Canyon Spectral:ON CFR im EMTB-Test

Florentin Vesenbeckh

 · 09.08.2022

Canyon Spectral:ON CFR im EMTB-TestFoto: Greber/Skyshot
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Das Reichweiten-Wettrüsten hat die Canyon E-Bike-Flotte erreicht. Mit 900 statt bisher 630 Wattstunden machen die Koblenzer einen Riesensprung. Unser EMTB-Test des neuen Canyon Spectral:ON klärt, ob das ohne Kompromisse an die Fahreigenschaften funktioniert.

Handling über alles! Das war immer die Prämisse der E-MTBs von Canyon. Das ging teilweise so weit, dass die Ingenieure bewusst auf Akku-Kapazität verzichteten, um das Fahrverhalten des E-Bikes handlich zu halten. Der neueste Spross aus Koblenz, das Canyon Spectral:ON CFR, kommt mit satten 900 Wattstunden und übertrumpft damit das Gros der Konkurrenz. Eine Abkehr vom einstigen Canyon-Credo, das das Mountainbike-Feeling über schiere E-Power stellte? „Unser erstes Ziel war es, den Leuten jegliche Reichweitenangst zu nehmen“, erklärt Philipp Klein, der Kopf des Entwickler-Teams. Doch er schiebt gleich Punkt zwei des Lastenhefts hinterher: „Das Trail-Handling, das unser Spectral:ON immer ausgezeichnet hat, wollten wir unbedingt beibehalten.“

Der lange Akku mit 900 Wattstunden wird nach unten aus dem geschlossenen Unterrohr gezogen. So soll der Schwerpunkt tief und das Rahmengewicht niedrig gehalten werden. Die Batterie-Entnahme wird etwas aufwändiger, ist beim Canyon aber gut gelöst.
Foto: Greber/Skyshot
Der lange Akku mit 900 Wattstunden wird nach unten aus dem geschlossenen Unterrohr gezogen. So soll der Schwerpunkt tief und das Rahmengewicht niedrig gehalten werden. Die Batterie-Entnahme wird etwas aufwändiger, ist beim Canyon aber gut gelöst.

Eigens entwickelter Akku fürs das Canyon Spectral:On

Schaut man auf die neuesten E-Mountainbikes am Markt und deren Entwicklung von Akku-Kapazität und Gewicht, scheinen die beiden Entwicklungsziele kaum vereinbar. Denn mit der Reichweite schießt bei den meisten Neuentwicklungen auch das Gewicht in die Höhe. Um dieses Problem zu lösen, hat Canyon einen gro­ßen Schritt vom Mountainbike-Hersteller zum E-Bike-Spezialisten gemacht. Die Batterie des Spectral:ON CFR wurde vom Koblenzer Team selbst entwickelt – ein enormes Investment. Ebenfalls 100 Prozent Canyon: die Akku-Halterung. Ähnlich wie Norco und Bulls, zwei der ganz wenigen Anbieter, die 2022 bei E-MTBs ebenfalls mit 900 Wattstunden an den Start gehen, setzt auch Canyon auf Variabilität bei der Akku-Kapazität. Neben der 900er- gibt es eine 720er-Batterie – beide Varianten passen adapterlos ins selbe Unterrohr. Die kleine Variante spart 900 Gramm und macht das Bike flexibel für unterschiedliche Ansprüche.

Über einen Stecker wird der Akku mit dem Shimano EP8-Motor verbunden. Dieser Port dient gleichzeitig als Ladebuchse. Specia­lized hatte es vorgemacht, inzwischen ziehen immer mehr Hersteller nach.
Foto: Greber/Skyshot
Über einen Stecker wird der Akku mit dem Shimano EP8-Motor verbunden. Dieser Port dient gleichzeitig als Ladebuchse. Specia­lized hatte es vorgemacht, inzwischen ziehen immer mehr Hersteller nach.

Was ist neu am Canyon Spectral:On E-MTB?

