Avinox-Motor und Wechselakku10 Avinox-Bikes mit entnehmbarer Batterie

Florentin Vesenbeckh

 · 11.10.2026

Von Amflow über Cube bis Rotwid: Die Auswahl an Bikes mit Avinox-Motor und Wechsel-Akku wächst.
Foto: Amflow, Lars Scharl, Kellys, Maxx, Raymon, Max Fuchs
Tech-Riese DJI hat mit den Avinox-Motoren einen Hype entfacht. Die meisten E-MTBs mit M2 oder M2S kommen jedoch mit fest verbauter Batterie. Doch inzwischen ist die Auswahl an Bikes mit Wechsel-Akku größer geworden. Von Amflow über Cube bis Rotwild. Wir geben einen Überblick und nennen Stärken und Schwächen.

Themen in diesem Artikel

Avinox-Motor und Wechselakku: Diese Kombination ist längst nicht mehr auf ein einzelnes E-Mountainbike beschränkt. Wir haben zehn Modelle zusammengestellt, bei denen sich der Hauptakku entnehmen lässt. Darunter sind günstige Hardtails, ausgewachsene E-Enduros und mit dem Amflow TL auch ein SUV-Bike an der Grenze zwischen Trail und Alltag. Bei Gewichten unterscheiden wir zwischen BIKE-Testbikes und Herstellerangaben.

Auffällig: Der Avinox-Wechsel-Akku mit 800 Wattstunden ist mit 4,1 Kilo etwas schwerer als die gängige Konkurrenz und auch der hauseigene 800er Akku für die feste Installation (3,7 kg). Rotwild gönnt sich als einzige Marke den Luxus eines eigenen Akkus, der mit 864 Wattstunden mehr Energie liefert und gleichzeitig mit 3,7 Kilo deutlich leichter bleibt.

Amflow PR Carbon: Allrounder mit Wechselakku

Das PR ist Amflows Einstieg in die Welt der entnehmbaren Akkus. Beide Versionen haben einen Carbonrahmen und einen 800-Wh-Akku. Das günstigere PR Carbon fährt mit M2, das PR Carbon Pro mit M2S. Im BIKE-Test des Amflow PR Carbon überzeugte vor allem das vielseitige, vergleichsweise leichte Gesamtpaket für Touren und gemäßigte Trails - insbesondere im Verhältnis zum sehr fairen Preis. Grenzen zeigten sich bei Bremsen und Federgabel in härterem Gelände - hier hat das teurere Pro-Modell mehr zu bieten. Das Gewicht ist sehr gut einzuschätzen, viele andere Bikes mit dem RS800 Wechsel-Akku werden deutlich schwerer ausfallen, insbesondere im günstigen Preissegment.

Meistgelesen

1

2

3

4

5

  • Federweg: 160 mm vorne, 150 mm hinten
  • Laufradgröße: 29 Zoll vorne, 27,5 Zoll hinten
  • Motor: Avinox M2 (PR Carbon) oder M2S (PR Carbon Pro)
  • Akku: 800 Wh, entnehmbar
  • Preis: 4.499 bis 5.899 Euro
  • Rahmenmaterial: Carbon
  • Gewicht: 23,47 kg für das PR Carbon in Größe L, BIKE-Messung

Cube Stereo Hybrid One44 HPC: Zwei Varianten mit M2S

Cube kombiniert beim Stereo Hybrid One44 HPC EXC und SuperTM den Avinox M2S mit einem entnehmbaren 800-Wh-Akku. Beide Räder teilen sich einen Carbon-Hauptrahmen mit Alu-Hinterbau und richten sich mit 150/140 Millimetern Federweg an Touren-, Trail- und All-Mountain-Fahrer. Die BIKE-Vorstellung der Avinox-Modelle von Cube nennt die Ausstattung und Herstellergewichte; ein Fahrtest dieser Avinox-Versionen steht allerdings noch aus. Schon das günstigere Modell kommt mit sehr solidem Rockshox-Fahrwerk und insgesamt guter Ausstattung. Das SuperTM geht für knapp 7000 Euro schon in die Vollen, mit ZEB Ultimate und elektronischer Transmission.

