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Löwenanteil hat eine grundlegende Herausforderung im Leben von Sportlern mit hohem Aktivitätslevel erkannt: Zwischen Job, Familie und Trainingseinheit fehlt oft die Zeit dafür, den Körper mit einer vollwertigen Mahlzeit und den benötigten Nährstoffen zu versorgen.
Essensplanung, Einkauf und Kochen kann in der Alltagspraxis jede Menge Zeit kosten. Gerade arbeitstätige Sportler sparen zugunsten ihres Trainingspensums gerne mal am Essen. Schnell eine Packung Nudeln gekocht und ab aufs Rad für zwei Stunden - für die kurzfristige Sättigung mag das okay sein, eine ausreichend proteinreiche Ernährung stellt jedoch eine große Herausforderung dar. Löwenanteil will Sportler mit einer radikal vereinfachten Ernährung unter die Arme greifen. Wir haben es ausprobiert.
Ich arbeite in einem Vollzeit-Job, der viele Dienstreisen und lange Pendelzeiten erfordert. Gleichzeitig schmeiße ich einen Haushalt, führe eine Beziehung und versuche soziale Kontakte aufrecht zu halten. Da kommt eine Entscheidung eigentlich ziemlich ungelegen: Ich will dieses Jahr auf ambitionierten Level Marathon-Rennen fahren.
Nicht irgendein einzelnes kleines Event, nein. Ich werde mich diese Saison an einigen der größten Ausdauer-Herausforderungen versuchen, die ein Mountainbiker auf dieser Welt bestreiten kann. Das geht natürlich nicht ohne Vorbereitung.
Das Training auf dem Rad ist obligatorisch. Da ich für lange Distanzen trainiere, müssen auch meine Trainingsfahrten lang ausfallen. Rund zwei Stunden sitze ich an einem durchschnittlichen Arbeitstag im Sattel. An einem Wochenendtag können es schon mal sechs und mehr sein.
Im Büro sieht mein Mittagessen meist so aus: Entweder ich gehen mit den Kollegen zum Mittagstisch um die Ecke, ich mache einen kurzen Stopp an der Frischetheke des nächsten Supermarktes oder ich werfe ein paar Nudeln ins Wasser. Burger mit Pommes, Schnitzel-Brötchen und Pasta sind auf täglicher Basis natürlich nicht gerade das Optimum für meinen Körper. Aber für frisch gekochte Mahlzeiten fehlt mir meist einfach die Zeit.
Probiert hatte ich es bereits mit Meal-Prepping, einer Trendbewegung, bei der man sein Essen vorkocht und kreativ kombiniert, um im Alltag etwas Selbstgekochtes zu haben. Leider wird die Zeit dabei aber nicht wirklich gespart, sondern nur auf einen anderen Tag verlagert.
Zudem verlangt das Konzept nach einer guten Planung. Bald hatte ich Meal-Prepping wieder verworfen. Mit vorgekochten Fertiggerichten will Löwenanteil einen Schritt weitergehen und die Versorgung von Sportlern radikal vereinfachen.
Bei Löwenanteil lassen sich ganz nach persönlichem Gusto 16 verschiedene Gerichte in Bio-Qualität bestellen. Die Auswahl reicht von fleischhaltigen Sorten wie Classic Bolognese und Hühner Frikassee bis zu vegetarischen und veganen Optionen, zum Beispiel Sweet Chili oder Erdnuss Curry.
In jedem Glas stecken 570 Gramm verzehrfertigen Essens, das nur noch in der Mikrowelle oder im Topf aufgewärmt werden muss. Löwenanteil achtet für die Versorgung der Muskeln bei jedem Gericht auf einen hohen Proteinanteil. Ein hoher Anteil von Gemüse und Hülsenfrüchten soll für die Sättigung sorgen.
Die Preise liegen je Glas zwischen 7,99 und 9,99 Euro. Günstiger komme ich mit dem Mittagstisch im Imbiss nicht weg. Die Preise sind zudem konkurrenzfähig mit anderem Bio-Fertigessen. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, ich muss jedoch sagen: Alle zwölf getesteten Löwenanteil-Gerichte haben mir gut geschmeckt.
Mein persönlicher Favorit: das würzige Paprika Hähnchen. Auch Kollegen durften probieren und waren vom Konzept überzeugt. Einen schnelleren Weg zu einem leckeren, warmen Essen, bei dem man kein schlechtes Gewissen um seine Gesundheit haben muss, gibt es eigentlich nicht.
Zeitaufwand: keine fünf Minuten. Klar, die Gerichte verfolgen ein One-Bowl-Konzept und überzeugen als einheitliche Masse optisch nicht immer auf den ersten Blick. Geschmack und Inhaltsstoffe überzeugen im Test jedoch auch Kritiker.
Als Radsportler ist es nicht mein primäres Ziel abzunehmen. Ich will meinen Körper lieber mit dem verpflegen, was er braucht und nicht in die Unterversorgung fahren. Gar nicht so einfach. Als 1,90 Meter großer Ausdauersportler mit hohem Aktivitätsniveau brauche ich dafür nämlich jede Menge Energie.
Mein Grundumsatz liegt bei circa 3000 Kalorien. Zusätzlich werden an einem gewöhnlichen Arbeitstag rund 2000 weitere Kalorien bei zweieinhalb Stunden Training verbrannt. Es ist ein klassisches Problem von Marathon-Bikern: Um nicht zu hungern, muss ich ständig essen. Eine der wichtigsten Mahlzeiten ist dabei das Mittagessen. Es muss das Defizit des morgendlichen Trainings auffangen und gleichzeitig Reserven für das Training am Nachmittag bereitstellen.
Die Löwenanteil-Gerichte sind als vollwertige Mahlzeiten konzipiert. Laut Website befinden sich in einem Glas zwei Portionen. Mein Paprika-Hähnchen enthält pro Glas 43 Gramm Protein, 53 Gramm Kohlenhydrate und 672 Kalorien.
Vor allem bei den für Radsportler essentiellen Kalorien aus Kohlenhydraten liegt mein Bedarf deutlich höher. Deshalb koche ich zusätzlich Reis, Kartoffeln oder Nudeln ab. Damit lassen sich alle Gerichte super kombinieren und etwas strecken.
Nach dem Mittagessen bin ich so stets satt, schnell wieder am Schreibtisch und anschließend früher auf dem Bike. Auch wenn ich als Kalorien-Monster nicht zwingend zur Kernzielgruppe gehöre, haben sich die Vorteile durch Löwenanteil im Selbstversuch als gewinnbringend herausgestellt.
Zugegeben, ich war skeptisch: Schon wieder ein glorifiziertes Fertigessen für die Fitness-Bubble? Nach mehreren Wochen mit Löwenanteil muss ich aber sagen, dass die vorgekochten Gerichte im Biker-Alltag sehr praktisch sind und super schmecken. Auf jeden Fall die nährwertoptimierte, sportgerechte Alternative zum Fastfood. Radsportler müssen für ihren Kalorienbedarf gegebenenfalls strecken. - Jan Timmermann, BIKE-Redakteur
Was meint ihr: Können Fertiggerichte Radsportler im Trainingsalltag unterstützen? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!

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