Was hat sich sonst getan? Insbesondere das Rahmengewicht hat Canyon ins Visier genommen. Auch der Hinterbau ist jetzt aus Carbon, zudem gibt es das Chassis künftig in zwei Güteklassen. Die CFR-Variante soll rund 300 Gramm gegenüber der günstigeren CF-Version einsparen. In Summe soll der neue Rahmen rund 800 Gramm leichter und gleichzeitig stabiler als der Rahmen des Vorgängers sein. Apropos Gewicht: Unser Test-Bike, das 11299 Euro teure Top-Modell CFR LTD, wiegt mit dem dicken 900er-Akku 23,2 Kilo in Größe L. Diese Kombi gibt es so kein zweites Mal am Markt. Im Vergleich zu anderen 900er-Bikes oder den allermeisten E-MTBs mit Boschs neuem 750er-Powertube ist dieser Wert richtig stark. Schaut man auf das Gewicht mit 720er-Akku, relativiert sich das Staunen etwas. 22,3 Kilo sind ein guter Wert, den in dieser Akku- und Preisklasse allerdings auch andere Hersteller wie zum Beispiel Specialized beim Turbo Levo, Santa Cruz und Scor erreichen – teils sogar mit robusterer Ausstattung oder deutlich günstiger. Ganz klar aber: Keines dieser E-Bikes bietet die Option, auf 900 Wattstunden aufzurüsten. Gleichge­blieben ist der Federweg des Spectral:ON: 150 Millimeter stehen vorne, 155 hinten zur Verfügung – in der gewohnten MX-Laufrad-Kombi mit 29-Zoll-Rad an der Front und 27,5 Zoll am Heck.

Das „Frankenstein-Programm“: In Koblenz baut Canyon Prototypen aus 3D-gedruckten Muffen und Carbon-Rohren. Das bringt der Entwicklungsabteilung Flexibilität und Zeitvorteile. Insbesondere, wenn Lieferverzögerungen und Produktionsstopps die E-Bike-Branche lähmen.Foto: Greber/Skyshot
Das „Frankenstein-Programm“: In Koblenz baut Canyon Prototypen aus 3D-gedruckten Muffen und Carbon-Rohren. Das bringt der Entwicklungsabteilung Flexibilität und Zeitvorteile. Insbesondere, wenn Lieferverzögerungen und Produktionsstopps die E-Bike-Branche lähmen.

Das Canyon Spectral.ON auf dem Trail

Ein spaßiges E-Trailbike mit 900-Wh-Akku – kann das gutgehen? Nach vielen Testfahrten mit potenziell übergewichtigen Bikes hatten wir Zweifel. Doch das neue Spectral:ON hat uns überzeugt. Ein Bike mit dermaßen üppiger Reichweite, das sich dermaßen spaßig, handlich und angenehm fährt, gibt es aktuell kein zweites Mal. Egal, welcher Tester auf den schnittigen Carbon-Flitzer stieg, der hohe Spaßfaktor wurde immer hervorgehoben. Mit seinem poppigen Hinterbau, der viel Gegendruck liefert, kann das Bike auch auf flachen, eher seichten Trails punkten. Hinzu kommt eine top Beschleunigung dank leichter Laufräder. Den größten Einfluss hat allerdings die gelungene Geometrie. Der Reach ist stark angewachsen und landet in Rahmengröße L bei 478 Millimetern. Für ein E-MTB ist das sehr geräumig. Die Kettenstreben bleiben mit 442 Millimetern kompakt, sind aber ebenfalls etwas länger geworden. Der Lenkwinkel bleibt mit 65,4 Grad auf der steileren Seite – das klingt vielleicht etwas altbacken, haucht dem Spectral E-Bike auf dem Trail aber Leben ein und macht das Handling neutral und unkompliziert.

Die Gleitbuchsen an der Dämpferanlenkung waren ein Schwachpunkt am Vorgänger. Jetzt kommen überall robuste Lager zum Einsatz.
Foto: Greber/Skyshot
Die Gleitbuchsen an der Dämpferanlenkung waren ein Schwachpunkt am Vorgänger. Jetzt kommen überall robuste Lager zum Einsatz.

