WTB CMR Light i301300-Gramm-Laufradsatz für rund 1550 Euro

Sebastian Brust

 · 22.10.2026

Der neue WTB CMR Light i30 MTB-Laufradsatz, Modelljahr 2027.
Foto: WTB
Mit dem WTB CMR Light i30 erweitert WTB sein Carbon-Laufradprogramm um einen leichten Cross-Country-Satz. Die Eckdaten: 29 Zoll, 30 Millimeter Maulweite und ein angekündigtes Satzgewicht von 1300 Gramm. Der Preis liegt bei 1549,90 Euro.

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Mit dem WTB CMR Light i30 erweitert WTB sein Carbon-Laufradprogramm um einen leichten Cross-Country-Satz, der preislich deutlich unter einigen aktuellen XC-Topmodellen liegt, ohne beim angegebenen Gewicht weit zurückzuliegen. Wir stellen den CMR Light i30 MTB-Laufradsatz vor.

WTB CRM Light i30: BIKE-Einschätzung

​Die WTB CMR Light i30 Carbon-Laufräder bieten auf dem Papier eine attraktive Kombination aus Preis und Gewicht für XC-Fahrer. Der Vergleich mit dem getesteten Newmen-Satz relativiert allerdings einen möglichen Preisvorteil. Ob der WTB auch bei Haltbarkeit und Fahrverhalten überzeugt und damit ein gutes Preis-Leistungs-Angebot ist, muss ein unabhängiger Test zeigen.

Carbon-Felgen mit 30 Millimetern Maulweite

WTB kombiniert asymmetrische Carbon-Felgen mit jeweils 24 Speichen. Die hakenlosen Felgen besitzen eine Innenweite von 30 Millimetern. Breite Felgenhörner sollen das Risiko von Durchschlägen am Reifen reduzieren. Verstärkte Speichenlöcher und die als „4D“ bezeichneten Bohrungen sollen die Lasten an den Speichenaufnahmen günstiger verteilen.

Bei der Abstimmung verspricht WTB seitliche Steifigkeit für präzises Handling und zugleich Nachgiebigkeit in vertikaler Richtung. Das genannte Satzgewicht von exakt 1300 Gramm inklusive TCS-Tubeless-Band und Ventile setzt sich aus 609 Gramm für das Vorderrad und 691 Gramm für das Hinterrad zusammen. Beide Werte sind Herstellerangaben, keine BIKE-Messungen.

​Der CMR Light i30 bietet auf dem Papier eine attraktive Kombination aus Preis und Gewicht für XC-Fahrer. Der Vergleich mit dem getesteten Newmen-Satz relativiert allerdings einen möglichen Preisvorteil. Ob der WTB auch bei Haltbarkeit und Fahrverhalten überzeugt und damit ein gutes Preis-Leistungs-Angebot ist, muss ein unabhängiger Test zeigen.

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Frequency-7X-Naben mit Zahnscheibenfreilauf

In den Naben setzt WTB auf seine neue Frequency-7X-Plattform. Deren Zahnscheiben tragen eine DLC-Beschichtung, ausgeschrieben Diamond-Like Carbon. Sie soll Reibung reduzieren und die Verschleißfestigkeit erhöhen.

Neu im Freilauf: Der nabenseitige Zahnscheibenring ist über eine Verzahnung statt über ein Gewinde angebunden. WTB verspricht sich davon eine hohe Drehmomentbelastbarkeit und eine vereinfachte Wartung. Hinzu kommen groß dimensionierte Lager des Herstellers Enduro.

Die Laufräder verwenden Boost-Achsmaße von 15 × 110 Millimetern vorne und 12 × 148 Millimetern hinten sowie Centerlock-Aufnahmen für die Bremsscheiben. Beim Freilauf stehen Shimano Micro Spline und eine SRAM-XDR-Ausführung mit 1,8-Millimeter-Spacer zur Auswahl.

​Marktvergleich: wenig Mehrgewicht, teils deutlich günstiger

Wir ordnen den WTB CRM-Laufradsatz im Vergleich mit zwei anderen jüngst vorgestellten XC-Laufrädern ein, beide besitzen ebenfalls 30 Millimeter Innenweite. Kandidat 1: Der FSA KFX i30 (1250 Gramm, 2189 Euro) teil sich der WTB den Aufbau mit Carbon-Felge und Drahtspeichen, kostet aber rund 639 Euro weniger.

Ganze 2600 Euro mehr als der WTB muss man für den im Oktober präsentierten Cadex Max XC mit 1248 Gramm und einem Preis von voraussichtlich 4200 Euro hinlegen. Der WTB ist demnach nominell nur 50 beziehungsweise 52 Gramm schwerer, beim Preis zeigt sich, wie hoch hier die Bandbreite bei den High-End-Carbon-Laufrädern heutzutage ist.

