9 MTB-Pedale im TestDie besten Klickpedale für Trail- und Enduro

Stefan Frey

 · 11.01.2026

Kleine Plattform große Wirkung? Wir haben neun Klickpedale für Trail und Enduro getestet. Welches bietet besten Stand und zuverlässigen Halt?
Foto: Max Fuchs
​Mit großem Käfig und griffigen Pins wollen Trail- und Enduro-Pedale festen Stand und hohe Fahrsicherheit signalisieren. Stimmt das? Oder kommt es am Ende auf ganze andere Werte an? Neun Klickpedale mit erweiterter Plattform im Test.

Du stehst vor der Schlüsselstelle der Abfahrt – es ist steil, felsig, ausgesetzt. Noch ein letztes Mal tief durchatmen. Füße aufs Pedal. Bremse lösen. Losrollen. Und dann: finden die Cleats an deinen Schuhen nicht in die Bindung am Pedal. Stehenbleiben ist keine Option, also holperst du wie eine Flipperkugel durchs Felsgetümmel, weil deine Füße auf den „Klickies“ stehen, als würdest du mit Stöckelschuhen biken. Völlig verständlich, wenn man nach so einer Erfahrung auf Flat-Pedale wechseln möchte. Doch es gibt eine Alternative: Trail-Pedale. Sie wollen das Beste aus beiden Welten vereinen und sicheren Stand sowie festen Halt gleichermaßen bieten. Wir haben neun Klickpedale mit erweiterter Plattform getestet.

Diese Trail-Pedale haben wir getestet

Das Maß der Dinge - der beste Bindungsmechanismus?

Der Bindungsmechanismus ist das Herz eines jeden Klick-Pedals. Damit einem Schreckmomente wie oben beschrieben erspart bleiben, muss er intuitiv und zuverlässig funktionieren. Aufsetzen, einrasten, fertig. Das Maß der Dinge heißt hier: Shimano Pedaling Dynamics, kurz SPD. Sechs von neun Herstellern setzen auf das bewährte System der Japaner, bei dem sich die Auslösehärte fein anpassen lässt. So überzeugend wie bei Shimano selbst arbeitet der Mechanismus jedoch sonst nur noch bei Wolftooth. Die Alternativen von Crankbrothers, Time und HT bieten zwar die Option auf etwas mehr oder weniger Bewegungsfreiheit, sind aber in der Praxis gewöhnungsbedürftig.

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Shimanos SPD-System ist seit fast 30 Jahren das Maß der Dinge bei den Klickmechanismen - zuverlässig, klar definiert und haltbar.Foto: Stefan FreyShimanos SPD-System ist seit fast 30 Jahren das Maß der Dinge bei den Klickmechanismen - zuverlässig, klar definiert und haltbar.Klicksysteme wie das von Crankbrothers bieten Vorteile wie Vierfach-Einstieg oder etwas bessere Selbstreinigung, sind aber gewöhnungsbedürftig.Foto: Stefan FreyKlicksysteme wie das von Crankbrothers bieten Vorteile wie Vierfach-Einstieg oder etwas bessere Selbstreinigung, sind aber gewöhnungsbedürftig.
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Viele Käfige sind reine Blender

Wer glaubt, die Standsicherheit auf dem Pedal hängt von der Größe des Käfigs ab, der irrt sich. In den meisten Fällen haben die Schuhsohlen kaum Kontakt zur Plattform oder zu den kleinen Pins – mit Ausnahme von Funn: Hier zieht die angewinkelte Bindung den Schuh beim Einklicken automatisch an den fetten Käfig heran und man steht wie festgebacken.

Nur beim Funn Ripper haben die Schuhsohlen Kontakt zu Käfig und Pins, das sorgt für immense Standsicherheit auf dem Pedal.Foto: Stefan FreyNur beim Funn Ripper haben die Schuhsohlen Kontakt zu Käfig und Pins, das sorgt für immense Standsicherheit auf dem Pedal.

Entscheidend für einen sicheren Stand ist zum einen der Bereich seitlich der Bindung, denn nur hier liegt das Profil auf dem Pedalkörper auf. Bestes Beispiel: Wolftooth. Die Amis verzichten auf eine Plattform und vergrößern stattdessen die Fläche über der Pedalachse. Die Folge: satter Sitz und ein enorm sicheres Fahrgefühl. Der zweite Faktor ist die richtige Höhe der Bindung. Zu hoch, und der Schuh kippelt wie ein Wackel-Elvis in der Windschutzscheibe. Dann kann es passieren, dass der Fuß im entscheidenden Moment aus dem Pedal rutscht und man ausgerechnet in der Schlüsselstelle die Kontrolle über sein Bike verliert.

