Florentin Vesenbeckh
· 31.12.2024
Auch abseits der E-Bikes hatten die Hersteller 2024 einiges in petto. Eine Auswahl an Bikes und Produkten zeigen wir in diesem Artikel.
Getreu dem Motto weniger ist mehr, hat Canyon sein All Mountain Spectral Anfang 2024 komplett neu aufgelegt. Auch wenn sich optisch nur eine dezente Veränderung erkennen lässt, wurde der neue Alleskönner von Grund auf renoviert. Eine der größten Änderungen ist dabei die Reduktion des Federweges um jeweils zehn Millimeter an Front und Heck. Mit 150 Millimeter Federweg an der Gabel und 140 Millimeter am Hinterbau entfernt sich das neue Spectral somit etwas weiter vom Enduro Strive und positioniert sich zentral in der All Mountain Kategorie, wo der Vortrieb stärker im Fokus steht. Das Spectral soll ein spaßiges Bike sein, das vom Mittelgebirge bis hin zu den Trails in Finale Ligure überall eine ausgezeichnete Figur macht.
Das neue Spectral hat gleich zwei Flipchips an Bord. Der an der hinteren Dämpferaufnahme verstellt die Geometrie und kann den Lenkwinkel um 0,5 Grad und die Tretlagerhöhe um acht Millimeter verändern. Der zweite im Horstlink des Hinterbaus gleicht die Laufradgröße und Kettenstrebenlänge aus. Mit wahlweise 27,5 Zoll Hinterrad misst die Kettenstrebe kurze 429 Millimeter, mit 29er Hinterrad wächst die Länge auf 437 Millimeter.
Ein weiteres, recht exklusives Feature versteckt sich im Oberrohr und ist nur durch den Schieberegler erkennbar. Das Bike kommt serienmäßig mit dem von Syntace erdachten Lenkassistenten K.I.S. (Keep it Stable), der je nach eingestellter Federvorspannung mehr oder weniger starken Einfluss auf das Lenkverhalten hat. Um auch K.I.S.-Neulingen einen sanften Einstieg zu ermöglichen, hat Canyon die Vorspannung im Vergleich zum limitierten Erstlingswerk etwas reduziert. In der soften Einstellung ist das unterstützende Geradestellen des Lenkers nur minimal spürbar. Bei maximaler Vorspannung stabilisiert das System gerade in losem Geröll und in schnellen Passagen das Bike jedoch merklich.
Scott zählt zu den stärksten Innovationstreibern der Bike-Industrie. Ihren letzten großen Meilenstein legten die Schweizer 2021 mit dem neuen Racefully Spark. Damals präsentierten die Schweizer nicht nur das bis dato abfahrtsstärkste Racebike, sondern profitierten auch erstmals von ihren Markenanteilen an der Schwesterfirma Bold. Nach deren Übernahme darf sich Scott auch am Patent zur Dämpferintegration bedienen. Das Enduro Ransom war in diesem Frühjahr dann das letzte Fully der Scott-Palette, das die neue Designsprache mit dem vollen Fokus auf Integration übernommen hat.
Um das Enduro Scott Ransom perfekt in die Modell-Hierarchie einzugliedern, verschiebt sich auch hier der Fokus deutlich weiter Richtung Downhill – genau wie bei den kleineren Geschwistern Spark und Genius. Den Grundstein für die gesteigerte Abfahrtsleistung legen die Ingenieure mit einer komplett neuen Rahmenplattform mit 170 Millimetern Hub und Sechsgelenk-Hinterbau. Dabei steht der Dämpfer jedoch nicht mehr im Sitzrohr, wie wir es von den Modellen Spark und Genius kennen, sondern liegt stattdessen fast waagerecht über dem Tretlager.
