Auch leichte Touren sind im Zillertal möglich. Dank der sanft ansteigenden Täler, die einst von den Gletschern ausgeschleift wurden, pedalieren selbst Einsteiger ganz leicht bis zum ewigen Eis.
Gemütliche Einrollrunde um den Durlassbodenspeicher mit Gletscher, Panorama, urigen Almen und einem Ausflug in die benachbarten Krimmler Tauern. Im Hochsommer hat der See sogar Badetemperatur.
Viel näher kann man dem Gletschereis auf einer Bike-Tour kaum kommen: Die Tour ins Wildgerlostal startet in Gerlos, hangelt sich am Gerlosbach entlang und klettert schließlich zur Staumauer des Durlassbodenspeichers hinauf. Oben auf 1400 Metern Höhe hat man nun den anstrengendsten Part der Tour hinter sich gelassen. Der Blick folgt dem See, der wie ein krummer Fjord zwischen den Bergriesen eingekeilt daliegt. Ob man ihn nun im oder gegen den Uhrzeigersinn umrunden möchte, ist Geschmackssache. Vielleicht machen Sie es von Ihrem Hunger abhängig, denn an der Bärschlagalm am Westufer darf man einfach nicht vorbeifahren. Die urige Hütte liegt genial in die Landschaft eingebettet und wird noch immer ohne Strom bewirtschaftet. Danach geht es auf dem geschotterten Uferweg weiter gen Talschluss, bis am Ende die Gletscherfelder der Wildgerlos- und der Reichenspitze in der Sonne glitzern.
In Finkau ist das Südende des Sees erreicht. Hier kann man im Alpengasthaus nochmals einkehren und dann auf der anderen Seeseite wieder talabwärts kurbeln. Wer noch Kraft hat, der pedaliert noch fünf Kilometer näher an den Gletscher heran, denn erst an der Materialbahn der Zittauer Hütte ist der Fahrweg wirklich zu Ende. Allerdings sammeln sich auf diesem Stück noch mal 500 Extra-Höhenmeter an.
Zurück an der Staumauer des Durlassbodens winkt noch ein Kaffee im Seestüberl und ein Sprung ins zwar frische, aber immer noch wärmste Badegewässer des Zillertals. Dann geht’s wieder am Gerlosbach entlang zurück zum Ausgangspunkt. Die Wildgerlostal-Tour ist eine perfekte Runde zum Einrollen oder für besonders heiße Tage.
Infos zur Tour
Am Nordufer des Durlassbodenspeichers musste man das Bike vor ein paar Jahren noch kurz schultern und über Holzplanken wuchten. Diese Strecke wurde inzwischen ausgebaut und ist komplett fahrbar. Wer noch ein paar Höhenmeter dranhängen möchte, kurbelt auf der Straße Richtung Königsleiten hinauf und rollt auf der Bundesstraße zurück nach Gerlos.
Start- und Zielpunkt
Die Tour beginnt am Musikpavillon im Ortszentrum von Gerlos.
Einkehr
Bärschlagalm, Alpengasthaus Finkau (Wildgerichte!), Seestüberl
Diese Tour hat den wohl leichtesten Anstieg und führt doch ganz nah an den größten Gletscher des Zillertals heran. Nach der Rast auf der Sonnenterrasse lohnt sich noch ein kurzer Abstecher zum Schleier Wasserfall.
Wenn die Teilnehmer der Zillertal Bike Challenge nach drei harten Renntagen die Bichlalm im Visier haben, wähnen sie sich bereits im Ziel. So nah scheint sich der Hintertuxer Gletscher vor der Sonnenterrasse der kleinen, gemütlichen Alm aufzutürmen. Doch falsch gedacht. Die Racer müssen nämlich noch weiter zur Sommerbergalm hinauf, und dahinter wartet noch eine weitere 500-Höhenmeter-Rampe bis zum Ziel am Tuxer-Ferner-Haus. Wer aber nur diese kleine Stich-Tour in Angriff nimmt, der feiert auf der Bichlalm (1695 m) tatsächlich Bergfest.
