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Trail-Projekte und MTB-Brennpunkte in Deutschland

Aktuelle Trail-News

  • Gitta Beimfohr
  • Stefan Loibl
 • Publiziert vor 18 Tagen

Während in deutschen Alpenregionen, wie am Tegernsee, noch in Fußkneippbecken investiert wird, passiert in den Mittelgebirgen zunehmend mehr für Mountainbiker. Ein Überblick über die neuesten Trail-Projekte in Deutschland:

Das Thema Mountainbiken ist während der Corona-Krise vielerorts hochgekocht. In ganz Deutschland wurden die Stimmen von Jägern, Naturschützern und Förstern, denen Trails ein Dorn im Auge sind, immer lauter. Dabei war es nur ein Frage der Zeit, Corona nur ein Brandbeschleuniger: Denn in Sachen Trails für Mountainbiker ist Deutschland ein Entwicklungsland. Daraufhin haben wir unsere „Love Trails – Respect Rules“-Kampagne ins Leben gerufen und setzen uns für ein friedliches Miteinander im Wald und auf Trails ein. Doch wir wollen nicht nur Missstände aufzeigen und Verhaltensregeln etablieren, sondern auch die positiven Entwicklungen zeigen und Mut machen, für eine rosige Zukunft als Mountainbiker auf legalen Pfaden. Und die gute Nachricht ist: Es tut sich etwas in Deutschland! In unserem Nachrichten-Ticker berichten wir von aktuellen Trail-Projekten und Brennpunkten aus den unterschiedlichsten Ecken der Republik.

Bayern

Rhön, Bad Kissingen/Bad Brückenau: 30 MTB-Strecken mit einer Gesamtlänge von 1000 Kilometern sind hier geplant. Dabei soll das bestehende Waldwegenetz „mit hohem Trail-Anteil“ ergänzt werden. Beteiligt am Streckenbau: das Team Schwarze Berge und die Schüler der Mountainbike-AG der Realschule Bad Brückenau. Eine schöne Ergänzung zum bereits vorhandenen Flowtrail Kreuzberg. Über den Bikepark am Arnsberg wird indes noch immer verhandelt. Infos zur Region: www.rhoentrail.com

Das MTB-Team Schwarze Berge auf seinem selbst angelegten Trail durch die Wälder der Rhön.

Augsburg: Jahre lang galten die Westlichen Wälder vor der Stadt als inoffizielles Supertrail-Revier – dann hagelte es plötzlich Bike-Verbote. Doch inzwischen haben sich die Locals zu einem großen Verein zusammen getan und finden seither bei den zuständigen Behörden Gehör und Diskussionsbereitschaft. Aktuell erarbeitet der neue MTB Augsburg e.V. an einem zukunftsorientierten Trailnetz-Modell, mit dem alle offiziell leben können. Info: www.mtb-augsburg.de

Die Westlichen Wälder: Ein Bike-Revier par excellence vor den Toren Augsburgs. Auch beim Deutschland-Trail 2017 haben wir die Trails in unsere Süd-Nord-Route integriert.

Nürnberg: Grünes Licht auch in der Franken-Metropole. Am Fuße des Schmausenbucks wurde einige Jahre lang heimlich gezimmert und geschaufelt – diesen Sommer drohten die Abriss-Bagger. Doch dank offener Gespräche zwischen der Dimb IG Nürnberg-Fürth und den zuständigen Forstbehörden darf nun nicht nur ein Großteil der Bauten stehen bleiben, es dürfen sogar weitere Lines gezogen werden! Aktuelle News auf der Facebook-Seite der NBG Schmausenbuck Locals .

Bamberg: Ehrgeizige Ziele werden gerade in Oberfranken gesteckt. In Planung ist hier eine Trail-Verbindung zwischen Bamberg und Lichtenfels. Allein mit dem Auto ist das eine Strecke von fast 40 Kilometer Länge. Wird dieses Projekt wahr, wäre das wohl Bayerns längster Singletrail.

