In diesem Artikel verwenden wir sogenannte Affiliate Links. Bei jedem Einkauf über diese Links erhalten wir eine Provision vom Händler. Alle vermittlungsrelevanten Links sind mit gekennzeichnet. Mehr erfahren.
Wenn Schwalbe Hand an den Magic Mary legt, horcht die Szene auf. Doch für dieses Mal geht es nicht nur um ein neues Profil, sondern um eine echte technologische Revolution unter dem Profil: die Radial-Karkasse. Während herkömmliche Reifenkarkassen diagonal gewebt sind, verlaufen die Fäden hier in einem stumpferen Winkel. Das Ergebnis? Ein Reifen, der sich dem Untergrund so geschmeidig anpasst wie nie zuvor. Die Magic Mary Radial Gravity Pro Ultra Soft ist das neue Nonplusultra für Downhill- und Enduro-Einsätze, wo Grip überlebenswichtig ist.
Der Magic Mary bleibt das unangefochtene „Intermediate“-Monster – stark bei fast allen Bedingungen, von weichem Waldboden bis hin zu losem Geröll. Durch die neue Radial-Bauweise vergrößert sich die Kontaktfläche massiv, was bei aggressivem Kanten-Grip und harten Bremsmanövern spürbar mehr Traktion generiert. In Kombination mit dem Ultra Soft Compound ist dieser Reifen eine reine Abfahrtsmaschine. Sein Revier sind steile technische Trails bis hin zu extrem nassen Bedingungen, bei denen jedes Quäntchen Haftung zählt. Preis: 79,90 Euro >> hier erhältlich.
Kenner werden sich erinnern: Der Albert war jahrelang das Synonym für Grip und Zuverlässigkeit. Schwalbe hat den Namen reaktiviert und mit der revolutionären Radial-Technologie gekreuzt. Er „dämpft“ Unebenheiten nicht nur, er schmiegt sich um sie herum. In der 27,5-Zoll-Variante (654-584) ist dieser Reifen eine hervorragende Wahl für verspielte Enduros und Mullet-Setups.
Der Albert Radial ist der moderne Allrounder für maximalen Bodenkontakt. Sein Profil wirkt im Vergleich zur Magic Mary etwas geschlossener, was ihm eine hervorragende Führung auf harten Böden und in schnellen Anliegern verleiht. Dank der Soft-Mischung (oranger Streifen) bietet er den idealen Kompromiss aus klebrigem Grip und akzeptablem Rollwiderstand. Er ist die perfekte Wahl für Enduro-Racer und anspruchsvolle Trail-Fahrer, die einen Reifen suchen, der in technischem Gelände (Wurzelteppiche, Steinfelder) spürbar mehr Ruhe ins Fahrwerk bringt.
| Schwalbe Magic Mary Gravity Radial | Schwalbe Albert Gravity Radial | |
| Preis | 79,90 Euro >> hier erhältlich | 79,90 Euro >> hier erhältlich |
| Gummimischung / TPI | Ultra Soft / 67 | Soft / 67 |
| Karkasse / Größe | Gravity / 29 x 2,5 | Gravity / 29 x 2,5 |
| Labortest | ||
| Gewicht / Rollwiderstand | 1307 g / 50,1 Watt | 1280 g / 33,6 Watt |
| Reifenbreite / Reifenhöhe | 60,5 / 63,8 mm | 60 / 62,2 mm |
| Durchschlag / Durchstich | 460 mm / 114; 530; 430 N | 470 mm / 120; 531; 538 N |
| Praxistest | ||
| Kurvenverhalten | ■ ■ ■ ■ ■ ■ □ □ | ■ ■ ■ ■ ■ ■ □ □ |
| Traktion | ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ | ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ |
| Selbstreinigung | ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ | ■ ■ ■ ■ ■ ■ □ □ |
| BIKE-Note | 2,02 | 2,02 |
Mit Magic Mary und Albert schickt Schwalbe zwei Radial-Reifen ins Rennen. Bei identischem Reifendruck sind Grip sowie Komfort im direkten Vergleich zur Konkurrenz eine echte Offenbarung. Trotz der eher schnellen Soft-Mischung am Hinterrad liefert der Albert auch bei nassen Bedingungen die beste Uphill-Performance. Auch der Pannenschutz kann sich sehen lassen. In schnellen Kurven fühlen sich die Reifen beim gewohnten Druck etwas schwammiger und undefinierter an. Der Magic Mary ist bestens für nasse Bedingungen geeignet und bietet eine top Selbstreinigung.
Mit insgesamt zehn unterschiedlichen Reifen ging es ins Labor von Reifenhersteller Ralf Bohle, wo wir Werte zum Pannenschutz, Rollwiderstand und Gewicht ermittelten. Der Praxistest fand im Bikepark Oberammergau auf unterschiedlichen Strecken statt.
Wie gut rollen die Reifen und wie hoch ist der Pannenschutz? Um diese Fragen zu klären, nutzten wir das Testlabor von Schwalbe. Den schnellen Specialized-Eliminator-Hinterreifen und den Maxxis Highroller trennen über 21 Watt bei einer Geschwindigkeit von 20 km/h, 50 kg Last und 1,7 Bar Reifendruck. Auch beim Snakebite-Schutz gibt es deutliche Unterschiede. Während der leichte Specialized Butcher bereits bei einer Fallhöhe von 310 Millimetern die Luft aushaucht, verträgt der dicke Pirelli Scorpion einen um 70 Prozent höheren Schlag bis zum Defekt. Wie empfindlich die Reifen auf Fremdkörper wie Dornen oder spitze Steine reagieren, testen wir mit einem dreifachen Durchstichtest ab. Dabei werden ein runder Dorn mit 1,5 Millimetern Durchmesser und eine Fünf-Millimeter-Klinge durch die Lauffläche gestochen. Auch an der Steitenwand wird der Test mit der Klinge durchgeführt. Beim Durchstich gibt es Unterschiede von bis zu 70 Prozent.
Um die Reifen im direkten Vergleich gegeneinander fahren zu können, organisierten wir uns drei identische Canyon Neuon:On AL 8. Der Test fand bei Regenwetter und zwölf Grad Außentemperatur im Bikepark Oberammergau statt. Auf kleinen Runden bzw. Sektionen konnten wir die Reifen mit drei Testfahrern so perfekt miteinander Vergleichen. Traktion für den Uphill und beim Bremsen, Kurvenhalt und Selbstreinigung wurden für jeden einzelnen Reifen bewertet. Zusätzlich spielen auch Fahrstabiliät und Dämpfungsverhalten mit in die Gesamtnote ein. Die Praxiseindrücke machen 50 Prozent der Endnote aus. Weitere 30 Prozent entfallen auf den Pannenschutz, während Gewicht und Rollwiderstand zusammen 20 Prozent zur Endnote beitragen.

Redakteur