All MountainVollgas-All-Mountain aus Stuttgart

Adrian Kaether

 · 13.12.2021

Vollgas-All-Mountain aus StuttgartFoto: Manuel Sulzer
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Shimanos EP8-Motor mit großem 720er-Akku und ein fluffiges Fahrwerk sind die Komponenten, mit denen das neue Focus Jam² überzeugen will. Wir haben es getestet.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Leicht ist das Focus Jam² der 7er-Serie nicht gerade. Alles andere am neuen Shimano-Bike aus Stuttgart ist aber ein klarer Fortschritt gegenüber dem bisherigen Bosch-Bike der 6er-Serie.

Das neue Focus E-Mountainbike Jam² in der Video-Vorstellung

Die Geometrie ist stimmiger, das maximal zulässige Systemgewicht liegt jetzt bei starken 150 Kilogramm und der bislang etwas weiche Hinterbau hat im neuen Bike richtig Popp, ohne Traktion vermissen zu lassen. Damit ist das neue All Mountain von Focus ein unkompliziertes und starkes Bike, solange die Trails nicht zu verwinkelt werden.

  Einen ausführlichen Test des neuen Focus Jam² im Duell mit dem Scor 4060 Z ST lesen Sie ab sofort in <a href="https://www.delius-klasing.de/emtb-06-2021-emb-2021-06" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EMTB-Ausgabe 06/2021</a> , – bequem im <a href="https://www.delius-klasing.de/abo-shop/?zeitschrift=233&utm_source=emb_web&utm_medium=red_heftinfo&utm_campaign=abo_emb" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Abo</a> , in unserem <a href="https://www.delius-klasing.de/emtb" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Onlineshop</a>  oder als App-Ausgabe für <a href="https://apps.apple.com/de/app/emtb-magazin/id1079396102" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Apple</a>  und <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=de.delius_klasing.emtb" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Android</a>  erhältlich.Foto: Markus Greber
Einen ausführlichen Test des neuen Focus Jam² im Duell mit dem Scor 4060 Z ST lesen Sie ab sofort in EMTB-Ausgabe 06/2021 , – bequem im Abo , in unserem Onlineshop oder als App-Ausgabe für Apple und Android erhältlich.
  Das neue Focus Jam² mit Shimano EP8-Motor und 720 Wattstunden.Foto: Markus Greber
Das neue Focus Jam² mit Shimano EP8-Motor und 720 Wattstunden.

Das Focus Jam² 7 im Überblick:

  • Einsatzbereich: All Mountain
  • Antrieb: Shimano EP8 mit 720-Wh-Akku, Gewicht: 4,2 Kilogramm (EMTB-Messwert)
  • Laufradgröße: 29 Zoll
  • Federweg: 150 Millimeter
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 150 Kilogramm
  • Gewicht: 25,68 Kilogramm (EMTB-Messwert)
  • Überarbeiteter Hinterbau und neue Geometrie
  • 3 Modelle für 5399*, 6299* und 7999 Euro*
  Der große 720-Wattstunden-Akku wird nach unten aus dem Unterrohr entnommen.Foto: Markus Greber
Der große 720-Wattstunden-Akku wird nach unten aus dem Unterrohr entnommen.
  Ein neuer Hinterbau sorgt für ein lebendigeres Fahrverhalten. Die Geometrie lässt sich per Flip-Chip anpassen. Auch eine Flasche passt in den Rahmen.Foto: Markus Greber
Ein neuer Hinterbau sorgt für ein lebendigeres Fahrverhalten. Die Geometrie lässt sich per Flip-Chip anpassen. Auch eine Flasche passt in den Rahmen.
  Das Wichtigste mit an Bord. In einer kleinen Tasche fahren Schlauch, Tool, Reifenheber und Mini-Pumpe mit.Foto: Markus Greber
Das Wichtigste mit an Bord. In einer kleinen Tasche fahren Schlauch, Tool, Reifenheber und Mini-Pumpe mit.

Shimano-Antrieb mit 720 Wattstunden

Shimano? Richtig gehört. Denn während das bisherige Bosch-Bike weiter im Portfolio bleibt, bieten die Stuttgarter mit dem neuen Jam² nun auch Shimano-Fans den passenden Antrieb. Damit profitiert das neue Jam² vom geringen Gewicht des japanischen Motors und der individuellen Abstimmung der Unterstützungsstufen via App.

