Die Eurobike 2026 zeigt: Avinox-Motoren sind die gefragtesten E-Antriebe des Jahres. Klar, denn M2 und M2S sind gerade neu auf den markt gekommen und haben zudem neue Bestwerte bei der Leistung und dem Verhältnis aus Leistung und Gewicht erreicht. Immer mehr Hersteller setzen auf die Antriebe der DJI-Tochterfirma aus China. Wir geben den Überblick über die neuen E-Bikes.
Das Amflow TL Carbon erweitert das Portfolio der chinesischen Marke in Richtung SUV und Alltag, indem es Mountainbike-Eigenschaften, Alltagstauglichkeit und Lastenrad-Kapazität vereint. Trotz eines Gewichts von nur 22,6 kg (Herstellerangabe, ohne Zubehör) trägt es bis zu 200 kg Gesamtzuladung, 20 kg am Front- und 27 kg am Heckgepäckträger – Benchmark-Werte. Allerdings ist kein direkter Verkauf auf dem deutschen Markt geplant, und die Preise sind noch offen.
Auf der Eurobike präsentierte Canyon gleich zwei neue E-MTBs – beide mit Avinox-Motoren. Serienreife Produkte sind es zwar noch nicht, und detaillierte Informationen bleiben vorerst aus. Dennoch steht fest: Canyon-E-MTBs mit Avinox-Antrieb werden in absehbarer Zeit erhältlich sein! Bei einem der gezeigten Bikes handelt es sich um ein klassisches E-MTB mit Vollcarbonrahmen, fest verbautem 700er-Akku und einem Avinox M2S-Motor. Die Ausstattung des Bikes deutet auf ein All Mountain- oder Trailbike hin. Der federweg soll bei 160/150 mm landen - was für einen Nachfolger des aktuellen Canyon Spectral:On sprechen würde. Wir sind gespannt auf die Details und halten Euch natürlich auf dem Laufenden. Bei dem zweiten Avinox-Bike von Canyon handelt es sich um eine Studie mit Avinox MG Concept - einer Einheit aus Motor und stufenlosem Schaltgetriebe. Hier gibt’s mehr Details dazu.
Raymon betritt mit dem neuen Durok gleich zwei spannende Nischen auf einmal: günstige E-MTBs und Bikes mit Avinox-Motor plus entnehmbarem Akku. Der schicke Alu-Rahmen mit verschliffenen Schweißnähten, 150 mm Federweg und 29-Zoll-Laufrädern (27,5" in Größe S) steckt dabei einen ordentlichen Rahmen ab – im wahrsten Sinne des Wortes. Als Herzstück werkelt je nach Modell der Avinox M2 oder M2S. Die Energie kommt aus dem herausnehmbaren 800-Wh-Akku von Avinox, der bislang kaum verbreitet ist und auch im Amflow PR zum Einsatz kommt. Das Einstiegsmodell Durok Comp startet ab 3999 Euro und wird vom Avinox M2 mit bis zu 125 Nm Drehmoment angetrieben, während die höherwertigen Varianten Pro (4699 Euro) und Ultra (5699 Euro) auf den stärkeren M2S setzen und sich zusätzlich bei Fahrwerk und Schaltung voneinander abheben.
Auch ein Hardtail mit Avinox-Motor hat Raymon im Programm. Das Zorq kommt in vier Varianten, wobei nur die beiden Topmodelle Ultimate und Elite mit Avinox-Antrieb kommen. Beide setzen auf den entnehmbaren 800er-Akku, kommen mit Alu-Rahmen und 29er-Laufrädern für 3799 bzw. 4299 Euro.
Wer leichte E-Bikes sucht, ist bei Rotwild traditionell an der richtigen Adresse. Neben echten Fliegengewichten wie dem R.X 275 Downcountry E-Bike oder dem leichten R.X 375 mit 18 Kilo und ordentlich Motorpower kommt jetzt auch ein Avinox-Bike im Leichtbau-Trimm. Das R.XX positioniert sich neben den ersten E-MTBs mit Avinox-Motor und entnehmbarem Akku (hier im Test) von Rotwild auf der trailigen und eben noch leichteren Seite. Das R.XX nutzt das volle Potential des Avinox-Systems, denn mit dem 700er-Akku sind bis zu 1500 Watt Motorleistung drin. Die Barrerie ist fest verbaut, um die letzten Gramm herauszukitzeln. 160/145 Millimeter Federweg stehen bereit. Das Gewicht soll trotz voll trailtauglicher Ausstattung ohne Leichtbau-Reifen beim Modell Ultra (im Bild) bei 20,6 Kilo in der Größe M/L landen. Der Preis ist Rotwild-typisch hoch: Los geht’s erst bei 8490 Euro.
Orbea hat sich für sein Erfolgsenduro etwas besonderes einfallen lassen: Der Avinox M2S bekommt einen eigenen RS-Tune verpasst, der sich deutlich geschmeidiger und besser kontrollierbar fahren soll. Die Ingenieure sind sich sicher: 1300 Watt sind zu viel für ein E-Mountainbike. Im RS-Tune liefert der Motor also maximal 750 Watt. Doch Power-Freaks können sich den Schub in der App hochtunen. Das Wild LT ist ein rassiges E-Enduro mit 170 mm Federweg und wahlweise Full-29 oder Mullet-Setup. Preislich geht’s mit Alu-Rahmen bei 5599 Euro los, in Carbon ab 6999 Euro los. Alle Infos zum Orbea Wild LT gibt’s hier im Link.
Das Tycoon erweitert Steppenwolfs Avinox-Palette in Richtung Enduro. Das Bike kommt mit 170 mm Federweg und 29er-Laufrädern. Im Carbonrahmen sitzt der Avinox M2S und der 800er-Akku (fest verbaut). Nicht nur in Sachen Federweg liegt das Tycoon ovberhalb des All Mountain Tundra, sondern auch preislich. Die beiden Modelle kosten 7999 bzw. 9999 Euro. Schon das günstige Modell kommt mit Top-Fahrwerk von Rockshox.
Nukeproof meldet sich eindrucksvoll im E-MTB-Segment zurück. Nach der Wiedergeburt der Marke als Teil der Belgian Cycling Factory (u.a. Ridley) präsentiert die Marke auf der Eurobike 2026 ihr neues Modell namens Kilowatt. Das Bike positioniert sich zwischen Trailbike und Enduro und soll gleich in vier verschiedenen Ausführungen erhältlich sein – zwei davon mit Aluminiumrahmen, zwei mit Carbonrahmen. Was alle Versionen verbindet: 160 mm Federweg vorne, 150 mm hinten, ein ab Werk verbautes MX-Laufradsetup sowie die Möglichkeit, das Rad über einen Flip-Chip auf ein vollständiges 29-Zoll-Setup umzurüsten. Der 800er-Avinox-Akku ist fest im Motor verbaut. Preislich soll’s bei attraktiven 4499 Euro losgehen.
Orange präsentiert mit dem Phase Avinox Factory sein erstes E-MTB mit Avinox M2S. Das Bike bietet vorne und hinten 160 Millimeter Federweg. Ganz im Stil von Orange kommt das E-Enduro mit markanten Schweißnähten und einem Eingelenker-Hinterbau daher – sehr britisch. Die Traditionsmarke entwickelt und fertigt ihre Rahmen bis heute in Großbritannien. Passend dazu ist das Showbike mit Hope-Komponenten von der Insel aufgebaut. Für kräftigen Vortrieb sorgt die Unterstützungsleistung des Avinox M2S Motors von bis zu 1500 Watt.

Redakteur CvD
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