 Watt |
| Reifenbreite / Reifenhöhe | 60,5 / 63,8 mm | 60 / 62,2 mm |
| Durchschlag / Durchstich | 460 mm / 114; 530; 430 N | 470 mm / 120; 531; 538 N |
| Praxistest | ||
| Kurvenverhalten | ■ ■ ■ ■ ■ ■ □ □ | ■ ■ ■ ■ ■ ■ □ □ |
| Traktion | ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ | ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ |
| Selbstreinigung | ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ | ■ ■ ■ ■ ■ ■ □ □ |
| BIKE-Note | 2,02 | 2,02 |
Mit Magic Mary und Albert schickt Schwalbe zwei Radial- Reifen (Hier im Test) ins Rennen. Bei identischem Reifendruck sind Grip sowie Komfort im direkten Vergleich zur Konkurrenz eine echte Offenbarung. Trotz der eher schnellen Soft-Mischung am Hinterrad liefert der Albert auch bei nassen Bedingungen die beste Uphill-Performance. Auch der Pannenschutz kann sich sehen lassen. In schnellen Kurven fühlen sich die Reifen beim gewohnten Druck etwas schwammiger und undefinierter an. Der Magic Mary ist bestens für nasse Bedingungen geeignet und bietet eine top Selbstreinigung.
| Specialized Butcher Grid Trail T9 | Specialized Eliminator Grid Trail T7 | |
| Preis | 59 Euro >> hier erhältlich | 59 Euro >> hier erhältlich |
| Gummimischung / TPI | T9 / 60 | T7 / 60 |
| Karkasse / Größe | Grid Trail / 29 x 2,4 | Grid Trail / 29 x 2,4 |
| Labortest | ||
| Gewicht / Rollwiderstand | 1071 g / 46,2 Watt | 1009 g / 29 Watt |
| Reifenbreite / Reifenhöhe | 58 / 55,9 mm | 58,4 / 54,9 mm |
| Durchschlag / Durchstich | 310 mm / 151; 614; 537 N | 320 mm / 139; 592; 505 N |
| Praxistest | ||
| Kurvenverhalten | ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ □ | ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ □ |
| Traktion | ■ ■ ■ ■ ■ ■ □ □ | ■ ■ ■ ■ ■ ■ □ □ |
| Selbstreinigung | ■ ■ ■ ■ ■ □ □ □ | ■ ■ ■ □ □ □ □ □ |
| BIKE-Note | 2,20 | 2,20 |
Die Butcher/Eliminator-Kombi (Hier im Test) mit Grid-Trail-Karkasse wiegt mit Abstand am wenigsten und rollt zudem nocht recht gut. Durchschlägen haben die leichten Reifen jedoch wenig entgegenzusetzen. Hier hätte die schwere Gravity-Ausführung (um 1350 Gramm) mehr Reserven und Fahrstabilität zu bieten. Die T9-Gummimischung begeistert mit auffallend gutem Nass-Grip. Bei der Selbstreinigung muss man aber Abstriche in Kauf nehmen: Durch den geringen Stollenabstand setzt sich das Hinterrad schnell zu und fährt sich nur langsam wieder frei. Mit nur 59 Euro die günstigsten Reifen im Vergleich >> hier erhältlich.

Redakteur