Florentin Vesenbeckh
· 26.07.2026
Das Raymon Ridok steht sinnbildlich für die Preisentwicklung am E-MTB-Markt. Solide Räder müssen kein Vermögen mehr kosten. Das Einstiegsmodell für 3299 Euro ist zwar nicht auf harten Geländeeinsatz ausgelegt, steht aber deutlich besser da, als das Gros der 4000-Euro-E-MTBs vor einigen Jahren. Großer Akku, starker Motor, solides Chassis und passable Ausstattung - mehr brauchen viele E-Biker nicht.
Es gibt kaum ein Portfolio, das so vielfältig ist, wie die E-Bike-Palette von Raymon. Zumindest was die Fülle an verschiedenen Antriebssystemen angeht. Avinox-Powermotor, bewährter Bosch CX, leichter Bosch SX, kleiner Polini-Motor - und neuerdings auch Antriebssysteme von Panasonic. Letztere zielen explizit auf besonders faire Preise. Und zugleich gibt’s technische Neuerungen. Mehr Power und neue Bedienelemente sind zum Beispiel am Einsteiger-E-Fully Ridok zu finden.
Neben den sportlichen E-MTBs der Marke, wie dem superleichten Raymon Tarok oder dem Allrounder Durok mit großem Wechsel-Akku, erweitert das Ridok die E-MTB-Palette nach unten. Sowohl preislich, als auch vom Einsatzbereich. Das Ridok ist mehr Alltags- und Allroad-Bike, als sportlicher Trail-Könner.
Je nach Modell kommen die beiden Ausbaustufen GXM 100 oder GXM 105 MG zum Einsatz. Diese beiden Varianten unterscheiden sich nicht nur im Drehmoment, 100 bzw. 105 Newtonmeter, sondern auch im Gewicht. Die stärkere MG-Version ist zudem leichter und soll bei 2,6 Kilo einchecken. Das Basismodell GXM gibt der Hersteller mit 2,8 Kilo an. Laut Raymon sollen die beiden Motoren noch ein Power-Update erhalten. Dann stehen 105 bzw. 115 Newtonmeter im Datenblatt. Das hat der Hersteller bereits auf der Eurobike 2026 in Frankfurt kommuniziert.
Neu ist das Bedienelement Remote 801. Eine Kombi aus Display und Remote-Hebel direkt am linken Griff zur Bedienung des Systems. Der Akku kann leicht und schnell entnommen werden, über eine klassische Klapp-Entnahme. Die Kapazität beträgt 800 Wattstunden, am Einstiegsmodell sind es 720.
Drei Ausstattungsvarianten soll es vom neuen Ridok mit Panasonic-Motor geben. Los geht’s mit dem Comp für 3299 Euro. Eine Preisklasse, in der es kaum vollgefederte E-MTBs von Fachhandelsmarken gibt. Das Fahrwerk stammt von SR Suntour, die Bremsen kommen von Tektro und geschalten wird mit einer Shimano Cues - lediglich mit neun Gängen. Eine Teleskopstütze ist ab Werk verbaut.
Das Ridok Pro kommt für 3699 Euro dann schon mit dem größeren 800er-Akku. Dieser steckt natürlich auch im Topmodell Ridok Ultra für 4499 Euro. Hier gibt’s ein Fox-Fahrwerk mit 34-Rythm-Gabel, dazu eine 11fach-XT-Schaltung von Shimano und Magura Louise Elite Bremsen. Die beiden Modelle Comp und Pro gibt’s auch als vollausgestattete “Street”-Varianten.
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Redakteur CvD
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