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Mit kleinem, fest verbautem Akku ist das Santa Cruz Bullit voll auf Trail-Stärke ausgelegt. Ein Konzept, das aufgeht: Testsieg im Highend-Vergleich! Denn für ein hubstarkes E-Enduro bleibt der Kalifornier erstaunlich direkt und spaßig. So ist das Bike weniger Spezialist für extremste Downhill-Einsätze als vielmehr ein ausgewogener Trail-Allrounder mit Reserven für mehr. Auf Tour kann die mäßige Reichweite einschränken.
| Eigenschaft | Note |
|---|---|
| Fahrverhalten | 2,0 |
| Labor | 2,0 |
| Ausstattung | 1,8 |
| Motor | 1,4 |
| Endnote | 1,9 |
Die Gesamtbewertung des Bikes findest du hier
| Preis | 9.799,00 €>> hier erhältlich |
| Laufradgröße | 29"/ 27,5" |
| Gewicht | 22.2 kg |
| Motor | Bosch Performance CX |
| Akku | Bosch Power Tube 600 |
| Gabel | Fox 38 Float Performance Elite |
| Dämpfer | Fox Float X Performance Elite |
| Schaltung | SRAM GX Eagle Transmission AXS |
| Bremse vorne | SRAM Maven Bronze |
Optisch ist der Unterschied kaum auszumachen: Santa Cruz Vala und Santa Cruz Bullit gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Doch das Enduro Bullit hat mehr Federweg, nämlich vorne und hinten 170 Millimeter. Und dazu eine noch etwas robustere Ausstattung. Die Grundzüge der beiden Bikes sind aber auch im Inneren identisch. Der schlanke Vollcarbonrahmen beherbergt den Bosch Performance CX und den vergleichsweise kleinen Akku Powertube 600. Die Batterie ist fest verbaut im Unterrohr, das soll Gewicht sparen und macht klar: Hier geht’s nicht um Bequemlichkeit und Alltagsnutzen, sondern um sportliche Attitüde. Das Bullit soll im Gelände und auf Trails glänzen.
Mit 22,2 Kilo hat es dazu genau die richtigen Anlagen. Kein Rekordgewicht, aber in Anbetracht der robusten Ausstattung mit Doubledown-Reifen, Maven-Bremsen und 38er-Federgabel ist das ein guter Wert. Gut, aber bezogen auf den hohen Preis nicht überschwänglich, ist auch die Ausstattung. Hier fehlt es an nichts, aber Glanz mit Carbon-Parts oder Kashima-Beschichtungen sucht man vergeblich. Bei anderen Herstellern gibt’s für knapp 10.000 Euro deutlich mehr Glamour. Bei Santa Cruz ist das nicht außergewöhnlich. Los geht’s mit dem Einstiegsmodell entsprechend erst bei 7699 Euro. Die Bikes der Kalifornier sollen auf dem Trail brillieren, mit top Fahreigenschaften und starkem Fahrwerk. Gelingt das dem Bullit GX AXS?
Das Santa Cruz Bullit GX AXS kostet 9799 Euro und ist z. B. hier erhältlich
Auf dem Trail zeigt sich das Bullit für ein potentes E-Enduro leichtfüßig, direkt und präzise. Neben dem geringen Gewicht zeichnet sich dafür auch das klasse Fahrwerk verantwortlich. Anstatt plüschig-soft alle Hindernisse aufzusaugen, bietet es vor allem im mittleren Federwegsbereich viel Gegenhalt. Das hält den Fahrer in einer aktiven Position und macht das Spielen mit dem Gelände leicht und das Handling besonders berechenbar. Während manches E-Enduro auf flachen Trails und im zahmen Gelände plump und träge wirkt, ist das Bullit auch hier ein spaßiger Begleiter. Geometrie und Fahrposition geben direkt viel Vertrauen und ein gutes Gefühl.
Zeigt das Gelände Zähne oder wirft sich der Trail in Falllinie nach unten, enttäuscht das Bullit ebenso wenig. Hier Bedarf es allerdings einer beherzten Fahrweise. So profitieren eher versierte Biker vom definierten Handling. Wer zögerlich unterwegs ist, hat nicht das Gefühl, von massig Hub und Schluckvermögen. Doch lässt man die Bremsen offen, bügelt das Fahrwerk fast schon überraschend souverän auch richtig grobe Hindernisse und schnelle Schlagabfolgen glatt. Im Wurzelstakkato fällt eine andere Stärke auf: Unser Testbike blieb für ein E-Bike richtig schön leise und störte nicht mit Klappergeräuschen.
Im Tourenmodus gefällt die ausgewogene Sitzposition des Bullit. Weder zu gestreckt, noch unangenehm weit vorne sitzt man im Sattel. Bergauf kann die Heckfederung mit richtig viel Traktion überzeugen. Wird es steil und kniffelig ist das Bike weniger in seinem Element. Doch mit etwas Körpereinsatz und Gewichtsverlagerung lässt sich das Bullit gut kontrollieren.

Redakteur CvD