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Mit dem hauseigenen Syncdrive-Antrieb hat Giant eine individuelle Note parat. Dazu glänzt das System mit smarter Vernetzung, inklusive Diebstahlschutz und Reifendrucksensoren. Im Gelände ist das Reign richtig fahrstark, spurtreu und sicher unterwegs. Beim Spieltrieb kann es nicht ganz mithalten, sportlich schnelle Enduro-Lines sind eher sein Ding.
| Eigenschaft | Note |
|---|---|
| Fahrverhalten | 2,2 |
| Labor | 3,1 |
| Ausstattung | 2,1 |
| Motor | 2,0 |
| Endnote | 2,3 |
Die Gesamtbewertung des Bikes findest du hier
| Preis | 7.999,00 €>> hier erhältlich |
| Laufradgröße | 29"/ 27,5" |
| Gewicht | 23.33 kg |
| Motor | Giant Syncdrive Pro III |
| Akku | 560 Wh |
| Gabel | Fox 38 Float Performance Elite |
| Dämpfer | Fox Float X |
| Schaltung | SRAM Eagle 70 |
| Bremse vorne | TRP Evo DH-R |
Giants E-Enduro Reign E+ hat eine lange Tradition und war eines der ganz frühen, voll auf Gelände getrimmten E-Bikes überhaupt. Die neueste Ausbaustufe ist nicht mehr ganz so aggressiv ausgelegt, soll eine ausgewogene Mischung aus Nehmerqualitäten und Fahrspaß liefern und wartet obendrein mit einigen technischen Gadgets auf.
Besonders beim E-System hat der Branchenriese Giant in den letzten Jahren große Schritte hingelegt. Traditionell kommen die E-Bikes der Taiwanesen mit hauseigenen Motoren, die auf der Hardware von Yamaha basieren.
Ein schickes Oberrohrdisplay, das sogar den Luftdruck in den Reifen anzeigt, ist ein Beispiel für die gelungenen Bemühungen. Den Luftdruck immer automatisch im Blick – das ist echter Mehrwert. Allerdings fiel ein Sensor im Test mehrfach aus.
Mit Vollcarbon-Chassis gibt’s das Reign Advanced E+ leider nicht zum Sparpreis. Unser Testbike ist die mittlere von drei Ausstattungsvarianten und kostet bereits 7999 Euro >> hier erhältlich. Das Einstiegsmodell mit günstigerer Ausstattung kostet 6499 Euro. Spätestens damit ist klar: Wir sprechen hier von einem hochwertigen Sportgerät, und nicht von einem Alltagsfahrzeug. Mit 180/170 mm Federweg ist das Bike definitiv auf hartes Gelände und Einsätze auf Enduro-Trails oder im Bikepark ausgelegt. Darauf zielt auch der verhältnismäßig kleine Akku mit 560 Wattstunden ab, der Gewicht vor maximaler Reichweite priorisiert.
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Traditionell bärenstark zeigt sich das Reign E+ im Uphill. Die Sitzposition ist zentral und die Kontrolle über das Bike exzellent. Der Hinterbau erzeugt richtig viel Traktion und obendrein saugt sich auch der weiche MaxxGrip-Klebereifen an Wurzeln und Hindernissen fest. Das Vorderrad zeigt kaum Steigtendenzen, so sind auch extreme Steilstücke kein Problem. Der Motor ist zwar kein ausgewiesener Kraftprotz, Leistung und Drehmoment sind aber auf einem absolut hohen Niveau und völlig ausreichend. Einzig der kurze Nachlauf hemmt in mancher Schlüsselstelle die Kletterexzellenz.
Auch bergab ist das Reign ein Ruhepol. Die Traktion ist in jeder Lebenslage richtig stark, das gibt viel Sicherheit und Vertrauen. Das Fahrwerk spricht sehr sensibel an, arbeitet dann aber mit einer gehörigen Portion Gegenhalt. Traktionsstark und kontrolliert? Ja! Plüschig und super komfortabel? Nein! So braucht man schon eine Portion Selbstvertrauen und Fahrkönnen, um mit dem Reign so richtig Gas zu geben. Das gibt einen racigen Charakter. Vorteil: Das Bike versackt nicht im Federweg, sondern bleibt aktiv. An Absprüngen lässt es sich noch gut in die Luft ziehen, doch Bunnyhops und Manuals gehen schwer von der Hand.
Im direkten Vergleich mit anderen Bikes dieser Klasse fällt auf: Ultimativ leichtfüßig und wendig ist das Giant-Enduro nicht unterwegs. Auf Flowtrails oder im Flachen lässt es etwas Spritzigkeit vermissen und in engen Kehren, gerade bei langsamerer Fahrt, fordert es mehr Krafteinsatz. Ebenfalls auffällig: Motor und Akku klappern beim Rollen über Hindernisse. In unserem Reichweitentest musste das Reign deutlich Federn lassen. Verantwortlich: der kleine Akku und die sehr weiche Gummimischung an beiden Reifen. Immerhin hat man für lange Tage die volle Flexibilität: Ruckzuck Zweit-Akku einsetzen oder Range-Extender ins Rahmendreieck packen, beides ist möglich.

Redakteur CvD