Vom Parkplatz in Vorderlanersbach zieht sich die Talstraße angenehm flach und praktisch schnörkellos das Tal nach Hintertux hinauf. Kurz vor der Ortschaft Juns macht die Straße einen leichten Linksknick, und plötzlich strahlt der Hintertuxer Gletscher im Talschluss. Ein Anblick, der die Kurbelarbeit auf der Talstraße nur noch beflügelt. Direkt nach dem Ortsschild von Hintertux, auf knapp 1500 Metern Höhe, ist es endlich so weit: Ein Schild weist rechts in den Abzweig Richtung Tuxerjoch und Bichlalm. Wenige Meter noch auf Asphalt, dann wechselt der Belag auf Schotter, der in Serpentinen weiterhin sanft durch den Bergwald hinaufklettert. Nach 200 Höhenmetern hat man die letzten Bäume hinter sich gelassen und steuert wieder direkt auf den Gletscher zu, vor dem sich ein paar Häuser postiert haben: die Bichlalm. Die Sonnenterrasse der kleinen Hütte ist meist gut besucht – und zwar zu Recht. Die selbst gebackenen Kuchen aus den Heumilch-Produkten des Tals zerschmelzen fast auf der Zunge. Wer gute Augen hat, erkennt auf dem Gletscher sogar die Skifahrer, die dort oben den ganzen Sommer über trainieren.
Infos zur Tour
Die Tour lässt sich beliebig verlängern. Entweder man startet weiter unten im Tal, in Finkenberg, oder man pedaliert nach der Bichlalm weiter Richtung Gletscher hinauf. Bis zur Sommerbergalm ist der Anstieg noch moderat, danach warten einige heftige Stiche zum Tuxer-Ferner-Haus hinauf.
Start- und Zielpunkt
Vorderlanersbach, am Parkplatz kurz nach Ortseingang, gegenüber des Testerhofs
Einkehr
Diverse Einkehrstationen entlang der Talstraße und natürlich die Bichlalm am Scheitelpunkt der Tour. Geöffnet von Mitte Juni bis Mitte Oktober.
GPS-Daten
Die GPS-Daten der hier beschriebenen und alle anderen ausgewiesenen Touren im Zillertal finden Sie im interaktiven Touren-Planer von: www.zillertal.at
Die Panoramatrauben hängen im Zillertal natürlich hoch. Aber es gibt ja die Seilbahnen! Warum nicht einfach ein paar Höhenmeter sparen und die Tour auf Aussichtshöhe fortsetzen?
Grandiose Aussicht in die Gletschergipfel, und am Ende des langen Anstiegs gibt’s zum "Bergfest" einen frisch gegrillten Burger auf der Hütte. Bei Vollmond kann man in der Felsarena auch besonders schön übernachten.
Skitourengeher lieben die Rastkogelhütte. Auf 2124 Metern Höhe thront das Haus vom DAV wie ein Ausrufezeichen in einer großen Felsarena. Vollmondnächte sollen hier oben besonders schön sein. Vor allem, wenn die Dicke Berta dazu dampft. Der Smoker-Grill sieht aus wie eine kleine Dampflok und brutzelt vor der Hütte das ganze Jahr über Ribeye-Steaks und den berühmten Rastkogelhütten-Burger.
Für die Verpflegung ist also gesorgt, jetzt muss man die Hütte nur noch mit entsprechend großem Hunger erreichen. Und das geht am besten mit der Penkenbahn. Man schwebt also in acht Minuten aus dem Zentrum von Mayrhofen auf den Penken und klettert auf der Panoramaschotterstraße noch knapp 300 Höhenmeter weiter zum Penkenjoch hinauf. Oben überblickt man sämtliche Seitentäler des Zillertals mit ihren Gipfelreihen, aus welchen die weißen Gletscherfelder herausblitzen. Volle Konzentration dann auf der folgenden Abfahrt ins Horbergtal. Die Schotterstraße stiert ziemlich steil bergab bis Schwendberg, wo schließlich der erste und einzige lange Anstieg des Tages wartet: Knapp 900 Höhenmeter am Stück klettert die Route nun zur Rastkogelhütte hinauf. Bis zur Mautstelle der Zillertaler Höhenstraße auf Asphalt, dann über die Sidanalm weiter auf Schotter. Der Anstieg ist lang und teils steil, doch sobald sich die Felsarena zur Rastkogelhütte öffnet, sind die Schmerzen vergessen. Und mit dem frisch gegrillten Burger in der Hand sowieso. Aber Vorsicht mit dem Bauchvollschlagen! Auf der Abfahrt ins Tal lauert noch ein kurzer, aber knackiger Gegenanstieg zum Melchboden hinauf. Im Tal auf dem Zillertal-Radweg zurück nach Mayrhofen.
