Rennen

Saisonauftakt: Costa Blanca bis Cross-WM

Stefan Loibl

 · 31.01.2022

Saisonauftakt: Costa Blanca bis Cross-WMFoto: Twila Federica Muzzi,Red Bull Content Pool

Die ersten MTB-Marathon-Rennen der Saison 2022 sind Geschichte. Wir haben die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst – vom Costa Blanca Bike Race bis zur Cyclocross-WM.

Attakwas Extreme, Südafrika

Erst holte sich der Däne Simon Andreassen den nationalen Titel im Cyclocross, dann siegte der Cannondale-Profi bei der 16. Auflage des Marathon-Klassikers Attakwas Extreme in Südafrika, das auch Marathon-Legenden wie Christoph Sauser und Karl Platt schon gewonnen haben. Auf der beinharten, 121 Kilometer langen Strecke kämpfen die Teilnehmer zudem mit extremer Hitze von deutlich über 40 Grad Celsius an manchen Streckenabschnitten. Zwischenzeitlich lagen die südafrikanischen Marathon-Experten wie Philip Buys und Cape Epic-Sieger Matt Beers vorne, doch Andreassen teilte sich das Rennen gut ein und verpflegte sich konsequent. Am Ende siegte der Däne nach 5:11:20 Stunden mit drei Minuten Vorsprung vor den beiden Specialized-Fahrern Tristan Nortje und Matt Beers.

  Kam am besten mit der beinharten Strecke und den hohen Temperaturen zurecht: Simon Andreassen von Cannondale Factory Racing.Foto: Ewald Sadie
Kam am besten mit der beinharten Strecke und den hohen Temperaturen zurecht: Simon Andreassen von Cannondale Factory Racing.
  Eingerahmt von vier Südafrikanern reckt Simon Andreassen die Sieger-Trophäe des Attakwas Extreme in die Höhe.Foto: Ewald Sadie
Eingerahmt von vier Südafrikanern reckt Simon Andreassen die Sieger-Trophäe des Attakwas Extreme in die Höhe.

Cyclocross-Weltmeisterschaft, Fayetteville (USA)

In Abwesenheit von Mathieu van der Poel (Verletzungspause) und Wout van Aert (Vorbereitung auf die Straßen-Saison) holte sich der Brite Tom Pidcock den Elite-Weltmeistertitel im Cyclocross. Der Mountainbike-Olympiasieger von Tokio siegte auf dem schnellen Kurs in Arkansas vor den belgischen und niederländischen Cross-Spezialisten. Mit dem Erfolg ist er der erste Brite, der die Elite-Krone gewinnt. Der 22-Jährige war zuvor bereits Junioren- und U23-Weltmeister im Querfeldein. Damit hat das Allround-Talent Pidcock, der für das Straßen-Team Ineos fährt, den Grundstein für eine erfolgreiche Saison 2022 gelegt. Denn in einem Interview hatte er Anfang des Jahres erklärt, dass sein großes Ziel sei, im selben Jahr die Weltmeistertitel im Cyclocross, Mountainbike (Cross Country) und Straßenrennen zu gewinnen. Ein Kunststück, das Pauline Ferrand-Prévot in der Saison 2014/15 bei den Damen geschafft hatte und von dem auch Mathieu van der Poel träumt. Nachdem sich Pidcock den Radcross-Titel gesichert hat, wird er sich nun auf die kommende Mountainbike- und Straßenrennsaison konzentrieren. Ein starkes Ergebnis bei der Cross-WM fuhr auch Elisabeth Brandau ein. Die amtierende Deutsche Meisterin arbeitete sich nach einem schlechten Start kontinuierlich durch das Feld und beendete das WM-Rennen im Cyclocross auf einem hervorragenden zwölften Platz.

  Als frisch gebackener Cyclocross-Weltmeister will Tom Pidcock in diesem Jahr auch den WM-Titel im Cross Country holen. Die <a href="https://www.bike-magazin.de/mtb_news/events_rennen/uci-worldcup-termine-2022" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">WM findet Ende August 2022 im französischen Les Gets</a>  statt.Foto: Red Bull Content Pool,Bartek Wolinski
Als frisch gebackener Cyclocross-Weltmeister will Tom Pidcock in diesem Jahr auch den WM-Titel im Cross Country holen. Die WM findet Ende August 2022 im französischen Les Gets statt.

Costa Blanca Bike Race, Spanien

Mit vier von vier Tagessiegen und dem Sieg in der Gesamtwertung landete Georg Egger (26) beim Costa Blanca Bike Race einen perfekten Start in die neue Saison und sicherte sich wertvolle UCI-Punkte. Auch für Teamkollege Lukas Baum war der Saisoneinstieg nach vier Renntagen rund um Calpe ein Erfolg. Der ehemalige Junioren-Welt- und Europameister meldete sich mit einem Podestplatz und dem vierten Rang in der Gesamtwertung zurück auf der Rennsport-Bühne. Mit ihrem in Eigenregie aufgebauten Team Speed Company Racing haben Egger und Baum, die sich seit Jahren kennen und seit der Jugend gegeneinander Rennen fahren, ein neues Kapitel aufgeschlagen. Rundum zufrieden zeigte sich Georg Egger gegenüber BIKE nach dem siegreichen Einstand: „Mir kam es fast ein wenig unheimlich vor, weil ich so gut noch nie aus dem Winter gekommen bin. Da hat sich das Wintertraining ausgezahlt. Meine gute Form habe ich bereits bei der ersten Etappe gemerkt, weil ich alle Tempoverschärfungen relativ easy mitgehen konnte. Auch beim Bergzeitfahren war ich mit Abstand der Schnellste, obwohl ich nicht die Statur dazu habe. Obwohl die Weltelite im Marathon nicht am Start stand, waren doch einige starke Jungs am Start. Beim nächsten Rennen, dem Mediterranean Epic, mit Top-Fahrern wie Andreas Seewald oder den Jungs vom Team Bulls am Start, wird sich dann zeigen, wie der Sieg beim Costa Blanca Bike Race einzuordnen ist.“

  Vier von vier: Georg Egger holte alle Tagessiege beim Costa Blanca Bike Race.Foto: Maria Soteras / sotekmedia
Vier von vier: Georg Egger holte alle Tagessiege beim Costa Blanca Bike Race.
  Georg Egger war selbst überrascht, wie gut seine Form beim ersten Rennen der Saison schon ist.Foto: Maria Soteras / sotekmedia
Georg Egger war selbst überrascht, wie gut seine Form beim ersten Rennen der Saison schon ist.
  Gute Kumpels, selber Jahrgang und seit dieser Saison im eigenen Team unterwegs: Lukas Baum (links) und Georg Egger.Foto: Maria Soteras / sotekmedia
Gute Kumpels, selber Jahrgang und seit dieser Saison im eigenen Team unterwegs: Lukas Baum (links) und Georg Egger.

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