Fumic gewinnt Finale – Platt holt 5. Cape Epic-Sieg Fumic gewinnt Finale – Platt holt 5. Cape Epic-Sieg Fumic gewinnt Finale – Platt holt 5. Cape Epic-Sieg

Cape Epic 2016: Finale

Fumic gewinnt Finale – Platt holt 5. Cape Epic-Sieg

  • Thomas Roegner
 • Publiziert vor 5 Jahren

Der Traum für Karl Platt und das Team Bulls ist nach sechs Jahren in Erfüllung gegangen. Sabine Spitz/Yana Belomoina werden überraschend Zweite im Gesamtklassement bei ihrem ersten Cape Epic.


Kapstadt/Südafrika – Karl Platt kniet auf dem Rasen unter dem Zielbogen des Absa Cape Epic 2016 . Die Hände sind vors Gesicht geschlagen, er legt den Kopf in den Nacken. Dann steht er auf, hebt die riesige Champagnerflasche hoch und nimmt einen tiefen Siegerschluck. Sechs Jahre musste der Deutsche Marathonmeister auf diesen Moment warten – seinen fünften Cape Epic-Gesamtsieg. Die Vorbereitung war exakt geplant, mehrere Wochen verbrachte Platt mit seinem Schweizer Partner Urs Huber in Südafrika, trainierte und fuhr mehrere Rennen. Das hat sich ausgezahlt. Souverän und kontrolliert fuhren die Bulls-Fahrer im Grand Finale des Absa Cape Epic 2016 auf den fünften Rang, ihr Polster von 15 Minuten in der Gesamtwertung war mehr als ausreichend.

Sportograf Voll fokussiert: Karl Platt ließ auf der letzten Etappe nichts mehr anbrennen.

Sabrina Kral Photography Triumphfahrt: Karl Platt und Urs Huber feiern auf den letzten Rennmetern des Cape Epic 2016.

Nächster Etappensieg für Sabine Spitz

Sabine Spitz gewann mit Yana Belomoina (Sport for Good) die Etappe, im Gesamtklassement konnten sie die Marathon-Weltmeisterin Annika Langvad mit Ariane Kleinhans (Spur Specialized) nicht mehr einholen, die sich sehr über einen dritten Gesamtsieg in Folge freuten.

Cape Epic,Sportzpics,Ewald Sadie Auf der letzten Cape Epic-Etappe ging es von der Nähe von Stellenbosch zurück nach Meerendal, wo alles mit dem Prolog begonnen hatte.

Den prestigeträchtigen finalen Etappensieg holte sich ein anderer Deutscher Meister: Manuel Fumic (Cannondale Factory Racing) und sein brasilianischer Partner Henrique Avancini gaben alles. „Wir haben es im Prolog versucht, auf Etappe 4 und heute war unsere letzte Chance, eine Etappe zu gewinnen. Ich bin total glücklich“, so Fumic im Ziel in Meerendal. 84 Kilometer und „nur“ 1200 Höhenmeter betrug die Schlussetappe vom Weingut Boschendal bei Stellenbosch nach Meerendal, die von taktischen Manövern geprägt war.

Cross Country-Ass Fumic schlägt zu

Die Favoritengruppe hatte lange Zeit das Tempo hoch gehalten, Platt und Huber immer dabei, um die Kontrolle zu behalten. Ein Ausreißversuch vom niederländischen Duo Rudi van Houts/Hans Becking (CST Superior) wurde abgefangen, auch die Etappensieger vom Vortag, Periklis Illias und Tiago Ferreira, versuchten ein hohes Tempo vorzugeben, mussten aber zurückstecken. Die beiden Centurion Vaude by Meerendal-Teams waren immer in der Spitzengruppe dabei, am Ende zahlte sich die taktische Erfahrung der Cross-Country-Spezialisten Fumic und Avancini aus. Nur 40 Sekunden trennten die Cannondale-Fahrer nach acht Tagen vom dritten Gesamtrang, den die Italiener Samuele Porro/Damiano Ferraro (Trek Selle San Marco) einnehmen.

