Bikefestival Riva bedeutet: Zeit für ein Software-Updte von Bosch! Wie schon im letzten Jahr haben die Schwaben am Gardasee ihre Neuheiten im E-MTB-Bereich für die anstehende Saison vorgestellt. Im Zentrum das Software-Update Performance Upgrade 2.0: Die E-MTB-Motoren Performance CX und CX-R werden dadurch noch stärker. Bis zu 120 Newtonmeter und 600 Prozent Unterstützung stehen künftig im Datenblatt.
Neben dem umfangreichen Software-Paket haben die Schwaben auch ein Schnellladegerät vorgestellt, das mit 12 Ampere und 500 Watt dreimal schneller laden soll als das klassische 4A-Ladegerät. Und das bei einem Gewicht von unter einem Kilo. Ebenfalls neu ist die offene Schnittstelle, die Bosch-Antriebe mit Endgeräten wie Garmin kompatibel macht. Hier gibt’s alle Bosch-Neuheiten im Detail.
Dieses E-Bike wurde auf dem Bike Festival erstmals vorgestellt: Am Stand von Fantic war die brandneue Sierra-Plattform zu sehen. Das Bike basiert auf einem komplett neu entwickelten Carbon-Rahmen, ist mit Boschs aktuellem CX-Motor ausgestattet und richtet sich an ambitionierte Trail- und All-Mountain-Fahrer.
Mit 160 mm Federweg vorn und 155 mm hinten sowie einer modernen Geometrie ist die Sierra bestens für anspruchsvolle Touren gerüstet. Konstruktionsdetails wie das sogenannte Cobra-Design und ein koaxialer Horst-Link-Hinterbau sollen die Steifigkeit erhöhen und für maximale Traktion des Hinterbaus beim Bremsen sorgen. Das neue Modell ist in mehreren Ausstattungsvarianten erhältlich – vom Einstiegsrad bis zur hochwertigen High-End-Version mit Fox-Factory-Fahrwerk, elektronischer Schaltung und Carbon-Laufrädern. Preislich beginnt die Sierra bei rund 5.800 Euro und reicht bis knapp 9.000 Euro.
Viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt der Schweizer Motor Maxon Bikedrive AirS. Denn das super kompakte Kraftpaket verweigert sich dem Wettlauf um immer mehr Power - und konzentriert sich stattdessen auf ein geringes Gewicht und eine schlanke Bauform. Gut 2 Kilo bei 90 Newtonmeter sind die Fakten zum sportlichen Motor. In Riva gab es eine ganze Menge Bikes zu bestaunen. Zwar fehlen bislang große Marken - dafür sind die Bikes der kleinen Brands um so besonderer. Aber schaut selbst!
Das neue Pole Hiisi ist ein echter Blickfang – und ein E-MTB, das sich bewusst von klassischen Kategorien absetzt. Die Finnen verfolgen dabei konsequent ihr eigenes Konzept: einen vollständig CNC-gefrästen Aluminiumrahmen, der nicht geschweißt, sondern aus präzise gefertigten Halbschalen zusammengesetzt wird. Das Ergebnis ist eine besonders hohe Fertigungsgenauigkeit und eine Konstruktion, die sich klar vom Carbon-Mainstream abhebt.
Pole setzt beim Hiisi auf einen flexiblen Plattform-Ansatz: Ein Rahmen soll mehrere Einsatzbereiche von Trail bis Gravity abdecken, unterstützt durch 150 bis 200 mm Federweg und unterschiedliche Laufrad-Setups von Full-29 bis Mullet. Beim Antrieb kommt ein leichter Maxon-Motor mit integriertem 600-Wh-Akku und optionalem Range Extender zum Einsatz. Das Modell ist stark limitiert, zunächst mit nur 40 Komplettbikes und zehn Rahmensets, zu Preisen ab 15.000 Euro. Die leichtesten Aufbauten sollen 19,6 Kilogramm wiegen.
Mit dem Faster präsentiert Dedicated ein konsequent durchdachtes E-Enduro-Konzept, das klar auf Leichtbau und Integration ausgelegt ist. Entwickelt und gefertigt in Deutschland, verbindet das Bike eine hybride Rahmenkonstruktion aus Carbon und CNC-gefrästem Aluminium mit einem sehr klaren, funktionalen Designansatz.
Das Bike setzt auf einen kompakten Maxon Bikedrive Air S mit rund 2 Kilogramm Gewicht, bis zu 90 Nm Drehmoment und 620 Watt Leistung, der nahezu unauffällig in den Rahmen integriert ist.
