Spaß beim RollentrainingSetup für Indoor-Profis

Stefan Loibl

 · 26.02.2022

Spaß beim Rollentraining: Setup für Indoor-ProfisFoto: Georg Grieshaber
Spaß beim Rollentraining: Setup für Indoor-Profis

Lenken, klettern und simulierter Fahrtwind: So realistisch wie mit dem Top-Equipment war Indoor-Training nie. Doch die Qualität hat mit ca. 2000 € ihren Preis.

Tacx Neo 2T Smart

Das Flaggschiff von Tacx liefert sehr genaue Leistungswerte, muss nicht kalibriert werden und funktioniert sogar ohne Strom. Für ein realitätsnahes Fahrgefühl sorgen der seitliche Flex der Radaufhängung und die unterschiedlich starken Vibrationen je nach Streckenuntergrund. Die aufwändige Regeltechnik im Inneren reagiert schnell, die Lautstärke bleibt auch bei höherem Tempo moderat. Alle gängigen Steckachsen und 12fach-MTB-Kassetten werden unterstützt (Zubehöradapter).

  • Gewicht: 21,5 kg
  • Max. Leistung: 2200 Watt
  • Lautstärke: 68 Dezibel (TOUR-Messung bei 66 km/h)
  • Preis: 1299 Euro >> z. B. bei Sport-Schuster* oder Stadler* erhältlich
  Tacx Neo 2T SmartFoto: Hersteller
Tacx Neo 2T Smart
Verlagssonderveröffentlichung

Wahoo Kickr Headwind

Volle Kraft bei harten Intervallen, ein laues Lüftchen beim Warmfahren: Der intelligente Ventilator von Wahoo passt den Luftstrom je nach Fahrtgeschwindigkeit oder Herzfrequenz an. Dafür muss man ihn nur mit dem Smarttrainer oder dem Brustgurt per ANT+ koppeln. Man kann die vier Stufen aber auch manuell per App aus dem Sattel steuern. Der Kühleffekt auf der höchsten Stufe ist überzeugend, die Geräuschkulisse des Gebläses gleichzeitig leiser als ein Smarttrainer.

  • Gewicht: 5,4 kg
  • Max. Geschw.: 48 km/h
  • Lautstärke: 28–48 Dezibel (Herstelllerangabe)
  • Preis: 230 Euro >> z. B. hier erhältlich*
  Wahoo Kickr HeadwindFoto: Hersteller
Wahoo Kickr Headwind

Elite Sterzo Smart

Die bewegliche Vorderradstütze überträgt Lenkbewegungen drahtlos in die Zwift-Welt. Auf der MTB-Strecke von Zwift manövriert man so deutlich realistischer. Für Reifen bis 56 mm Breite. Preis: 89 Euro >> hier erhältlich*.

  Elite Sterzo SmartFoto: Hersteller
Elite Sterzo Smart

Wahoo Kickr Climb

Mit dem automatischen Klettersimulator fürs Vorderrad werden bis zu 20-prozentige Anstiege in virtuellen Welten ganz real. Auch gängige MTB-Steckachsen kann man einspannen. Preis: 550 Euro >> z. B. bei BOC24* oder Bergfreunde* erhältlich.

  Wahoo Kickr ClimbFoto: Hersteller
Wahoo Kickr Climb

Trainingsmatte

Die Luxusversion zur einfachen Iso-Matte: Wasserdichte Rollentrainerunterlagen haben fast alle großen Hersteller im Angebot. Sie decken den Bereich ums Rad großzügig ab und haben eine rutschfeste Oberfläche. Ab 50 Euro >> z. B. bei Chainreactioncycles*.

  Wasserdichte Rollentrainerunterlage von TacxFoto: Hersteller
Wasserdichte Rollentrainerunterlage von Tacx

Zwift

  Zwift ist die größte Indoor-Trainingsplattform für Radsportler. Das Angebot an Offroad-Strecken will der Hersteller ausbauen und zukünftig auch mehr spezifische Trainingsangebote für Biker und mehr In-Game-MTBs anbieten.Foto: Hersteller
Zwift ist die größte Indoor-Trainingsplattform für Radsportler. Das Angebot an Offroad-Strecken will der Hersteller ausbauen und zukünftig auch mehr spezifische Trainingsangebote für Biker und mehr In-Game-MTBs anbieten.

In Sachen Community (3 Mio. Konten), Streckenvielfalt und Rennangebot ist das US-Unternehmen der unangefochtene Marktführer. Allein der deutsche Markt legte im Jahr 2020 um über 90 Prozent zu. Das Belohnungssystem (Räder, Bekleidung, Strecken) animiert zu regelmäßigen Einheiten auf der Rolle.

Insgesamt erinnert die Zwift-Umgebung eher an moderne Gaming-Produkte als an eine Trainings-Software und überzeugt mit seiner gelungenen Spieledynamik. Der Event-Kalender ist riesig: Täglich kann man an zig virtuellen Gruppenfahrten, gemeinsamen Trainingseinheiten und stark besetzten Rennen teilnehmen.

Mittlerweile bietet Zwift vier auf Offroad-Biker abgestimmte Trainingspläne an. Spezielle MTB-Events wie die virtuelle Cape-Epic-Edition sind aber noch eine Ausnahme. Auch wenn Zwift immer mehr Formate mit Lenkfunktion anbietet, gibt es nach wie vor nur eine kurze, steuerbare MTB-Strecke.

  • Spaßfaktor : 5/6
  • Kosten: 14,99 Euro pro Monat
  • Infos: www.zwift.com

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Interview mit Christoph Soukup (31), Marathon-Racer KTM Factory Team

BIKE: Welche Möglichkeiten bietet Dir als Marathon-Rennfahrer das Rollentraining?

Christoph Soukup: Ich bin schon immer auf der Rolle unterwegs. Seit über zwei Jahrzehnten, meist von November bis Februar. Das Radtraining beschränkt sich teilweise auch wochenlang nur auf die Rolle. In den letzten Jahren habe ich das weiter verfeinert. Die interaktive Welt hat mich neu motiviert und neuen Schwung ins Wintertraining gebracht.

Dabei werden auch virtuelle Rennen immer populärer. Mischst Du auch beim E-Racing mit?

So ungefähr einmal pro Woche fahre ich ein Rennen. Etwa 120 E-Cycling-Rennen bin ich in den letzten Jahren gefahren. Darauf bereite ich mich auch vor. Gewisse Teams und starke Fahrer trifft man dort immer wieder. Danach vergleiche ich meine eigenen Leistungen und kann so meine Form super überprüfen.

Kann man Cross-Country-Rennen und E-Racing hinsichtlich der Belastung vergleichen?

Ich sehe es komplett getrennt. Startposition und Fahrtechnik sind im Cross Country sehr wichtig. Beim E-Racing sieht man zudem nicht, wer wie leidet. Deshalb kann man einen CC-Worldcup nicht mit Zwift-Rennen vergleichen. Virtuell ist alles fließender. Zudem gibt’s spezielle Spielfunktionen und Taktik-Tricks, die man kennen muss.

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