Trailbikes

Autonomes Fahren: Das neue Giant Trance X E+

Max Fuchs

 · 23.11.2021

Autonomes Fahren: Das neue Giant Trance X E+Foto: Max Fuchs
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Giant präsentiert seinen Touren-Klassiker Trance X E+ mit neuem Motor und im Carbon-Gewand. 2022 mit an Bord: smarte Features für sorglosen E-MTB-Fahrspaß.

Mitte des Jahres präsentierte Giant das neue Reign E+ mit dem nagel­neuen SyncDrive-Pro2-Motor. Das E-Enduro war der Startschuss für eine gänzlich neue E-MTB-Generation der Taiwanesen. Markenzeichen ist die deutlich schlankere Formgebung, die das neue Aggregat ermöglicht. Der Touren-Klassiker Trance X E+ durchläuft für die 2022er-Saison dieselbe Modernisierungskur, setzt aber obendrein neue Glanzpunkte. Erstmals bekommt ein E-Mountainbike von Giant ein Carbon-Chassis spendiert. Und ganz nach dem Motto „think less, ride more“ wollen die Taiwanesen das intelligenteste E-MTB am Markt gebaut haben.

Die Fakten zum Giant Trance X Advanced E+

  • SyncDrive-Pro2-Motor (Yamaha)
  • 625-Wattstunden-Akku
  • 150 / 140 Millimeter Federweg
  • 29-Zoll-Laufräder
  • Rahmengröße S-XL
  • Vollcarbon-Rahmen
  • Gewicht: 22,85 Kilo (Topmodell, EMTB-Messung)
  • drei Modelle zwischen 6399 Euro und 8499 Euro
  Der SyncDrive-Pro2-Motor entstand  in Zusammenarbeit mit Yamaha. Mit 85 Newtonmeter maximales Drehmoment liegt die nominelle Kraft des Aggregats mit den aktuellen Motoren von Bosch und Shimano auf einem Niveau.Foto: Max Fuchs
Der SyncDrive-Pro2-Motor entstand in Zusammenarbeit mit Yamaha. Mit 85 Newtonmeter maximales Drehmoment liegt die nominelle Kraft des Aggregats mit den aktuellen Motoren von Bosch und Shimano auf einem Niveau.
  Der herausnehmbare Akku liefert am Trance X E+ 625 Wattstunden.Foto: Max Fuchs
Der herausnehmbare Akku liefert am Trance X E+ 625 Wattstunden.

Voll Smart: Die Elektro-Features des Giant Trance X Adavanced E+

Wie soll das gelingen, das smarteste E-MTB am Markt? Im ersten Schritt verpassen die Produkt-Manager dem Allrounder die neueste Version des elektronisch gesteuerten Live-Valve-Fahrwerks von Fox. Dieses System ersetzt das mechanische Lockout, indem es automatisch die Plattform an Federgabel und Dämpfer öffnet und schließt. Zwölf Sensoren messen 1000 Mal pro Sekunde, ob Schläge vom Untergrund zum Fahrer vordringen und öffnen dann die Dämpfung. Das sorgt auf dem Trail für ein maximal effizientes Fahrvergnügen, ohne auch nur einen Gedanken an die Lockout-Fernbedienung zu verschwenden. Via App lassen sich die Sensibilität der Sensoren und die Fahrwerkscharakteristik regeln. Doch damit nicht genug. Im zweiten Schritt will Giant mit seinem Smart-Assist-Mode auch den Griff zum Regler der Unterstützungsstufen überflüssig machen. Ähnlich wie der Trail- oder E-MTB-Modus von Shimano bzw. Bosch richtet sich der Motor-Output in dieser Einstellung nach dem Kraftaufwand des Fahrers, um ein möglichst natürliches Fahrgefühl zu vermitteln. Gleiches Spiel wie beim Fahrwerk: Die Kraftabgabe aller Unterstützungsstufen kann mit der Ride-Control-App feingetunt werden.