Kelheim: Eine Biker-Falle auf einem illegal angelegten Trail rückte Kelheimer Mountainbiker diesen Sommer ins Licht der Öffentlichkeit. Der frisch gewählte Bürgermeister Christian Schweiger (CSU) verurteilte die angespitzten, in Wurzeln geschlagene Nägel aufs Schärfste und machte die Angelegenheit nach Presseberichten in der Tageszeitung zur Chefsache. Er lud alle regionalen Interessensgruppen zu einem runden Tisch ein, um die Situation im Wald zu deeskalieren. Das Gespräch zwischen Bürgermeister, Förster, Grundstücksbesitzer, den örtlichen Radsportvereinen, Naturschützern und anderen Parteien verlief durchweg konstruktiv. Nach der Besprechung herrschte der einheitliche Konsens: Wer dem Bike-Boom mit Trailverboten entgegentritt, provoziert den illegalen Streckenbau und damit auch zukünftige Konflikte im Wald. Zusammen mit einer Arbeitsgruppe aus dem gesamten Landkreis will der Bürgermeister nun attraktive MTB-Runden und stadtnahe Trails legalisieren. Das Angebot soll alle Arten von Mountainbikern zufriedenstellen und damit auch neue, wilde Trails verhindern. Der Bürgermeister versicherte jüngst in der Regionalpresse: „Es sei schon viel passiert.“ Aber die Arbeitsgruppe rund um das Thema Mountainbiken befindet sich noch in Abstimmungsprozessen. Für November ist das nächste Treffen in großer Runde anberaumt. Dann soll das Konzept offiziell vorstellt werden. Die lokale Bike-Szene zeigt sich zuversichtlich. „Attraktive, legale Trails sind der einzige Weg, den Wildwuchs zu stoppen. Wenn das Angebot stimmt, sind die Biker auch bereit, bisher illegal befahrene Trails z.B. im Naturschutzgebiet zu meiden”, erklärt unser stellvertretender Chefredakteur Ludwig Döhl aus Kelheim. „Man muss es schaffen, den Sport in geordnete Bahnen zu lenken, um den zukünftigen Andrang auf den Trails auch für die anderen Interessensgruppen im Wald vertretbar zu halten. Im Vereinstraining fahren jede Woche bis zu 50 Kinder Mountainbike. Der Nachwuchs ist heiß auf die Trails und braucht ein offizielles Angebot.” Der Fallensteller vom Sommer wurde von der Polizei übrigens nicht gefunden.

Legale Trails für Nachwuchs-Biker: Ein solches Angebot soll rund um Kelheim im Altmühltal entstehen.

Landkreis Miesbach: Die Bilderbuch-Landschaft rund um Tegernsee und Schliersee bleibt wohl ein Paradies für zahlungskräftige Rentner. Gebaut werden hier vorrangig Luxushotels und Kneipp-Becken. Ein offizieller Trail oder ein Pumptrack für die Jugend wurde jetzt im Oktober vom Gemeinderat abgelehnt. Und das, während vor der Tür 60 Kinder mit ihren Eltern für den Bau einer Bikeanlage in Gmund demonstrierten. Nun will einer dieser Väter solch einen Bike-Spielplatz für die Kids aus eigener Tasche finanzieren und sucht nach einem passenden Ort. Falls jemand in der Region ein geeignetes Grundstück zu verkaufen oder zu verpachten hat, Info bitte an: info@tegernseerstimme.de
Aktueller Stand, Freitag, 30.10.20: Der Gmunder Gemeinderat hat einem „Bike-Spielplatz“ grundsätzlich zugestimmt und eine „Anschubfinanzierung“ zugesagt. Kommenden Montag reist Streckenbau-Spezialist Guido Tschugg aus dem Allgäu an, um mit allen Beteiligten und dem Bayerischen Fernsehen eine Begutachtung möglicher Standorte vorzunehmen. Ob sich der Sommerrodelhang in Ostin für ein größeres Projekt, wie etwa einer Abfahrtsstrecke eignen würde, wird am darauf folgenden Dienstag beraten. Die nächste Gemeinderatssitzung dazu wurde für den 17. November anberaumt.