Der Tretlagerbereich ist so großzügig konstruiert, dass das Ransom neben dem Float-X-Nude auch mit anderen gängigen Stahl- und Luftfederdämpfern kompatibel ist. Der integrierte Dämpfer bietet übrigens nicht nur optische Vorteile. Er schafft auch Platz im Hauptrahmen für eine große Trinkflasche. Die Integration zahlt zudem auf die Haltbarkeit ein. Geschützt vor Wasser, Schlamm und Staub verlangt der im Rahmen integrierte Dämpfer deutlich weniger Wartungsaufwand als in herkömmlichen Rahmenkonstruktionen. Der weniger positive Aspekt: Für das Setup ist der Dämpfer deutlich schwieriger zu erreichen. Steht das Bike auf dem Kopf, kommt man aber gut an die Service-Luke unter dem Tretlager.
Die Kanadier von Rocky Mountain kamen 2024 gleich mit drei komplett neu aufgesetzten Mountainbikes. Den Anfang machte der Allrounder im Line-Up. Vom Alltag auf den Hometrails bis hin zu mehrtägigen Abenteuern auf alpinen Trails - so definierte Rocky Mountain den Einsatzbereich des neuen Instincts. Und genau so gehört es sich auch für ein All Mountain. Um das Bike im Modelljahr 24 für diesen Zweck zu perfektionieren, teilt sich das Instinct nicht länger die Rahmenplattform mit dem Enduro Altitude, wie es zuvor der Fall war.
Aber keine Sorge. Auch im neuen Modelljahr bleibt das Instinct ein Wandlungskünstler und hat sogar noch ein paar Tricks mehr im Ärmel. Neben der Verstelloption “Ride4”, über die Kinematik und Geometrie angepasst werden können, besteht neuerdings die Option, den Reach mit dem Offset-Steuersatz um fünf Millimeter zu verlängern oder zu verkürzen. Außerdem kann an dem neuen All Mountain weiterhin die Kettenstrebenlänge via Flip-Chip um 10 Millimeter verändert werden.
Neben den technischen Features eignet sich das Instinct 2024 aber auch eine neue, kantigere und geradlinigere Designsprache an. So verläuft das Sitzrohr ab sofort kerzengerade zwischen Oberrohr und Tretlager. Das verbessert den Sattelstützeneinschub, wodurch auch kleine Rahmengrößen in den Genuss langer Teleskop-Sattelstützen kommen. Das voluminöse Unterrohr verläuft geradlinig bis ins Steuerrohr. Am ehesten stechen jedoch die dickeren Rohrquerschnitte ins Auge. Die massive Optik schmeichelt aber nicht nur dem Auge, sondern schafft auch Platz für ein Staufach im Unterrohr. Penalty-Box 2.0 - so nennt Rocky Mountain den “Kofferraum“ des Instincts. Damit in dem großzügigen Stauraum nichts verloren geht und die Ladung während der Fahrt nicht zu klappern anfängt, kommt der Neuling mit einer wasserdichten Tasche, die perfekt ins Unterrohr passt.
Nach dem Instinct brachten die Kanadier 2024 auch noch das Enduro Altitude in völlig neuem Look und das Trailbike Element auf den Markt. Eine Menge Holz!
Mehr als 18 Enduro World Series Siege, drei Weltmeistertitel und vier französische Meistertitel sprechen einen deutliche Sprache. Seit das erste Spicy 2007 das Licht der Bike-Welt erblickte, mischt das Enduro ganz vorne mit unter den besten Allroundern. Damit das auch weiterhin so bleibt, hat Lapierre dem Spicy im Sommer eine umfangreiche Frischzellenkur verpasst und es für die heutigen Anforderungen von Enduro-Strecken und Bikepark Einsätzen fit gemacht. Klar, dass die Franzosen bei der Neuauflage ihres Klassikers wie so viele andere Hersteller auf ein High-Pivot-Konzept setzen. Doch das Spicy wäre kein Lapierre, hätten sich die Entwickler nicht etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Aber lest selbst.