Auf den kleinen Bereich neben der Bindung kommt es an. Nur hier liegt in der Regel die Sohle auf, deshalb sollte er so groß wie möglich sein.Foto: Stefan FreyAuf den kleinen Bereich neben der Bindung kommt es an. Nur hier liegt in der Regel die Sohle auf, deshalb sollte er so groß wie möglich sein.
Ich habe schon alle möglichen Cleat-Systeme ausprobiert und bin letztendlich immer wieder bei SPD gelandet – nichts funktioniert zuverlässiger. Die Verbindung mit der brandneuen XTR-Plattform ergibt für mich das perfekte Trail-Pedal. Nur One Up Components und Wolftooth können da noch mithalten. - Stefan Frey, Redakteur BIKE
Stefan Frey, Redakteur BIKEFoto: Georg GrieshaberStefan Frey, Redakteur BIKE

Diese Pedale haben wir getestet

In diesem Artikel stellen wir euch alle neun von uns getesteten Pedale in einer Kurzversion vor. Den ausführlichen Test zu jedem einzelnen Pedal mit vielen Infos und Details findet ihr unter dem jeweiligen Link.

Crankbrothers Mallet Trail – Infos & Preis

  • Gewicht Pedale / Cleats: 355 / 34 Gramm
  • Standfläche / Standhöhe / Achslänge: 78 x 74 mm / 9 mm/ 57 mm
  • Auslösehärte / -winkel / Bewegungsfreiheit: 4,8 Nm / 10, 15, 20 Grad / 6, 0 Grad
  • Besonderheiten: Integrierte Traction Pads zum verbesserten Schuh-Kontakt; 2 verstellbare Pins pro Seite; Lager mit doppelter Dichtung; verlängerte Achse für mehr Bewegungsfreiheit, 57 mm Q-Faktor; abgeflachte Ecken gegen Felskontakt
  • Preis: 189,99 Euro >> hier erhältlich
Geringes Gewicht und die typische “Schneebesen”-Bindung zeichnen das Mallet Trail von Crankbrothers aus.Foto: Stefan FreyGeringes Gewicht und die typische “Schneebesen”-Bindung zeichnen das Mallet Trail von Crankbrothers aus.

Bewertung & Fazit

Käfig und Pins bringen hier kaum einen Mehrwert, das Fahrgefühl ist aber durchaus satt und angenehm.Foto: Stefan FreyKäfig und Pins bringen hier kaum einen Mehrwert, das Fahrgefühl ist aber durchaus satt und angenehm.

Fazit: Crankbrothers Mallet Trail

Die Mallet Trail sind leicht, kompakt und bieten eingeklickt einen soliden Stand. Die spezielle Bindung mit vier Einstiegspositionen reinigt sich quasi von selbst, über Shims lässt sich der Kontakt zum Schuh feintunen. Ein- und Ausstieg sind jedoch wenig definiert und gewöhnungsbedürftig, die Auslösehärte ist sehr gering und nicht einstellbar. Ausgeklickt steht man sehr wackelig auf dem Pedal.

Funn Ripper – Infos & Preis

  • Gewicht Pedale / Cleats: 575 / 53 Gramm
  • Standfläche / Standhöhe / Achslänge: 93 x 100 mm / 11 mm / 55 mm
  • Auslösehärte / -winkel / Bewegungsfreiheit: 5,0 – 14,9 Nm / 18 Grad / 5, 0 Grad
  • Besonderheiten: Komplett servicebar; große Standfläche; angewinkelter Klickmechanismus; sechs Farben verfügbar
  • Preis: 189,99 Euro >> hier erhältlich
Fetter Pedalkäfig und bombenfester Sitz - das Ripper von Funn ist ein echtes Hardcore-Pedal, für den normalen Trail-Einsatz aber zu viel des Guten.Foto: Stefan FreyFetter Pedalkäfig und bombenfester Sitz - das Ripper von Funn ist ein echtes Hardcore-Pedal, für den normalen Trail-Einsatz aber zu viel des Guten.

Bewertung & Fazit

Der fette Käfig des Ripper garantiert für sicheren Stand - egal ob eingeklickt oder ausgeklickt.Foto: Stefan FreyDer fette Käfig des Ripper garantiert für sicheren Stand - egal ob eingeklickt oder ausgeklickt.

