Canyon Neuron Young HeroNeuer Mini-Flitzer

Henri Lesewitz

 · 21.12.2021

Canyon Neuron Young Hero: Neuer Mini-FlitzerFoto: Henri Lesewitz

YouTube-Star Fabio Wibmer hat einen wahren MTB-Boom unter Kids ausgelöst. Mit dem Neuron Young Hero hat Sponsor Canyon das passende Kinder-Bike im Programm. Die brandneue Version des Trail-Fullys bietet top Funktion zum Kampfpreis.

Funktionelle, durchgestylte Bikes zum bestmöglichen Preis: Das ist die Philosophie von Canyons Young Hero-Linie. Das wäre an sich schon ein starkes Kaufargument. Dass YouTube-Superstar Fabio Wibmer seit zwei Jahren auf Canyon fährt, hat die Nachfrage des Nachwuchses nach Young-Hero-Modellen noch zusätzlich angefacht. Dreißig Millionen Aufrufe hat allein Wibmers Clip „Home Office“ erzielt, den er vergangenes Jahr kurz nach Ausbruch der Pandemie ins Netz stellte. Mit spektakulären Stunts, teilweise in seinem Wohnzimmer, setzte Wibmer damals geschickt die Bikes seines neuen Sponsors in Szene. Das etwa zur selben Zeit präsentierte Young Hero Neuron wurde prompt zum Verkaufsschlager. Das preisgünstige Trailfully mit 130-Millimetern Federweg und 27,5 Zoll-Laufrädern begeisterte besonders junge Bikepark-Shredder. Auch Jump-Sessions auf dem Pumptrack und sogar Touren waren damit möglich. Jetzt kommt das überarbeitete 2022er Modell in den Verkauf. Und ist noch ausgefeilter.

  Der Dämpfer sitzt unter dem Oberrohr. Statt eines Modells von Rockshox wurde beim 2022er Jahrgang der leichte und perfekt abstimmbare Manitou Mara-Dämpfer verbaut.Foto: Henri Lesewitz
Der Dämpfer sitzt unter dem Oberrohr. Statt eines Modells von Rockshox wurde beim 2022er Jahrgang der leichte und perfekt abstimmbare Manitou Mara-Dämpfer verbaut.
  Starker Auftritt: Das neue Neuron Young Hero kommt in Fabio Wibmers Signature-Look.Foto: Henri Lesewitz
Starker Auftritt: Das neue Neuron Young Hero kommt in Fabio Wibmers Signature-Look.
  Der letzte Jahrgang war noch mit Shimano-Bremsen ausgestattet. Die Tektro-Bremsen am 2022er-Young-Hero-Modell sind in Sachen Funktion aber ebenbürtig.Foto: Henri Lesewitz
Der letzte Jahrgang war noch mit Shimano-Bremsen ausgestattet. Die Tektro-Bremsen am 2022er-Young-Hero-Modell sind in Sachen Funktion aber ebenbürtig.

Neuron Young Hero: Das ist neu an Canyons Kinder-Fully

Was ist neu? Zunächst die Optik. Die aktuelle Version kommt im Signature-Look von Fabio Wimber in Weiß-Grau mit goldenem Schriftzug. Das sieht edel aus und wird nicht nur der großen Fan-Gemeinde von Wibmer gefallen. Der Rahmen aus hydrogeformten Alu-Rohren ist weitgehend gleichgeblieben. Die Verarbeitung ist top, alle Lager sind hochwertig. Damit das Fahrwerk noch besser auf die leichten Fahrer abgestimmt werden kann, kommt das 2022er YH-Neuron-Modell mit einer Federgabel und einem Dämpfer von Manitou, statt wie bisher von Rockshox. Besonders die Gabel reagiert nun sensibler. Zudem ist sie 200 Gramm leichter. Bei der Ausstattung mussten die Produkt-Manager knallhart kalkulieren. Denn das erklärte, unbescheidene Ziel von Canyon war es, mit dem Young Hero das günstigste Trailfully für den Nachwuchs am Markt anzubieten. 1599 Euro sind 100 Euro mehr als bisher, aber immer noch ein Kampfpreis. Um ihn realisieren zu können, wurde das Bike mit Kurbeln und Schaltung aus Srams Supergünstig-Linie SX ausgerüstet. Eine Tele-Stütze gibt es nicht. Sie kann aber nachgerüstet werden. Und statt der gewohnten Shimano-Bremsen gibt es diesmal Stopper von Tektro, was aber keine Funktionseinbußen bedeutet.