Im Fokus stehen ein natürliches Fahrgefühl, hohe Agilität und ein geringes Gesamtgewicht. Mit 170 bis 190 mm Federweg und einem modularen Akku-System von 400 bis 600 Wh plus optionalem Range Extender positioniert sich das Dedicated Faster als modernes Big-Mountain-Enduro mit E-Unterstützung. Insgesamt ist es ein bewusst reduziertes, technisch orientiertes Performance-Bike mit individuellem Charakter statt Massenmarkt-Ausrichtung.
Ein weiteres echtes Leichtbau-Highlight mit Maxon-Antrieb ist das Instinctiv Ocelot. Das Bike setzt das Konzept eines „Full-Power-Light“-E-MTBs konsequent um und vereint ein sehr geringes Gewicht mit beeindruckend hoher Leistung. Damit richtet sich das Ocelot klar an Fahrer, die ein möglichst natürliches Fahrgefühl suchen.
Je nach Modellvariante deckt die Plattform ein großes Einsatzspektrum ab – vom Trail-Bereich bis hin zum leichten Enduro. Der Carbonrahmen mit der transalpes-typischen PUMA-Kinematik bietet je nach Ausführung 125, 135 oder 145 mm Federweg. Laut Hersteller beginnen die Gewichte bereits bei 16,5 Kilogramm – ein sehr niedriger Wert für ein E-MTB dieser Leistungsklasse. Beim Akku setzt Instinctiv bewusst auf Effizienz statt auf maximale Kapazität: 400 Wh sind fest integriert, optional lässt sich ein Range Extender ergänzen.
Die Schweizer verfolgen beim Transalpes E3 konsequent ein möglichst schlankes, fast schon „Bio-Bike“-ähnliches E-MTB-Konzept – und das trotz Full-Power-Antrieb. Das E-Bike soll ab 16,5 Kilogramm erhältlich sein. Je nach Ausführung als Trail- oder Enduro-Version bietet das E3 zwischen 150 und 170 Millimeter Federweg und setzt auf einen leichten Carbonrahmen mit sauber integrierter Motoreinheit.
Auffällig: Der Antrieb verschwindet optisch nahezu vollständig im Rahmen und verleiht dem Bike damit eine besonders aufgeräumte, unauffällige Erscheinung. Auch beim Akku setzen die Schweizer auf einen eigenen Ansatz: Statt auf maximale Kapazität liegt der Fokus auf Effizienz. 400 Wh intern und ein optionaler Range Extender bieten genügend Reichweite bei sehr geringem Gewicht. Insgesamt wirkt das Transalpes E3 wie ein Gegenentwurf zu den aktuellen High-Power-Boliden: weniger Masse, dafür maximal effiziente Unterstützung – ein klares Leichtbau-Statement im E-MTB-Segment.
Eines der wenigen begehrten Testbikes mit dem neuen Avinox M2S stand am Raymon-Stand. Das Tarok ist jedoch nicht nur deshalb ein besonderes Avinox-E-MTB. Es gehört vielmehr zu den leichtesten seiner Klasse. Das Topmodell soll deutlich unter 21 Kilogramm wiegen – und das ganz ohne Schummelparts, dafür mit robusten Reifen. Der Federweg liegt bei 160/150 mm, und das schlanke Chassis besteht selbstverständlich aus Carbon. Ebenfalls bemerkenswert: Als einer der wenigen Hersteller setzt Raymon auf den besonders schlanken neuen 700er-Akku. Damit stehen die vollen 1500 Watt und 150 Nm zur Verfügung.
Wie bei Raymon üblich, steht auch das Preis-Leistungs-Verhältnis im Mittelpunkt. Das Einstiegsmodell ist für 5.999 Euro erhältlich und bietet einen Vollcarbonrahmen, den Avinox M2S sowie einen 700er-Akku. Das erwähnte Topmodell kostet 10.000 Euro und ist mit hochwertigen Komponenten ausgestattet, darunter ein Fox Factory-Fahrwerk.
Das Unno Mith mit DJI-Antrieb zählt zweifellos zu den spannendsten Dreambuilds, die in der Expo-Area zu sehen waren. Das edle Carbon-Enduro aus Barcelona bleibt seiner radikalen Designsprache treu, legt technisch aber spürbar zu: Mit dem neuen DJI Avinox M2S-Motor und bis zu 150 Nm Drehmoment gehört das Mith 2026 zu den derzeit leistungsstärksten E-MTBs überhaupt.
