MTB-Transalp MiniserieEpisode 3 - ins Herz der Hohen Tauern

Gitta Beimfohr

 · 02.11.2022

Die Gasteiner Ache beim Downhill bietet zumindest Erfrischung für die Augen.
Foto: Peter Baumeister
Die Gasteiner Ache beim Downhill bietet zumindest Erfrischung für die Augen.

Vorbei die Zeit der Flachetappen! Heute betreten die 9 Transalp-Freunde das Reich der Schmerzen. Der Hauptkamm steht an. Und wie: 1500 Höhenmeter auf gerade mal 21 Kilometer Streckenlänge. Das klingt nicht nach viel Fahren. Eher nach viel Schieben, Tragen, Schmerzen und so manchem Spruch – zumindest von denjenigen, die in der dünner werdenden Luft Richtung Hagener Hütte noch sprechen können.

„Schieben, tragen, schieben, tragen und zum Schluss raus wird’s wahrscheinlich zach“, so lautete die Prognose von Stevo und Schmos für die heutige Etappe in die Hohen Tauern hinauf. Und die beiden sollten es wissen, weil sie zu den erfahrenen Alpenüberquerern der Crew gehören. Doch ob Eal sein Bike überhaupt schon mal getragen hat? Wir werden es heute erleben. Ach ja, für Marki, der am Abend zuvor im Doppler verloren hat, beginnt der Tag der „Killeretappe“ mit einer maximalen Erfrischung: Er muss zur Strafe in den Eisbach hüpfen.

Verlagssonderveröffentlichung

Die 3. Etappe: Von Bad Hofgastein auf die Hagener Hütte

  • Länge: 21 Kilometer
  • Bergauf: 1500 Höhenmeter
  • Bergab: 100 Tiefenmeter
  • Schwierigkeit: extrem
  • Ausstrahlung: Mittwoch, 2.11., 18 Uhr

Hinterm Stubener Hof führt die Kötschachtaler Straße am Hang entlang nach Bad Gastein und anschließend an der Gasteiner Ache entlang Richtung Talschluss, wo die Bergflanken steiler werden und immer enger zusammenrücken. Nicht viele Alpenüberquerer wählen diesen Weg über den Hauptkamm, denn ab der Veitbauernalm auf 1640 Meter Höhe ist definitiv Schluss mit fahren. Jetzt heißt es 800 Höhenmeter lang im kleinsten Zickzack Felsstufen hochklettern. Am besten wirft man dabei das Bike auf den ohnehin schon schweren Rucksack, versucht mit den Reifen nicht an der Felswand hängen zu bleiben und gleichzeitig für Körper und Psyche einen Rhythmus zu finden. Das Ganze bleibt nicht unbelohnt, denn die Landschaft der Hohen Tauern mit ihren Gipfeln, Graten und Wasserfällen wächst dabei mit jedem Schritt. Auf 2446 Meter Höhe wartet schließlich die Hagener Hütte, das Ziel der 3. Etappe.

Alle Episoden-Übersicht, Ausstrahlung auf Youtube jeweils um 18 Uhr

Etappe 1: Vom Chiemsee auf die Seidlalm in den Kitzbüheler Alpen
75 Kilometer und 1800 Höhenmeter – die ersten Materialprobleme

Etappe 2: Von der Seidlalm nach Bad Hofgastein
76 Kilometer, 900 Höhenmeter
Ausstrahlung: Montag, 31.10., 18 Uhr

Etappe 3: Aus dem Gasteiner Tal in die Hohen Tauern hinauf
21 Kilometer, 1500 Höhenmeter
Ausstrahlung: Mittwoch, 2.11.

Etappe 4: von der Hagener Hütte in die Lienzer Dolomiten
66 Kilometer, 2100 Höhenmeter
Ausstrahlung: Freitag, 4.11.

Etappe 5: Vom Anna Schutzhaus zur Rattendorfer Alm
70 Kilometer, 1600 Höhenmeter
Ausstrahlung: Sonntag, 6.11.

Etappe 6: von der Rattendorfer Alm nach Udine
100 Kilometer, 550 Höhenmeter
Ausstrahlung: Dienstag, 8.11.

Etappe 7: von Udine an die Adria bei Bibione
60 Kilometer, 50 Höhenmeter
Ausstrahlung: Donnerstag, 10.11.

Peter Baumeister (29) ist, seit er denken kann, mit seinem Hardtail in den Alpen unterwegs gewesen.Foto: Peter Baumeister
Peter Baumeister (29) ist, seit er denken kann, mit seinem Hardtail in den Alpen unterwegs gewesen.

Porträt des Filmemachers Peter Baumeister

Peter Baumeister (29) wuchs im oberbayerischen Penzberg auf. Seit er denken kann, hat er die Berge vor der Haustür mit seinem Hardtail erkundet. Mit zunehmendem Alter wurden seine Tourenradien größer und brachten ihn nicht nur in die Alpen, sondern auch in den Kaukasus, die Anden und in den Himalaya. Nach seinem BWL-Studium in München brach er allein zu seiner längsten Europa-Tour auf: von Penzberg nach Portugal. Dabei musste er nicht nur die Alpen, sondern auch die Pyrenäen überqueren. Das Filmen und Schneiden seiner Tour-Videos brachte sich der derzeitige Wahl-Südtiroler selbst bei.

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