Für eine starke Reichweite sorgt ein spezieller Akku mit 720 Wattstunden und modernen 21700er-Zellen. Und auf diesem Akku steht nicht nur viel drauf, steckt auch viel Energie drin. Soviel können wir aus unserem umfangreichen Labor- und Praxistest schon mal verraten. Mit 4200 Gramm gehört der Energieträger allerdings auch zu den schwereren Vertretern.

  Ein Shimano EP8 Antrieb und ein 720er-Akku sorgen für Vortrieb und massig Reichweite. Der große Bolzen (rechts im Bild) wird mit dem Inbus gelöst, dann kann der Akku nach unten aus dem Unterrohr entnommen werden.Foto: Michael Gielen
Ein Shimano EP8 Antrieb und ein 720er-Akku sorgen für Vortrieb und massig Reichweite. Der große Bolzen (rechts im Bild) wird mit dem Inbus gelöst, dann kann der Akku nach unten aus dem Unterrohr entnommen werden.

Kurios: Wie das Unterrohr ist der Akku leicht gebogen, um auch bei kompakten Geometrien und 150 Millimetern Federweg genug Platz für das Vorderrad zum Einfedern zu lassen. Ähnlich wie bei Specialized oder Norco lässt sich die Batterie nach dem Lösen eines Sicherungsbolzens mit dem passenden Inbus nach unten aus dem Bike entnehmen. Laden kann man den Akku aber natürlich auch in eingebautem Zustand.

Neuer Hinterbau: Mehr Progression, aktiveres Fahrgefühl

Neben dem neuen Shimano-Antrieb fällt beim Erstkontakt mit dem neuen Jam² auch gleich der Dämpfer ins Auge. Der liegt jetzt wie beim unmotorisierten Jam unter dem Unterrohr, statt wie bisher vor dem Sitzrohr zu stehen. Das neue Jam² erbt damit die überarbeitete Fold-Kinematik der Bio-Bikes, die für das E-MTB speziell angepasst wurde.

  In der Dämpferanlenkung sitzt der Flip-Chip, mit dem die Geometrie um rund ein halbes Grad bei Lenk- und Sitzwinkel verstellt werden kann. Wir haben allerdings auch in der steilen Position keine Laufruhe vermisst.Foto: Michael Gielen
In der Dämpferanlenkung sitzt der Flip-Chip, mit dem die Geometrie um rund ein halbes Grad bei Lenk- und Sitzwinkel verstellt werden kann. Wir haben allerdings auch in der steilen Position keine Laufruhe vermisst.

Auch eine Geometrieverstellung in der Dämpferanlenkung ist jetzt mit an Bord. Im Vergleich zum Hinterbau mit stehendem Dämpfer soll sich der neue Hinterbau lebendiger anfühlen, bergauf weniger tief im Federweg stehen und bergab mehr Reserven bieten. Der liegende Dämpfer ermöglicht außerdem eine geringere Überstandshöhe (796 Millimeter in Größe L) und lässt mehr Platz für die Trinkflasche.

Geometrie: Zwischen flach und ausgewogen

Ein reiner Sportler soll das neue Jam² aber auch mit der überarbeiteten Hinterbau-Kinematik nicht sein. Zugänglich und komfortabel will sich das Stuttgarter E-MTB präsentieren. Dazu passt auch die Geometrie, die mit flacherem Lenk- und steilerem Sitzwinkel auf der Höhe der Zeit ist, aber noch nicht ins Extreme geht.

  Die Geometrie des Focus Jam² soll moderat und nahbar bleiben. Im EMTB-Labor maßen wir jedoch etwas extremere Werte als angegeben. Trotzdem: Das Focus lässt sich in den meisten Situationen gut beherrschen und ist auch für weniger erfahrene Biker eine  gute Wahl, solange die Trails nicht zu eng werden.
Die Geometrie des Focus Jam² soll moderat und nahbar bleiben. Im EMTB-Labor maßen wir jedoch etwas extremere Werte als angegeben. Trotzdem: Das Focus lässt sich in den meisten Situationen gut beherrschen und ist auch für weniger erfahrene Biker eine gute Wahl, solange die Trails nicht zu eng werden.