Bad Tölz/Warngau: Jahre lang waren Mountainbiker an ihrem Hausberg Taubenberg geduldet. Doch solche Trails bleiben in Social-Media-Zeiten nicht lang geheim. Schon gar nicht, wenn sie nur 30 Auto-Minunten südlich von München entfernt liegen. Neben viel Ärger mit Grundstücksbesitzern, Förstern und Umweltverbänden gab es auch Schlagzeilen wegen rabiater Biker und zugeparkten Zufahrtsstraßen. Trotz aller Bemühungen der lokalen Bikeszene ließen sich die zuständigen Behörden bisher nicht erweichen. Die Trails am Taubenberg sind aktuell für Biker gesperrt.

Fichtelgebirge: Nach langer Diskussions- und Planungsphase gibt es nun endlich grünes Licht für den Bikepark am Großen Kornberg. Der 827 Meter hohe Berg zwischen Hof, Selb und Wunsiedel diente schon immer als Naherholungs- und Skigebiet, drohte aber wegen ausbleibender Winter immer weiter zu verfallen. Jetzt nimmt der Freistaat Bayern 1,6 Millionen Fördergelder in die Hand, um die Anlage mittels eines Bikeparks für kommende Generationen zu modernisieren. Geplant ist ein MTB-Basecamp im neu gestalteten Kornberghaus mit Shop, Werkstatt, Erste-Hilfe-Raum, Gastro und Duschen. Neben einem Schlepplift wird es noch einen „Zauberteppich“ (Förderband) geben und natürlich diverse Abfahrtsstrecken. Das neue Kornberghaus steht bereits, der erste Spatenstich für die Trails soll im Frühjahr 2021 folgen und die Eröffnungsfeier dann im Sommer 2021.

Thüringen

Bikepark Oberhof: „Zukunftsorientierte Regionalentwicklung für den Ganzjahrestourismus“ – was im Behördendeutsch ein wenig spröde klingt, fühlt sich in der Realität sehr spaßig an: Insgesamt sechs Kilometer Flowtrails wurden hier diesen Sommer in die Landschaft gezogen, 2,5 Kilometer anspruchsvollere Naturtrails ausgeschildert, ein Airbag aufgepumpt und eine große Jumpline modelliert. Die insgesamt zehn Kilometer Streckennetz sind mit dem Sessellift erreichbar. Info: www.bikepark-oberhof.de

Im neuen Bikepark Oberhof gibt's nicht nur eine große Jumpline, sondern auch 2,5 Kilometer Naturtrails mit ein paar gebauten Passagen.

Sachsen

Seiffen: „Blockline“ nennt sich das neueste Projekt im Erzgebirge. Geplant wird hier ein 140 Kilometer langer, familienfreundlicher MTB-Rundkurs zwischen Seiffen und Altenberg. Die Strecke wird ausgeschildert und auch abkürzbar sein. Wieder ein schönes Puzzleteil im Erzgebirge – neben dem Trailcenter Rabenberg, den Miriquidi-Trails, der Seiffener-Marathonstrecke und dem Stoneman-Trail. Info: https://blockline.bike

Saarland

Gemeinde Perl: Ganz im Westen des Saarlandes hat man sich von den MTB-freundlichen Nachbarn Frankreich und Luxemburg zu einem neuen Trailnetz inspirieren lassen. Auch hier dürfen Schüler beim Schaufeln von kreativen Lines im Meeswald mithelfen. Dazu wurden diesen Sommer ein großer asphaltierter Pumptrack und ein Cross-Country-Parcours angelegt. Im nächsten Jahr steht dann die Ausweisung der trail-haltigen „Perl 100“-Strecke auf dem Programm. Und mit der 100 ist die Anzahl der Kilometer gemeint. Info: https://perl.saarland/mountainbike-infrastruktur.html

