Cannondale Scalpel 2021 neues Race-Fully Cannondale Scalpel 2021 neues Race-Fully

Cannondale Neuheiten: Scalpel 2021

Leichter & schneller: das neue Cannondale Scalpel

Max Fuchs am 21.05.2020

Mit dem Scalpel richtet sich Cannondale seit je her an Rennfahrer und ambitionierte Biker. Für 2021 haben die Amerikaner das legendäre Race-Fully neu gedacht. Wir konnten das Bike bereits testen.

Das Cannondale Scalpel ist ein echter Klassiker. Die Historie von Cannondales erfolgreichstem Mountainbike reicht bis ins Jahr 2001 zurück. Damals setzte Mountainbike-Legende Tinker Juarez das Scalpel ersmals auf der Rennstrecke ein. Seitdem fahren Profis aus aller Welt regelmäßig mit dem Rad aufs Podest. Darunter auch der der neunmalige Deutsche Meister Manuel Fumic und sein Teamkollege Herique Avancini, der sich 2018 auf dem Scalpel den Marathon-Weltmeistertitel unter den Nagel riss. In Zusammenarbeit mit Cannondales Profi-Team hauchen die Entwickler dem Dinosaurier der Modellpalette fürs Modelljahr 2021 neues Leben ein. Neben den fünf klassischen Scalpel-Modellen mit 100 Millimeter Federweg ab 3699 Euro (inkl. Frauen-Bike) bringt Cannondale auch eine eigenständige SE-Version mit 120 Millimetern Federweg. Damit treten die US-Amerikaner in den direkten Vergleich mit dem Epic Evo von Specialized und anderen aufgebohrten Race-Fullys, sogenannten Sport-Tourern.

Cannondale Scalpel 2021

Das Race-Bike von Manuel Fumic in der Team-Ausstattung in Größe M.

Neuer Flex-Pivot-Hinterbau spart 200 Gramm

Herzstück des Neulings ist ohne Zweifel der patentierte Flex-Pivot-Hinterbau. Zu Gunsten des Gewichts und der Haltbarkeit ersetzen die Cannondale-Ingenieure die Horst-Link-Lager an den Kettenstreben durch eine Flex-Zone aus Carbon. Nach dem Motto "Biegen statt Drehen" simuliert der Flex-Pivot definierte Drehpunkte. Dank der neuen Hinterbau-Kostruktion mit nur vier Gelenken fährt sich das Heck nicht nur deutlich straffer, sondern spart auch 200 Gramm Gewicht am Rahmen im Vergleich zum Vorgänger-Chassis. So stellt das neue Scalpel mit einem Rahmengewicht von 1910 Gramm (inkl. Dämpfer) sogar das kurzhubige Trek Supercaliber (1930 Gramm) in den Schatten. 

Cannondale Scalpel

Mit dem Flex-Pivot-Hinterbau spart Cannondale 200 Gramm Rahmengewicht gegenüber dem Vorgängermodell.

Cannondale Scalpel

Die Flex-Zone aus Carbon ersetzt die Horst-Link-Lager an den Kettenstreben. So zählnen wir nur vier Gelenke an Cannondales neuem Hinterbau.

Die Daten zum neuen Cannondale Scalpel (100 Millimeter)

  • 100 Millimeter Federweg
  • 29-Zoll-Laufräder
  • 4 Modelle und eine Frauen-Version 
  • Gewicht: ab 9,76 Kilo
  • Preis: 3699 Euro bis 7999 Euro
  • Extras: Stash-Kit / Kommunikation mit Cannondale-App
Cannondale Scalpel

Tradition: Bei fast allen Modellen steckt eine Lefty Ocho im Steuerrohr. Beim Top-Modell kommt sogar die Carbon-Variante zum Einsatz.

Cannondale Scalpel

Für die Cannondale-Teamfahrer fertigt Enve eine maßgescheiderte Lenker-Vorbau-Einheit aus Carbon.

Besser Abfahren duch agressivere Geomtrie

Um mit den stetig wachsenden Ansprüchen der Worldcup-Strecken Schritt halten zu können, optimiert Cannondale die Geometrie des Scalpels für den Dowhill. Die moderne und aggressive Bauweise mit flacherem 68er-Lenkwinkel und kurzen Kettenstreben (436 Millimeter) begeistert mit hoher Laufruhe und spielerischer Wendigkeit zugleich. Bergauf klettert das Scalpel mit seiner angenehm effizienten Sitzposition brav. Selbst auf sehr steilem Terrain bleibt das Vorderrad durch den steilen Sitzwinkel (74,5 Grad) auch ohne aktives Ankämpfen zuverlässig am Boden.

Geo Cannondale Scalpel

Die Geometrie zum Cannondale Scalpel 2021 (100 mm) im Überblick.

Cannondale Scalpel

In allen Rahmengrößen lässt Cannondale Platz für zwei Flaschenhalter.

Cannondale Scalpel

Der Lockout-Hebel steuert Gabel und Dämpfer gleichzeitig an.

Liebe zum Detail an Cannondales neuem Scalpel

Über die technischen Daten hinaus überzeugt das neue Scalpel mit durchdachten Details. Dank dem sogenannte Stash-Kit hat man alles an Bord, was man unterwegs für die schnelle Reparatur benötigt. Das Kit unter dem Flaschenhalter beinhaltet ein Fabric-Minitool in einem Schnellzugriffholster, ein Tubeless-Reparatur-Kit von Dynaplug, eine CO2-Kartusche. Auch in Sachen Vernetzung ist Cannondale mit seinem neuen Scalpel am Puls der Zeit. Über die kostenfreie Cannondale-App liefert ein integrierter Laufradsensor (ein Geschwindigkeitssensor von Garmin) genaue Werte zur Geschwindigkeit, Strecke und Distanz. Nebenbei erinnert die Funktion an Wartungsintervalle und hilft bei der Registrierung des Bikes. 