Cape Epic,Sportzpics,Ewald Sadie Vorne macht Henrique Avancini Druck, Manuel Fumic folgt. So konnte das Cannondale-Duo die Verfolger abhängen und den Etappensieg beim Cape Epic-Finale 2016 einfahren.

Die Überraschungsfahrer Matthias Pfrommer und Nicola Rohrbach (Centurion Vaude by Meerendal 2) ließen nichts anbrennen und sicherten ihren zweiten Gesamtrang. Das noch größere Grinsen hatten aber Karl Platt und Urs Huber im Gesicht. Platt ist nach dem Schweizer Christoph Sauser der erste Mountainbiker, der das Absa Cape Epic fünf Mal gewinnen konnte. „Ich komme wieder, aber erst einmal freue ich mich auf mein Bett zuhause“, sagte Platt. „Ich kann’s nicht glauben. Anscheinend werde ich besser, je älter ich werde, ich musste so lange auf diesen fünften Gesamtsieg warten. Wahnsinn.“ Projekt Zebra nannte Bulls die Mission zur Feier der zehnjährigen Teilnahme am südafrikanischen Etappenrennen. Bulls hatte das Design der Bikes und der Trikots auf das Zebra-Thema abgestimmt.

Sabrina Kral Photography Mit seinem fünften Cape Epic-Gesamtsieg macht sich Karl Platt unsterblich. Aber auch Nicola Rohrbach und Matthias Pfrommer (links in rot) fuhren ein superstarkes Cape Epic 2016 und sicherten sich überraschend den zweiten Rang.

Screenshot Cape Epic 2016 Gesamtwertung: erfreulich, wie viele deutsche Herren unter den besten elf Teams sind.

Dritter Cape Epic-Sieg für Langvad/Kleinhans

Das Projekt der Abo-Siegerinnen in der Frauenwertung ging ebenfalls auf: Dritter Gesamtsieg für Spur Specialized, mit der dänisch-schweizerischen Kombination Annika Langvad und Ariane Kleinhans. „Wir hätten gerne auch noch den Etappensieg gemacht, Sabine und Yana waren jedoch am Ende zu stark. Aber es ist so toll, mit den vielen Zuschauern hier den Gesamtsieg zu teilen“, sagte die erschöpfte Ariane Kleinhans. „Es war eine harte Woche für uns, weil zu Beginn Jenie Stenerhag und Robyn de Groot (Ascendis Health) so stark attackiert haben, dann wurden Sabine und Yana immer stärker. Das Epic zu gewinnen, ist ein großes Ziel und ich bin überglücklich, dass es zum dritten Mal geklappt hat. Heute Abend werde ich endlich mal den guten südafrikanischen Wein trinken, auf den ich die ganze Woche verzichtet habe“, sagte Annika Langvad.

Cape Epic,Sportzpics,Nick Muzik Zwei deutsche Damen auf dem Podium: links Sabine Spitz mit ihrer jungen Partnerin Yana Belomoina und ganz rechts Adelheid Morath, die mit Sally Bigham (Topeak Ergon) Dritte wurde.

Cape Epic,Sportzpics,Sam Clark Annika Langvad und Ariane Kleinhans feiern mit Specialized-Mechaniker Jumanji.

„Yana hat am letzten Anstieg, dem Stairway to Heaven, Vollgas gegeben“, sagte Sabine Spitz, „sie überholte ein Männerteam und ich dachte schon, dass das jetzt hart wird. Dann sah ich, wie sie die führenden Frauen überholte und ich habe alles rausgeholt, um ihr zu folgen. Drei Etappen zu gewinnen haben wir uns gar nicht vorstellen können zuvor, aber es war eine super Erfahrung und eine tolle Woche beim Cape Epic“, sagte die 44-jährige Olympiasiegerin.

Ex-Straßenprofi Udo Bölts wurde in der Finaletappe zwei Mal vom Plattenpech heimgesucht, sicherte sich aber mit seinem südafrikanischen Partner Rob Sim den Gesamtsieg der Grand Masters vor Barti Bucher (SUI) und Heinz Zoerweg (AUT) vom Team Meerendal BIXS KTM.

Screenshot Cape Epic 2016 Gesamtwertung Damen

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