Test 2019: Mountainbikes für Kinder Test 2019: Mountainbikes für Kinder

Kaufberatung 2019: 18 Kinderbikes in der Übersicht

10 Tipps zum perfekten Kinderbike

Stefan Frey am 15.12.2019

Mit jedem Jahr wachsen die Fähigkeiten der Nachwuchs-Biker. Nach drei Kinderrädern passen Kids schon auf kleine Erwachsenengrößen. Wir sagen, worauf Sie beim Kauf eines Kinderrades achten sollten.

Je leichter, desto besser

Ein gutes Kinderrad ist immer leicht. Die Rechnung ist einfach: Ein sieben Kilo schweres 24-Zoll-Bike wiegt für einen 20-Kilo-Fahrer über ein Drittel seines Körpergewichts. Das ist, als würde ein 75 Kilo Mann auf einem 25 Kilo schweren Bike fahren. Außerdem: Kann das Kind sein Bike die Kellertreppe selbst hochtragen, ist der Sprössling stolz wie Oskar, und die Eltern sind entlastet.

Zum Mitwachsen

Ein Rahmen, der sich beispiels-weise von 24-Zoll- auf 26-Zoll-Laufräder umrüsten lässt, macht gerade bei teuren Fullys Sinn. Dann lohnt sich nämlich nicht nur die meist deutlich größere Investition, sondern auch eventuelle Tuning Maßnahmen, die das meist recht hohe Gewicht der Kinder-Fullys etwas reduzieren.

Der passende Zeitpunkt

Ostern scheint für viele Eltern die ideale Zeit zum Fahrradkauf zu sein. Liegt irgendwie auch nahe: Die Sonne lacht, die Knospen sprießen. Doch Ostern ist Fahrrad-Hochsaison. Die Händler sind gestresst und viele Modelle und Farben schon längst vergriffen. Kaufen Sie besser zum Jahresbeginn. Dann sind die Lager noch voll, und auch die passende Größe fürs Kind lässt sich schon gut abschätzen. Mit etwas Glück finden Sie auch noch ein passendes Schnäppchen aus dem Vorjahr.

 
Der Weg zur richtigen Größe

Die beste Methode, um die richtige Größe zu finden, ist natürlich eine Probefahrt. Doch einen Laden um die Ecke, mit riesiger Auswahl, gibt es meist nicht. Daher geben die Hersteller zur Information oft verschiedene Werte an. Alter, Körpergröße oder die Laufradgröße zum Beispiel. Doch letztlich entscheidet nur die Innenbeinlänge des Kindes über die passende Größe. An ihr lässt sich erkennen, ob das Kind bei vernünftig eingestellter Sattelhöhe überhaupt mit den Füßen auf den Boden kommt. Bei sehr jungen Kindern und Anfängern am besten noch mit beiden Füßen gleichzeitig und mit komplettem Fuß. Bei geübteren Fahrern und älteren Kindern zumindest mit den Fußballen.

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Die richtige Größe ermitteln

Kosten: 75 Euro pro Jahr

Hochwertige Kinderräder haben einen guten Wiederverkaufswert. Auch wenn das Rad zu Beginn nur ein Jahr passt, ab 20 Zoll vielleicht auch mal zwei oder drei Jahre, ist ein Kinderrad für zum Beispiel 500 Euro preiswert und kostet am Ende vielleicht 75 Euro pro Jahr.

Die Schaltung

Einfach-Antriebe sind bei Kinder-Bikes in der Regel völlig ausreichend. Ab 24- oder 26-Zoll-Bikes dürfen es dann aber schon zehn oder elf Gänge sein. Geschaltet wird im Idealfall mit Drehgriffen. Die sind für Kinder intuitiver zu bedienen. Aber Vorsicht: Nicht alle Modelle sind für Kinderhände gleichermaßen geeignet. Wie auch die Griffe selbst dürfen sie nicht zu dick sein, sonst finden die kleinen Hände keinen Halt am Lenker.

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Schaltung

Die Bremsen – Rücktritt hat fast nur Nachteile

Eine Rücktrittnabe wiegt viel und erschwert gleichzeitig den Lernprozess. Die Pedale lassen sich nicht frei positionieren, und optimal gebremst werden kann auch nur in einer Pedalstellung. Zudem lässt sich eine Rücktrittbremse nur schwer dosieren. Dazu kommt, dass Kinder ab einem bestimmten Alter oder einer bestimmten Radgröße sowieso auf Handbremshebel umsteigen und dann wieder umlernen müssen. Leichte V-Brakes sind für erste Geländeeinsätze völlig ausreichend. Viel wichtiger als maximale Bremskraft sind einstellbare Bremshebel, damit sie für die kurzen Finger auch gut zu erreichen sind. 

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Bremse

Zu Breit?

Der Q-Faktor beschreibt den Abstand zwischen den beiden Kurbelarmen. Je breiter, desto weiter stehen die Füße der Kinder auf den Pedalen auseinander. Manche Hersteller machen es sich leicht und übernehmen einfach den
Q-Faktor einer Erwachsenenkurbel, um günstige Standardlager verbauen zu können. Bei Kindern stehen dann jedoch die Füße zu weit auseinander, was auf Dauer zu Schmerzen in den Knien führen kann. Zweifach- oder Dreifach-Kurbeln bauen ebenfalls breiter und erhöhen den Q-Faktor nur unnötig. Setzen Sie daher lieber auf Einfach-Antriebe.

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Q-Faktor

Die Kurbellänge

Die Kurbellänge bei Kindern sollte etwa 10 Prozent der Körpergröße betragen. Deutlich zu lange Kurbeln können auf Dauer zu Schmerzen führen. Eine zu geringe Kurbellänge lässt sich zum Teil durch höhere Trittfrequenz kompensieren. Das Tretlager sollte nicht höher sitzen als die Achsen der Laufräder, sonst stoßen die Kinder beim Treten fast mit den Knien an die Ellbogen. Folge ist, dass unnötig viel im Stehen gefahren wird. Deshalb sollte auch regelmäßig mit dem Wachstum der Sattel höher gestellt werden.

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Kurbellänge

Federgabel, ja oder nein?

Eine Federgabel an einem Rad, das zum großen Teil auf befestigten Wegen genutzt wird, macht wenig Sinn und treibt nur das Gewicht in die Höhe. Im schlimmsten Fall spricht die Federgabel gar nicht richtig an, weil schlicht das Gewicht des Fahrers zu gering ist. Bis 20 Zoll sind breite Reifen mit möglichst wenig Luft die bessere Wahl. Eine gute Federgabel für Kinder-Mountainbikes kostet nicht selten mehr, als die Eltern für das komplette Rad ausgeben wollen. Daher kommt eine Federgabel wirklich nur dann in Frage, wenn das Bike auch tatsächlich in echtem Gelände eingesetzt wird.

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Federgabel


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Stefan Frey am 15.12.2019
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