Ganz so moderat wie angegeben steht das Jam² jedoch nicht im Trail. Zumindest unsere Labor-Messungen ergaben einen Lenkwinkel von 64 Grad (Werksangabe 65 Grad) und einen Sitzwinkel von 77 Grad (Werksangabe 76 Grad). Beide Werte stehen dem Jam² jedoch gut zu Gesicht und passen zur laufruhigen Natur des Jam², auch wenn enge und flache Kurven definitiv einen gewissen Einsatz brauchen.

Gewichtslimit: 150 Kilogramm

Mit dem zulässigen Gesamtgewicht haben die Entwickler beim neuen Jam² eine weitere Schwachstelle der bisherigen E-MTB-Palette beseitigt. War bisher bei den meisten Modellen bei 120 Kilogramm Schluss, darf das neue Focus All Mountain nun inklusive Fahrer und Ausrüstung bis zu 150 Kilogramm wiegen. Eine Freigabe, die die allerwenigsten E-MTBs erreichen.

Das passt perfekt ins robuste und vertrauenserweckende Gesamtbild des Neulings. Dafür setzt das Jam² auf einen massiven Steuersatz mit einer Breite von bis zu 1,8 Zoll, eine Variostütze mit einem Durchmesser von 34,9 Millimetern und auf stabile Laufräder, die ebenfalls bis 150 Kilogramm freigegeben sind.

Nachteil der robusten Auslegung: Das neue Jam² ist kein Leichtgewicht. Das Top-Modell 7.0* in Größe L haben wir mit 25,68 Kilo gewogen – ohne integriertes Werkzeug, ohne Pedale.

