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Geld und Steuern sparen mit dem Dienstrad

Job-Rad: Ein Traumbike zum Spartarif?

Thomas Roegner am 20.12.2019

Alle drei Jahre ein nagelneues Bike fahren – das „Dienst-Bike“ erfreut in Deutschland immer mehr Betriebe und vor allem deren Angestellte. Die Leasing-Anbieter im Überblick.

2008 ging die erste Dienstrad-Leasing-Firma online. Inzwischen ist die Auswahl größer – aber auch die Qual der Wahl in Sachen Bike-Marken, Versicherungspakete und Service-Angebote.

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BA Leasing – bike-angebot.de/leasing

Neubulach, seit 2019 aktiv

Das Leasing-Angebot ist integriert in die Website des Online-Händlers. Ab 1500 Euro bis 10000 Euro ist ein Dienstrad möglich. 950 Händler in Deutschland und Österreich sind im Verbundnetz, oder man wählt das Bike direkt bei Bike-Angebot aus. Die Laufzeiten betragen 24, 36 oder 48 Monate, allerdings werden auch hier 36 Monate empfohlen. Der Arbeitgebervertrag kann online unterschrieben werden, es fallen keine Bearbeitungsgebühren an. BA ermöglicht eine freie Versicherungswahl und bietet selbst Versicherungen an – gestaffelt nach Wert des Rades. Durch die jahrelange Erfahrung im Handel wird die Beratung vor dem Leasing als Pluspunkt genannt.


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Bikeleasing – bikeleasing.de

Uslar, seit 2015 aktiv

Unterstützt vor allem den regionalen Handel und hat ausdrücklich und bewusst keine Direktversender oder Online-Händler im Portfolio. Derzeitige Kooperation mit 4000 Fachhändlern in Deutschland. Jeder Händler kann bei Bikeleasing eine Anfrage stellen. Umfassender und sympathischer Internetauftritt mit Fotos aller Mitarbeiter. Abwicklung auf dem Portal komplett digital möglich. Bikeleasing hat auch eine eigene App entwickelt, die beispielsweise bei Schadensfällen hilft. Mehrere Versicherungs-, Schadens- und Inspektionspakete, auch Ausfallversicherung für den Arbeitgeber. Drei Monate vor Laufzeitende kann ein Übernahmeangebot unterbreitet werden.


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Businessbike – businessbike.de

Neustadt/Aisch, seit 2014 aktiv

Die fränkische Firma Regonova hinter Businessbike will die Abläufe für alle Seiten, Arbeitgeber, Dienstradler und Händler möglichst vereinfachen und vor allem beschleunigen. Die ehemaligen Banker bieten auch dem Arbeitgeber eine gute Absicherung. Die Website kommt mit poppigem Video und großzügiger Aufmachung. Im Herbst soll das Echtzeitportal namens "Quickstart" umgesetzt werden, um das Leasing in wenigen Minuten möglich zu machen. Dazu umfangreiche Versicherungen: Wird ein Dienstrad gestohlen, gibt es direkt ein neues (gilt nach dem 18. Monat der Vertragslaufzeit). Rücknahme-Service (nach dem 7. Monat) für den Arbeitgeber, z. B. bei Kündigung, Krankheit oder Elternzeit.


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Companybike – company-bike-solutions.com

München, seit 2012 aktiv

Spezialisiert auf Firmen ab 500 Mitarbeitern, große Mittelständler und Konzerne. Gründer Markus Maus ist selbst engagierter Mountainbiker und verwirklichte seine Idee, die Themen Gesundheit und Umweltschutz über die Mobilität mit dem Fahrrad in großen Unternehmen zu etablieren. Companybike stellt seinen Kunden ein eigenes Portal mit Firmenlogo und im Corporate Design zur Verfügung. Aus über 2000 Rädern kann ausgewählt werden. Auch Roadshows bei den Firmen selbst sind möglich. Dazu gibt’s einen mobilen, bundesweiten Reparatur-Service, bei dem der Fahrradmechaniker zum Kunden nach Hause oder in die Firma kommt.


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Eurorad – eurorad.de

Köln, seit 2012 aktiv

Eine 100-prozentige Tochterfirma der Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft ZEG mit den Eigenmarken Pegasus, Bulls, Green Mover und Zemo, die eng mit deren Fachhändlern kooperiert. Übersichtlicher, klarer Internetauftritt mit umfassenden Informationen. Leasing ab 999 bis 12000 Euro möglich. Der mit dem Vertrag verbundene Premiumschutz deckt auch Verschleiß ab, ohne Selbstbeteiligung. Deutschlandweiter Pickup-Service bei Schäden, die eine Weiterfahrt unmöglich machen, 24 Stunden erreichbar. Einen Monat vor Ablauf des Leasings bespricht man mit dem Fachhändler, ob und zu welchen Konditionen man das Rad kaufen kann, falls gewünscht.


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Jobrad – jobrad.org

Freiburg, seit 2008 aktiv

Pionier der Dienstfahrrad-Bewegung und größter Anbieter in Deutschland, der "sich mit ganzer Leidenschaft dafür einsetzt, mehr Menschen aufs Rad zu bringen". Übersichtliche Startseite, umfangreicher FAQ-Bereich. Nach der Registrierung erhält jede Firma ein eigenes Portal. Die Mitarbeiter wählen die Bikes beim Händler aus, und dieser lädt das Angebot hoch. Alles Weitere läuft über das Firmenportal. PDFs können ausgefüllt, ausgedruckt und per Post verschickt werden. Nur Jobrad bietet die Versender Canyon und YT Industries an, außerdem exklusiv: Giant/LIV und Storck. Nettes Erklärvideo und sympathische Begründungen wie "Karma-Punkte sammeln".


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Lease a bike – lease-a-bike.de

Cloppenburg, seit 2015 aktiv

Die für Lease a bike verantwortliche Bike Mobility Services GmbH ist eine Tochter der Derby Cycle Holding GmbH (u. a. Focus, Univega). Auswahl des Händlers und der Fahrradmarke ist vollkommen frei, derzeit sind rund 2000 Händler verbunden. Der Mindestwert des Dienstrades beträgt 499 Euro. Übersichtliches Portal mit durchgehend digitalen Vorgängen, diese laufen über Online-Portale ab. Drei umfangreiche Versicherungs-/Schutzpakete (Basis, Standard, Premium) mit Mobilitätsgarantie. Diebstahl (Rad muss mit handelsüblichem Markenschloss abgesperrt sein), Unfallschäden, Vandalismus, Konstruktionsfehler etc. sind abgedeckt.


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Mein Dienstrad – mein-dienstrad.de

Oldenburg, seit 2012 aktiv

Die Baron Mobility Service GmbH steht hinter Mein Dienstrad. Wählbar sind rund 5000 Modelle verschiedener Fahrradmarken. Ab 595 Euro ist ein Dienstrad-Leasing möglich, der Versicherungsschutz endet bei 10000-Euro-Rädern. Derzeit kooperiert Mein Dienstrad nach eigenen Angaben mit rund 2500 Fahrradfachhändlern. Im umfangreichen Downloadcenter des Portals sind alle Dokumente und Informationen übersichtlich geordnet nach Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Fachhandelspartner. Wie bei allen anderen gibt es einen Leasing-Rechner und ein Händlerverzeichnis mit Karte. In den FAQs sind alle notwendigen Informationen abgedeckt.


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Thomas Roegner am 20.12.2019