Megamo Ryal mit Avinox-MotorAb 3999 €: DJI-Bike mit Wechsel-Akku

Florentin Vesenbeckh

 · 23.06.2026

Das Topmodell Megamo Ryal 03 AXS kommt für 6999 Euro mit Fox-Factory-Fahrwerk und Srams S1000-Funkschaltung.
Foto: Megamo Biycles
Nach der Power-Offensive kommt der Preiskampf: E-Mountainbikes mit Avinox-Motor müssen kein Vermögen kosten. Das zeigt auch das neue Megamo Ryal. Der Spanier will obendrein mit Wechsel-Akku punkten. Ein E-Bike für alle, die Alltagstauglichkeit vor dem letzten Gramm Gewicht sehen.

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Meinung der BIKE Redaktion

Avinox-Bikes sind nicht nur bei der Power Benchmark. Jetzt kommen auch immer mehr günstige Optionen mit Wechsel-Akku auf den Markt. Eines davon: Das Megamo Ryal. Der Spanier liefert viel E-Bike zum fairen Preis. Wir sind gespannt, wie es sich im Test schlägt!

​Es tut sich was bei den E-Bikes mit Avinox. Was vor wenigen Monaten noch dem Amflow TR vorbehalten war, kommt jetzt an immer mehr neuen Bikes: Der entnehmbare 800er-Akku für die Avinox-Motoren. Jetzt zeigen auch die Spanier von Megamo ein Bike mit Akku-Entnahme. Das Ryal grenzt sich bewusst vom sportlichen, wettkampforientierten Reason ab. Während beide Modelle auf dieselbe Antriebstechnologie von Avinox setzen, verfolgt das Ryal ein anderes Konzept: Es kombiniert echte Enduro-Fähigkeiten mit deutlich mehr Alltagspraktikabilität.

Avinox-System mit herausnehmbarem 800-Wh-Akku

Das zentrale Unterscheidungsmerkmal ist der herausnehmbare Akku. Anders als bei den meisten E-MTBs mit Avinox-Motor lässt sich die 800-Wh-Batterie aus dem Rahmen entnehmen – ein Feature, das vor allem den täglichen Umgang vereinfacht. Das Laden kann zu Hause oder im Büro erfolgen, ohne das komplette Bike heben zu müssen. Auch beim Transport im Auto oder bei der Lagerung spielt das geringere Gewicht eine Rolle. Die Entnahme erfolgt über ein im Rahmen integriertes Schloss.

Beim Antrieb setzt Megamo je nach Modellvariante auf den M2 oder M2S Motor von Avinox. Die Topversion leistet bis zu 150 Nm Drehmoment bei einer Spitzenleistung von 1.500 Watt. An der Kapazität wird dabei nicht gespart – in jedem Modell steckt die große Batterie mit 800 Wh.

Zugänglichere Geometrie

In der Rahmengeometrie geht Megamo einen eigenen Weg. Das Ryal erhält eine weniger aggressive Auslegung als das Geschwistermodell Reason. Der Lenkwinkel fällt mit 64,4 Grad steiler aus (Reason: 63,5 Grad), die Reach-Werte kürzer, und der Stack liegt höher. Das Ergebnis ist eine zentriertere, aufrechtere Sitzposition, die vor allem bei längeren Touren und im Alltag komfortabler sein dürfte.

Besonders interessant: Die Größe S wurde deutlich kompakter ausgelegt als beim Reason, was das Bike für eine breitere Körpergrößenspanne öffnet. Der Radstand fällt insgesamt etwas kürzer aus, was der Agilität zugutekommen soll, während leicht längere Kettenstreben für mehr Stabilität sorgen.

Bei der Federung setzt Megamo durchgängig auf 160 Millimeter vorne wie hinten – also auf Augenhöhe mit klassischen Enduro-Bikes. Der Aluminiumrahmen ist über alle vier Modellversionen identisch.

Vier Ausstattungsvarianten ab 3999 Euro

Die Modellpalette startet bei 3999 Euro mit dem Ryal 10, das auf den M2-Motor, eine RockShox Psylo Silver Gabel und Shimano XT/Deore-Komponenten setzt. Die mittleren Versionen Ryal 08 (4499 Euro, M2) und Ryal 05 (5499 Euro, M2S) staffeln sich über bessere Federungskomponenten von RockShox und Fox sowie SRAM-Antriebe.

Das Topmodell Ryal 03 AXS für 6999 Euro kombiniert den stärkeren M2S-Motor mit Fox Factory-Federung, kabellosem SRAM S1000 Eagle AXS-Antrieb und Shimano XT Bremsen. Alle Versionen sind in den Farben Schwarz, Rot und Weiß erhältlich.

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Florentin Vesenbeckh sitzt seit seinem zehnten Lebensjahr auf dem Mountainbike. Schon auf der allerersten Tour standen Singletrails im Fokus – und die gehören für ihn auch nach über 30 Jahren im MTB-Sattel zur Quintessenz des Bikens. Seine Jugend verbrachte er mit Wettkämpfen in verschiedenen Bike-Disziplinen und später prägten Jahre als Fahrtechnik-Coach seine radsportliche Vita. Beruflich stehen für den erfahrenen Testredakteur inzwischen E-Mountainbikes im Fokus. In den letzten Jahren testete der diplomierte Sportwissenschaftler und ausgebildete Journalist über 300 Bikes und mehr als 40 verschiedene Motorsysteme in Labor und Praxis.

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