Offner Modus im technischen Trail, geschlossener Plattform-Modus bei Bergauf-Passagen: Mit dem roten Hebel lässt sich das Fahrwerk kinderleicht auf die jeweilige Fahrsituation einstellen.
Foto: Henri Lesewitz

Fakten zum Canyon Neuron Young Hero im Überblick

  • Rahmenmaterial: Aluminium
  • Federweg: 130 Millimeter
  • Laufradgröße: 27,5 Zoll
  • Gewicht: 13,7 kg (BIKE-Messung)
  • Rahmengrößen: 2XS und XS
  • Preis: 1599 Euro
  • Verfügbarkeit: ab Dezember 2021 unter www.canyon.com

Gemacht für Bikepark-Einsätze und Kids ab 1,40 m Körpergröße

Das Canyon Neuron Young Hero wiegt ohne Pedale 13,70 Kilo (Messung BIKE-Labor). Das Rad ist nicht gerade ein Leichtgewicht. Was unter anderem den 4996 Gramm schweren Laufrädern (inkl. Reifen, Ritzel, usw.) geschuldet ist. Damit liegt der Fokus, wie schon bei der Vorgänger-Version, klar auf Bergab-Trails. Was für Kinder und Jugendliche, die eh am liebsten im Bikepark fahren, eher ein Pro-Argument ist. Wer ein Kinder-Bike für sportliche Touren sucht, sollte in dieser Preiskategorie lieber nach einem Hardtail schauen. Oder in ein paar Tuning-Teile investieren. In eine leichte Kassette etwa. Oder in leichte Laufräder, die es auf dem Gebrauchtmarkt schon für überschaubares Geld gibt. Das Bike gibt es in Größe XS sowie 2XS. Es ist damit auch schon für Kids geeignet, die kleiner als 140 Zentimeter groß sind.

  Wir haben das Neuron Young Hero bereits mehrere Wochen lang testen können. Im Bikepark. Bei Alltagsfahrten. Und auf Tour. Erstaunlich, wie breit der Einsatzbereich ist. Wobei sich schnell herauskristallisierte, dass das Bike vor allem dann sein Spaßpotenzial entfaltet, wenn die Hangabtriebskraft für Tempo sorgt und nicht die Beinkraft. Was aber nicht nur am Gewicht von knapp 14 Kilo inklusive Pedalen liegt. Sondern auch an der kompakten Geometrie, die mehr aufs Runterfahren als auf stundenlanges Kurbeln ausgelegt ist.Foto: Henri Lesewitz
Wir haben das Neuron Young Hero bereits mehrere Wochen lang testen können. Im Bikepark. Bei Alltagsfahrten. Und auf Tour. Erstaunlich, wie breit der Einsatzbereich ist. Wobei sich schnell herauskristallisierte, dass das Bike vor allem dann sein Spaßpotenzial entfaltet, wenn die Hangabtriebskraft für Tempo sorgt und nicht die Beinkraft. Was aber nicht nur am Gewicht von knapp 14 Kilo inklusive Pedalen liegt. Sondern auch an der kompakten Geometrie, die mehr aufs Runterfahren als auf stundenlanges Kurbeln ausgelegt ist.
  Das Fahrwerk giert regelrecht nach Action. Sprünge? Biestiger Untergrund? Das Bike bringt nichts aus der Ruhe.Foto: Henri Lesewitz
Das Fahrwerk giert regelrecht nach Action. Sprünge? Biestiger Untergrund? Das Bike bringt nichts aus der Ruhe.
  Fazit von unserem Testfahrer Tim (10), sonst mit einem 8,0 Kilo leichten <a href="https://www.bike-magazin.de/service/kaufberatung/test-2017-kinderbike-vpace-max275" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">VPace Max</a>  unterwegs: „Das Bike sieht cool aus und macht voll Spaß, vor allem im Bikepark. Die Federung ist schön weich. Man kann richtig schnell fahren. Die Schaltung geht auch leicht. Und die Griffe sind angenehm weich. Hochfahren ist aber anstrengend. Das Rad ist echt schwer.“Foto: Henri Lesewitz
Fazit von unserem Testfahrer Tim (10), sonst mit einem 8,0 Kilo leichten VPace Max unterwegs: „Das Bike sieht cool aus und macht voll Spaß, vor allem im Bikepark. Die Federung ist schön weich. Man kann richtig schnell fahren. Die Schaltung geht auch leicht. Und die Griffe sind angenehm weich. Hochfahren ist aber anstrengend. Das Rad ist echt schwer.“

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