In Summe ist das Spectral:ON erwachsener geworden. Man spürt, dass man etwas mehr Bike bewegt als beim Vorgänger. Doch die Trail-Gene bleiben absolut bestehen. In anspruchsvollem Gelände ist das Sicherheitsempfinden deutlich gestiegen. Auch wenn das Bike keinen Enduro-Charakter hat: Vor ruppigen Abfahrten kuscht es keineswegs. Insbesondere die starke Hinterbaufederung kann hier punkten. Sie spricht sehr sensibel an und hält mit ihrer deutlichen Endprogression genug Reserven für harte Schläge bereit.

Bekanntes Problem: Klappern des Shimano EP8-Motors

Auch im Uphill hat sich das Canyon E-MTB weiterentwickelt. Zwar gehört es nach wie vor nicht zur Kategorie „Zurücklehnen und hochtreckern“, doch dank des sehr steilen Sitzwinkels gibt es sich auch in wirklich anspruchsvollen Anstiegen und an Steilrampen souverän. Auch hier kann der Hinterbau mit viel Traktion glänzen. Dennoch steht er hoch im Hub, was den Fahrer zentral positioniert.

Ganz ohne Kritik schafft es das neue Spectral:ON aber nicht durch den Praxistest. Zwar hat sich Canyon in vielen Punkten wie beim robusten Kettenstrebenschutz Gedanken um geringe Lautstärke gemacht. Doch an unserem Test-Bike mischten sich zum bekannten Klappern des Shimano EP8-Motors klappernde Züge im Rahmen. Am Kettenstrebenschutz löste sich nach kurzer Testdauer die Verklebung. Schönheitsfehler einer ansonsten tadellosen Verarbeitung.

Das elektronische Rockshox-Fahrwerk Flight Attendant wechselt automatisch zwischen den Stufen Open, Pedal und Lock. Insgesamt warten am Bike vier AXS-Akkus auf ihr Ladegerät.
Foto: Greber/Skyshot
Das elektronische Rockshox-Fahrwerk Flight Attendant wechselt automatisch zwischen den Stufen Open, Pedal und Lock. Insgesamt warten am Bike vier AXS-Akkus auf ihr Ladegerät.

Akku-Kapazität und Reichweite beim Spectral:On

Die beiden Akkus des Canyon Spectral:ON machen einen richtig guten Job. Die Energieabgabe ist sehr konstant, so steht auch bei deutlich unter 50 Prozent Akku-Stand noch die volle Power zur Verfügung. Ein leichtes Nachlassen des Motorschubs im Boost-Modus ist erst beim Erreichen des letzten Akku-Balkens spür- und messbar, also bei 20 Prozent Rest-Akku. Doch der EP8 bekommt bis zum letzten Prozent genug Power, um noch kräftig in Boost-Manier anzuschieben. Der 720er-Akku (3866 Gramm) erklettert in unserem standardisierten Reichhöhentest 1795 Höhenmeter mit hoher Durchschnittsgeschwindigkeit. Das ist für eine Batterie der 700er-Klasse top. Selbst die E-Bikes mit den sehr schweren Bosch Powertube 750 schafften in unseren letzten Tests bei vergleichbarem Motorschub kaum mehr. Der 900er-Akku (4770 Gramm) im Canyon legt noch mal eine ganze Schippe drauf. 2197 Höhenmeter bei voller Unterstützung, das ist Rekord in der EMTB-Historie. Bisher hatten wir allerdings auch nur zwei andere Bikes mit 900er-Batterie im Test. Ebenfalls gut: Der Service für die Canyon-Akkus läuft über das weltweit ausgebaute Shimano-Steps-Netzwerk.

 Das integrierte Carbon-Cockpit ist super clean und super leicht. Die Zugeingänge in den Steuersatz sind schlau abgedichtet.Foto: Greber/Skyshot
Das integrierte Carbon-Cockpit ist super clean und super leicht. Die Zugeingänge in den Steuersatz sind schlau abgedichtet.