  • Federweg: 150 mm vorne, 140 mm hinten
  • Laufradgröße: 29 Zoll vorne und hinten
  • Motor: Avinox M2S
  • Akku: 800 Wh, entnehmbar
  • Preis: 4.799 bis 6.999 Euro
  • Rahmenmaterial: Carbon-Hauptrahmen, Aluminium-Hinterbau
  • Gewicht: 24,6 kg (EXC) beziehungsweise 23,8 kg (SuperTM), Herstellerangaben

Kellys Theos AX: E-Enduro mit Akku zum Herausnehmen

Ab 3999 Euro soll das Kellys Theos AX mit 170 Millimeter Federweg an der Gabel und 160 Millimeter hinten voll auf Gelände gebürstet sein. Der RS800-Akku von Avinox ist zum externen Laden und Tauschen klassisch aus dem Unterrohr entnehmbar. Die günstigeren AX 20, AX 40 und AX 70 verwenden den M2, das AX 90 den M2S. versprechen Reserven für anspruchsvollere Trails. Mehr Details haben wir in der BIKE-Vorstellung des Kellys Theos AX zusammengefasst. Der Verkaufsstart ist für Januar 2027 angekündigt.

  • Federweg: 170 mm vorne, 160 mm hinten
  • Laufradgröße: 29 Zoll vorne und hinten
  • Motor: Avinox M2 (AX 20, 40 und 70) oder M2S (AX 90)
  • Akku: 800 Wh, entnehmbar
  • Preis: 3.999 bis 6.299 Euro
  • Rahmenmaterial: Aluminium
  • Gewicht: keine Angaben

Maxx FAB.4 ELA: Konfigurierbares E-Enduro mit zwei Akkugrößen

Das FAB.4 ELA ist die Wahl für alle, die nicht nur den Akku, sondern auch die Ausstattung individuell bestimmen möchten. Maxx bietet einen entnehmbaren Avinox-Akku mit 600 oder 800 Wh an; dazu kommen ein Carbonrahmen, ein M2S-Motor und die Möglichkeit zur Wunschlackierung. Soviel Freiheit gibt’s allerdings nicht zum Spartarif. Das Modell der Bayern beginnt erst bei 7.399 Euro. Mit 170/160 mm Federweg und 29er-Laufrädern will das Bike im ernsten Gelände wildern.

  • Federweg: Bis zu 170 mm vorne, 160 mm hinten
  • Laufradgröße: 29 Zoll vorne und hinten
  • Motor: Avinox M2S
  • Akku: 600 oder 800 Wh, entnehmbar
  • Preis: ab 7.399 Euro
  • Rahmenmaterial: Carbon
  • Gewicht: keine Angaben

Megamo Ryal: Vom günstigen M2 bis zum M2S-Topmodell

Das Ryal kombiniert einen Aluminiumrahmen mit 160 Millimetern Federweg vorne und hinten sowie einem entnehmbaren 800-Wh-Akku. Je nach Ausstattungsstufe steckt ein M2 oder M2S im Rad. Im Vergleich zum Megamo Reason, das den Akku fest integriert hat, ist das Ryal bewusst gemütlicher gezeichnet. Das von uns gefahrene Ryal 08 mit M2 erhielt im BIKE-Test des Megamo Ryal Lob für seine komfortable Federung und sein Preis-Leistungs-Verhältnis; verspielt fährt sich das 25,1-Kilo-Testbike jedoch nicht.

