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E-MTB-Neuheiten 2020: Conway Xyron

Conway: Leicht-Allrounder mit neuem Bosch-Motor [Video]

  • Florentin Vesenbeckh
 • Publiziert vor 2 Jahren

625 Wattstunden, 140 Millimeter Federweg, 21,5 Kilo: Mit diesen Daten präsentiert sich Conways neuestes E-Fully. Das Xyron kommt in einer Alu- und einer Carbon-Variante.

Die bisher vorgestellten E-MTB-Fullys mit neuem Bosch-Antrieb glänzten nicht gerade durch ihr besonders niedriges Gewicht. Klar, die Powertube-Integration und der größere Akku (625 Wattstunden) machen Leichtbau nicht gerade einfach. Positiver Ausreißer: Conways nagelneuer Vollcarbon-Flitzer Xyron Carbon. Unsere Waage blieb bei einem Vorserienmodell, das nicht der Serienausstattung entspricht, bei 21,5 Kilo stehen. Ohne Carbonlaufräder und ausgewiesene Leichtbau-Parts, dafür mit solidem Supergravity-Hinterreifen und 625-Wattstunden-Akku. Ein starker Wert. Das Topmodell kommt in Serie sogar noch besser – vermutlich leichter – ausgestattet.

Robert Niedring Der Rahmen des Xyron Carbon ist komplett aus Carbon: Hauptrahmen, Hinterbau, Umlenkwippe. Das spart richtig Pfunde. Die Lager der Wippe verschwinden schick im Inneren.

Robert Niedring Der neue Bosch Performance CX Gen4 steckt in allen Conway Xyron-Modellen und soll für ordentlich Trail-Spaß sorgen.

Robert Niedring Um die Kühlung des Motors zu gewährleisten, fällt das Conway-Cover luftig-löchrig aus.

Robert Niedring Die Züge laufen allesamt geordnet am Steuerrohr in den Rahmen. Hinter der Gummikappe steckt die Ladevorrichtung, um den großen 625er-Powertube im Bike zu laden.

Robert Niedring Der Geschwindigkeitssensor landet etwas oldschool an der Kettenstrebe. Conway wählt diese Lösung bewusst, um möglichen Patentstreitigkeiten aus dem Weg zu gehen.

Robert Niedring Der Schaltzug läuft bis weit hinten im Inneren des Rahmens, das bringt eine aufgeräumte Optik.

Die Geometrie des Conway Xyron

Das Xyron soll als Allrounder sowohl Tourenfahrer, als auch sportliche Trail-Biker ansprechen. Dafür fällt die Geometrie modern, aber nicht übertrieben aus. Dabei unterscheidet sich das Carbon-Modell etwas von der Alu-Variante. Mit längerem Reach und kürzerem Steuerrohr ist das Leichtbau-Modell sportlicher ausgelegt. Der Lenkwinkel liegt bei beiden Varianten bei 66 Grad, der Sitzwinkel bei 75 Grad. Mit einem Reach von 457 mm (Alu), bzw. 469 mm (Carbon), sollte das Bike auch für anspruchsvolles Gelände gewappnet sein und genügend Bewegungsspielraum bieten. Die Kettenstreben landen bei mitellangen 450 Millimetern, ein Maß, dass sich aktuell an sehr vielen modernen E-Mountainbikes findet.

Robert Niedring Das Showbike des Xyron Carbon, das uns vorgestellt wurde, entspricht zwar nicht der Serienausstattung. Trotzdem hat uns das Gewicht von 21,5 Kilo mit soliden Reifen, großem Akku und ohne besondere Leichtbau-Parts positiv überrascht.