PLUS: Rekordreichweite bei gutem Gewicht; top Handling, hoher Fahrspaß; ausgewogene Fahreigen­schaften; zwei Akku-Größen wählbar

MINUS: Hoher Preis der Top-Modelle; Klappergeräusche

Fazit von EMTB-Testleiter Florian Vesenbeckh zum neuen Canyon Spectral:On

Canyon beweist, dass riesige Akku-Kapazität und spaßiges Trail-Handling keine unvereinbaren Gegensätze sind – ein Novum am Markt! Look und Feel des Neulings sind stark, das flexible Akku-System bietet dem Kunden sinnvolle Wahlmöglichkeiten. Das Canyon Spectral:ON CFR ist ein Volltreffer mit super Allround-Qualitäten, in der Top-Version allerdings auch empfindlich teuer. Inwieweit auch die günstigeren Einstiegsmodelle mit Wow-Effekt auftrumpfen, müssen künftige Tests zeigen. Wir freuen uns drauf!

Florentin Vesenbeckh, EMTB-TestleiterFoto: Max Fuchs
Florentin Vesenbeckh, EMTB-Testleiter

Den gesamten Test des Canyon Spectral:ON CFR Ltd mit allen Noten können sie am Ende des Artikels als PDF downloaden.

Canyon Spectral:ON CFR LtdFoto: Greber/Skyshot
Canyon Spectral:ON CFR Ltd

Technische Daten zum Canyon Spectral:On

Allgemein

  • Preis: 11299 Euro

Antrieb

  • Motor: Shimano EP8
  • Max. Drehmoment***: 85 Nm
  • Akku***/ Akku-Gewicht**/ Preis Ersatz-Akku: Canyon 900 Wh / 4770 g / 1199,95 Euro
  • Schaltung: Sram XX1 Eagle AXS (12fach)
  • Übersetzung (v. / h.): 34; 10–52
  • Display / Größe: Shimano SC-EM800 / 21 x 38 mm

EMTB-Messwerte**

  • Reichhöhe*: 2197 (+0) hm
  • Durchschnittsgeschwindigkeit 15,1 km/h
  • Gewicht**: 23,2 kg
  • Größen / Rahmenmaterial: S / M / L / XL / Carbon (getestet in L)

Ausstattung

  • Zul. Gesamtgewicht***: 130 kg
  • Gabel / Dämpfer: Rockshox Lyrik Ultimate Flight Attendant / Superdeluxe Ultimate Flight Attendant
  • Federweg (v. / h.): 150 mm / 155 mm
  • Teleskopstütze: Rockshox Reverb AXS, 170 mm
  • Bremse / Disc Ø (vorne / hinten): Sram Code RSC / 200 mm / 200 mm
  • Laufräder: DT Swiss HXC 1501 Hybrid Carbon-Laufräder
  • Reifen: Max. Assegai EXO, 29 x 2,5" / DHR II EXO+, 27,5 x 2,6"
Geometriedaten | EMTB-Testabteilung
Geometriedaten | EMTB-Testabteilung

Canyon Spectral:On - Modelle und Preise

Mit 11299 Euro ist unser Test-Bike CFR LTD sündhaft teuer. Doch der Einstiegspreis für das neue Bike bleibt mit 5199 Euro fair. Welches Spectral:On-Modell hat was zu bieten?

Spectral:ON CFRFoto: Hersteller
Spectral:ON CFR

Spectral:ON CFR – 8999 (720 Wh) bzw. 9299 (900 Wh) Euro

Das zweite Modell mit superleichtem CFR-Carbon-Rahmen liegt gewichtstechnisch auf dem Niveau der LTD-Version, verzichtet aber auf Spielereien wie Flight Attendant und die kabellosen AXS-Komponenten. Top-Fahrwerk von Fox, Shimanos XTR-Gruppe und Carbon-Laufräder bringen dennoch massig Blingbling. Wer Highend ohne Kompromisse sucht, aber trotzdem auf Preis-Leistung schaut, ist hier richtig.

Spectral:ON CFFoto: Hersteller
Spectral:ON CF

Spectral:ON CF

Die CF-Modelle setzen auf etwas günstigere, rund 300 Gramm schwerere Rahmen. Doch auch hier sind Hauptrahmen und Hinterbau aus Carbon. Das CF 9 soll in Summe rund ein Kilo schwerer sein als die CFR-Versionen.

Spectral:ON CF 9 – 6999 (720 Wh) bzw. 7299 (900 Wh) Euro

Die Ausstattung ist funktional top, aber nicht mehr super edel: Sram GX, Fox 36 Performance Elite, Code RS, DT Swiss H1900. Für anspruchsvolle, aber preisbewusste Biker.