Die Recheneinheit des Live Valve von Fox sitzt unter dem Oberrohr. Den Strom bezieht das System aus dem Hauptakku im Rahmen.Foto: Max Fuchs
Die Recheneinheit des Live Valve von Fox sitzt unter dem Oberrohr. Den Strom bezieht das System aus dem Hauptakku im Rahmen.
Das Giant Trance X Advanced E+ 0 für 8499 Euro ist das teuerste der drei Modelle.Foto: Max Fuchs
Das Giant Trance X Advanced E+ 0 für 8499 Euro ist das teuerste der drei Modelle.
Akku-Kapazität: 630 Wattstunden.Foto: Max Fuchs
Akku-Kapazität: 630 Wattstunden.
Die Kettenführung hält die Kette auch in grobem Geläuf auf dem Kettenblatt.Foto: Max Fuchs
Die Kettenführung hält die Kette auch in grobem Geläuf auf dem Kettenblatt.
Safety first: Großzügig gummierte Kettenstreben für Langlebigkeit und eine gedämpfte Geräuschkulisse.Foto: Max Fuchs
Safety first: Großzügig gummierte Kettenstreben für Langlebigkeit und eine gedämpfte Geräuschkulisse.
Für Grip am Vorderrad sorgt der Assegai von Maxxis.Foto: Max Fuchs
Für Grip am Vorderrad sorgt der Assegai von Maxxis.
Gummi-Stopper schützen das Carbon-Unterrohr bei Stürzen vor dem Einschlagen der Federgabel.Foto: Max Fuchs
Gummi-Stopper schützen das Carbon-Unterrohr bei Stürzen vor dem Einschlagen der Federgabel.
Immer noch lang: Die Kettenstreben messen 472 Millimeter.Foto: Max Fuchs
Immer noch lang: Die Kettenstreben messen 472 Millimeter.
85 Newtonmeter – so viel Kraft liefert der SyncDrivePro 2 von Yamaha im Giant.Foto: Max Fuchs
85 Newtonmeter – so viel Kraft liefert der SyncDrivePro 2 von Yamaha im Giant.
Minimalistisch: Eine ins Oberrohr integrierte Akku-Anzeige ersetzt ein Display am Lenker.Foto: Max Fuchs
Minimalistisch: Eine ins Oberrohr integrierte Akku-Anzeige ersetzt ein Display am Lenker.
Die hauseigene Bedieneinheit des Motors dockt fast nahtlos an die Griffverschraubung an. So schlank und unauffällig war eine Kommandozentrale am E-MTB noch nie.Foto: Max Fuchs
Die hauseigene Bedieneinheit des Motors dockt fast nahtlos an die Griffverschraubung an. So schlank und unauffällig war eine Kommandozentrale am E-MTB noch nie.
Während unserer Testphase entpuppte sich die Steckverbindung des Live-Valve-Systems an der Gabel als Fehlerquelle Nummer eins. Beim starken Einlenken oder durch Erschütterungen löste sich der Stecker. Die automatische Fahrwerkskontrolle war lahmgelegt.Foto: Max Fuchs
Während unserer Testphase entpuppte sich die Steckverbindung des Live-Valve-Systems an der Gabel als Fehlerquelle Nummer eins. Beim starken Einlenken oder durch Erschütterungen löste sich der Stecker. Die automatische Fahrwerkskontrolle war lahmgelegt.
Die Recheneinheit des Live Valve von Fox sitzt unter dem Oberrohr. Den Strom bezieht das System aus dem Hauptakku im Rahmen.Foto: Max Fuchs
Die Recheneinheit des Live Valve von Fox sitzt unter dem Oberrohr. Den Strom bezieht das System aus dem Hauptakku im Rahmen.
Das Giant Trance X Advanced E+ 0 für 8499 Euro ist das teuerste der drei Modelle.Foto: Max Fuchs
Das Giant Trance X Advanced E+ 0 für 8499 Euro ist das teuerste der drei Modelle.
Das Giant Trance X Advanced E+ 0 für 8499 Euro ist das teuerste der drei Modelle.
Akku-Kapazität: 630 Wattstunden.
Die Kettenführung hält die Kette auch in grobem Geläuf auf dem Kettenblatt.
Safety first: Großzügig gummierte Kettenstreben für Langlebigkeit und eine gedämpfte Geräuschkulisse.
Für Grip am Vorderrad sorgt der Assegai von Maxxis.
Gummi-Stopper schützen das Carbon-Unterrohr bei Stürzen vor dem Einschlagen der Federgabel.
Immer noch lang: Die Kettenstreben messen 472 Millimeter.
85 Newtonmeter – so viel Kraft liefert der SyncDrivePro 2 von Yamaha im Giant.
Minimalistisch: Eine ins Oberrohr integrierte Akku-Anzeige ersetzt ein Display am Lenker.
Die hauseigene Bedieneinheit des Motors dockt fast nahtlos an die Griffverschraubung an. So schlank und unauffällig war eine Kommandozentrale am E-MTB noch nie.
Während unserer Testphase entpuppte sich die Steckverbindung des Live-Valve-Systems an der Gabel als Fehlerquelle Nummer eins. Beim starken Einlenken oder durch Erschütterungen löste sich der Stecker. Die automatische Fahrwerkskontrolle war lahmgelegt.
Die Recheneinheit des Live Valve von Fox sitzt unter dem Oberrohr. Den Strom bezieht das System aus dem Hauptakku im Rahmen.