Info zur Tour
Am Penkenjoch startet der Klettersteig Knorren. Wen es spontan überkommt, der kann sich an der Seilbahn eine Ausrüstung ausleihen.
Die Seilbahn
Die nagelneue 3S-Penkenbahn hat vom 14.5.–9.10. geöffnet.
Start- und Zielpunkt
An der Penkenbahn-Talstation im Zentrum von Mayrhofen
Einkehr
Hütten am Penkenjoch, Rastkogelhütte (geöffnet im Sommer von Juni bis Ende Oktober), Melchboden
Buntes Treiben am Aussichtsberg Penken und absoluter Bergfrieden am Geiseljoch. Die neue 3S-Penkenbahn macht diese Kombination der ungleichen Brüder erst möglich. Und am Ende warten 1600 Höhenmeter Abfahrt am Stück.
Man muss einfach mal oben gewesen sein, auf dem 2292 Meter hohen Geiseljoch. Der Anstieg ist zwar lang und kräftesaugend, doch so, wie die Schotterserpentinen aus dem Zillertal immer weiter in die stille Bergwelt hinaufklettern – das ist schon ein Erlebnis.
Doch zuvor warten noch ganz andere Erlebnisse: die Auffahrt mit der brandneuen 3S-Penkenbahn etwa. Dank hochmodernster Technik fliegen die Gondeln in nur acht Minuten die 1000 Höhenmeter zum Penken hinauf. Man überquert den Pass auf dem neuen Panoramaweg und drückt die Rampen zur Wanglalm hinauf. Ein steiler, ruppiger Schotterweg kurvt schließlich Richtung Vorderlanersbach hinunter, bis er auf die Pass-Straße zum Geiseljoch trifft. Am Joch selbst verjüngt sich der Schotter zum leicht verblockten, aber voll fahrbaren Pfad. Alpenüberquerer fahren hier nach Weerberg ab, Tages-Tourer drehen um und lassen die Bremsen erst wieder in Mayrhofen los.
Infos zur Tour
Man kann die Schleife über den Penken auch weglassen und die Tour zum Geiseljoch in Vorderlanersbach starten.
Die Seilbahn
Die nagelneue 3S-Penkenbahn hat vom 14.5.–9.10. geöffnet.
Start- und Zielpunkt
An der Penkenbahn-Talstation im Zentrum von Mayrhofen
Einkehr
Gasthof Geislerhof
GPS-Daten
Die GPS-Daten der hier beschriebenen und alle anderen ausgewiesenen Touren im Zillertal finden Sie im interaktiven Touren-Planer von: www.zillertal.at
Nirgendwo in den Alpen warten längere Anstiege als im Hauptkamm. Wer richtig hoch hinaus will, bekommt im Zillertal schnell 2000 Höhenmeter zusammen – und darf danach zurecht stolz auf sich sein.
Diese Tour ist die erste große Aufgabe am Eingang des Zillertals. Von Fügen schraubt sich ein Schotterweg bis zum Loassattel hinauf und umrundet dann vor Karwendel- und Inntal-Panorama das Kellerjoch. Ein echter Zillertal-Klassiker.
Wie eine Bastion wacht das 2344 Meter hohe Kellerjoch über dem Eingang des Zillertals. Diesen Koloss von einem Berg mit dem Bike zu umrunden, gehört zu den absoluten Touren-Klassikern der Region. Die Runde ist zwar lang, lässt sich aber je nach Kondition und Wetter auch verkürzen.
Von Fügen schraubt man sich auf der Straße zur St.Pankraz-Kirche hinauf und weiter auf den Kupfnerberg. In einer Linkskehre wechselt man schließlich geradeaus auf den Schotterweg durchs Finsingtal. Viele Jahre lang war dieser mäßig steile Aufstieg nach Hochfügen die Eröffnung der Zillertal Bike Challenge. Oben überquert man kurz die Asphaltstraße und zweigt gleich wieder Richtung Loassattel ab. Eine angenehm flach ansteigende Schotterstraße klettert nun langsam über die Baumgrenze – und die Karwendelspitzen schieben sich ins Sichtfeld. Im Gasthof Loas lohnt es sich einzukehren, danach geht es erst mal nur bergab Richtung Grafenaste. Wer dort merkt, dass ihm die Kräfte schwinden, der kann auch hier bereits ins Zillertal abfahren. Alle anderen kurbeln noch über den Mehrerkopf und die urigen Orte Hochgallzein und Obertroi.