Fazit: Funn Ripper Clip-in

Hardcore-Pedal mit extrem sattem Sitz und massig Grip, mit dem man auch ausgeklickt noch guten Halt findet. Die angewinkelte Bindung erleichtert den Einstieg, ist aber weniger definiert als etwa bei Shimano. Kehrseite der Medaille: Der stramme Sitz beschränkt die Bewegungsfreiheit und stört beim Ausstieg, weil die Pins in der Sohle haken. Die fette Plattform setzt häufiger an Steinen und Wurzeln auf.

HT T2 – Infos & Preis

  • Gewicht Pedale / Cleats: 376 / 64 Gramm
  • Standfläche / Standhöhe / Achslänge: 84 x 68 mm / 8,5 mm/ 56 mm
  • Auslösehärte / -winkel / Bewegungsfreiheit: 5,9 – 15,3 Nm / keine Angabe / 4, 8 Grad
  • Besonderheiten: CNC-gefräster Alu-Body; vier Pins pro Seite; sechs Cleat-Optionen; Titan-Version optional
  • Preis: 159,95 Euro >> hier erhältlich
Schicke Optik, geringes Gewicht, viele Farben und obendrein an angenehmes Fahrgefühl. Das HT T2 ist eine gute Alternative zu den gängigen SPD-Pedalen.Foto: Stefan FreySchicke Optik, geringes Gewicht, viele Farben und obendrein an angenehmes Fahrgefühl. Das HT T2 ist eine gute Alternative zu den gängigen SPD-Pedalen.

Bewertung & Fazit

Der Käfig bringt kaum Zusatznutzen, das Fahrgefühl ist aber satt und angenehm direkt.Foto: Stefan FreyDer Käfig bringt kaum Zusatznutzen, das Fahrgefühl ist aber satt und angenehm direkt.

Fazit: HT T2

Leichtes, kompaktes Pedal mit gut einstellbarer Auslösehärte. Das T2 bietet sicheren Stand bei guter Bewegungsfreiheit, der sich je nach Cleat variieren lässt. Das Bindungssystem reinigt sich gut von selbst, Ein- und Ausstieg sind durch die zwei beweglichen Seiten etwas undefiniert und auch in der leichten Einstellung eher hart. Pins und Standfläche geben ausgeklickt nur wenig Halt. Sehr viele Farben.

Leat AllMtn 6.0 – Infos & Preis

  • Gewicht Pedale / Cleats: 467 / 51 Gramm
  • Standfläche / Standhöhe / Achslänge: 95 x 70 mm / 10 mm/ 56 mm
  • Auslösehärte / -winkel / Bewegungsfreiheit: 4,7 – 12,4 Nm / 15 Grad / 5 Grad
  • Besonderheiten: Dreifach gelagert; Skala und Endanschlag bei Auslösehärte; SPD-kompatibel; auch mit Magnesium-Body und Titanachse erhältlich
  • Preis: 179,99 Euro >> hier erhältlich
Der leicht wacklige Stand und die geringe Auslösehärte vermitteln beim Leatt Pedal ein wenig sicheres Fahrgefühl.Foto: Stefan FreyDer leicht wacklige Stand und die geringe Auslösehärte vermitteln beim Leatt Pedal ein wenig sicheres Fahrgefühl.

Bewertung & Fazit

Exakt so schwer wie das Shimano XTR PD-M9220, doch in der Funktion nicht ganz auf einem Niveau.Foto: Stefan FreyExakt so schwer wie das Shimano XTR PD-M9220, doch in der Funktion nicht ganz auf einem Niveau.

Fazit: Leatt AllMtn 6.0 Clip-in

Wuchtige Optik, schickes Design, solide Lagerung – auf den ersten Blick sind die neuen Leatt ein gelungener Wurf. Ein- und Ausstieg sind leicht und definiert, man steht jedoch recht wacklig auf dem Pedal, und auch die Auslösehärte fällt gering aus. Bindung und Pedal bauen etwas hoch. Trotz der vier Pins pro Seite sowie des großen Käfigs bietet das AllMtn 6.0 ausgeklickt nur wenig Standsicherheit.

