Shimano Deore XT Linkglide im TestSchaltungs-Klassiker - sportiv und dauerhaltbar?

Adrian Kaether

 · 27.05.2026

Die Linkglide-Variante der beliebten XT ist an (E-)Tourenbikes ein seltener Gast.
Foto: Adrian Kaether

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Die Deore XT ist DIE Kettenschaltung schlechthin. Wenig verbreitet bislang: Die haltbare Linkglide-Variante, Codename 8130. Ob auch sie zum Klassiker aufsteigen kann, klären wir im Test.

Themen in diesem Artikel

BIKE-Fazit zur Deore XT Linkglide

Die E-Bike Version der XT gehört zu den besten Ketten-Schaltungen am Markt, gerade für SUVs und Trekkingräder mit Motor. Das Schaltgefühl ist knackiger als bei der verbreiteten Cues ohne Einbußen bei der Haltbarkeit. Die Bandbreite ist top, auch der Preis geht in Ordnung. Schade, dass sie ab Werk recht selten verbaut wird.

​Deore XT Linkglide: Die Fakten

ModellDeore XT 8130
Preis350 Euro
Gewicht1078 Gramm
Bandbreite454 Prozent
Kleinster Gang7,5 km/h

Preis und Gewicht sind Herstellerangaben und beziehen sich auf das komplette Schaltsystem mit Trigger und Schaltwerk. Für den kleinsten Berggang legen wir standardisierte Parameter bei Reifengröße und Trittfrequenz und ein 40er Trekking-Kettenblatt zugrunde (28 Zoll, 47 Millimeter, 60 U/min).

So fährt sich die Linkglide-XT

Kaum eine Kettenschaltung steht so synonym für Qualität wie die Shimano XT. Doch in letzter Zeit hat der Japan-Klassiker ein Problem: Gerade am E-Bike verschleißt die sportive und leichte Hyperglide Schaltung im Zeitraffer. Shimano hat das Thema natürlich längst erkannt und bietet die XT auch in einer dauerfesten Linkglide-Variante mit verstärkter Kette und Kassette an. Wie am Preis zu erkennen, sortiert sich die Linkglide XT oberhalb der hochwertigsten, mechanischen Cues-Schaltung ein. In der Praxis überzeugt sie auf ganzer Linie.

Zwar bietet die Linkglide XT nur elf statt der zwölf Gänge der Hyperglide-Variante. Am E-Bike reicht das aber allemal und die Schaltvorgänge sind weicher, ohne undefiniert zu sein. Während die bei E-Bikes ebenfalls verbreitete Hyperglide XT unter Last schonmal mächtig kracht, bleibt die Linkglide fast immer Herr der Lage. Einzig Srams Transmission (hier im Test) kann das noch besser, ist bei Tourenrädern aber kaum verbreitet. Bandbreite und Gangabstufung der E-Bike XT sind vorbildlich. Und auch an einem Rad mit Mittelmotor und viel Last auf der Kette kann man mit hoher Haltbarkeit rechnen.

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Die XT Linkglide wird relativ selten verbaut, ist aber an manchen höherpreisigen SUVs und E-MTBs zu finden und definitiv eine gute Option. Sie verbindet einen breiten Einsatzbereich und die Shadow-Plus-Dämpfung gegen Kettenklappern mit einem niedrigem Gewicht. Der Berggang ist selbst mit einem 40er Kettenblatt noch top. E-MTBs und SUVs haben oft noch deutlich kleinere Übersetzungen. Einziges Manko: Fans von Ganganzeigen am Tourenrad gehen leer aus. Als XT Di2 Linkglide schaltet die XT auf Wunsch übrigens auch elektronisch oder sogar vollautomatisch, ist dann aber nochmal deutlich teurer.

Die Shimano XT 8130 Linkglide im Überblick

Stärken

  • Weiche Schaltvorgänge, auch unter Last
  • Definiertes Schaltgefühl
  • Deutlich höhere Haltbarkeit dank Linkglide

Schwächen

  • “Nur” elf Gänge

Adrian Kaether fährt am liebsten Mountainbikes auf rumpeligen Enduro-Strecken. Der Tech-Experte und Bike-Tester kennt sich aus mit Newtonmeter und Wattstunde, High- und Lowspeed-Dämpfung. Als Testleiter bei MYBIKE schaut Adrian auch gerne über den Tellerrand und testet Cargo-Bike und Tiefeinsteiger ebenso, wie die neuesten (E-)MTBs.  

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