Lapierre wollte mit dem Spicy CF etwas wirklich Innovatives rund um die Kinematik schaffen. Die Idee, zwei Positionen der Schwinge (hoher oder niedriger Drehpunkt) durch den Tausch des Rockers zu ermöglichen, ist einzigartig auf dem Markt. Dafür wurde die Position des Dämpfers sowie der Drehpunkt der Schwinge komplett überarbeitet, mit dem Ziel, die gleiche progressive Kurve unabhängig von der HP- oder LP-Konfiguration beizubehalten. Außerdem sollte sie für jede Art von Luft- oder Stahlfederdämpfern geeignet sein! Die neue Kurve soll im mittleren Federwegsbereich viel progressiver und dank eines komplett überarbeiteten Übersetzungsverhältnisses insgesamt reaktionsfreudiger gegenüber dem alten Spicy sein.
Das neue Radon Jab MX wurde vollständig überarbeitet und ist als Enduro-MTB im Mullet-Setup konzipiert. Damit stellt auch Radon sein Enduro jetzt auf ein großes 29-Zoll-Vorderrad mit kleinerem 27,5-Zoll-Hinterrad. Das klingt danach, als wolle es um jeden Preis über die härtesten Enduro-Strecken der Welt gejagt werden, oder?
Den BIKE Endurotest betrat das flammneue Radon Jab MX mit einer Kampfansage. Pünktlich zum Redaktionsschluss wurde das Modell 9.0 um ganze 800 Euro auf 3599 Euro reduziert. Das klingt vielleicht angesichts der aktuellen Rabattschlachten erst mal nicht verwunderlich, wäre da nicht die Tatsache, dass es sich um einen komplett neu entwickelten Vollcarbon-Rahmen handelt, der erst kurz zuvor auf den Markt kam. Um an die alten Tugenden des noch auf 27,5 Zoll rollenden Vorgängers anzuknüpfen, stand auch beim neuen Jab MX ein attraktives Gewicht im Lastenheft. Mit nur 14,5 Kilo ohne Pedale ist die Mission geglückt. Damit hält das neue Jab selbst mit dem auf 29 Zoll gewachsenen Vorderrad die Konkurrenten um ein Kilo bis sogar drei Kilo auf Distanz.
Diesen Abstand erzielt das Radon Jab nicht nur mit dem Carbon-Rahmen und den leichten Laufrädern, sondern auch dank der schlankeren Rockshox Lyrik mit 160 Millimeter Federweg. Obwohl die Lyrik Federgabel im Vergleich zur Rockshox Zeb oder Fox 38 etwas unterdimensioniert wirkt, zeigte sich die Gabel, die bereits mit der neuen Charger-3.1-Dämpfungskartusche kommt, von ihrer besten Seite und glänzte mit Schluckvermögen und Sensibilität.
Specialized startete mit einem Paukenschlag ins Modelljahr 2024 und präsentierte unter dem Epic-Namen zwei neue Fullys der Superlative. Das Specialized Epic S-Works 8 ist nicht nur das aktuell teuerste Serienbike der XC-Welt, sondern war auch das erste mit dem neuen elektronischen Flight Attendant Fahrwerk von Rockshox. Es hat an Federweg zugelegt und an Gewicht abgenommen - eine explosive Mischung für den Race-Kurs.
Doch damit nicht genug. Specialized zaubert gleich ein zweites spannendes Bike aus dem Hut: Der Downcountry-Bruder Epic Evo wildert ab sofort im Trailbike-Segment. Auch hier gibt’s nun mehr Hub und den optimierten Carbon-Rahmen.
Nur wenige Bikes können so viele Rennsiege vorweisen wie das Cannondale Scalpel. Seit den frühen 2000ern mischt das schnelle Race-Fully die Worldcups dieser Welt auf. Größen wie Manuel Fumic, Henrique Avancini und zuletzt Junior-Weltmeister Charlie Aldridge steuerten das Cross-Country-Bike ganz oben aufs Treppchen. Nach dem letzten Update vor vier Jahren rollte Cannondale im Frühjahr 2024 ein komplett neu entwickeltes Bike an den Start. Mit 120 Millimetern Federweg für alle Modelle und satter Trail-Kompetenz.
