Eurobike 2026 - Tech-Highlights Tag3Super-Charging, günstige E-MTBs und XXL-Bremsen

Florentin Vesenbeckh

 · 26.06.2026

Eurobike 2026 - Tech-Highlights Tag3: Super-Charging, günstige E-MTBs und XXL-BremsenFoto: Adrian Kaether
Die Sechskolbenstopper von Hope sind definitiv ein Hingucker.
Auch wenn die Eurobike 2026 etwas kleiner ausfällt: Es mangelt nicht an spannenden Technik-Highlights. Wir haben die interessantesten Neuheiten vom Freitag - inklusive neuem Gravelbike von Canyon, neuer Ladetechnologie, bezahlbaren E-Mountainbikes und unveröffentlichten Gravelbike-News.

Themen in diesem Artikel

Schnelladen auf neuem Level

Der chinesische Motorenhersteller Gobao zeigt seine neue Schnellladetechnologie. Mit satten 30 Ampere lädt der Supercharger, bei den Schnellladegeräten von Bosch und Avinox sind es maximal 12 Ampere. Ein Akku mit 750 Wattstunden soll damit in unter 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen sein. Um die hohen Ströme zu bändigen, sitzt ein Lüfter im Ladegerät. Trotzdem fällt der Charger kompakt und mit 1,2 Kilo nicht zu schwer aus. Anfang 2027 soll die Technologie in Serie gehen und im Handel verfügbar sein - passend zum neuen X1P Getriebe-Motor der Chinesen.

Prototyp: Canyon Grail CFR

Ist das das neue Canyon Grail? Sicher ist, dass es sich um das Traka-Racebike von Juri Hollmann handelt.Foto: Jan TimmermannIst das das neue Canyon Grail? Sicher ist, dass es sich um das Traka-Racebike von Juri Hollmann handelt.

​Über den Prototypen des neuen Gravelbikes von Canyon wurde bereits beim Gravelrennen Traka 2026 spekuliert. Auf der Eurobike war genau dieses Bike nun am Canyon-Stand ausgestellt. Bei dem bislang unveröffentlichten Race-Gravelbike handelt es sich um ein neu entwickeltes Canyon Grail CFR. Den Informationen am Messestand zufolge soll der Prototyp die aerodynamischen Erkenntnisse des World-Tour-Teams aufgreifen. Auffällig sind die großen Rohrdurchmesser sowie die Reifenfreiheit für 29 x 2,1 Zoll breite Schwalbe-Gravelreifen – trotz des aerodynamisch geformten Sitzrohrs. Das ausgestellte Modell ist das Racebike des Deutschen Juri Hollmann. Gewicht und Preis hält Canyon bisher noch geheim.

Meistgelesene Artikel

1

2

3

4

5

Raymon Durok - Preisbrecher E-MTB

Das Raymon Durok ist aktuell noch eines der wenigen E-MTBs mit Avinox-Motor und entnehmbarem 800er-Akku.Foto: Florentin VesenbeckhDas Raymon Durok ist aktuell noch eines der wenigen E-MTBs mit Avinox-Motor und entnehmbarem 800er-Akku.

Günstige E-Bikes sind rar. Und E-MTBs, die einen Avinox-Motor mit einem Wechsel-Akku kombinieren, ebenso. Beide Lücken will das neue Durok von Raymon füllen. Es ist eines der ersten Bikes, die auf den neuen Wechsel-Akku mit 800 Wh von Avinox setzen. Dieser steckt in einem schicken Alu-Rahmen mit 150 mm Federweg und 29er-Laufrädern (27,5 bei Rahmengröße S). Die Schweißnähte sind verschliffen, was dem Chassis einen edlen Look verleiht. Das Einstiegsmodell kostet 3999 Euro und kommt mit dem günstigeren M2-Motor. Die beiden teureren Ausstattungsvarianten werden vom M2S angetrieben.

Raymon Rokua LT

Das Raymon Rokua LT Ultra kommt mit Vollcarbonrahmen und Factory-Fahrwerk von Fox kostet 5499 Euro.Foto: Florentin VesenbeckhDas Raymon Rokua LT Ultra kommt mit Vollcarbonrahmen und Factory-Fahrwerk von Fox kostet 5499 Euro.