Rheinland-Pfalz

Hunsrück-Hochwald: Bikepark Idarkopf – seit 2013 versucht Nico Reuter von ecoparc-Concepts im ehemaligen Skigebiet am Idarkopf Deutschlands größten Bikepark zu installieren. Alle zuständigen Verbandsgemeinden hat er mit dem Status „Vorhaben mit übergeordnetem Interesse“ mittlerweile auf seiner Seite, nur die Naturschutzinitiative e. V. konnte Reuter trotz umfangreich geplanten Ausgleichsmaßnahmen noch nicht überzeugen. Für eine rechtssichere Genehmigung werden nun bis Mitte November neue naturschutzfachliche Gutachten erstellt und eingereicht. Damit kann das Genehmigungsverfahren noch in diesem Jahr wieder aufgenommen werden. Projektleiter Nico Reuter ist optimistisch. Info: www.bikepark-idarkopf.com

Der effizienteste, spaßigste und lukrativste Weg, Konflikte zu reduzieren, ist, attraktive und vielfältige Angebote für Mountain­biker zu schaffen. Große Tourismusregionen haben das längst verstanden, ländliche Kommunen und Gemeinden leider noch nicht.

Koblenz: Noch im April 2020 kündigte der Koblenzer Stadtrat in einer Pressemitteilung an, dem „umweltschädigenden“ Treiben der Mountainbiker im Stadtwald ein Ende setzen zu wollen. Daraufhin gründeten die Locals den Verein „MTB Initiative Koblenz“ und luden die Stadtratsmitglieder zu einer fachkundigen Begehung der Bike-Strecken ein. Mit Erfolg. Der Verein arbeitet nun an einem „nachhaltigen Trail-Konzept“, das den Stadtrat zur Freigabe eines legalen Streckennetzes überzeugen soll. Mehr Infos auf der Facebook-Seite der MTB Initiative Koblenz .

Bad Kreuznach: Seit 10 Jahren ist der Flowtrail Stromberg eine echte Institution im südlichen Hunsrück. 40.000 Abfahrten werden hier pro Jahr gezählt. Doch nun kündigte der Stadtrat an, dass der gerade unter Familien beliebte Abschnitt „Wildhog“ eventuell einem Waldfriedhof weichen müsse. Die Sitzung dazu fand am 6.10.20 statt, das Ergebnis wurde noch nicht bekannt gegeben. Info: www.flowtrail-stromberg.de

Baden-Württemberg

Stuttgart: Hunderte Biker demonstrierten Anfang September vor dem Stuttgarter Rathaus gegen die pauschale Zwei-Meter-Regelung in Baden-Württemberg. Letztere gibt es zwar schon lange, doch diesen Sommer wurden Biker im Stuttgarter Stadtwald wegen Verstößen erstmalig von der Polizei zur Kasse gebeten. Nach der Demo drehten die Demonstranten noch eine Runde über den Woodpecker-Trail, den einzigen erlaubten Trail im Stuttgarter Stadtpark. Damit wollten sie zeigen, dass ein Trail für die allein 1000 Mitglieder des „Mountainbike Stuttgart e.V.“ gar nicht ausreichen kann. Ob diese Demo Erfolg hatte, wird sich noch zeigen. Info: www.mtb-stuttgart.com

Die Biker-Demo in Stuttgart Anfang September. Der Wunsch: Legal biken in Stuttgarts Wäldern.

