Stereo Hybrid One44 HPC SLX im TestCube E-MTB zum Bestpreis?

Adrian Kaether

 · 02.05.2026

Stereo Hybrid One44 HPC SLX im Test: Cube E-MTB zum Bestpreis?
Foto: Max Fuchs

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In der E-MTB Palette von Cube sticht das Stereo Hybrid One44 SLX besonders hervor. Carbonrahmen, Bosch-Motor, Fox-Fahrwerk und XT-Parts. Hier ist alles dran, was sich versierte Biker wünschen und das zu einem immer noch moderaten Preis. Wie fährt sich das Cube auf dem Trail?

Fazit zum Test des Cube Stereo Hybrid One44 HPC SLX 800

Dass Cube bei der Ausstattung alle Trümpfe ausspielt, war zu erwarten. Abgemischt mit einem vielseitigen Gesamtpaket glänzt das Stereo mit besonders einsteigerfreundlichem Handling und auf Touren. Details wie die Zubehör-Steckdose an der Front bieten darüber hinaus einen klaren Mehrwert im Alltag.

Daten und Fakten zum Cube Stereo Hybrid One44 HPC SLX 800

Preis4.999,00 €>> hier erhältlich
Federweg150 mm
Laufradgröße29"/622mm
Gewicht24.2 kg
MotorBosch Performance Line CX
AkkuBosch Power Tube 800
GabelFox 36 Float Rhythm
DämpferFox Float Performance
SchaltungShimano XT
Bremse vorneShimano XT BR-M 8220

Messwerte

Sitzposition
sportlich
40
komfortabel
0
33
66
100

Alle Messwerte findest du hier

​Das aktuelle Stereo One44 hat Cube etwas sportiver gezeichnet als den komfortablen Vorgänger und damit auch den Charakter des Bikes leicht angepasst. Moderner und noch vielseitiger soll es sein – und bekam in diesem Zug natürlich auch den neueren Bosch CX 5 sowie einen modernen 800er Akku mit satter Reichweite verpasst. Dem SLX-Modell spendieren die Oberpfälzer außerdem das schicke Kiox-400-C-Display. Mit Carbon-Hauptrahmen und guter Mittelklasse-Ausstattung für unter 5000 Euro ist das schon ein starkes Paket.

​Voll-XT und Bosch-Motor mit Reichweite satt

Auch bei der Ausstattung leistet sich Cube trotz hohem Preisdruck eine ganze Menge. Vorne wie hinten glänzen die neuen Shimano XT Bremsen mit Vierkolbensätteln. Auf leichten Laufrädern von Newmen drehen sich griffige Kryptotal-Reifen mit extra viel Pannenschutz hinten. Geschaltet wird mechanisch mit Shimanos XT Hyperglide mit zwölf Gängen. Anders gesagt: Wenig blingbling, funktional aber volle Hütte. Die Federelemente kommen aus Fox günstiger Performance beziehungsweise Rhythm Baureihe. Was besseres gibt’s um 5000 Euro bei keinem anderen Hersteller.

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Nach dem TM Modell (hier im Test) und dem Topmodell SLT (hier im Test) ist das SLX bereits das dritte Cube aus der neuen Stereo Hybrid One44 Baureihe, dass sich bei uns im Testlabor einfindet. Und die Melange aus dem nun etwas sportiveren Charakter und den grundsätzlich vielseitigen Fahreigenschaften kann auch diesmal überzeugen. Welches Cube Stereo Hybrid One44 HPX für euch genau das Beste ist, lest ihr übrigens in dieser Kaufberatung mit allen Modellen im Vergleich.

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Auf dem Trail: Vielseitig statt Extrem

In der Praxis meidet Cube geschickt die Extreme. Man sitzt zentral im Bike und kann dank moderatem Sitzwinkel entspannt auch lange Touren fahren. Der breite Abschluss Spacer mit praktischer Steckdose für ein Zubehör-Frontlicht und der hohe Vorbau gleichen den niedrigen Stack sinnvoll aus. Wichtig, denn sonst würde das Rad doch zu sportlich geraten. Im Uphill sorgen die langen Kettenstreben für ein grundsätzlich unkompliziertes Fahrverhalten. Für mehr Kontrolle in extremen Kletterpassagen wäre allerdings ein noch etwas steilerer Sitzwinkel von Vorteil. Offenbar ein Zugeständnis an moderatere Tourenfahrer. Das Fahrwerk setzt bergauf eher auf Gegenhalt als auf ultimativen Komfort, was ebenso auf die Uphill-Performance einzahlt wie der gut dosierbare und spritzige Bosch-Motor.

Im Downhill spielt das Cube seine Trümpfe in Form von hervorragenden Komponenten aus. Die XT-Bremse arbeitet knackig, und die griffigen Kryptotal-Reifen geben viel Vertrauen. Das passt! Mit dem super pannensicheren Downhill-Hinterreifen braucht man sich auch bei gelegentlichen Fahrfehlern und traktionsträchtig niedrigem Luftdruck keine Sorgen um einen Plattfuß am Heck machen. Das Fahrwerk arbeitet sensibel und poppig. Damit fährt sich das Cube geschmeidig und lässt sich leicht in die Luft ziehen.

Auf flowigen Trails aktiv durch Anlieger zischen und durch Pumpen Tempo machen – das klappt vorbildlich. Biegt man auf wilde Trails ab, spürt man aber, dass das Cube über etwas weniger Hub am Heck verfügt als mancher Konkurrent. Grobe Schläge kommen stärker beim Fahrer an, und sänftenartige Gefühle wollen nicht aufkommen. Wer darauf ein besonderes Augenmerk legt, wird mit dem großen Bruder Stereo Hybrid One77 oder dem noch sportlicheren AMS One77 (hier im Test) mit fest verbautem Akku vermutlich glücklicher. Der Vorteil des moderaten Hubs beim One44 ist der spritzig-sportliche Charakter des Bikes. Selbst mit großer Batterie fährt sich das Cube nie schwerfällig, auch nicht auf zahmen Trails. Nur ausgesprochen wendig oder eine Empfehlung für Manual-Fans ist das Bike mit seinen langen Ketten streben nicht.

Stärken

  • ​vielseitig und fahrstark
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Federung hält Reserven bereit ...

Schwächen

  • ​... ist aber nicht ultimativ komfortabel
  • wenig wendiges Fahrverhalten

Adrian Kaether fährt am liebsten Mountainbikes auf rumpeligen Enduro-Strecken. Der Tech-Experte und Bike-Tester kennt sich aus mit Newtonmeter und Wattstunde, High- und Lowspeed-Dämpfung. Als Testleiter bei MYBIKE schaut Adrian auch gerne über den Tellerrand und testet Cargo-Bike und Tiefeinsteiger ebenso, wie die neuesten (E-)MTBs.  

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