Infos zur Tour
2000 Höhenmeter sind eine ordentliche Aufgabe für eine Tages-Tour. Wer es sich unterwegs aus Konditionsgründen anders überlegt, kann bei Grafenaste und später noch in Hof direkt ins Inntal abfahren. Dann auf dem Zillertal-Radweg zurück nach Fügen rollen.
Start- und Zielpunkt
Die Tour startet am Parkplatz an der Festhalle in Fügen. An der Kreuzung am Hotel Alpina der MTB-Route 411 folgen, stets Richtung St. Pankraz.
Einkehr
Gasthof Loas kurz nach dem Loassattel (leckere Schnitzel!)
Dort, wo sich im Winter die Skifahrer tummeln, blüht im Sommer ein Almenidyll. Kuhglocken statt Alpen-hits geben den Takt vor, mit denen sich entspannt die Bergwege kurbeln lassen. Und am Ende des Anstiegs wartet eine urige Einkehr.
Nicht um das Kellerjoch herum, sondern in einer Achterschleife quer über die Fügener Bergflanke. Diese Tour zur Geols-alm (1774 m) und weiter zur Gartalm (1860 m) hinauf, klettert dabei recht weit in die Gipfelregionen vor. Und wer die Hänge rund um die Spieljochbahn vom Winter her kennt, der ahnt schon, dass hier im Sommer bergauf die kleinsten Gänge zum Einsatz kommen werden.
Und richtig: Von Fügen geht es zunächst noch recht angenehm auf der Pankrazbergstraße und anschließend auf der Hochfügener Straße auf Asphalt bergauf. Doch spätestens beim Abzweig Richtung Mittelstation der Spieljochbahn wird die Kette ganz nach links wandern. Stetig steigend führt der Weg nun die buckeligen Almwiesen hinauf. Wer hier im Frühjahr oder im Herbst hinaufkurbelt, wird sich vor lauter Wiesenblumen kaum vorstellen können, dass er hier im Winter noch mit den Ski hinuntergekarvt ist. Statt Skifahrern und wummernder Après-Schirmbars, läuten hier im Sommer nur hin und wieder ein paar Kuhglocken. Ab dem Abzweig zur Geolsalm pfeift dazu vielleicht mal ein Murmeltier – ansonsten lässt einen das rhythmische Knistern der Kieselsteine unter den eigenen Reifen schon fast meditativ weiterkurbeln. Nach knapp 1200 Höhenmetern am Stück ist die Geolsalm erreicht. Jetzt könnte man noch den letzten Stich zur Gartalm hinauf dranhängen. Oder aber, man lässt sich zufrieden auf die Sonnenterrasse der Geolsalm plumpsen und bestellt sich mit Blick auf die Reichenspitzgruppe eine hausgemachte Kaspressknödel-Suppe. Zurück geht’s über die Arzjochkapelle und Kaunzalm durchs Öxltal wieder nach Fügen hinunter.
Infos zur Tour
Diese Tour in den Flanken des Fügener Hausbergs Kellerjoch wird ab 2016 auch Teil der Zillertal Bike Challenge sein. Wer sich mit der Auftaktetappe des Team-Rennens also schon mal vertraut machen möchte, ist hier richtig. Tipp: Nach der Tour lohnt sich noch ein Sprung in den kleinen Splitterer See, der ab Juni Badetemperatur hat.
Start- und Zielpunkt
Am Parkplatz an der Festhalle in Fügen
Einkehr
Geolsalm und Gartalm, geöffnet von Mai bis Oktober
GPS-Daten
Die GPS-Daten der hier beschriebenen und alle anderen ausgewiesenen Touren im Zillertal finden Sie im interaktiven Touren-Planer von: www.zillertal.at
Achterbahngefühle lösen die zwei Flowtrails im Zillertal aus. Hier wurden Anlieger, Sprünge und Holzkonstruktionen so kombiniert, dass alle Biker Spaß haben können. Und da die Trails auf zwei verschiedenen Gipfeln liegen, ändert sich auch die Aussicht.
