Jan Timmermann
· 15.06.2026
Unter Cross Country Sportlern steht der Name Scott Spark RC für ein innovatives Bike mit 120 Millimetern Federweg und einem integrierten Dämpfer. Auch für die neue Saison soll das so bleiben und die Schweizer präsentierten unlängst ein Remake ihres XC-Erfolgsmodells. Dass das Arbeitsgerät von Nino Schurter und Co. nichts für jeden Geldbeutel ist, ist so klar, wie Kloßbrühe. Doch typisch Scott präsentiert sich auf der Homepage des Bike-Herstellers ein ganzer Blumenstrauß aus unterschiedlichsten Modellvariationen. Wir haben uns alle acht neuen Scott Spark RC Bikes im Detail angeschaut.
Beim teuersten Modell im Spark-Lineup handelt es sich um eine extraleichte Version des Cross Country Fullys. Besonders steife HMX-SL-Carbonfasern sparen rund 140 Gramm im Vergleich zu den günstigeren Rahmen und ein Umlenkhebel aus Carbon drückt die Waage nochmals um 52 Gramm. Damit erreicht das Scott Spark RC SL den Traumwert von unter zehn Kilo Komplettgewicht.
Die World Cup Evo Version des Scott Spark RC ist das Go-To-Bike der Worldcup-Athleten. Die Fahrer des Scott Sram MTB Racing Teams setzen auf ein ganz ähnliches Setup. In der Ausstattungsliste stehen ausschließlich feine Parts, inklusive des neuen High-End-Laufradsatzes von Syncros mit Carbonspeichen.
Auch das im Vergleich deutlich günstigere Scott Spark RC World Cup kommt mit einem elektronischen Flight-Attendant-Fahrwerk, das sein eigenes Setup vollautomatisch steuert. Ein Sram X0 Eagle AXS Transmission Antrieb und ein Syncros Silverton CF2 Laufradsatz mögen “nur” zweite Klasse sein, gehören aber dennoch zu absoluten Top-Parts für XC-Bikes.
Das Scott Spark RC Team Issue präsentiert sich als das perfekte Bike für alle Racer, welche die Vorteile eines elektronischen Fahrwerks für sich nutzen und gleichzeitig das Budget schmal halten wollen. Die Schweizer mischen das Rockshoc Flight Attendant Fahrwerk mit einem Sram GX Eagle AXS Transmission Antrieb mit Funksteuerung ab und verbauen die hauseigenen Carbon-Laufräder.
Wer auf ein E-Fahrwerk verzichten kann, bekommt beim Scott Spark RC Pro zum selben Preis ein Fox-Fahrwerk der allerersten Güte sowie den neuen kabellosen Shimano XTR Antrieb. Diese Ausstattung war früher nur den teuersten Modellen vergönnt. Die Pro-Variante schlägt nicht zu sehr auf die Waage und ist definitiv einen Highend-Preistipp wert.
Preislich dürfte das Scott Spark RC Expert das Vernunfts-Modell für Cross Country Racer sein. Obwohl das Bike teils deutlich weniger als die Hälfte der Topmodelle kostet, profitieren Kunden von einem Fox Factory Fahrwerk mit edler Kashima-Beschichtung. Geschaltet wird via Shimano XT Di2-Funkantrieb. Im Carbonrahmen stecke XC-Laufräder aus Alu.
Die Team-Variante des Scott Spark RC will Cross Country Fahrern eine No-Bullshit-Option zum fairen Preis bieten. Dafür gibt es den gleichen detailreichen Carbonrahmen aber eine abgespeckte Ausstattung. Bei der Funktion sollen dank breitbandigem, mechanischem Antrieb und einem Fahrwerk aus der Select+-Güteklasse keine Abstriche gemacht werden müssen. Das Gewicht steigt jedoch an.
Die Comp-Version markiert den Einstieg in die Familie des neuen Scott Spark RC. Auch sie kommt mit Rahmen aus leichter Kohlefaser, muss aber mit gewichtigen Laufrädern von Alex Rims und einer einfachen Shimano-Deore-Antriebsgruppe Vorlieb nehmen. Das Fahrwerk kommt bereits aus der SID-Baureihe, im Innern werkelt jedoch deren simpelste Dämpfungstechnik.
Scott schafft es nicht nur ein hohes Maß an Systemintegration, sondern auch eine große Modellvielfalt fürs neue Spark RC zu realisieren. So viele Auswahloptionen sind für ein Cross Country Racebike alles andere als selbstverständlich aber ein cleverer Schachzug, da das Spark auch abseits der Rennstrecke eine gute Figur machen dürfte. Attraktive Varianten gibt es für fast jeden Geldbeutel. - Jan Timmermann, BIKE-Testredakteur

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