Das Streckennetz gliedert sich in vier Kategorien. Für Einsteiger, zum Aufwärmen oder zum Üben von Grundtechniken eignen sich zwei Green Trails mit sanften Kurven und moderatem Gefälle. Fortgeschrittene Fahrer finden zwei Blue Trails vor. Der Blue Flowtrail auf der Wiese führt durch weite Kurven und kleine Wellen. Der Blue Singletrack im Wald bietet abwechslungsreiche Linien, Wurzeln und leicht technische Passagen.
Für erfahrene Biker steht ein Red Singletrack im Wald zur Verfügung. Die Strecke fordert mit technischen Abschnitten, engeren Kurven und anspruchsvollem Gelände. Zwei Jumplines mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen richten sich an Fahrer, die an Sprungtechnik arbeiten oder Tricks üben möchten.
Ein MTB-Schlepplift bringt Biker zum Start der Abfahrten. Saisonstart ist im Juli 2026. Von Juli bis Anfang September öffnet der Park mittwochs, donnerstags, samstags und sonntags von 09:30 bis 17:30 Uhr. Freitags gelten verlängerte Öffnungszeiten von 10:00 bis 20:00 Uhr. In den Ferienzeiten können die Zeiten variieren. Von September bis Ende Oktober ist der Bikepark donnerstags bis sonntags von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
Tickets gibt es direkt vor Ort an der Kasse. Die Tageskarte kostet für Kinder bis 11 Jahren 22 Euro, für Jugendliche von 12 bis 18 Jahren 26 Euro und für Erwachsene 32 Euro. Eine 4-Stunden-Karte ist für 18 Euro, 22 Euro beziehungsweise 26 Euro erhältlich. Ein 10er-Ticket kostet 20 Euro, 24 Euro oder 30 Euro. Einzelfahrten schlagen mit jeweils 5 Euro zu Buche.
Die Saisonkarte liegt bei 180 Euro für Kinder, 220 Euro für Jugendliche und 260 Euro für Erwachsene. Für die Kids & Skill Area wird eine freiwillige Spende erbeten. Gruppen ab 10 Personen erhalten Preise nach Vereinbarung.
Kilian Maderegger leitet die Bikeschool am Schilift Kesselmann. Das Team bietet professionellen Bike-Unterricht in alpiner Umgebung. Die Trainings und Coachings richten sich an Einsteiger und ambitionierte Rider.
Die Teilnehmenden arbeiten gezielt an ihrer Technik, erhalten direktes Feedback und lernen, sicherer und kontrollierter zu fahren. Anfragen können über die Webseite km-bikeschool.at gestellt werden.
Wer kein eigenes Bike mitbringt, kann vor Ort Räder und Ausrüstung leihen. Der Verleih bietet gewartete Bikes für verschiedene Einsatzbereiche. Das Angebot deckt die Bedürfnisse von Anfängern bis zu erfahrenen Trail-Fahrern ab.
Die Fuschlseeregion reiht sich damit in eine wachsende Liste von Alpendestinationen ein, die auf die Realität des Klimawandels reagieren. Was Vorreiter wie Saalbach-Hinterglemm, Leogang oder die Lenzerheide bereits vorgemacht haben, wird nun auch hier Realität: Aus reinen Winterdestinationen werden ganzjährige Bike- und Freizeitreviere. Die Rechnung ist simpel – kürzere Schneesaisonen erfordern neue Standbeine, und der Mountainbike-Boom der vergangenen Jahre bietet die passende Antwort.
Während ambitionierte Bikeparks wie Schladming oder Serfaus-Fiss-Ladis bereits internationale Beachtung finden, setzt die Fuschlseeregion bewusst auf einen anderen Ansatz: Statt spektakulärer Downhill-Strecken liegt der Fokus auf familienfreundlichen, naturnahen Angeboten.
Ein kluger Schachzug in einem zunehmend gesättigten Markt – denn während Hardcore-Biker zwischen etablierten Hotspots wählen können, fehlt es vielerorts noch an niederschwelligen Angeboten für Einsteiger und Familien. Die Transformation vom Skigebiet zum Sommer-Aktivareal ist nicht mehr Kür, sondern Pflicht für alpine Tourismusregionen.

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