Das Goldstück des Zillertals: Unglaublich, wie viele Kehren die Schweizer Trail-Bauer von Velosolutions in den Hang zwischen Wiesenalm und Zell am Ziller gewickelt haben. Von der Mittelstation der Rosenalmbahn an wurde kein Höhenmeter ungenutzt gelassen. Zunächst zirkelt der Pfad flach und naturbelassen durch den Wald. Irgendwann fällt der Hang steiler ab, doch der Trail will vom Talboden noch nichts wissen. Kleine bis mittelhohe Bumps, die man herrlich wegdrücken kann, mischen sich in seinen weiterhin flachen Kurs. Manche Kurven drehen jetzt auch schon mal enger zu, bleiben aber gerade noch fahrbar. Holzbrücken sorgen für Abwechslung, dann übernehmen Anliegerkehren wieder die Regie. Auch wenn der Trail nicht schwer zu fahren ist, Konzentration ist bis zum Schluss gefragt, denn im Zielhang wartet noch ein eng gezogener Slalom-Parcours. Absoluter Top-Trail für alle Ansprüche!
Im letzten Jahr erst frisch gespurt: die Isskogel-Trails über Gerlos. Hier dröselt sich ein Hauptpfad etwa auf halber Höhe in fünf Abfahrtsvarianten auf. Unterhalb der Isskogel-Bergstation markiert ein "Fußgänger verboten"-Schild den Einstieg des Trails. Erst geht es durch schön gezogene Kehren in den Hang, dann mit Schwung über eine Holzrampe und weiter im Anliegertakt. Ab der Waldgrenze darf man sich dann entscheiden, welchen Schwierigkeitsgrad man einschlagen möchte: Einsteiger nehmen am besten die sanften Kurven des "Iss Flow" (2470 m) oder die spektakulären Northshore-Brücken samt Steilkurve des "Iss Shore" (666 m). Wer dagegen Richtung "Iss Natural" (246 m) und "Iss Tough" (1270 m) abzweigt, sollte in Sachen Wurzeln und Hinterradversetzen versiert sein. Nur der "Iss Vertical" (290 m) hält sich nicht mit vielen Kehren auf. Für diese Variante braucht man ein gutes Gefühl in den Bremsfingern. Achterbahn pur!
Wiesenalm- und Isskogel-Trail haben eins gemeinsam: Beide zweigen vom gleichen Panoramaweg ab. Letzterer zieht sich nämlich wie ein Aussichtsbalkon von der Rosenalm bis zum Isskogel und wippt dabei auf einer Höhe von 1800 bis 2000 Metern dahin. Also liegt es nur nahe, beide Supertrails mit einem Ausritt über eben diesen Panoramaweg zu verbinden.
Mit der Rosenalmbahn schwebt man von Zell bis zur Gipfelstation. Jetzt fehlen noch knapp 100 Höhenmeter bis zum Panoramaweg hinauf, doch die kommen zum Warmwerden gerade recht. Dann folgt man dem Schotterweg einfach Richtung Aussicht, denn nach nur wenigen Pedalumdrehungen breitet sich vor dem Lenker der komplette weiß überzuckerte Alpenhauptkamm aus – und zwar für die nächsten 22 Kilometer. Am Isskogel stürzt man sich in die neuen Trails, setzt sich in Gerlos wieder in die Gondel und schwebt wieder hinauf zum Panoramaweg. Und obwohl man den Weg zurück nun schon kennt: Die Sonne steht jetzt tiefer und beleuchtet die Berggipfel in ganz anderem Licht. Zurück an der Rosenalm wartet der Wiesenalm-Trail. Schöner kann ein Touren-Tag nicht enden. Super Tour!
Die GPS-Daten der hier beschriebenen und alle anderen ausgewiesenen Touren im Zillertal finden Sie im interaktiven Touren-Planer von: www.zillertal.at
Rosenalmbahn in Zell am Ziller: vom 26.5.–9.10., täglich von 8.40–17.10 Uhr, Preis pro Fahrt: 7,40 Euro. Isskogelbahn/Gerlos: vom 11.6.–9.10., täglich von 9–17 Uhr (ohne Mittagspause), Preis: 8,20 Euro. Bike-Transport gratis. Infos: www.zillertalarena.com
Für die Panorama-Trail-Schaukel gibt es ein Kombi-Ticket für die beiden Seilbahnen in Zell und am Isskogel. Erwachsene zahlen für beide Bergfahrten einmalig ab 14,80 Euro, Kinder ab 7,40 Euro.

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