One Up Components Clip Pedals – Info & Preis

  • Gewicht Pedale / Cleats: 413 / 52 Gramm
  • Standfläche / Standhöhe / Achslänge: 90 x 80 mm / 7,2 mm/ 59 mm
  • Auslösehärte / -winkel / Bewegungsfreiheit: 8,0 – 21,0 Nm / 12 Grad / 5 Grad
  • Besonderheiten: Besonders flache Plattform; 59 Millimeter breite Achse; Skala bei Auslösehärte; 4 beidseitig schraubbare Pins; vierfach gelagert
  • Preis: 159,99 Euro >> hier erhältlich
Viel Standfläche bei geringem Gewicht und dazu noch ein angenehmes Fahrgefühl - damit sichert sich One Up Components den Preis-Leistungs-Tipp.Foto: Stefan FreyViel Standfläche bei geringem Gewicht und dazu noch ein angenehmes Fahrgefühl - damit sichert sich One Up Components den Preis-Leistungs-Tipp.

Bewertung & Fazit

Mit seinem gut nutzbaren Käfig, leichtem Setup und solider Lagerung aktuell eines der besten Trail-Pedale.Foto: Stefan FreyMit seinem gut nutzbaren Käfig, leichtem Setup und solider Lagerung aktuell eines der besten Trail-Pedale.

Fazit: One Up Components Clip Pedals

Ultraflach, angenehm leicht und das trotz üppiger Standfläche sowie robuster Dreifach-Lagerung. Ein- und Ausstieg sind ähnlich definiert wie bei Shimano, allerdings nicht immer optimal zu finden. Der satte, kompakte Sitz mit großer Aufstandsfläche erzeugt ein sicheres Fahrgefühl. Dank großer Plattform steht man auch ausgeklickt einigermaßen sicher. Nur die Pins könnten griffiger sein.

Sixpack Vertic X Ti – Infos & Preis

  • Gewicht Pedale / Cleats: 354 / 53 Gramm
  • Standfläche / Standhöhe / Achslänge: 95 x 70 mm / 9 mm/ 54 mm
  • Auslösehärte / -winkel / Bewegungsfreiheit: xx Nm / keine Angabe / 8 Grad
  • Besonderheiten: Titan-Achse; schlanker Käfig mit zwei Pins pro Seite; Skala bei Einstellung der Auslösehärte; auch mit Stahlachse erhältlich
  • Preis: 239,50 Euro >> hier erhältlich
Leicht, kompakt und ziemlich schick - Sixpack hat sein Trail-Pedal Vertic überarbeitet und mit einer Titanachse ausgestattet.Foto: Stefan FreyLeicht, kompakt und ziemlich schick - Sixpack hat sein Trail-Pedal Vertic überarbeitet und mit einer Titanachse ausgestattet.

Bewertung & Fazit

Ein- und Ausstieg sind nicht ganz so definiert, das Fahrgefühl leicht wackelig.Foto: Stefan FreyEin- und Ausstieg sind nicht ganz so definiert, das Fahrgefühl leicht wackelig.

Fazit: Sixpack Vertic X Ti

Dank Titanachse und kompaktem Käfig eines der leichtesten Pedale im Test. Der SPD-Mechanismus arbeitet etwas hakliger und weniger definiert als bei Shimano. Auch die Kontaktfläche zum Pedal fällt geringer aus, wodurch man etwas wacklig steht. Das vermittelt wenig Fahrsicherheit. Der kleine Käfig und die Mini-Pins bieten im ausgeklickten Zustand nur wenig Nutzen.

Shimano XTR PD-M9220 – Infos & Preis

  • Gewicht Pedale / Cleats: 467 / 49 Gramm
  • Standfläche / Standhöhe / Achslänge: 91 x 72 mm / 9,1 mm/ 55 mm
  • Auslösehärte / -winkel / Bewegungsfreiheit: 7,3 – 15,6 Nm / keine Angabe / 3 Grad
  • Besonderheiten: Vier Höhenverstellbare Pins pro Seite; Lager einstellbar; vergrößerte Kontaktfläche; erhöhte Plattform
  • Preis: 244,95 Euro >> hier erhältlich
Wenn Gewicht keine Rolle spielt, bekommen Trailbiker mit dem neuen XTR ein hervorragendes Pedal zur Seite gestellt.Foto: Stefan FreyWenn Gewicht keine Rolle spielt, bekommen Trailbiker mit dem neuen XTR ein hervorragendes Pedal zur Seite gestellt.

Bewertung & Fazit

Fahrgefühl und Bindungsmechanismus sind beim Shimano XTR-Pedal nahezu unübertroffen.Foto: Stefan FreyFahrgefühl und Bindungsmechanismus sind beim Shimano XTR-Pedal nahezu unübertroffen.