Der EP8-Antrieb und ein 720er-Akku sorgen für Vortrieb. Bei Bedarf lässt sich der Akku nach unten aus dem Rahmen entnehmen. Dafür einfach mit einem Inbus den großen Sicherungsbolzen (rechts im Bild) lösen, Kabel abstecken und der Akku rutscht nach unten aus dem Rahmen heraus.Foto: Michael Gielen
Der EP8-Antrieb und ein 720er-Akku sorgen für Vortrieb. Bei Bedarf lässt sich der Akku nach unten aus dem Rahmen entnehmen. Dafür einfach mit einem Inbus den großen Sicherungsbolzen (rechts im Bild) lösen, Kabel abstecken und der Akku rutscht nach unten aus dem Rahmen heraus.
Der USB-Port kann beispielsweise ein Smartphone oder GPS-Gerät während der Fahrt mit Strom aus dem Akku versorgen.Foto: Michael Gielen
Der USB-Port kann beispielsweise ein Smartphone oder GPS-Gerät während der Fahrt mit Strom aus dem Akku versorgen.
Die Kabel laufen am Vorbau in den Rahmen. Das spart zwar nicht gerade Gewicht und kann auch etwas nervig sein, wenn man einen Spacer unter dem Vorbau herausnehmen will, doch die Kabelführung sorgt für eine cleane Optik.Foto: Michael Gielen
Die Kabel laufen am Vorbau in den Rahmen. Das spart zwar nicht gerade Gewicht und kann auch etwas nervig sein, wenn man einen Spacer unter dem Vorbau herausnehmen will, doch die Kabelführung sorgt für eine cleane Optik.
Die minimalistische Ständeraufnahme wird einfach zwischen Steckachse und Rahmen gesetzt. Fällt kaum auf, doch wer sie braucht, findet sie hier.Foto: Michael Gielen
Die minimalistische Ständeraufnahme wird einfach zwischen Steckachse und Rahmen gesetzt. Fällt kaum auf, doch wer sie braucht, findet sie hier.
Ein Lenkanschlag mit Gummi-Stoppern verhindert, das die Gabel oder die Armaturen ungebremst in den Rahmen einschlagen.Foto: Michael Gielen
Ein Lenkanschlag mit Gummi-Stoppern verhindert, das die Gabel oder die Armaturen ungebremst in den Rahmen einschlagen.
Alle Modelle des Jam² kommen mit dem hochwertigen EM800 Display von Shimano. Das ist etwas größer als die günstigeren Pendants, zeigt in Farbe an und lässt sich zur individuellen Konfiguration der Unterstützungsstufen mit dem Handy verbinden.Foto: Michael Gielen
Alle Modelle des Jam² kommen mit dem hochwertigen EM800 Display von Shimano. Das ist etwas größer als die günstigeren Pendants, zeigt in Farbe an und lässt sich zur individuellen Konfiguration der Unterstützungsstufen mit dem Handy verbinden.
Mithilfe des Flipchips lässt sich die Geometrie anpassen. Uns hat die steile Einstellung (high) gut gefallen, denn Laufruhe bietet das Jam² ohnehin mehr als genug.Foto: Michael Gielen
Mithilfe des Flipchips lässt sich die Geometrie anpassen. Uns hat die steile Einstellung (high) gut gefallen, denn Laufruhe bietet das Jam² ohnehin mehr als genug.
Der EP8-Antrieb und ein 720er-Akku sorgen für Vortrieb. Bei Bedarf lässt sich der Akku nach unten aus dem Rahmen entnehmen. Dafür einfach mit einem Inbus den großen Sicherungsbolzen (rechts im Bild) lösen, Kabel abstecken und der Akku rutscht nach unten aus dem Rahmen heraus.Foto: Michael Gielen
Der EP8-Antrieb und ein 720er-Akku sorgen für Vortrieb. Bei Bedarf lässt sich der Akku nach unten aus dem Rahmen entnehmen. Dafür einfach mit einem Inbus den großen Sicherungsbolzen (rechts im Bild) lösen, Kabel abstecken und der Akku rutscht nach unten aus dem Rahmen heraus.
Der USB-Port kann beispielsweise ein Smartphone oder GPS-Gerät während der Fahrt mit Strom aus dem Akku versorgen.Foto: Michael Gielen
Der USB-Port kann beispielsweise ein Smartphone oder GPS-Gerät während der Fahrt mit Strom aus dem Akku versorgen.
Der USB-Port kann beispielsweise ein Smartphone oder GPS-Gerät während der Fahrt mit Strom aus dem Akku versorgen.
Die Kabel laufen am Vorbau in den Rahmen. Das spart zwar nicht gerade Gewicht und kann auch etwas nervig sein, wenn man einen Spacer unter dem Vorbau herausnehmen will, doch die Kabelführung sorgt für eine cleane Optik.
Die minimalistische Ständeraufnahme wird einfach zwischen Steckachse und Rahmen gesetzt. Fällt kaum auf, doch wer sie braucht, findet sie hier.
Ein Lenkanschlag mit Gummi-Stoppern verhindert, das die Gabel oder die Armaturen ungebremst in den Rahmen einschlagen.
Alle Modelle des Jam² kommen mit dem hochwertigen EM800 Display von Shimano. Das ist etwas größer als die günstigeren Pendants, zeigt in Farbe an und lässt sich zur individuellen Konfiguration der Unterstützungsstufen mit dem Handy verbinden.
Mithilfe des Flipchips lässt sich die Geometrie anpassen. Uns hat die steile Einstellung (high) gut gefallen, denn Laufruhe bietet das Jam² ohnehin mehr als genug.
Der EP8-Antrieb und ein 720er-Akku sorgen für Vortrieb. Bei Bedarf lässt sich der Akku nach unten aus dem Rahmen entnehmen. Dafür einfach mit einem Inbus den großen Sicherungsbolzen (rechts im Bild) lösen, Kabel abstecken und der Akku rutscht nach unten aus dem Rahmen heraus.

Weitere schicke Details sind der USB-Port auf dem Oberrohr, die doppelt gedichteten Lager im Hinterbau für maximale Langlebigkeit, die saubere Zugverlegung durch den Steuersatz und das serienmäßige Pannenkit, das mit Schlauch, Pumpe, Tool und Reifenhebern in einer kleinen per Inbus fixierten Tasche auf dem Unterrohr mitfährt.

Focus Jam² 7-Series: Ab 5399 Euro

Drei Modelle des Shimano-Jam² stehen zur Wahl. Das Top-Modell 7.0 kommt für 7999 Euro wie gezeigt mit elektronischer GX-AXS-Schaltung, DT-Swiss-Laufrädern, stabilen Schwalbe-Reifen und einem Fox-/Rockshox-Fahrwerk und soll laut Hersteller nur in einer limitierten Stückzahl verkauft werden. Das beste Preis-Leistungsverhältnis bietet wohl das 7.9 für 6299 Euro* mit Fox-Performance-Fahrwerk, Bremsen und Schaltung aus Shimanos XT-Regal und Raceface-Laufrädern.