Never change a winning team: Trance X E+ bleibt ein klassisches All Mountain

An den Eckdaten des Trance X E+ hat sich nicht viel geändert. 625 Wattstunden an Akku-Kapazität, 150/140 Millimeter Federweg und 29-Zoll-Laufräder. Klassische Daten für ein All Mountain eben. Die Geometrie bleibt weitgehend unverändert und moderat, weiterhin gibt’s eine Verstellmöglichkeit über einen Flipchip. Erfreuliche, aber auch kostspielige Neuerung: das Gewicht. Der Kohlefaser-Rahmen in Kombination mit den leichten Laufrädern und dem neuen, leichteren Akku stoppt unsere Laborwaage bei 22,85 Kilo. Ein sehr guter Wert, der deutlich unter dem Vorgängermodell liegt – und das, obwohl das Live-Valve-System Zusatzgewicht mitbringt. Erhältlich sind vom neuen Giant Trance X E+ drei Carbon-Modelle zwischen 6399 und 8499 Euro.

  Wir konnten das Topmodell Giant Trance X Advanced E+ 0 bereits ausgiebig testen und sogar durch unser Labor schleusen. Einen ausführlichen Fahrbericht mit allen Messdaten lest ihr in EMTB 6/21 – ab 7. Dezember 2021 am Kiosk.Foto: Max Fuchs
Wir konnten das Topmodell Giant Trance X Advanced E+ 0 bereits ausgiebig testen und sogar durch unser Labor schleusen. Einen ausführlichen Fahrbericht mit allen Messdaten lest ihr in EMTB 6/21 – ab 7. Dezember 2021 am Kiosk.
  Das Trance X Advanced E+1 für 7399 Euro ist mit Fox Live Valve-Fahrwerk, einem 30 Millimeter breiten Giant-Laufradsatz mit XT-Naben (wird bereits mit Tubeless-Kit ausgeliefert) und einem Shimano Deore XT-Antrieb ausgestattet.Foto: Giant
Das Trance X Advanced E+1 für 7399 Euro ist mit Fox Live Valve-Fahrwerk, einem 30 Millimeter breiten Giant-Laufradsatz mit XT-Naben (wird bereits mit Tubeless-Kit ausgeliefert) und einem Shimano Deore XT-Antrieb ausgestattet.
  Das Trance X Advanced E+2 für 6399 Euro: Das E-All-Mountain kommt mit einem Fox DPS Performance-Dämpfer, einer Fox 36 Performance-Gabel und Shimano Deore-Antriebsstrang. Alle drei Modelle sind zudem mit der Giant Contact Switch Vario-Stütze und 2,6 Zoll breiten Maxxis-Reifen ausgestattet (Assegai Exo vorne/Dissector Exo+ hinten).
Das Trance X Advanced E+2 für 6399 Euro: Das E-All-Mountain kommt mit einem Fox DPS Performance-Dämpfer, einer Fox 36 Performance-Gabel und Shimano Deore-Antriebsstrang. Alle drei Modelle sind zudem mit der Giant Contact Switch Vario-Stütze und 2,6 Zoll breiten Maxxis-Reifen ausgestattet (Assegai Exo vorne/Dissector Exo+ hinten).

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