Die Deore-Gruppe gehört seit Jahren zu den wichtigsten Bausteinen im Shimano-Portfolio. Sie gilt als Einstieg in die performante MTB-Welt. Ihr Fokus liegt auf Funktionalität, Haltbarkeit und ein breites Einsatzspektrum. Mit der neuen M7200/M6200-Serie setzt Shimano hier an: Die Gruppe übernimmt zentrale Technologien aus XT und XTR, bleibt aber bewusst mechanisch aufgebaut und damit wartungsfreundlich und bezahlbar.
Mit der neuen Deore-Generation verfolgt Shimano einen klaren Ansatz: mehr Widerstandsfähigkeit im Gelände bei gleichzeitig präziserem Schalt- und Bremsverhalten. Dazu gehören:
Im Kern bleibt das System mechanisch – und setzt bewusst auf die Kombination aus einfacher Bedienung und hoher Zuverlässigkeit.
Das Herzstück der neuen Gruppe ist das überarbeitete Schaltwerk. Shimano setzt auf die neue SHADOW ES-Technologie mit flacher, keilförmiger Bauweise, dir wir bereits von den aktuellen Di2-Mountainbike-Gruppen kenn. Das Ziel: weniger Angriffsfläche für Steine und Wurzeln bieten. Trifft das Schaltwerk doch einmal auf ein Hindernis, soll es in seine Ausgangsposition zurückfedern, ohne die Schaltfunktion zu beeinträchtigen.
Zusätzlich sorgt eine neue Dual-Feder-Konstruktion für bis zu 70 % höhere Kettenspannung. Das verbessert die Kettenführung und reduziert das Risiko von Absprüngen im ruppigen Gelände. Interessant: Shimano bietet weiterhin zwei Systeme an:
Auch im Antriebsstrang legt Shimano nach. Die neue Deore-Kurbel setzt auf eine zweiteilige Konstruktion mit 24-mm-Stahlachse und ist klar auf Haltbarkeit ausgelegt. Neu ist vor allem das Kettenblatt mit Dynamic Chain Engagement, das für besseren Halt der Kette sorgen und die Effizienz erhöhen soll – gerade in ruppigem Terrain. Die Kurbeln sind in drei Längen, 165, 170 und 175 Millimeter verfügbar.
Bei den Kassetten bietet Shimano weiterhin breite Übersetzungsbereiche und zwei neue Optionen innerhalb des Deore-Lineups.
Ein oft unterschätzter Punkt ist die Bedienung. Shimano überarbeitet die Schalthebel deutlich und spendiert der neuen Deore Shifter mit kürzerem Schaltweg, präziserem Feedback und einer optimierten Form für eine natürlichere Fingerbewegung. Die Bewegung beim Schalten orientiert sich stärker an der Handhaltung – das soll für mehr Kontrolle, gerade auf technischen Trails sorgen. Insgesamt wird es drei neue Shifter-Optionen geben:
Bei den Bremsen profitieren die neuen Deore-Modelle direkt von Technologien aus XT und XTR. Wesentliche Änderungen:
Zusätzlich kommt Shimanos Servo-Wave-Technologie zum Einsatz, die den Druckpunkt schneller aufbaut und eine bessere Dosierbarkeit ermöglichen soll.
Preise:
Preise im Überblick:
In der vermutlich gängigsten Ausführung - Kurbelgarnitur, Kassette CS-M6200, Kette 116 Glieder, Schalthebel, Schaltwerk RD-M7200 - würde die neue Deore insgesamt 379,75 Euro kosten. Damit liegt sie preislich knapp über der neuen Sram S100, die für 315 Euro zu haben ist - sofern diese mit der günstigen HG-Kassette mit lediglich 11-50 Zähnen ausgestattet ist. Mit der hochwertigen 10-50er Kassette sieht die Sache allerdings anders aus. Dann liegt die Sram S100 nämlich bei einem Preis von 460 Euro.
Die neue Deore M7200/M6200 zeigt, wohin sich das mittlere Preissegment entwickelt: mehr Robustheit und ein klarer Fokus auf schnellere und geschmeidigere Schaltvorgänge.
Besonders auffällig ist die Detailarbeit am Schaltwerk und an der Ergonomie – beides Punkte, die im Alltag spürbaren Einfluss haben. Dazu kommt ein Bremssystem, das deutlich näher an den höherwertigen Gruppen liegt als noch vor wenigen Jahren. Unterm Strich bleibt Deore, was sie immer war: eine vielseitige, robuste Gruppe für den breiten Einsatz. Mit der neuen Generation rückt sie in Sachen Performance jedoch noch näher an die Oberklasse heran.

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