Fazit: Shimano XTR PD-M9220

Endlich ein echtes Trail-Pedal auf XTR-Niveau: Der Bindungsmechanismus ist klar definiert und absolut zuverlässig – typisch Shimano. Man steht satt, kompakt und angenehm direkt auf dem Pedal, bei dennoch guter Bewegungsfreiheit. Der Käfig bietet auch ausgeklickt guten Halt, wenn auch die Pins etwas länger sein könnten. Sofern das Gewicht keine Rolle spielt, ist das neue XTR PD-M9220 das ultimative Pedal für Trail und Enduro.

Time Xysto – Info & Preis

  • Gewicht Pedale / Cleats: 457 / 43 Gramm
  • Standfläche / Standhöhe / Achslänge: 94 x 79 mm / 10,5 mm/ 57 mm
  • Auslösehärte / -winkel / Bewegungsfreiheit: 8,5 – 10,9 Nm / 10, 13, 17 Grad / 5, 0 Grad
  • Besonderheiten: Fünf einstellbare Pins pro Seite; große Plattform; einstellbare Auslösehärte
  • Preis: 220 Euro >> hier erhältlich
Das Time Xysto besitzt einen massiven Alu-Body sowie fünf Pins pro Seite, die sich auch in der Höhe anpassen lassen.Foto: Stefan FreyDas Time Xysto besitzt einen massiven Alu-Body sowie fünf Pins pro Seite, die sich auch in der Höhe anpassen lassen.

Bewertung & Fazit

Solider Käfig und geschmeidiger, jedoch etwas wenig definierter Ein-/Ausstieg.Foto: Stefan FreySolider Käfig und geschmeidiger, jedoch etwas wenig definierter Ein-/Ausstieg.

Fazit: Time Xysto

Angenehm satter Einstieg, kompakter und sicherer Stand auf dem Pedal sowie eine passable Selbstreinigung sind die Stärken des Xysto. Zudem steht man auf dem fetten Käfig auch ausgeklickt verhältnismäßig sicher. Der Ausstieg ist teils etwas undefiniert und hakelig. Der Verstellbereich der Auslösehärt ist gering, Endanschläge fehlen. Wenn Gewicht keine Rolle spielt, eine tolle Alternative für Enduro und DH.

Wolftooth CTRL Trail Pedal – Infos & Preis

  • Gewicht Pedale / Cleats: 326 / 45 Gramm
  • Standfläche / Standhöhe / Achslänge: 67 x 73 mm / 7,5 mm/ 51, 55, 59 mm
  • Auslösehärte / -winkel / Bewegungsfreiheit: xxx Nm / 12 Grad / 5 Grad
  • Besonderheiten: Verzicht auf Pedalkäfig; Q-Faktor dreifach verstellbar; vierfach gelagert; sehr flache Bauweise
  • Preis: 225 Euro >> hier erhältlich
Solider Käfig und geschmeidiger, jedoch etwas wenig definierter Ein-/Ausstieg.Foto: Stefan FreySolider Käfig und geschmeidiger, jedoch etwas wenig definierter Ein-/Ausstieg.

Bewertung & Fazit

Solange mit eingeklickt fährt, liefert des Wolftooth CTRL eine überragende Performance. Ihr legt viel Wert auf geringes Gewicht? Dann bitte zuschlagen.Foto: Stefan FreySolange mit eingeklickt fährt, liefert des Wolftooth CTRL eine überragende Performance. Ihr legt viel Wert auf geringes Gewicht? Dann bitte zuschlagen.

Fazit: Wolftooth CTRL Trail Pedal

Auch ohne Käfig steht man auf dem CTRL extrem kompakt. Die vergrößerte Aufstandsfläche sorgt für ein sattes und sicheres Fahrgefühl, der SPD-Mechanismus funktioniert absolut zuverlässig und klar definiert – XTR-Niveau. Nettes Feature: die einstellbare Achsbreite. Ausgeklickt fahren ist hier aber nicht empfehlenswert. Top: minimales Gewicht und enorme Bodenfreiheit.