  Mit XT-Gruppe und Fox-Performance-Fahrwerk dürfte das <a href="https://www.awin1.com/cread.php?awinmid=13793&awinaffid=471469&clickref=B+Focus+Jam+2+7.9&ued=https%3A%2F%2Fwww.liquid-life.de%2Ffocus-jam-squared-7-9-blue-green-2022.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Jam² 7.9</a> * kaum schlechter funktionieren als das 7.0, ist aber 1700 Euro günstiger.Foto: Michael Gielen
Mit XT-Gruppe und Fox-Performance-Fahrwerk dürfte das Jam² 7.9 * kaum schlechter funktionieren als das 7.0, ist aber 1700 Euro günstiger.

Das Einstiegsmodell Jam² 7.8 steht mit SLX-Gruppe, gruppenlosen Shimano-Vierkolben-Bremsen und günstigem Rockshox-Fahrwerk beim Händler. Immerhin: Auch hier gibt's Shimanos EP8-Antrieb inklusive des hochwertigen, Bluetooth-fähigen EM800-Farb-Displays und demselben 720 Wattstunden Akku wie im Topmodell.

  Das Focus klettert unaufgeregt, traktionsstark und komfortabel, ohne zu tief im Federweg zu versacken. Diese Tendenz hatte der Vorgänger. Besondere Stärke: Anstiege voller Stufen und Hindernisse. Erst in sehr engen Kurven oder besonders steilen Rampen kommt das Bike ans Limit.Foto: Manuel Sulzer
Das Focus klettert unaufgeregt, traktionsstark und komfortabel, ohne zu tief im Federweg zu versacken. Diese Tendenz hatte der Vorgänger. Besondere Stärke: Anstiege voller Stufen und Hindernisse. Erst in sehr engen Kurven oder besonders steilen Rampen kommt das Bike ans Limit.

Erster Fahreindruck Focus Jam²

Wir konnten das Focus Jam² bereits bei der Neuvorstellung im schwäbischen Baiersbronn ausgiebig fahren. Sind Sitzhöhe und Fahrwerk richtig eingestellt, pedaliert man in komfortabler und unaufgeregter Sitzposition bergauf. Das Jam² integriert den Fahrer gut zwischen die Räder.

Auch anspruchsvolle und steile Trail-Passagen voller Stufen und Wurzeln gelingen trotz der recht kurzen Kettenstreben (446 Millimeter - EMTB Messwert) mühelos. Hier spielt das überarbeitete Fahrwerk seine Stärken aus und steht deutlich höher im Federweg als beim Vorgänger, ohne unter Last zu verhärten. Trotz der hohen Front eine sehr gelungene Kletter-Vorstellung, an der auch der steile Sitzwinkel seinen Anteil hat.

  Auch grobere Pisten mit Wurzeln und Steinen nimmt das Focus mit Leichtigkeit. Die griffigen Schwalbe-Reifen sorgen für viel Traktion und eine gute Dämpfung.Foto: Manuel Sulzer
Auch grobere Pisten mit Wurzeln und Steinen nimmt das Focus mit Leichtigkeit. Die griffigen Schwalbe-Reifen sorgen für viel Traktion und eine gute Dämpfung.

Geht es in die Abfahrt, kann das neue Jam² an die starke Performance im Uphill anknüpfen. Das Bike vermittelt viel Sicherheit und lässt sich trotz des hohen Gewichts an kleinen Wurzelkanten erstaunlich leicht in die Luft befördern. Dank des tollen Fahrwerks flubbert das Focus auch über raue Wurzelteppiche und kleinere Steinfelder komfortabel hinweg.

Auch die Geräuschkulisse gefällt, denn Akku-Klappern oder Kettenschlagen ist beim Focus nicht zu hören. Der wesentliche Schwachpunkt: In engen Kurven und bei langsamerer Fahrt macht sich das Gewicht dann doch bemerkbar. Hier fordert das Focus einen erfahrenen Piloten, der das Bike aktiv und kraftvoll dirigiert.

  Werden die Kurven flacher und enger fordert das Focus aktiven Druck auf dem Vorderrad oder schiebt sonst leicht etwas nach außen.Foto: Manuel Sulzer
Werden die Kurven flacher und enger fordert das Focus aktiven Druck auf dem Vorderrad oder schiebt sonst leicht etwas nach außen.
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