LaufradsatzPreis pro SatzSatzgewichtInnenweite, Maulweite
WTB CMR Light i301549,90 Euro1300 g, inklusive Tubeless-Band und Ventilen30 mm
FSA KFX i302189 Euro1250 g, Umfang des mitgewogenen Zubehörs in der zugrunde liegenden Vorstellung nicht ausdrücklich ausgewiesen30 mm
Cadex Max XCvoraussichtlich 4200 Euro1248 g, inklusive Felgenband und Tubeless-Ventilen30 mm

Dass die Konkurrenz nicht nur aus hochpreisigen Neuheiten besteht, zeigt der BIKE-Vergleichstest mit fünf leichten Carbon-XC-Laufradsätzen. Der im August 2024 veröffentlichte Test deckte eine Spanne von 1283 bis 1519 Gramm und von 1280 bis 2500 Euro ab - noch immer eine gute Orientierung. Teilweise sind die Produkte zwar so nicht mehr erhältlich, teilweise sind sie aber sogar inzwischen reduziert.

Wichtig: Der oben genannte BIKE-Vergleich zeigte auch, warum eine Beurteilung über das Gewicht allein nicht genügt: Gerade im Schlagtest tun sich zwischen den besten und schlechtesten Felgen große Unterschiede auf. Auf dem Papier erscheint der WTB CMR Light i30 als gutes Preis-Leistungs-Angebot, zunächst allerdings nur auf Basis seiner Eckdaten. Erst ein Test könnte verbindliche Aussagen zu Steifigkeit, Schlagfestigkeit, Lagerhaltbarkeit und Service in der Praxis liefern.

Drei 2026er-Carbon-Laufradsätze im Vergleich - nur 52 g Gewichtsspanne, rund 2650 Euro Preisspanne.Foto: KI-generiertDrei 2026er-Carbon-Laufradsätze im Vergleich - nur 52 g Gewichtsspanne, rund 2650 Euro Preisspanne.

Verwandte Technik im Gravel-Laufradsatz CGR i28

Eine ähnliche technische Basis bietet der bereits im September vorgestellte WTB CGR i28 für Gravelbikes. Auch er nutzt Frequency-7X-Naben und asymmetrische Carbon-Felgen. Seine Maulweite fällt mit 28 statt 30 Millimetern etwas schmaler aus, die Felgen sind 40 Millimeter hoch. WTB empfiehlt Reifenbreiten von 45 bis 54 Millimetern. Der Satz kostet ebenfalls 1549,90 Euro. Er ist eine Gravel-Alternative mit verwandter Nabentechnik und kein Ersatz für einen XC-Laufradsatz, der noch etwas mehr aushalten muss.

Felgenersatz für Erstbesitzer

Apropos aushalten: WTB schließt den CMR Light i30 in seine „Ride With Confidence“-Garantie ein. Hier erhalten Erstbesitzer kostenlosen Ersatz, wenn eine WTB-Carbon-Felge beim Fahren bricht. Das Versprechen bezieht sich allerdings erst mal auf die Felge und ist noch mit keinem kostenlosen Austausch sämtlicher Laufradkomponenten gleichzusetzen.

Ungeachtet der breit formulierten Garantie ist dieser MTB-Laufradsatz ausdrücklich dem Cross-Country-Einsatz zu, was den Einsatz in ruppigem Enduro-Geläuf nominell ausschließt. Eine maximale Systemgewichtsangabe nennen die vorliegenden Unterlagen nicht.

WTB verkauft seine Produkte über autorisierte Händler und seinen europäischen Onlineshop. Einzeln kosten das Vorderrad 727,45 Euro und das Hinterrad 822,45 Euro.

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Sebastian Brust ist Jahrgang 1979 und ursprünglich vom Klapprad der Oma sozialisiert, seit seinem fünften Geburtstag aber hauptsächlich auf Stollenreifen unterwegs. Liebt alle Arten Bikes – und das Verschmelzen mit der Natur. Findet, dass Scheibenbremsen heute viel sicherer sind als vor 15 Jahren und glaubt, mit seinen Bremsen- und Belagstests dabei geholfen zu haben. Dass sich die Fahrradindustrie an anderer Stelle ausgerechnet an für ihn falschen Idealen der Autobranche orientiert, bedauert der gelernte Ingenieur für Fahrzeugtechnologie allerdings sehr. Bei BIKE korrigiert, produziert und organisiert er digitalen Content auf der Webseite.

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