Red Bull District Ride 2022 - die ErgebnisseNürnberg wurde zur Stuntcity

FREERIDE Magazin

 · 26.11.2022

Red Bull District Ride 2022 - die Ergebnisse: Nürnberg wurde zur StuntcityFoto: Red Bull Content Pool
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Die 6. Auflage des Red Bull District Ride in Nürnberg hat bewiesen: In Sachen Trick-Progression ist auch im Jahr 2022 noch so Einiges möglich. Wir sprachen außerdem mit Tarek Rasouli, dem Organisator des RBDR.

Nein, am Ende gab es keine Überraschung in Nürnbergs Altstadt. Dass die zwei Rotationskünstler Nicholi Rogatkin und Emil Johansson den Sieg beim District Ride unter sich ausmachen würden, war ziemlich klar. Auch, dass sich unser deutsches Slopestyle-Ass, Erik Fedko, ganz nach oben tricksen würde, lag auf der Hand nach seiner aktuellen Erfolgsserie. Am Ende: Platz 3 für Erik. Das heißt auch: das beste Ergebnis, das je ein Deutscher beim Red Bull District Ride erzielt hat!

Während sich bei den vergangenen Events immer noch Big-Mountain-Fahrer ins Starterfeld gemischt haben, starteten diesmal nur die Slopestyle-Experten der FMB World Tour. „Die Progression ist verrückt – kein Wunder, dass es nur noch absolute Spezialisten in die Top Ten schaffen“, beurteilt Ex-Slopestyler Peter Henke, der 2017 selbst beim District Ride in Nürnberg an den Start ging. Premiere feierten fünf Slopestyle-Frauen, die erstmals die Gelegenheit bekamen, beim Best-Trick-Event teilzunehmen. Eine eigene Frauen-Wertung ist für die Zukunft geplant.

Resultate Red Bull District Ride 2022

  1. Emil Johansson (SWE) 90.00 Pkt.
  2. Nicholi Rogatkin (USA) 88.34
  3. Erik Fedko (GER) 85.32
  4. Dawid Godziek (POL) 82.45
  5. Paul Couderc (FRA) 81.79
  6. Max Fredriksson (SWE) 81.18
  7. Lucas Huppert (SUI) 79.28
  8. Tom Isted (GBR) 79.11
  9. Thomas Genon (BEL) 78.76
  10. Lukas Knopf (GER) 77.33
  11. Miguel Guerrero (ESP) 77.16Jakub Vencl (CZE) 65.44
  12. Torquato Testa (ITA) 50.95

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“Das war so nicht geplant” - Interview mit Tarek Rasouli, Organisator des Red Bull District Rides

FREERIDE: Tarek, was war Dein Highlight beim District Ride 2022 in Nürnberg?

Tarek Rasouli: Der Abend des Best-Trick-Awards. Ich habe auf einen „World’s First“ gehofft, dass es fünf werden wür­den, hätte ich nie vermutet. Erstmalig nahmen Frauen teil, das war ein weiteres Highlight.

Dein Favorit?

Mir hat der 360 Tailwhip to Barspin to opposite downside Tailwhip von Emil gefallen. Er hat ihn das erste Mal hier probiert und gleich gestan­den. Aber auch der Trick von David Godziek war beeindruckend.

Emil nimmt die Spannung aus dem FMB-Ranking wie der FC Bayern aus der Bundesliga. Ist der Typ noch zu stoppen?

Emil trickst auf dem nächsten Level. Seine Stärke: Er kann komplexe Tricks in beide Richtungen. Und das während eines einzigen Sprungs. Kurz: Emil ist kaum zu stoppen.

Dieses Jahr gab es drei Finalläufe statt zwei. Wieso?

Es waren nie drei Läufe geplant. Doch das Wetter für Samstag war übel angesagt mit viel Regen. Ein nasser Parcours kann das ganze Event ruinieren. Daher zogen wir einen Lauf auf Freitag vor. Am Samstag schien dann doch die Sonne – kein Grund, die Läufe
abzublasen. So wurden es drei.

Der District Ride gilt als Mega-Event. Warum gibt es ihn nicht auch in anderen Städten?

Das ist keine neue Idee. Wir haben schon oft Ausschau nach anderen Städten gehalten. London, Paris – meist lag es am fehlenden Gefälle und am Willen der Städte, es möglich zu machen. Du malst dir nicht aus, wie viel Aufwand so ein Mega-Event ist!

Am 15. Oktober fand die Rampage statt – welches Format ist spannender?

Die zwei Events kannst du nicht vergleichen. Das eine ist Big Mountain, das andere Slopestyle. Im Gegensatz zur Rampage ist der District Ride ein Event, bei dem du hautnah dabei sein kannst – ein Super-Erlebnis. Livestream gucken kommt da lange nicht ran.

Tarek Rasouli ist Mas­termind des District Rides. Er organisiert das Event in Nürnberg seit der Premiere 2006.Foto: privat
Tarek Rasouli ist Mas­termind des District Rides. Er organisiert das Event in Nürnberg seit der Premiere 2006.

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