Cannondale Scalpel

Das Stash-Kit hält alles, was man unterwegs für schnelle Reparaturen benötigt, bereit.

Cannondale Scalpel

Eine Plastik-Abdeckung hält Spritzwasser und Dreck von den Lagern fern.

Cannondale Scalpel

Das Race-Bike von Manuel Fumic schaltet mit Shimanos XTR-Gruppe.

Cannondale Scalpel

Auch die Bremsen kommen von Shimano.

Fahrbericht: Der erste Praxistest mit dem Scalpel

Wir konnten Cannondales neueste MTB-Kreation bereits ausgiebig im Gelände testen – und zwar an der Seite von Cross-Country-Star Manuel Fumic. Vorab: Die Geometrie des neuen Scalpels gefällt auf Anhieb. Von seinem sehr sportlichen Charakter hat das Race-Fully von Cannondale nichts verloren. Gefühlt wandelt das Scalpel jedes Watt an Pedaldruck in Vortrieb um. Im Dowhill zeigt sich die Rennfeile mit leistungsfähigem Fahrwerk und 68 Grad flachem Lenkwinkel als starker Abfahrer. Einen ausführlichen Fahrbericht inklusive Interview mit Manuel Fumic gibt es in BIKE 7/2020 – ab 2. Juni im Handel.

Cannondale Scalpel

Wir konnten das neue Scalpel bereits exklusiv und mit dem Bike-Profi höchst persönlich auf seinen Hometrails testen.

Alle Modelle und Preise im Überblick

Alle Scalpel-Modelle für 2021 geben an Heck und Front jeweils 100 Millimeter Federweg frei und rollen auf 29-Zoll-Laufrädern durchs Gelände. Daneben gibt es als eigenständiges leichtes Touren-Bike das Scalpel SE: >> zur SE-Version mit 120 Millimeter. Die Amerikaner bieten das 100-mm-Scalpel in vier Ausstattungsvarianten und in den Größen S, M, L, XL an. Oben drauf gibt es noch eine Modell speziell für Frauen. 

1 Cannondale Specs

Das Top-Modell Scalpel HM1 für 7999 Euro.

1 Cannondale Specs

Für 7999 Euro schaltet das Top-Modell Scalpel HM1 bis auf Kette und Kassette (Shimano XT) auf einer kompletten XTR-Gruppe. An der Front ebnet eine Lefty Ocho den Trail während ein Fox-Factory-Dämpfer am Hinterbau für Ruhe sorgt. Die Hollowgram-Laufräder sind ebenfalls aus Carbon. In dieser Konfiguration soll das HM1 gerade mal 9,76 Kilo auf die Waage bringen. Das Race-Bike von Team-Fahrer Manuel Fumic basiert auf dem HM1, wurde aber im Gegensatz zum Serienmodell mit einer personalisierten Lenker-Vorbau-Einheit und Laufrädern aus Carbon verfeinert – beides aus dem Hause Enve.

Scalpel Carbon 2 / Women´s Carbon 2

Cannondale Scalpel Standbilder

Das Cannondale Scalpel Carbon 2 kostet 4999 Euro.

2 Cannondale Specs

Cannondale Scalpel Standbilder

Für die Frauen-Variante Scalpel Carbon Women´s 2 sind ebenfalls 4999 Euro fällig.

wen Cannondale Specs

Am 4999 Euro teuren Scalpel Carbon 2 tauscht Cannondale die XTR-Gruppe gegen XT-Komponeten aus. Auch die  Carbon-Gabel weicht zu diesem Preis einer normalen Lefty Ocho aus Alu. Am Hinterbau kommt ein Fox-Performance-Dämpfer zum Einsatz. Die Hollowgram-Laufräder aus Carbon bleiben dem kleinen Bruder aber erhalten. Gewicht: 10,71 Kilo.

Scalpel Carbon 3

1 Cannondale Specs

Für 4199 Euro gibts das Scalpel Carbon 3.

3 Cannondale Specs

Für 4199 spendiert Cannondale dem Scalpel Carbon 3 lediglich eine Shimano SLX-12fach-Gruppe und eine Lefty Ocho. An den Alu-Laufrädern mit Crest-Felgen und DT Swiss Champion-Naben dreht sich Schwalbes Racing Ralph in der Performance-Ausführung. Laut Hersteller liegt das Gewicht bei 11,76 Kilo.

Scalpel Carbon 4

1 Cannondale Specs

Das Cannondale Scalpel Carbon 4 für 3699 Euro.

4 Cannondale Specs

Das Scalpel Carbon 4 gibts ab 3699 Euro und es wiegt 11,0 Kilogramm. Hier steckt als Stoßstange eine 32er-Fox Rhythm mit 100 Millimetern Federweg im Steuerrohr. Gespickt mit Komponenten aus dem NX-Regal von Sram, Shimano-Bremsen und einem Fox-Performance-Dämpfer markiert das Carbon 4 den Einstieg in das Race-Fully-Segment von Cannondale.

Max Fuchs am 21.05.2020
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