Auch ohne Motor hat Raymon nachgelegt. Mit dem Rokua zeigen die Schweinfurter eine variable Fully-Plattform mit Vollcarbonrahmen. Das Rokua LT will mit 170 mm Federweg und 29er-Laufrädern im Enduro-Gelände überzeugen. Das Topmodell mit Fox Factory Fahrwerk soll 5499 Euro kosten. Daneben wird es noch eine günstigere Ausstattungsvariante geben. Der kleine Bruder Rokua hat 150 mm und ist ein klassisches All Mountain.

Sechs Kolben aus UK

Maximale Belagsfläche für maximale Bremspower: Die neue V6 von Hope kommt, wie es der Name sagt, mit 6 Kolben.Foto: Adrian KaetherMaximale Belagsfläche für maximale Bremspower: Die neue V6 von Hope kommt, wie es der Name sagt, mit 6 Kolben.

Mit einer Sechskolbenbremse wollen die Briten von Hope die Bremspower auf eine neues Level heben. Die Idee: maximale Belagsfläche für maximale Stärke. Der neue XXL-Bremssattel wird mit dem bekannten Geber der Hope Tech4 Evo kombiniert. Wem der massive Look noch nicht besonders genug ist, der bekommt zusätzliche Exklusivität. Denn das gute Stück ist auf 1000 Modelle limitiert und kostet satte 1750 Euro. Dafür gibt’s, wie bei Hope üblich, eine Produktion in UK, inklusive aller Frästeile.

Happy Birthday TRP!

Das Jubiläumsmodell der TRP EVO Pro ist auf 500 Stück limitiert.Foto: Florentin VesenbeckhDas Jubiläumsmodell der TRP EVO Pro ist auf 500 Stück limitiert.

​20 Jahre TRP, 40 Jahre Tektro: Zum Jubiläum haben die Taiwanesen ihrer Top-Bremse Evo Pro ein Sondermodell im kultigen Chrom-Look spendiert. Am Stand wurden die Stopper am Racebike von Asa Vermette präsentiert. Doch die Stopper sind nicht nur schick. Im letzten großen BIKE Bremsentest konnte die EVO Pro den Testsieg (zum Test!) einheimsen und die Branchengrößen von Sram, Shimano und Magura hinter sich lassen.

Canyon setzt auf Avinox

Sieht so das neue Canyon Spectral:On aus? Fact ist: Das neue Trail- oder All Mountain-Bike von Canyon kommt wohl mit Avinox M2S und fest verbautem 700er-Akku.Foto: Adrian KaetherSieht so das neue Canyon Spectral:On aus? Fact ist: Das neue Trail- oder All Mountain-Bike von Canyon kommt wohl mit Avinox M2S und fest verbautem 700er-Akku.

Gleich zwei neue E-MTBs hat Canyon auf der Eurobike gezeigt - mit Avinox-Motoren! Die Bikes sind zwar noch keine Serienprodukte und detaillierte Infos gibt es nicht. Doch klar ist: In absehbarer Zeit wird es Canyon-E-MTBs mit Avinox-Motoren geben. Das erste Bike (im Bild oben) ist ein klassisches E-MTB mit Avinox M2S, fest verbautem 700er-Akku und Vollcarbonrahmen. Die Ausstattung lässt auf ein All Mountain oder Trailbike schließen. On top stellt Canyon einen der fünf Prototypen mit Avinox MG Conzept - der angekündigten Motor-Getriebeeinheit von Avinox. Canyon scheint mittelfristig also intensiv auf Motoren von Avinox zu setzen.

Artikel teilen:
Kommentare

Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.

Florentin Vesenbeckh sitzt seit seinem zehnten Lebensjahr auf dem Mountainbike. Schon auf der allerersten Tour standen Singletrails im Fokus – und die gehören für ihn auch nach über 30 Jahren im MTB-Sattel zur Quintessenz des Bikens. Seine Jugend verbrachte er mit Wettkämpfen in verschiedenen Bike-Disziplinen und später prägten Jahre als Fahrtechnik-Coach seine radsportliche Vita. Beruflich stehen für den erfahrenen Testredakteur inzwischen E-Mountainbikes im Fokus. In den letzten Jahren testete der diplomierte Sportwissenschaftler und ausgebildete Journalist über 300 Bikes und mehr als 40 verschiedene Motorsysteme in Labor und Praxis.

Meistgelesen in der Rubrik Fahrräder