Ab 3499 EuroTop 10 günstige E-Bikes mit Avinox-Motor

Florentin Vesenbeckh

 · 23.07.2026

Die Auswahl an E-Mountainbikes mit Avinox-Motor zwischen 3499 und 4499 Euro wird immer größer. Wir haben die spannendsten Modelle gecheckt.
Foto: BIKE Magazin
Technologische Highlights starten in der Regel im Highend-Segment und sickern erst langsam in günstigere Preisklassen durch. Beim neuen Avinox-Motor ist das anders. Die Chinesen zielen bewusst auch auf den Einstiegsbereich und günstige Preise. Wir zeigen die spannendsten E-Mountainbikes mit Avinox’ M2- und M2S-Motor.

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Meinung der Redaktion

Es ist ein Novum, dass ein so gefragtes Produkt, wie der neue Avinox-Motor, so häufig im Einstiegspreisbereich zu finden ist. Doch bei den günstigen Bikes lohnt sich ein genauer Blick. Die Einstiegsmodelle sind zum Teil sehr sparsam ausgestattet und nicht voll für den Geländeeinsatz zu empfehlen. Doch es gibt Ausnahmen. Amflow (PR Carbon), YT und Nukeproof liefern für 4500 Euro schon ein grundsolides Ausstattungspaket, das auch auf dem Trail funktioniert. Das Megamo Ryal steht für 3999 Euro schon mit beachtlicher Ausstattung am Traileinstieg, das gilt auch für das Kellys Theos AX 20. Bei den anderen Bikes sollten anspruchsvolle Biker nicht zum allergünstigsten Modell greifen.


Avinox, damals noch DJI, hat es angekündigt - und Avinox hat es wahr gemacht: E-Bikes sollen günstiger werden. Schon unter der ersten Generation der DJI-Bikes mit M1-Motor gab es verhältnismäßig viele E-MTBs zum fairen Preis (hier im Überblick). Doch mit der zweiten Ausbaustufe und der Option auf den explizit auf den Einstiegspreis gemünzten M2-Motor wird es noch deutlicher. Wir haben 9 spannende Modelle zwischen 3499 und 4499 Euro genauer angeschaut.

Amflow PR Carbon - 4499 Euro

Amflow stellt das günstigste E-MTB mit Vollcarbonrahmen in dieser Liste. Doch das PR Carbon steht auch abseits des Kohlefaser-Chassis sehr gut da: Fox-Fahrwerk, elektronische Sram-Transmission-Schaltung, robuste Maxxis-Reifen - das ist absolut beachtlich. Der 800er-Akku ist entnehmbar und versorgt im Einstiegsmodell den M2-Motor. Das Avinox-Frontlicht ist ab Werk verbaut. Mit 160/150 mm Federweg und Mullet-Setup zielt das Bike auf den Allround-Einsatz im Gelände. Das Gewicht ist mit gut 23 Kilo für ein E-MTB dieser Preisklasse mit 800er-Wechsel-Akku richtig stark.

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​YT Industries Decoy X MX Core 1 - 4499 Euro

Es ist nicht das allergünstigste Bike mit Avinox-Motor, aber wohl das kompromissloseste unter den günstigen Avinox-E-MTBs. Für 4499 Euro gibt’s beim Forchheimer Versender nicht nur die volle Avinox-Power mit M2S-Motor und 800 Wattstunden-Akku, sondern auch eine absolut Enduro-taugliche Ausstattung. Solides Marzocchi-Fahrwerk mit dicker Z1-Forke, super Reifenkombi von Continental, dazu Sram S100-Schaltung und DB8-Bremsen. Klar, nicht die Creme de la Creme - aber in diesem Preisbereich beachtlich. Hier ist nichts verbaut, was dem Einsatz als echtes Enduro entgegensteht. Mit 170/160 mm und Abfahrtsgeometrie ist das Decoy X auf zorniges Gelände und Bikeparks ausgelegt. Und diesen Einsatz macht schon die günstigste Variante mit. Die edle Launch Edition des Decoy X konnten wir bereits testen.