  • Federweg: 160 mm vorne, 160 mm hinten
  • Laufradgröße: 29 Zoll vorne und hinten
  • Motor: Avinox M2 (Ryal 10 und 08) oder M2S (Ryal 05 und 03 AXS)
  • Akku: 800 Wh, entnehmbar
  • Preis: 4.299 bis 6.999 Euro
  • Rahmenmaterial: Aluminium
  • Gewicht: 25,1 kg für das Ryal 08, Größe M, BIKE Messung

Raymon Durok: Alu-Fully für Touren und Trails

Das Durok setzt auf einen schnell entnehmbaren 800-Wh-Akku. Für 3.999 Euro beginnt die Reihe mit dem M2 im Comp; Pro und Ultra erhalten den M2S. Damit ist der große Wechselakku bereits beim günstigsten Modell an Bord. Wer mehr Wert auf Fahrwerk und Geländeeinsatz legt, sollte die Ausstattungen sorgfältig vergleichen: Die BIKE-Vorstellung des Raymon Durok beschreibt die drei Versionen, ein aussagekräftiger Praxistest steht allerdings noch aus. Ein Leichtgewicht ist das Durok mit Gewichten über 25 Kilo nicht.

  • Federweg: 150 mm vorne und hinten
  • Laufradgröße: 29 Zoll; in Größe S auch 27,5 Zoll
  • Motor: Avinox M2 (Comp) oder M2S (Pro und Ultra)
  • Akku: 800 Wh, entnehmbar
  • Preis: 3.999 bis 5.699 Euro
  • Rahmenmaterial: Aluminium
  • Gewicht: ab 25,4 kg, Herstellerangabe

Raymon Zorq: Avinox-Hardtail mit Wechselakku

Nicht jedes E-MTB mit Avinox und entnehmbarem Akku ist ein Fully. Das Zorq Ultimate und Elite sind Hardtails mit Aluminiumrahmen und 800-Wh-Akku. Das günstiger Modell kommt mit M2-Motor, das Elite mit M2S. Ein Hardtail spart am Hinterrad die Federung ein, im ernsten Gelände ist das ein klarer Nachteil. Dafür ist die Technik weniger anfällig und wartungsintensiv. Das Gewicht bleibt niedirger als beim Fully Durok. Die Eckdaten der Avinox-Varianten findet ihr in der BIKE-Übersicht zu den Eurobike-Neuheiten.

  • Federweg: 10 mm Federgabel
  • Laufradgröße: 29 Zoll vorne und hinten
  • Motor: Avinox M2 bzw. M2S
  • Akku: 800 Wh, entnehmbar
  • Preis: 3.799 bis 4.299 Euro
  • Rahmenmaterial: Aluminium
  • Gewicht: ab 22,9 kg (Herstellerangabe)

Rotwild R.EX: Der Wechselakku-Pionier

Rotwild ist der einzige Hersteller, der keine Avinox-Batterien, sondern eine Eigenentwicklung nutzt. Der Vorteil: Die hochwertige Batterie liefert mit 864 Wattstunden mehr Energie und bleibt dabei deutlich leichter. 3,75 Kilo haben wir im BIKE Labor gemessen. Zudem ist die IPU900 per Knopfdruck sehr schnell herausgeholt. Nachteil: Das Schnellladegerät funktioniert mit diesem Akku nicht. Beim BIKE-Test des R.EX 900 Pro im vergangenen Winter fuhr das All Mountain noch mit Avinox M1; wir lobten Reichweite und Fahrwerk, bemängelten aber unter anderem den hohen Preis. Inzwischen gibt es das edle All Mountain auch mit M2 beziehungsweise M2S. Der besondere Hinterbau funktioniert extrem traktionsstark und schluckfreudig, außerdem bleibt das Bike sehr leicht. Doch der Preis ist happig!