Spectral:ON CF 8 – 5999 (720 Wh) bzw. 6299 (900 Wh) Euro

Das CF 8 (im Bild) verzichtet wie sein kleinerer Bruder CF 7 auf einen Dämpfer mit Ausgleichs­behälter. Das Fahrwerk stammt von Fox: 36-Rhythm-Gabel und DPS-Performance-Dämpfer. Shimanos SLX-Bremsen stoppen zuverlässig, die XT-Schaltgruppe ist ohnehin top. Dazu kommen Duroc-Laufräder von Sunringlé mit superbreiten Alu-Felgen.

Spectral:ON CF 7 – 5199 (720 Wh) bzw. 5499 (900 Wh) Euro

Den Einstieg in die neue Spectral:On-Welt gibt’s ab sehr fairen 5199 Euro mit 720 Wh. Die gute Nachricht: Parts, die den Trail-Genuss zunichte machen, sucht man vergebens. Besonders hochwertig ist die Ausstattung mit Rockshox-Lyrik/Deluxe-Select-Fahrwerk, Deore-Bremsen, XT-Schaltung und Alu-Felgen von Raceface mit Shimano-Naben nicht mehr. Mehrgewicht im Vergleich zu unserem Test-Bike laut Canyon: 1,2 Kilo.


Interview mit Philipp Klein, Director E-Performance bei Canyon

EMTB: Warum habt Ihr Euch entschieden, einen eigenen Akku zu bauen?

Philipp Klein: Wir haben gesehen, dass es beim Akku noch Entwicklungsmöglichkeiten gibt. Größe, Kapazität, Gestaltung, Zellanordnung, BMS-Platzierung – hier lassen aus unserer Sicht die Standardoptionen Potenzial liegen. Wir wollen dem Rider das bestmögliche Bike bieten. Unser eigener Akku ist ein Aspekt, mit dem wir den Unterschied zu unseren Mitbewerbern machen können.

Welche Ziele habt Ihr bei der Akku-Entwicklung konkret verfolgt?

Ganz oben stand die Reichweite. Wir wollen dem Rider jegliche Reichweitenangst nehmen. Da gibt es vielleicht auch andere Optionen am Markt, aber die enden in einem sehr schweren Bike. Das wollten wir auf keinen Fall. Außerdem ist uns das Design wichtig. Wir wollen keine motorradartigen Fahrräder bauen. Das Bike soll leicht sein und auch optisch leicht wirken. Deshalb haben wir viel Arbeit darauf verwendet, Akku und damit Unterrohr flachzuhalten.

Machen 900 Wattstunden überhaupt für viele Canyon-Kunden Sinn?

Im Laufe des Projekts hat mich persönlich die große Batterie immer mehr überzeugt. Das Bike wird damit einfach zum No-Brainer. Egal, ob widrige Bedingungen, tiefe Temperaturen oder hohes Fahrergewicht – mit den 900 Wattstunden muss ich mir nie Gedanken um den Ladestand machen. Und das ohne zu viel Mehrgewicht. In der Praxis spielen allerdings so viele Faktoren eine Rolle, dass man 900 Wattstunden nicht pauschal jedem empfehlen kann. Deshalb gibt’s bei uns ab Mai bei jedem Modell die freie Wahl. 720 oder 900 Wattstunden.

Philipp Klein, Director E-Performance bei CanyonFoto: Greber/Skyshot
Philipp Klein, Director E-Performance bei Canyon

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*Die Reichhöhe wurde bei standardisierten Messfahrten an einem Asphaltanstieg mit 12,2 Prozent Steigung ermittelt. Höchste Unterstützungsstufe, 150 Watt Tretleistung des Fahrers, Fahrergewicht inkl. Ausrüstung 90 kg. In Klammern die Höhenmeter im deutlich gedrosselten Notlauf-Modus. Die Durchschnittsgeschwindigkeit bezieht sich auf die Fahrt bei voller Unterstützung.

**Ermittelt an den Prüfständen im EMTB-Testlabor, Gewicht ohne Pedale. Akku-Gewicht ggf. inkl. verschraubtem Cover.

***Herstellerangabe

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