Kellys Theos AX 20 - 3999 Euro

Das Bike der Slowaken ist das günstigste Avinox-Enduro am Markt. ​Der Alu-Rahmen liefert 170/160 mm Federweg und rollt auf 29er-Laufrädern. Im Unterrohr steckt der entnehmbare 800er-Akku und der günstigere M2-Motor. Die Ausstattung ist grundsolide: Dicke Rockshox Domain Gold Gabel und eine 11fach Cues-Schaltung machen auch echten Geländeeinsatz mit. Damit wird das Kellys Theos AX 20 zur spannenden Alternative für sparsame Gravity-Biker. Testeindrücke gibt es noch nicht, denn das Bike soll erst Anfang 2027 auf den Markt kommen.

Raymon Durok Comp - 3999 Euro

​​Günstiger Preis und Wechsel-Akku: Damit will Raymon eine besonders breite Zielgruppe ansprechen. Der schicke Alu-Rahmen mit verschliffenen Schweißnähten liefert 150 mm Federweg und ist auf 29-Zoll-Laufräder ausgelegt. Im Einstiegsmodell werkelt der Avinox M2 mit bis zu 125 Nm Drehmoment, der Strom kommt aus dem herausnehmbaren 800-Wh-Akku von Avinox. Das Fahrwerk kommt von SR Suntour, gebremst wird mit Tektro Orion und geschaltet mit einer 11fach Cues von Shimano. Das sind Komponenten aus der Einstiegsklasse. Das Durok Pro für 4699 steht mit M2S-Motor, Rockshox-Fahrwerk und Louise-Bremsen von Magura schon deutlich geländetauglicher da - ein lohnendes Update für ambitionierte Trail-Biker.

Megamo Ryal 10 - 3999 Euro

Ein ähnliches Konzept fährt Megamo mit dem Ryal. Robuster Alu-Rahmen, dazu der entnehmbare 800er-Akku und am Einstiegsmodell der etwas günstigere M2-Motor. Die weitere Ausstattungsliste liest sich für den Preis von 3999 Euro schon richtig ordentlich: Rockshox-Fahrwerk mit Psylo Silver und Deluxe Select+, dazu eine 12fach Shimano XT-Schaltung und MT520 Vierkolbenbremsen von Shimano. Damit sollten die 160 mm Federweg und die 29er-Laufräder schon echte Geländekompetenz entwickeln. Ein starkes Angebot für Tourenbiker!

Nukeproof Kilowatt Comp - 4499 Euro

​Auch Nukeproof geht bei seinem günstigsten Modell keine großen Kompromisse ein. Für 4499 Euro gibt’s schon ein grundsolides Rockshox-Fahrwerk mit der guten Psylo Gold und Deluxe Select Dämpfer. Viel Geländekönnen liefern die Schwalbe-Reifen mit Gravity Radialkarkasse. Bei Schaltung und Bremsen greift Nukeproof ins unterste Sram-Regal: S100 und DB4. Den M2S-Motor gibt’s am Kilowatt auch erst in höheren Preisregionen, das Comp wird vom M2 angeschoben. Doch immerhin schon mit großem 800er-Akku, allerdings fest verbaut im Alu-Rahmen. Das Bike positioniert sich zwischen Trailbike und Enduro mit 160 mm Federweg vorne, 150 mm hinten und MX-Laufradsetup (optional auf 29/29 umrüstbar).

​BH iLynx+ DL Trail 7.9 - 3899 Euro

Der kleine Bruder des iLynx+ DL Enduro hat nicht nur weniger Federweg und einen eigenen Rahmen mit gemäßigter Geometrie. Das Trail-Modell zielt auch explizit auf den günstigeren Preisbereich. Drei Modelle kommen mit Alu-Rahmen, und das Einstiegsmodell 7.9 ist für 3899 Euro eines der absolut günstigsten Avinox-Fullys am Markt. Dafür gibt’s schon 800 Wattstunden, die fest im Unterrohr verbaut sind. Mit dem M2 kommt der etwas günstigere Motor zum Einsatz, das ist üblich und verschmerzbar. Fahrwerk und Schaltung sind mit 34er-Suntour-Gabel und 10fach Deore für ernsten Geländeeinsatz und anspruchsvolle Biker aber unterdimensioniert. Die Hard-Facts: 140 mm Federweg, 29er-Laufräder.

