Oiz 2026Das ist das neue Race-Bike von Orbea

Adrian Kaether

 · 05.06.2026

Das neue Orbea Oiz ist maximal auf Race getrimmt.
Foto: Orbea / Roo Fowler
Das neue Orbea Oiz Cross-Country-Bike wurde schon beim Worlcup in Nové Mesto gesichtet. Jetzt lässt Orbea die Katze aus dem Sack. Noch steifer, noch raciger und unter 10 Kilogramm in der Top-Variante.

Themen in diesem Artikel

​Cross-Country liegt im Trend: Nach dem neuen Specialized Epic (hier im Test) und der Neuauflage von Canyon Lux (hier im Test) zeigt auch Orbea ein von Grund auf neu entwickeltes Bike für Marathon und XC-Rennstrecke: Das Oiz der neuesten Generation soll noch steifer und sprintstärker sein als bisher und bleibt auf 29 Zoll. Eine Alu-Variante gibt es schon ab 2499 Euro.

Steifer und leichter - der neue Rahmen des Orbea Oiz 2026

Das zentrale Entwicklungsziel hat Orbea klar definiert: mehr Steifigkeit ohne Gewichtszunahme. Um diese scheinbar widersprüchliche Anforderung zu erfüllen, analysierte das Ingenieursteam drei Jahre lang jedes Rahmenelement akribisch. Mittels moderner Finite-Elemente-Analysen soll das Fahrverhalten bereits vor den ersten Testfahrten präzise abgestimmt worden sein.

Ein Paradebeispiel für die konsequente Optimierung ist der Tretlagerbereich: Durch verfeinerte Herstellungsprozesse, unter anderem bei den Verbindungen der Rahmenelemente und dem Layup, wurde er leichter, ohne Einbußen bei Stabilität und Steifigkeit. Die Rohrformen wurden komplett überarbeitet, harte Übergänge eliminiert. Das soll eine effizientere Verdichtung des Carbons ermöglichen: Weniger Epoxidharz und ein besseres Verhältnis aus Steifigkeit und Gewicht sind die Folge.

1700 Gramm inklusive Dämpfer

Herzstück der Neuentwicklung ist die überarbeitete Umlenkung: kompakter, deutlich steifer und dabei 30 Prozent leichter als die Vorgängerversion. Statt Carbon kommt nun geschmiedetes Aluminium mit strategisch platzierten Hohlräumen zum Einsatz. Eine neue Brücke stützt die Sitzstreben zusätzlich ab und hält den Hinterbau auch unter hoher Belastung präzise ausgerichtet.

Meistgelesene Artikel

1

2

3

4

5

Das Oberrohr wurde etwas flächiger geformt. Gerade dort, wo der Dämpfer in den Rahmen läuft. Das soll die Seitensteifigkeit und damit Antritt und Fahrverhalten des Rahmens verbessern. Auch an den Details wie Sitz- und Kettenstreben haben die Ingenieure gefeilt, und damit den kompletten Rahmen von Grund auf überarbeitet. 1700 Gramm soll das Chassis inklusive Dämpfer wiegen. Topmodelle wiegen ab 9,6 Kilogramm.

Feintuning bei Geometrie und Kinematik

Das neue Oiz bietet weiterhin 120 Millimeter Federweg vorne und hinten. Die patentierte Kinematik und eine degressive Kennlinie sollen für maximale Effizienz beim Pedalieren sorgen, während das Squidlock-System die gleichzeitige Bedienung von Federgabel, Dämpfer und Sattelstütze erlaubt.

Lager und Rahmenschutz

Die Carbon-Rahmen verfügen über die OMR-Technologie (Orbea Monocoque Race) und setzen auf Fiberlink-Konstruktion für optimale Kraftverteilung. Alle Modelle sind mit dem SIC-System (Stealth Internal Cable) ausgestattet, das für saubere Kabelführung im Inneren des Rahmens sorgt. Ein Lenkanschlag verhindert Schäden an den Zügen und am Rahmen bei einem Sturz.

Orbea Oiz 2026: Alu ab 2499 Euro - die Modelle

Orbea bietet das neue Oiz in zwei Rahmenmaterialien und diversen Ausstattungsvarianten mit Sram- und Shimano-Gruppen und Fox oder Rockshox-Fahrwerk an. Die günstigeren Carbon-Modelle setzen auf den OMR-Rahmen, ab dem M-Pro gibt’s den leichtesten Rahmen aus OMX-Carbon.

Aluminium-Modelle

  • Oiz H30 (€ 2.499): Einstiegsmodell mit Fox Float SL Performance Dämpfer, RockShox Reba Gabel, Shimano Deore Antrieb (12-fach, 11-51t) und Maxxis Rekon 2.4" Bereifung. Erhältlich in Armor Black oder Blue Stone.
  • Oiz H10 (€ 2.999): Mit Fox 34 Float SL Performance Gabel (120mm), Shimano XT Schaltwerk, MT410 Bremsen und Schwalbe Wicked Will Evo TLE 2.40" Reifen. Squidlock MP11-System für Federung und Dropper.

Carbon-Modelle

  • Oiz M30 (€ 3.799): Carbon OMR-Rahmen mit RockShox SID Luxe Select+ Dämpfer, SID Select Gabel, Shimano Deore/MT600 Komponenten. Verfügbar in drei attraktiven Carbon-View-Designs: Burning Ashes, Noctiluca oder Frozen Concrete-Sunset.
  • Oiz M20 (4.799): OMR-Rahmen mit Fox Factory Fahrwerk und mechanischer Shimano XT Schaltung sowie Ocquo Alu-Laufrädern.
  • Oiz M10 (€ 5.999): Top-Modell mit OMR Rahmen Fox Float SL Factory Kashima-Dämpfer und -Gabel, Shimano XT elektronisch und Oquo Mountain Performance MP30 TEAM-Carbon-Laufradsatz. Optional erhältlich mit XTR-Bremsen und 130mm-Gabel.
  • Oiz M10 AXS (€ 6.999): OMR-Rahmen, Elektronisches Rockshox Flight Attendant Fahrwerk mit automatischem Lockout und GX AXS Transmission sowie Carbon-Laufrädern.
  • Oiz M-Pro (€ 7.299): OMX-Rahmen, Fox-Factory-Fahrwerk, Carbon-Laufräder und Shimano XT elektronisch.
  • Oiz M-Team AXS (€ 7.499 Euro): OMX-Rahmen, Fox-Factory-Fahrwerk, Carbon-Laufräder und XO Eagle Transmission.
  • Oiz M-Team Factory (€ 9.499): OMX-Rahmen, Fox-Factory-Fahrwerk, XTR elektronisch, High-End-Carbonlaufräder.
  • Oiz M-LTD (€ 10.999): OMX-Rahmen, Fox-Factory-Fahrwerk, XX SL Transmission, High-End-Carbonlaufräder.
Artikel teilen:

Adrian Kaether fährt am liebsten Mountainbikes auf rumpeligen Enduro-Strecken. Der Tech-Experte und Bike-Tester kennt sich aus mit Newtonmeter und Wattstunde, High- und Lowspeed-Dämpfung. Als Testleiter bei MYBIKE schaut Adrian auch gerne über den Tellerrand und testet Cargo-Bike und Tiefeinsteiger ebenso, wie die neuesten (E-)MTBs.  

Meistgelesen in der Rubrik Fahrräder