  • Federweg: 160 mm vorne, 150 mm hinten
  • Laufradgröße: 29 Zoll vorne, 27,5 Zoll hinten
  • Motor: M2 (Core) oder M2S (Pro und Ultra); auch noch mit älterem M1 erhältlich
  • Akku: Rotwild IPU900, 864 Wh, entnehmbar
  • Preis: 8.990 bis 12.490 Euro, je nach Variante laut Rotwild
  • Rahmenmaterial: Carbon
  • Gewicht: 22,9 kg für das R.EX 900 Pro in Größe L mit M1; BIKE-Messung

Rotwild R.EXC: Edles E-Enduro

Das R.EXC mit Avinox M2S ist Rotwilds stärker auf Abfahrt ausgelegtes Gegenstück zum R.EX. Und damit ist es eines der ganz wenigen E-Enduro-Bikes mit Avinox-Motor und herausnehmbarer Batterie. Der hauseigene 864-Wh-Akku lässt sich ebenfalls per Quick-Release entnehmen. Das Rad bietet außerdem zahlreiche Einstellmöglichkeiten für Geometrie und Fahrwerk. Wichtig: Das hier gemeinte Avinox-Modell nicht mit einem älteren R.EXC mit Shimano-Motor verwechseln.

  • Federweg: 170 mm vorne, bis zu 160 mm hinten
  • Laufradgröße: Ab Werk 29 Zoll vorne, 27,5 Zoll hinten
  • Motor: Avinox M2S
  • Akku: Rotwild IPU900, 864 Wh, entnehmbar
  • Preis: 10.990 bis 14.990 Euro (Pro und Ultra)
  • Rahmenmaterial: Carbon
  • Gewicht: 23,7 kg (Pro in Größe L), BIKE Messwert

Amflow TL Carbon: Wechselakku für Alltag und Trails

Das TL Carbon steht bewusst am Rand dieser E-MTB-Übersicht. Amflow bezeichnet es als SUV-E-Bike: Mit 120/105 Millimetern Federweg, komfortorientierter Geometrie und Alltagstauglichkeit ist es kein Ersatz für ein E-Enduro oder Trailbike. Ab Werk kommt es mit Schutzblechen, Lichtanlage, Gepäckträger und Seitenständer. Der Hauptakku ist aber ebenso herausnehmbar wie bei den sportlicheren Modellen, optional gibt es einen zweiten Hauptakku mit 600 Wh als Range-Extender. Die BIKE-Vorstellung des Amflow TL Carbon erklärt das Akkukonzept. Auch der Preis macht dieses Bike besonders. Für 3499 Euro gibt es hier einen Carbonrahmen, ein Fox-Fahrwerk und eine elektronische Schaltung. Das ist absolut konkurrenzlos.

  • Federweg: 120 mm vorne, 105 mm hinten
  • Laufradgröße: Ab Werk 27,5 Zoll vorne und hinten; laut Amflow auch für 29 Zoll ausgelegt
  • Motor: Avinox M2
  • Akku: 800 Wh, entnehmbar; optionaler entnehmbarer 600-Wh-Hauptakku
  • Preis: 3.499 Euro
  • Rahmenmaterial: Carbon
  • Gewicht: 26 Kilo mit allen Anbauteilen, 23,1 kg ohne Anbauteile (BIKE-Messwerte)
Artikel teilen:
Kommentare

Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.

Florentin Vesenbeckh sitzt seit seinem zehnten Lebensjahr auf dem Mountainbike. Schon auf der allerersten Tour standen Singletrails im Fokus – und die gehören für ihn auch nach über 30 Jahren im MTB-Sattel zur Quintessenz des Bikens. Seine Jugend verbrachte er mit Wettkämpfen in verschiedenen Bike-Disziplinen und später prägten Jahre als Fahrtechnik-Coach seine radsportliche Vita. Beruflich stehen für den erfahrenen Testredakteur inzwischen E-Mountainbikes im Fokus. In den letzten Jahren testete der diplomierte Sportwissenschaftler und ausgebildete Journalist über 300 Bikes und mehr als 40 verschiedene Motorsysteme in Labor und Praxis.

Meistgelesen in der Rubrik Fahrräder

Shorts