Crussis e.Hard 11.11 - 3590 Euro

Sieht man mal vom Amflow-SUV mit seinem Fabelpreis ab, geht es aktuell nicht günstiger: Crussis’ E-Hardtail mit Avinox M2S-Motor. Klar, das starre Heck schränkt Trail-Stärke und Komfort im Gelände ein, doch für ein Hardtail ist das Bike sehr offroad-tauglich ausgestattet. Und auch bemerkenswert hochwertig. Die Fox-Gabel liefert 130 mm Federweg und eine Teleskopstütze ist auch mit an Bord. Außerdem schaltet das Bike schon mit Srams Eagle 70 Transmission, die nach unseren Erfahrungen mit der hohen Power des M2S gut zu Recht kommt. 2,6 Zoll breite Maxxis Rekon-Reifen sollen einen guten Kompromiss aus Rollwiderstand, Dämpfung und Grip bieten. Der 600er-Akku ist fest im Unterrohr verbaut, für 300 Euro Aufpreis gibt’s 800 Wattstunden. Achtung: Insbesondere schwerere Fahrer müssen das maximal zulässige Gesamtgewicht von 120 kg (Fahrer, Ausrüstung und Bike zusammen!) im Auge behalten.

Amflow TL - 3499 Euro

​Günstiger geht nicht! Mit dem TL Carbon blasen die Chinesen von Amflow zum Angriff auf den E-Bike-Markt. Und zwar im weniger sportlichen Segment. Das neue Modell schlägt die Brücke zwischen E-MTB und Trekking-Bike, indem es Mountainbike-Eigenschaften, Alltagstauglichkeit und Lastenrad-Kapazität vereint. Trotz eines Gewichts von nur 22,6 kg (Herstellerangabe, ohne Zubehör) trägt es bis zu 200 kg Gesamtzuladung, 20 kg am Front- und 27 kg am Heckgepäckträger – Benchmark-Werte. Im Carbon-Rahmen stecken der M2-Motor und der entnehmbare 800-Wh-Akku. Wann das Bike auf dem deutschen Markt verfügbar ist, steht allerdings noch in den Sternen.

Raymon Zorq - 3799 Euro

​Wer es günstig will, greift zum Hardtail - das gilt auch für die Avinox-Palette von Raymon. Das Zorq kommt in vier Varianten, wobei nur die beiden Topmodelle Ultimate und Elite mit Avinox-Antrieb ausgestattet sind. Beide setzen auf den entnehmbaren 800er-Akku, kommen mit Alu-Rahmen und 29er-Laufrädern für 3799 bzw. 4299 Euro. Wer ernsthaft ins Gelände möchte, sollte allerdings den Aufpreis für ein Fully in Betracht ziehen.

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Florentin Vesenbeckh sitzt seit seinem zehnten Lebensjahr auf dem Mountainbike. Schon auf der allerersten Tour standen Singletrails im Fokus – und die gehören für ihn auch nach über 30 Jahren im MTB-Sattel zur Quintessenz des Bikens. Seine Jugend verbrachte er mit Wettkämpfen in verschiedenen Bike-Disziplinen und später prägten Jahre als Fahrtechnik-Coach seine radsportliche Vita. Beruflich stehen für den erfahrenen Testredakteur inzwischen E-Mountainbikes im Fokus. In den letzten Jahren testete der diplomierte Sportwissenschaftler und ausgebildete Journalist über 300 Bikes und mehr als 40 verschiedene Motorsysteme in Labor und Praxis.

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