Die Fakten zum Conway Xyron

  • Drei Varianten mit Vollcarbonrahmen, fünf mit Alu-Rahmen
  • Bosch Performance CX Gen4-Motor
  • Powertube-Akku, 625 Wh (außer günstigstes Alu-Modell)
  • 140 Millimeter Federweg
  • 27,5-Zoll-Laufräder
  • 2,6er-Reifenbreite, Reifenfreiheit bis 2,8 Zoll
  • ab 3699 (Alu) bzw. 5299 (Carbon) Euro

Die Ausstattungsvarianten des Conway Xyron

Die Carbon-Xyrons gibt es in drei Varianten, allesamt mit 625er-Powertube-Akku. Los geht´s beim Modell 727 für 5299 Euro. Dafür gibt´s ein Fox-Fahrwerk (36 Performance Float), 12fach-NX-Eagle-Schaltung, günstige Vierkolbenbremsen von Shimano und eine solide Schwalbe-Reifenkombi aus Magic Mary und Hans Dampf. Für 6000 Euro gibt´s das Xyron 827 Carbon, das im Vergleich zum günstigsten Modell um eine 12fach-Shimano-XT-Schaltung, XT-Vierkolbenbremsen, und einen Laufradsatz von DT Swiss aufgewertet wird. Das Topmodell 927 kostet satte 8000 Euro, greift dafür ins höchste Rockshox-Regal und federt mit Pike Ultimate-Gabel und Superdeluxe Ultimate-Dämpfer. Geschaltet wird mit einer Sram 12fach Eagle AXS sogar elektronisch und kabellos. Für Verzögerung sorgen Srams Code-Bremsen.

Robert Niedring Das vorgestellte Showbike kommt am Hinterreifen mit solider Supergravity-Karkasse für guten Pannenschutz. Das soll auch in Serie so bleiben.

Robert Niedring Im Rahmendreieck des Conway Xyron bleibt Platz für einen Flaschenhalter.

Die Alu-Varianten liegen preislich zwischen 3700 und 5200 Euro. Das teuerste Modell (Xyron 527) setzt auf ein Fox-Float-Performance-Fahrwerk, 12fach-Shimano-XT-Schltung, XT-Vierkolbenbremsen und DT Swiss-Laufradsatz. Das Xyron 227 ist die günstigste Variante der Palette. Hier kommt ein 500-Wh-Powerpack zum Einsatz, der von oben ins Unterrohr eingesetzt wird. Dazu kommt ein Rockshox-Fahrwerk (Recon RL, Deluxe Select Plus-Dämpfer), Shimano Deore-Schaltung und Tektro Orion-Bremsen.

Robert Niedring Das Conway Xyron 327 kommt mit Alu-Rahmen und wird für 4200 Euro den Besitzer wechseln. Es ist das günstigste Modell mit 625-Wattstunden-Powertube-Akku.

Allround ist Trumpf

Die Alu-Version des Conway Xyron ist komplett für die Montage von Schutzblechen, Seitenständer, Gepäckträger und Licht vorbereitet. Zwei Ausstattungsvarianten rollen ab Werk vollausgestattet in die Läden. Damit eignet sich das Xyron auch für Pendler, Tourenradler und Allrounder, die Trail- und Geländefahrten nur selten in Angriff nehmen und das E-MTB vielmehr als komfortables Allround-Gefährt betrachten. Die beiden Modelle Xyron C 227 bzw. 427 kosten 3900 bzw. 4600 Euro.

Cairon S – der Einstieg in die neue Bosch-Klasse bei Conway

Auch eine Hardtail-Serie mit dem neuen Bosch Performance CX hat Conway im Programm. Ähnlich dem Xyron setzen die teuren Modelle auf den 625er-Powertube-Akku, bei den günstigen Bikes wird ein 500er-Powerpack ins Unterrohr semi-integriert. Der Rahmen ist aus Aluminium. Die Cairon-Modelle gibt es alle sowohl in 27,5, als auch in 29 Zoll und auch in Tiefeinsteiger-, sowie voll ausgestatteten Varianten mit Schutzblechen, Gepäckträger, Licht und Seitenständer. Das Cairon gibt´s ab 2400 Euro, das Topmodell kostet 4000 Euro.

Robert Niedring Das Alu-Hardtail Cairon S erweitert das Conway-Portfolio mit neuem Bosch-Motor in günstige Preisklassen.

Themen: BoschBosch Gen4ConwayE-MTBE-MTB-Neuheiten 2020Eurobike_2019Video


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