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Eigentlich dachten wir, für unseren kürzlich erschienenen Test von Trail-Pedalen hätten wir alle neuen Modelle und Hersteller auf dem Schirm gehabt, doch falsch gedacht. Die kleine österreichische Firma Tatze haben wir außen vor gelassen. Das konnten wir natürlich so nicht stehen lassen, denn die Schwoicher haben mit dem Contact Downhill ein Pedal im Sortiment, das zwar rein vom Namen her eher in eine andere Kategorie gehört, optisch und funktionell aber eine spannende Alternative zu den Trail-Pedalen der großen Hersteller darstellt.
Auffällig ist vor allem der überdimensionierte CNC gefräste Alu-Käfig, der auf beiden Seiten mit jeweils neun unterschiedlich langen Pins ausgestattet ist. Ähnlich viel Standfläche bietet in unserem Vergleich nur noch das Funn Ripper Clip-in – das spielt allerdings beim Gewicht bereits in einer anderen Liga. Mit knapp unter 500 Gramm liegt das Tatze Contact DH nur leicht über den Konkurrenten von Shimano, Leatt oder Time – mit bedeutend größerem Pedalkäfig wohlgemerkt.
Für vergleichsweise günstige 99 Euro bekommt man bei Tatze eine Stahlachse, auf der sich der Käfig um je ein großdimensioniertes Nadel- und Kugellager dreht. Der Klickmechanismus ist SPD-kompatibel, allerdings empfiehlt Tatze die werksseitig mitgelieferten Cleats zu verwenden. Wir hatten mit beiden Cleat-Optionen in der Praxis keine Probleme.
Was uns direkt beim Setup aufgefallen ist: Die Auslösehärte lässt sich in einem besonders großen Bereich zwischen ca. 5 und 25 Newtonmetern einstellen. Damit dürfte mit Sicherheit jeder sein passendes Setup finden. Eine Skala besitzt das Contact Downhill nicht, die gerasterte Schraube läuft außerdem sehr schwergängig und rau.
An das Einklicken muss man sich hier erst mal etwas gewöhnen, denn wegen der vielen Pins findet man nicht immer auf Anhieb in die Bindung. Zudem verlangt das Contact nach etwas mehr Druck, um den Schuh ins Pedal zu bekommen.
Ab dann steht man aber hervorragend auf dem Pedal. Die große Standfläche gibt enorm viel Sicherheit in grobem Gelände. Selbst mit etwas weicheren Trail-Schuhen bekommt man ausreichend Druck aufs Pedal. In Verbindung mit den Pins ist der Halt extrem gut. Selbst ausgeklickt fahren ist hier kein Problem. So lassen sich heikle Stellen besonders sicher meistern.
Einen kleinen Nachteil hat die sehr straffe Verbindung allerdings: Wer etwas mehr Bewegungsfreiheit an den Fersen gewohnt ist, wird mit dem Tatze nur schwer zurechtkommen, die Schuhe sitzen bombenfest am Pedal. Auch beim Ausklicken benötigt man dadurch etwas mehr Schmackes als mit anderen Pedalen.
| Kategorie | Note |
| Ein- / Ausstieg (30%) | 2,5 |
| Fahrgefühl / Standsicherheit (30%) | 2,0 |
| Funktion Käfig (10%) | 1,0 |
| Setup (10%) | 2,2 |
| Gewicht (20%) | 3,0 |
| BIKE-NOTE | 2,3 |
Extrem sicherer Stand, hochwertige Verarbeitung und das zum absolut verträglichen Preis. Wer etwas Mehrgewicht in Kauf nehmen kann, bekommt mit dem Tatze Contact Downhill* ein solides Trail-Pedal, das einen auch in kniffligen Situationen nicht im Stich lässt. Grip und Standsicherheit sind enorm - egal ob ein- oder ausgeklickt. Die griffigen Pins erschweren etwas den Ein- und Ausstieg und beschränken die Beweglichkeit auf dem Pedal.
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