Cross-Country liegt im Trend: Nach dem neuen Specialized Epic (hier im Test) und der Neuauflage von Canyon Lux (hier im Test) zeigt auch Orbea ein von Grund auf neu entwickeltes Bike für Marathon und XC-Rennstrecke: Das Oiz der neuesten Generation soll noch steifer und sprintstärker sein als bisher und bleibt auf 29 Zoll. Eine Alu-Variante gibt es schon ab 2499 Euro.
Das zentrale Entwicklungsziel hat Orbea klar definiert: mehr Steifigkeit ohne Gewichtszunahme. Um diese scheinbar widersprüchliche Anforderung zu erfüllen, analysierte das Ingenieursteam drei Jahre lang jedes Rahmenelement akribisch. Mittels moderner Finite-Elemente-Analysen soll das Fahrverhalten bereits vor den ersten Testfahrten präzise abgestimmt worden sein.
Ein Paradebeispiel für die konsequente Optimierung ist der Tretlagerbereich: Durch verfeinerte Herstellungsprozesse, unter anderem bei den Verbindungen der Rahmenelemente und dem Layup, wurde er leichter, ohne Einbußen bei Stabilität und Steifigkeit. Die Rohrformen wurden komplett überarbeitet, harte Übergänge eliminiert. Das soll eine effizientere Verdichtung des Carbons ermöglichen: Weniger Epoxidharz und ein besseres Verhältnis aus Steifigkeit und Gewicht sind die Folge.
Herzstück der Neuentwicklung ist die überarbeitete Umlenkung: kompakter, deutlich steifer und dabei 30 Prozent leichter als die Vorgängerversion. Statt Carbon kommt nun geschmiedetes Aluminium mit strategisch platzierten Hohlräumen zum Einsatz. Eine neue Brücke stützt die Sitzstreben zusätzlich ab und hält den Hinterbau auch unter hoher Belastung präzise ausgerichtet.
Das Oberrohr wurde etwas flächiger geformt. Gerade dort, wo der Dämpfer in den Rahmen läuft. Das soll die Seitensteifigkeit und damit Antritt und Fahrverhalten des Rahmens verbessern. Auch an den Details wie Sitz- und Kettenstreben haben die Ingenieure gefeilt, und damit den kompletten Rahmen von Grund auf überarbeitet. 1700 Gramm soll das Chassis inklusive Dämpfer wiegen. Topmodelle wiegen ab 9,6 Kilogramm.
Das neue Oiz bietet weiterhin 120 Millimeter Federweg vorne und hinten. Die patentierte Kinematik und eine degressive Kennlinie sollen für maximale Effizienz beim Pedalieren sorgen, während das Squidlock-System die gleichzeitige Bedienung von Federgabel, Dämpfer und Sattelstütze erlaubt.
Die Carbon-Rahmen verfügen über die OMR-Technologie (Orbea Monocoque Race) und setzen auf Fiberlink-Konstruktion für optimale Kraftverteilung. Alle Modelle sind mit dem SIC-System (Stealth Internal Cable) ausgestattet, das für saubere Kabelführung im Inneren des Rahmens sorgt. Ein Lenkanschlag verhindert Schäden an den Zügen und am Rahmen bei einem Sturz.
Orbea bietet das neue Oiz in zwei Rahmenmaterialien und diversen Ausstattungsvarianten mit Sram- und Shimano-Gruppen und Fox oder Rockshox-Fahrwerk an. Die günstigeren Carbon-Modelle setzen auf den OMR-Rahmen, ab dem M-Pro gibt’s den leichtesten Rahmen aus OMX-Carbon.

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