Details: Das ist uns im Test besonders aufgefallen

Leichtgewichtig: Wolftooth verzichtet auf einen Käfig, das spart enorm Gewicht. Ausgeklickt fahren ist somit jedoch kaum möglich.
Foto: Georg Grieshaber

CL-MT001 – Was kann das neue SPD-Cleat von Shimano

Stillstand hat es in der Fahrradbranche noch nie gegeben. Nur für Shimanos SPD-System schien die Zeit stehengeblieben zu sein. Nahezu 30 Jahre lang blieb der Cleat-Klassiker unangetastet. Doch jetzt gibt es ein Update: Eine konische Spitze am CL-MT001 soll das Einklicken erleichtern. Zudem ist der Einstieg nun von vorne sowie von hinten möglich, was im technischen Gelände Vorteile bringen soll. Eine flachere Konstruktion soll die Bodenfreiheit erhöhen und Geräusche beim Gehen reduzieren.

CL-MT001 heißt Shimanos neues Cleat, das einen leichteren Einstieg aus unterschiedlichen Richtungen bieten und beim Laufen weniger klackern soll.Foto: ShimanoCL-MT001 heißt Shimanos neues Cleat, das einen leichteren Einstieg aus unterschiedlichen Richtungen bieten und beim Laufen weniger klackern soll.

Eine Revolution? Nicht wirklich. Einen Unterschied zum alten SM-SH51 konnte im Blindversuch keiner der Kollegen erspüren und auch in der Praxis waren die Änderungen – wenn überhaupt – nur durch bewusstes Einklicken provozierbar. Dennoch: SPD ist und bleibt eines der zuverlässigsten Klicksysteme überhaupt.

Beim Einklicken im Gelände konnte ich keinen Unterschied zum Standard-Cleat feststellen und auch beim Blindtest auf dem Parkplatz hätte ich falsch getippt. Das zeigt allerdings nur, wie zuverlässig schon das bisherige SPD-System funktioniert hat. - Peter Nilges, BIKE-Testleiter
Peter Nilges, BIKE-TestleiterFoto: Georg GrieshaberPeter Nilges, BIKE-Testleiter


Cleat-Systeme im Vergleich

Im Uhrzeigersinn: Shimano SPD, Time Atac und CrankbrothersFoto: Georg GrieshaberIm Uhrzeigersinn: Shimano SPD, Time Atac und Crankbrothers

Shimano SPD-System

Sechs von neun Pedalen im Test nutzen den bewährten SPD-Mechanismus von Shimano. Dieser punktet vor allem durch seine gute Führung des Schuhs ins Pedal. Über eine Schraube kann die Spannung auf die Feder erhöht oder verringert und somit die erforderliche Kraft für den Ausstieg aus dem Pedal variiert werden. Der Winkel, in dem das Pedal auslöst, bleibt dabei immer gleich. Die Bewegungsfreiheit im Pedal ist hier etwas eingeschränkt, wodurch eine exakte Ausrichtung der Cleats notwendig wird. Die Cleats zeichnen sich durch eine gute Haltbarkeit aus. Die Bindung von HT funktioniert nach demselben Prinzip. Die Taiwanesen bieten jedoch die Option zwischen 4 oder 8 Grad Bewegungsfreiheit.

HT X-1 oder X-1F - der Unterschied liegt in der Bewegungsfreiheit. Diese beträgt entweder 4 oder 8 Grad.Foto: HTHT X-1 oder X-1F - der Unterschied liegt in der Bewegungsfreiheit. Diese beträgt entweder 4 oder 8 Grad.

Look Atac

Die Franzosen setzen auf ein eigenes System, das sich vor allem durch geschmeidiges, sattes Einrasten auszeichnet. Hier dient die Feder, welche die Auslösehärte vorgibt, gleichzeitig als Haltebügel für die Cleats. Die Federhärte ist nur in geringem Maße einstellbar. Der Auslösewinkel kann jedoch durch unterschiedliche Cleats zwischen 13, 17 und 20 Grad variiert werden. Somit wird vor allem auch die Bewegungsfreiheit im Pedal erhöht. Die Messing-Cleats verschleißen etwas schneller als SPD-Cleats.

Crankbrothers

Das System der Amis ermöglicht es, nicht nur an zwei, sondern gleich an vier Positionen ins Pedal einzuklicken. Das erhöht die Trefferquote. Wie bei Look kann auch hier der Ausstiegswinkel über unterschiedliche Cleats verändert werden – entweder 10 oder 15 Grad. Die Federhärte fällt bei diesen Pedalen eher gering aus und ist nicht verstellbar. Charakteristisch für das offene Design der Crankbrothers-Pedale ist die gute Selbstreinigung.

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