Aaron Gwins legendärer Downhill Worldcup-Sieg ohne Kette wird den meisten sicherlich noch im Gedächtnis geblieben sein und beflügelt seither die Optimierung der Hinterbaufunktion eines Fullys. Gwin war 2015 in Leogang selbst mit einem frühen Kettenriss siegreich. Manche behaupten sogar, dass die bereits beim Start gerissene Kette der Garant für eine optimale Hinterbaufunktion ohne störende Antriebseinflüsse und damit letztendlich der Schlüssel für den Sieg war. Um den je nach Hinterbausystem mehr oder weniger starken Pedalrückschlag zu umgehen und so die Federung völlig offen und frei von Antriebseinflüssen zu machen, gibt es mittlerweile verschiedene Lösungsansätze. Mit der nagelneuen Sidekick-Nabe von E-Thirteen kommt ein weiterer hinzu.
Die bekannteste und im DH- sowie im Enduro-Worldcup verbreitetste Lösung zur Reduzierung des Pedalrückschlages ist sicherlich der Ochain-Spider, den wir in BIKE bereits ausführlich testen konnten. Die neue Sidekick-Nabe verlagert die Technik von der Kurbel in den Freilauf am Hinterrad.
Im ersten Test konnte die Nabe ihre Vorteile offenbaren”Der Hinterbau fühlt sich in der Tat geschmeidiger und etwas schluckfreudiger an. Zusätzlich begeistert die sehr leise Geräuschkulisse. Das Kettenschlagen scheint hörbar reduziert. Auch beim Anbremsen konnten wir eine Verbesserung der Hinterbautraktion feststellen.” Doch ohne Nachteile kommt auch Sidekick nicht aus.
Mit Fox Live Valve Neo heben die Vorreiter der allgemein verfügbaren elektronischen Mountainbike-Fahrwerke ihr System auf ein völlig neues Level. Die 2018 in Serienreife vorgestellten Gabeln und Dämpfer mit Live Valve Technologie vertrauten noch auf eine Datenübertragung via Kabel. Damit alle Komponenten des Aufbaus in ausreichender Geschwindigkeit miteinander kommunizieren konnten, war man damals auf diese Hardware angewiesen und das Bike bekam einen ganz schönen Kabelsalat verpasst. Die existierenden Funk-Protokolle waren einfach nicht schnell genug.
Im Sommer 2024 war Fox dann soweit: Sechs Jahre nach dem Erstlingswerk standen dem elektronisch gesteuerten MTB-Fahrwerk ganz andere Möglichkeiten zur Verfügung. Fox hat ein eigenes Übertragungs-Protokoll mit dem Namen Neo entwickelt, welches bis zu 200 Mal schneller sein soll als Bluetooth. Kabel und zusätzliche Bohrungen im Rahmen werden mit dem Fox Live Valve Neo überflüssig. Damit zog Fox mit dem ebenfalls kabellos kommunizierenden Fahrwerk “Flight Attendant” von Rockshox gleich.
Anders als noch beim ursprünglichen, kabelgebundenen Fox Live Valve System, bringt Fox die neue Technologie vorerst nur an den Dämpfer. Für den anvisierten Einsatzbereich von Trail bis Enduro bestünden laut Fox derzeit keine Vorteile durch eine elektronisch gesteuerte Federgabel.
Lange war Rockshox mit der Reverb AXS nahezu alleine auf dem Markt der kabellosen Funk-Sattelstützen. Neben der sauberen Optik ohne Kabelsalat spricht insbesondere der Service-Vorteil für diese Technologie. Kein Kabel muss durch den Rahmen gefummelt werden, die Stütze kann problemlos ein- und ausgebaut werden. 2024 gesellte sich Fox in den Reigen der Komfort-Stützen. Und das mit einem ordentlichen Wumms. Denn die Transfer Neo schlägt mit einem Preis von über 1300 Euro zu buche. Dafür soll sie einige Features bieten, die die Konkurrenz nicht hat.
Um Probleme mit dem Berühren des Reifens beim Einfedern zu beseitigen, hat Fox Akku und Controller der Transfer Neo am unteren Ende des Tauchrohres des Sattelstütze angebracht – direkt über der Sattelklemme statt unter dem Sattel - wie es Rockshox bei der Reverb macht. Das soll es ermöglichen, den vollen Absenkbereich zu nutzen und so auch längere Verstellwege zu verbauen.
