Florentin Vesenbeckh
· 12.08.2026
Diese Bikes haben Signalwirkung! Denn mit ihnen ist Avinox endgültig im Massenmarkt für E-MTBs angekommen. Wie gewohnt fallen die beiden Modelle preislich extrem attraktiv aus. Das günstigere EXC für 4699 Euro gehört zwar nicht zu den absolut billigsten Avinox-Bikes am Markt, steht aber dafür mit Carbonrahmen und starker Ausstattung absolut trailfertig da. Wir warten gespannt auf serienreife Testbikes. - Florentin Vesenbeckh, Testredakteur
In Kommentarspalten wurde es gewünscht, von Branchenkennern heiß diskutiert. Jetzt ist es Fakt: Cube erweitert seine E-MTB-Palette um Bikes mit Avinox-Antrieb. Das ist brisant, weil der Branchenriese eine enorme Marktbedeutung hat - und in den letzten Jahren fest mit Bosch verbandelt war. Für die beliebten Avinox-Antriebe öffnen die Oberpfälzer jetzt ihr Portfolio. Doch erstmal dezent. Das Gros aller E-Bikes wird weiter von Bosch-Motoren angeschoben. Die zwei Modelle mit Avinox M2S sind wohl erstmal ein Testballon, wie die Kundschaft den neuen Motor annimmt.
Im Portfolio der Hybrid-Bikes nehmen die beiden Avinox-Modelle eine zurückhaltende Rolle ein. Cube hat keine eigene Plattform für Avinox geschaffen, sondern die Motoren eher zahm in das beliebte Stereo Hybrid One44 eingepflanzt. Das macht auch Sinn, denn dieses Bike ist das meistverkaufte Cube-E-MTB und so erwischen die Oberpfälzer eine breite Zielgruppe. Tatsächlich sind die neuen Avinox-Bikes auf den ersten Blick kaum als solche zu erkennen. So ähnlich sehen sie ihren Geschwistern mit Bosch Performance CX.
Der Rahmen ist zwar komplett neu, um den E-Antrieb von Avinox aufzunehmen. Doch Kinematik, Geometrie und das grobe äußere Erscheinungsbild bleiben unverändert. Im direkten Vergleich fällt das schlankere Unterrohr und dezentere Motorenbereich aber durchaus auf. Hauptrahmen aus Carbon, Hinterbau aus Alu – auch das bleibt gleich. Auf den günstigeren M2-Motor verzichtet Cube, beide Bikes kommen mit dem Kraftpaket M2S. Und auch beim Akku-Konzept gibt’s keine Experimente. Wie alle Stereo Hybrid One44 kommen auch die beiden Avinox-Optionen mit entnehmbarem 800er-Akku, in diesem Fall von Avinox. Im Oberrohr sitzt das Avinox-Touch-Display, wo bei den Bosch-Modellen das Kiox 400C prangt.
Das Stereo Hybrid One 44 HPC EXC ist nicht das günstigste Modell in der Linie, aber sicher ein sehr attraktives. Für 4800 Euro gibt’s eine Rockshox Psylo Gold Gabel, die erfahrungsgemäß sehr solide funktioniert und auch im ernsten Gelände mithalten kann. Dazu Srams mechanische Eagle 90 mit Transmission-Technologie, die mit der hohen Leistung des Avinox-Motors souverän umgehen kann. Continentals Kryptotal-Reifenkombi mit robuster DH- bzw. Enduro-Karkasse ist langlebig und im Gelände eine Bank. Dazu kommen Sram Maven Bremsen. Damit bleiben selbst anspruchsvollen E-Mountainbikern kaum Wünsche offen. Das Gewicht gibt Cube mit 24,6 Kilo an.
Das Stereo Hybrid One 44 SuperTM geht bei der Ausstattung in die Vollen. Ultimate-Fahrwerk von Rockshox mit ZEB-Gabel und Superdeluxe-Dämpfer, dazu eine elektronische X0-Transmission, Maven Bremsen aus der Ultimate-Serie und Schwalbe Radialreifen mit Gravity bzw. Trail-Karkasse. Viel mehr geht nicht. Mit der dicken ZEB ist das Modell etwas abfahrtslastiger ausgerüstet, als der Rest der Serie. Dieses edle Paket gibt’s zu einem fairen Preis von 6999 Euro. 23,8 Kilo soll das Bike wiegen.

Redakteur CvD
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