12 Ampere Charger für CX & SXBosch bringt Schnellladegerät für E-Bike-Akkus - endlich!

Florentin Vesenbeckh

 · 01.05.2026

Da ist das Ding! Bosch bringt ein Schnellladegerät für alle E-Bike-Akkus des Smartsystems.
Foto: Bosch eBike Systems
Schnellladegeräte können auf Tour einen Zweit-Akku ersetzen und effektiv die Reichweite verlängern. Endlich hat Bosch einen neuen Fast Charger für seine E-Bike-Akkus und Antriebe angekündigt. Mit 12 Ampere und 500 Watt soll der Bosch 12A Charger dreimal schneller sein als zuvor - bei geringem Gewicht und Packmaß.

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Pünktlich zum Bike Festival in Riva del Garda hat Bosch seine E-Bike-Neuheiten für den Sommer 2026 vorgestellt. Neben dem Performance-Upgrade 2.0, das dem CX und CX-R mehr Drehmoment und Unterstützung liefert, ist das Schnellladegerät mit Sicherheit für viele E-Biker das eigentliche Highlight.

Denn nachdem Bosch schon früh für ältere Akku-Generationen einen Fast Charger mit immerhin 6 Ampere im Programm hatte, gab es für die aktuellen Smartsystem-Antriebe nur das klassische, langsame Ladegerät mit 4 Ampere.

​Bosch 12A Charger: Schnellladen dank GaN-Technologie

Der neue 12A Charger soll bis zu dreimal schneller laden als das bisherige Bosch-Ladegerät. 500 Watt Ladeleistung gibt Bosch an. Ein Powertube 800 soll damit in rund einer Stunde Laden 50 Prozent Kapazität zurückgewinnen. Das sind ziemlich genau die Werte, die wir beim Schnellladegerät des Avinox-Systems in unseren Tests ermittelt haben.

Möglich macht das die sogenannte GaN-Technologie (Galliumnitrid). Diese moderne Halbleitertechnologie erzeugt deutlich weniger Abwärme als herkömmliche Halbleiter, was ein effizienteres Wärmemanagement ermöglicht.

Trotz der hohen Leistung bleibt das Ladegerät mit unter einem Kilogramm Gewicht kompakt und rucksacktauglich. Zum Vergleich: Das Schnellladegerät von Avinox wiegt 1100 Gramm.

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Auch Specialized hat ein Schnellladegerät für seinen neuen 3.1 Motor im Levo 4 parat. Das soll sogar noch deutlich schneller laden. Leider fällt es mit 2,5 Kilo und ausladenden Abmessungen für den Rucksack zu groß und zu schwer aus.

Negative Auswirkungen auf die Lebensdauer der Batterie sind laut Bosch durch das schnellere Laden nicht zu erwarten. Ob das neue Ladegerät über die App auch smarte Funktionen wie einen besonders schonenden Ladevorgang oder das Begrenzen des Ladestands zulässt, bleibt erstmal noch offen. Hier ist Bosch nach eigenen Angaben bis zum Verkaufsstart Ende 2026 noch in der Entwicklung.

Warum Schnellladen?

Um die Reichweite eines E-Bikes zu verlängern, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zweit-Akku, Range-Extender oder eben das Nachladen unterwegs. Letztere Option kann besonders interessant sein, da ein Fast Charger meist leichter und kleiner ist als ein Zweit-Akku und zudem günstiger. Wenn der Ladevorgang zügig läuft, sind zudem ordentliche Gewinne möglich. Gerade für Bikes mit fest verbautem Akku kann das richtig hilfreich sein.

4 A & 12 A - Ladezeiten im Vergleich

Warum ein schnelles Ladegerät dabei Sinn ergibt, zeigen unsere Vergleichsmessungen mit dem klassischen 4A-Lader von Bosch im Vergleich zum 12A-Lader von Avinox. Glaubt man den Herstellerangaben, soll das 12A-Ladegerät von Bosch genauso schnell sein wie das Avinox-Pendant, dabei jedoch noch etwas leichter.

Ladezeiten 800-Wh-Akku

Avinox 12 A, 1100 Gramm:

  • von 0 auf 100 %: 2:33 Stunden
  • 1 Stunde laden: 48 %

Bosch 4A, 700 Gramm:

  • ​von 0 auf 100 %: 6:08 Stunden
  • 1 Stunde laden: 25 %

Die Werte vom neuen Bosch Fast Charger werden wir nachliefern, sobald wir ein serienreifes Produkt zum Testen in die Finger bekommen. Der 12A Charger ist mit allen Bosch-Akkus im "smarten System" kompatibel und soll ab Ende 2026 verfügbar sein. Ein Preis wurde noch nicht kommuniziert.

Meinung der BIKE Redaktion

Dieser Schritt war überfällig! Schon bei der Einführung des Smartsystems vor vier Jahren haben wir auf ein schnelleres Ladegerät für Bosch-E-Bikes gehofft. Vergeblich. Mit dem Erfolg des DJI Avinox - inklusive konsequentem 12A-Schnelllader - wurde das Versäumnis der Schwaben offensichtlich. Während der neue Charger für manche verzichtbar ist, kann er für andere ein echter Gamechanger sein. Endlich.

Florentin Vesenbeckh sitzt seit seinem zehnten Lebensjahr auf dem Mountainbike. Schon auf der allerersten Tour standen Singletrails im Fokus – und die gehören für ihn auch nach über 30 Jahren im MTB-Sattel zur Quintessenz des Bikens. Seine Jugend verbrachte er mit Wettkämpfen in verschiedenen Bike-Disziplinen und später prägten Jahre als Fahrtechnik-Coach seine radsportliche Vita. Beruflich stehen für den erfahrenen Testredakteur inzwischen E-Mountainbikes im Fokus. In den letzten Jahren testete der diplomierte Sportwissenschaftler und ausgebildete Journalist über 300 Bikes und mehr als 40 verschiedene Motorsysteme in Labor und Praxis.

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