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Lange war es ruhig um den HighRoller, während Assegai und Minion die Trails dominierten. Doch für das Modelljahr 2026/2027 hat Maxxis seine Ikone komplett neu erfunden. Der HighRoller III schließt die Lücke zwischen dem massiven Trocken-Spezialisten Assegai und dem Schlamm-Profi Shorty. Das Ergebnis ist ein moderner Hybrid-Reifen, der vor allem dann glänzen soll, wenn die Bedingungen unberechenbar werden.
Der HighRoller III ist ein reinrassiger Gravity-Reifen. Er wurde im Weltcup-Zirkus geschmiedet und das sieht man ihm an: Das Profil ist deutlich offener als beim Vorgänger, was für eine exzellente Selbstreinigung und tiefes Eingraben in lockere Böden sorgen soll. Die massiven, abgestützten Seitenstollen wurden für extreme Schräglagen optimiert. Ob tiefer Staub, loser Waldboden oder feuchte Intermediate-Bedingungen – der HighRoller III soll die neue Allzweckwaffe für Enduro-Racer und Bikepark-Shredder sein. Preis: 84,90 Euro >> hier erhältlich.
Der Dissector ist das Ergebnis der Zusammenarbeit mit Downhill-Star Troy Brosnan. War die erste Generation noch primär als schneller Hinterreifen für trockene Bedingungen bekannt, bohrt Maxxis die zweite Generation auf. In der Kombination aus der massiven DoubleDown (DD) Karkasse und der ultra-weichen MaxxGrip Mischung wird aus dem einstigen „Roller“ ein echtes Grip-Monster, das vor allem im Enduro-Renneinsatz seine Zähne zeigen soll.
Der Dissector Gen. 2 ist ein Hybrid-Spezialist. Sein Profil mit den abgeschrägten Mittelstollen soll den Rollwiderstand verringern, während die aggressiven, vom Minion inspirierten Seitenstollen in Kurven zupacken sollen. Das Besondere an der von uns getesten Konfiguration: Die DoubleDown-Karkasse (2x120 TPI) soll fast die Stabilität eines DH-Reifens bieten, dabei aber etwas spritziger bleiben. Gepaart mit dem MaxxGrip-Compound kann der Dissector seine Versprechen aber nicht so recht einlösen. Trotz der robusten Karkasse bleibt der Pannenschutz eher Durchschnitt, zudem ist der Rollwiderstand für einen Hinterreifen eher etwas hoch. Durch die enger stehenden Stollen setzt sich der Dissector schneller zu als der neue Highroller an der Front. Preis: 84,90 Euro >> hier erhältlich.
| Maxxis Highroller III | Maxxis Dissector II | |
| Preis | 84,90 Euro >> hier erhältlich | 84,90 Euro >> hier erhältlich |
| Gummimischung / TPI | MaxxGrip / 120 | MaxxGrip / 120 |
| Karkasse / Größe | Double Down / 29 x 2,4 | Double Down / 29 x 2,4 |
| Labortest | ||
| Gewicht / Rollwiderstand | 1278 g / 50,4 Watt | 1148 g / 44,2 Watt |
| Reifenbreite / Reifenhöhe | 57,6 / 57,8 mm | 56,9 / 55,7 mm |
| Durchschlag / Durchstich | 430 mm / 140; 630; 456 N | 350 mm / 137; 542; 471 N |
| Praxistest | ||
| Kurvenverhalten | ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ □ | ■ ■ ■ ■ □ □ □ □ |
| Traktion | ■ ■ ■ ■ ■ ■ □ □ | ■ ■ ■ ■ ■ □ □ □ |
| Selbstreinigung | ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ | ■ ■ ■ ■ ■ □ □ □ |
| BIKE-Note | 2,59 | 2,59 |
Mit dem Highroller und dem Dissector schickt Maxxis bekannte Namen, jedoch mit komplett neuen Profilen in den Test. Beide Reifen bauen im Vergleich recht schmal und besitzen eine eher niedrige Stollenhöhe. Die bewährte MaxxGrip-Mischung sorgt auch im Nassen für eine zuverlässige Traktion, rollt aber nur mäßig. Durch das geringe Volumen und wenig Gummi auf der Lauffläche fühlen sich die Reifen etwas hart an und dämpfen wenig. Beim Fahren ist daher Präzision gefragt. Der Dissector kommt wesentlich früher ans Limit als der Highroller und besitzt wenig Durchschlagsreserven.
Mit insgesamt zehn unterschiedlichen Reifen ging es ins Labor von Reifenhersteller Ralf Bohle, wo wir Werte zum Pannenschutz, Rollwiderstand und Gewicht ermittelten. Der Praxistest fand im Bikepark Oberammergau auf unterschiedlichen Strecken statt.
Wie gut rollen die Reifen und wie hoch ist der Pannenschutz? Um diese Fragen zu klären, nutzten wir das Testlabor von Schwalbe. Den schnellen Specialized-Eliminator-Hinterreifen und den Maxxis Highroller trennen über 21 Watt bei einer Geschwindigkeit von 20 km/h, 50 kg Last und 1,7 Bar Reifendruck.
Auch beim Snakebite-Schutz gibt es deutliche Unterschiede. Während der leichte Specialized Butcher bereits bei einer Fallhöhe von 310 Millimetern die Luft aushaucht, verträgt der dicke Pirelli Scorpion einen um 70 Prozent höheren Schlag bis zum Defekt.
Wie empfindlich die Reifen auf Fremdkörper wie Dornen oder spitze Steine reagieren, testen wir mit einem dreifachen Durchstichtest ab. Dabei werden ein runder Dorn mit 1,5 Millimetern Durchmesser und eine Fünf-Millimeter-Klinge durch der Lauffläche gestochen. Auch an der Steitenwand wird der Test mit der Klinge durchgeführt. Beim Durchstich gibt es Unterschiede von bis zu 70 Prozent.
Um die Reifen im direkten Vergleich gegeneinander fahren zu können, organisierten wir uns drei identische Canyon Neuon:On AL 8. Der Test fand bei Regenwetter und zwölf Grad Außentemperatur im Bikepark Oberammergau statt. Auf kleinen Runden bzw. Sektionen konnten wir die Reifen mit drei Testfahrern so perfekt miteinander vergleichen.
Traktion für den Uphill und beim Bremsen, Kurvenhalt und Selbstreinigung wurden für jeden einzelnen Reifen bewertet. Zusätzlich spielen auch Fahrstabiliät und Dämpfungsverhalten mit in die Gesamtnote ein. Die Praxiseindrücke machen 50 Prozent der Endnote aus. Weitere 30 Prozent entfallen auf den Pannenschutz, während Gewicht und Rollwiderstand zusammen 20 Prozent zur Endnote beitragen.

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