Der Transfer Neo Hebel wurde laut Fox entwickelt, um ein vertrautes Gefühl beim Mountainbiken zu vermitteln. Ein gummibeschichtetes Daumenpolster ahmt die Textur eines regulären Transfer-Hebels nach, jedoch mit einem kürzeren Bedienweg.
Der eine Reifen ist griffiger, der andere rollt etwas besser. Doch bleibt man in einer Gewichtsklasse, sind die Pneus am Markt nicht Welten voneinander entfernt. Doch die Neuheit, die Schwalbe in diesem Jahr auf den Markt geschickt hat, bringt einen richtigen Aha-Effekt. Denn durch eine neuartige Karkassenkonstruktion, Stichwort “Radial”, will der Reifenriese die Aufstandsfläche deutlich erhöht haben und damit viel mehr Traktion liefern. Tatsächlich fahren sich die Reifen ganz anders, als die Klassiker am Markt.
Um die Reifenaufstandsfläche zu optimieren, ohne Nachteile wie Pannenrisiko und Instabilität in Kauf zu nehmen, führt Schwalbe daher Reifen mit Radial-Karkasse ein. Was im Pkw und Motorradbereich Stand der Technik ist, kommt also jetzt auch im Fahrradbereich. Von einem Radial-Reifen spricht man, wenn die Fäden der Karkasse im 90 Grad Winkel zur Fahrtrichtung angeordnet sind. Auto und Motorradreifen haben typischerweise ein R in der Größenbezeichnung, was auf einen Radial-Reifen deutet. Im Fahrradbereich sind die Karkassenlagen jedoch standardmäßig in einem Winkel von 45 Grad zur Fahrtrichtung angeordnet. Man spricht dann von einem Diagonal-Reifen.
Alleine durch die radiale Ausrichtung der Karkassenlagen (rechts in der Grafik unten) spricht Schwalbe von einer Vergrößerung der Reifenaufstandsfläche um 30 Prozent. Mehr Fläche bedeutet nichts anderes als mehr Grip. Und das wohlgemerkt bei identischem Reifendruck. Erhöht man den Reifendruck bei der neuen Konstruktion um 0,5 Bar, so fällt die Aufstandsfläche nach eigenen Angaben immer noch zehn Prozent größer aus.
Allein die wuchtige Optik des von vier Schrauben zusammengehaltenen Bremssattels outet Srams neue Scheibenbremse Maven als reines Gravity-Produkt. Enduro, Downhill und E-MTB stehen im Lastenheft dieses Wurfankers, den Sram im Februar 2024 präsentiert hat. Auch das Gehäuse des Bremshebels baut voluminöser, um mehr Mineralöl (richtig, kein DOT) zu fassen und die im Vergleich zur Code nochmals größeren Nehmerkolben und Bremsbeläge mit Druck zu versorgen.
Einfach alles scheint im Vergleich zur Code Scheibenbremse noch größer dimensioniert. So viel Materialeinsatz macht sich natürlich auch auf der Waage bemerkbar. Ohne Befestigungsschrauben, Lenkerschellen und Scheiben wiegt eine Maven-Bremse 349 Gramm. Das sind 53 Gramm mehr als bei einer Code. Wer auf maximale Bremspower und Standfestigkeit aus ist, wird das geringe Zusatzgewicht wohl mit Leichtigkeit verschmerzen können.
Und tatsächlich, im Praxistest hebt die Maven die Bremsleistung auf ein neues Niveau. Bereits beim Einbremsen packt die Maven beherzt zu. Nach Ende der Prozedur genügen minimale Handkräfte, um ordentlich zu verzögern. Wir können definitiv bestätigen, dass die Bremspower deutlich über allen anderen Sram-Produkten liegt. An so viel Kraft muss man sich erst mal gewöhnen. Einfach so sorglos am Hebel ziehen wie bei einer Code ist mit der Maven nicht mehr möglich. Im direkten Vergleich verzögert die Maven wesentlich kraftvoller.

Redakteur CvD