Gleichzeitig bleibt das Bike trotz seines Full-Power-Ansatzes angenehm schlank – nicht zuletzt dank des vergleichsweise kompakten Motors und der durchdachten Integration. Der exklusive High-End-Aufbau am Stand von DT Swiss unterstreicht den Boutique-Anspruch des spanischen Labels: Erstklassige Komponenten, der Benchmark-Antrieb und das unverwechselbare Design setzen ein Statement – technisch wie optisch.
Beim Bike Festival in Riva del Garda stellt Radon mit dem neuen Recap seine jüngste E-MTB-Offensive vor. Das Bike kommt als leichte Trail-Plattform mit Vollcarbon-Rahmen – erstmals bei Radon – und setzt auf den aktuellen Bosch Performance Line CX-Motor der fünften Generation. Für ein geringes Gewicht ist der 600-Wh-Akku fest im Unterrohr verbaut.
Das Recap ordnet sich mit 150/140 mm Federweg, moderner Geometrie und einem integrierten 600-Wh-Akku zwischen Trail und All-Mountain ein. Der Schwerpunkt liegt klar auf geringem Gewicht und einem agilen Handling statt auf maximaler Reichweite, die sich mit einem Range Extender auf bis zu 850 Wh erweitern lässt. Damit steht das Bike für den Trend zu leistungsstarken Antrieben, cleverer Integration und vielseitigen, leichteren Plattformen.
Mit dem Vamok präsentiert Raymon am Stand neben dem DJI-betriebenen Tarok ein weiteres neues E-Mountainbike. Dank Aluminium-Rahmen und Bosch-Motor soll es besonders preislich attraktiv sein. Die drei Modelle starten bei 4.799 Euro. Besonders elegant wirken die verschliffenen Schweißnähte am Hauptrahmen, die dem Chassis eine hochwertige Carbon-Optik verleihen.
Noch mehr vom Bonner Versender: Für die neue Saison hat Radon sein bewährtes Render überarbeitet und mit dem aktuellen Bosch Performance Line CX der fünften Generation sowie einem größeren 800-Wh-Akku ausgestattet. Das Bike bleibt weiterhin als Allrounder positioniert und setzt dafür auf 160/150 Millimeter Federweg sowie 29er-Laufräder. Positiv: Trotz der höheren Akkukapazität wirkt der Rahmen deutlich schlanker. Zur Auswahl stehen vier Modelle zu Preisen zwischen 4.499 Euro und 6.999 Euro.
Bei Cube gab es nicht nur unglaublich viele Testbikes aus allen Kategorien, sondern natürlich auch zahlreiche attraktive Ausstellungsstücke. Das besonders leichte E-Enduro AMS 177 Hybrid schaffte es in unserem Shoot-Out günstiger E-Enduros für 6000 Euro zum Testsieg. Hier sehen wir das Topmodell mit Boschs CX-R Motor und der sehr sensiblen Fox Podium.
Neuheiten-Alarm: Das Bazalto Monto von HoheAcht startet beim Bike Festival in Riva del Garda offiziell in den Markt. Laut Hersteller handelt es sich um ein vielseitiges E-MTB für den sportlichen Traileinsatz. Im Zentrum steht der Mahle-M40-Antrieb. Der kompakte Mittelmotor liefert bis zu 105 Nm Drehmoment und überzeugt mit kräftigem Vortrieb bei zugleich feinfühliger Dosierung. Unterstützt wird das System von einem vollintegrierten 800-Wh-Akku, der genügend Reserven für lange Tage auf dem Trail bietet.
Das Bike setzt auf einen Carbonrahmen mit 150 Millimetern Federweg am Heck, eine 160er-Gabel sowie 29-Zoll-Laufräder vorn und hinten. Das Topmodell mit Fox-Factory-Fahrwerk kostet 6.999 Euro – das wirkt fair!
Auch das Abums E-001 darf in unserer Mahle-Highlight-Show nicht fehlen – allein schon wegen seiner eigenständigen Formensprache. Das spanische Custom-Label verbindet einen handgefertigten Stahlrahmen mit modernster E-Bike-Technologie und setzt damit einen spannenden Gegenentwurf zu den üblichen High-End-Enduros auf den Trail.
Abums setzt mit High-Pivot-Hinterbau, spanischer Handarbeit und kleiner Stückzahl klar auf Traktion, Kontrolle und Exklusivität. Mit einem Preis von über 10.000 Euro positioniert sich die Marke deutlich im Boutique-Segment.

Redakteur CvD