Sasbachwalden: Wie man einen Schwarzbau in ein mustergültiges Trail-Netz verwandeln kann, zeigt sich im Örtchen Sasbachwalden im Nordschwarzwald. Auch hier kam es immer wieder zu Konflikten aufgrund wilder Trailbautätigkeiten jugendlicher Locals. Die Gemeinde blickte jedoch voraus und entschied sich 2014, den Mountainbike-Sport als eine weitere Säule in das touristische Angebot einzubinden. Sie entwickelte gemeinsam mit den Jugendlichen und Alteingesessenen der regionalen Downhill- und Enduro-Szene ein Streckenkonzept, aus der die Schaeffler MTB-Arena entstand. Die sieben Trail-Kilometer werden inzwischen am Wochenende von bis zu 2000 Bikern frequentiert, der Ort selbst hat kaum mehr Einwohner. Das Unternehmen Schaeffler spekuliert als Sponsor nicht nur auf mehr Markenbekanntheit, sondern sieht das Bike-Angebot tatsächlich als reizvolles Plus, um die Region für potenzielle Mitarbeiter attraktiver zu machen. Der Verein Bikesport Sasbachwalden zählt inzwischen 300 Mitglieder, und das Gravity-Jugend-Team mit rund 20 Fahrern stellt das größte DH-Jugendförderprogramm in Europa. Aktuell sind eine Skill-Area sowie eine Trail-Erweiterung auf elf Kilometer in Planung. Info: www.bikesport-sasbachwalden.de

Schwäbisch Gmünd: An den Sportanlagen von Mutlangen wurde Ende Oktober der Moemoea-Trail vom TÜV abgenommen und offiziell eröffnet. Abschnitt eins ist zwar erst 300 Meter lang, soll aber ab März 2021 um weitere 300 Meter verlängert werden. Möglich wurde dieses Projekt im Land der Zwei-Meter-Regel durch eine Online-Petition mit 2000 Unterschriften, einen sehr verständnisvollen Förster und einen nicht besonders artenreichen Fichtenwald. Bauen durften die lokalen Biker selbst, Erde und einen ganzen Container mit Werkzeug bekamen sie vom Bauhof in den Wald gestellt. Der Name Moemoea stammt übrigens aus dem Maorischen und bedeutet so viel wie „Abenteuer und Lebensfreude“. Aktuelle Infos und Öffnungszeiten gibt’s auf der Instagram-Seite .

Hessen

Sontra: Im Corona-Frühjahr geplant und in nur wenigen Monaten realisiert: Die Stadt Sontra hat ihren bikenden Gemeindemitgliedern 4000 Quadratmeter gestiftet und darauf einen großen, asphaltierten Pumptrack angelegt. Drumherum wickelt sich noch ein Trail-Parcours. Und wenn das Tageslicht ausgeht, wird kurzerhand das Flutlicht angeknipst. Info: www.sontra.de

Hohenahr: Nachdem der Bürgermeister an den illegal gebuddelten, aber geduldeten Strecken der örtlichen Biker vorbeifuhr, entstand durch einige Gespräche zwischen ihm und den örtlichen Bikern die Idee des Trailparks Hohenahr. Der Bürgermeister, selbst Biker, kümmerte sich um Genehmigungen bei Forst, Naturschutz, Jagdpächtern, etc. und verlangte im Gegenzug einen durchgängig für Anfänger geeigneten Trail. Da die Betreiber und Nutzer des Dirtparks im Nachbarort ihren bisherigen Standort aufgeben wollten und auf der Suche nach einem neuen Ort waren, schlossen sie sich mit den Bikern des Trailparks Hohenahr zusammen, um so Synergien zu nutzen. Es soll nun im örtlichen Verein eine Mountainbike-Abteilung gegründet werden, die für den Trailpark Hohenahr inkl. der neuen Dirt-Line verantwortlich sein wird. Mittlerweile sind durch hunderte Stunden ehrenamtliche Handarbeit sechs Trails entstanden und an einer neuen Dirt-Line wird gerade gebaut. Die Trails dürfen dann nach der Eröffnung als „Vereinsstrecken“ nur von den Mitgliedern befahren werden. Für Ortsfremde und Nicht-Vereinsmitglieder wird eine Art Tagesmitgliedschaft geplant. Einzig der kürzlich erst fertiggestellte Bürgermeister-Trail wird offiziell in einen beschilderten Rundkurs um die Gemeinde integriert. Die offizielle Eröffnung des Trailparks Hohenahr ist für 2021 geplant. Für die Pflege der Trails suchen die Initiatoren weitere motivierte Biker aus der Region.

Weil sich der Bürgermeister für die Biker in Hohenahr eingesetzt hat, bekommt er nun seinen eigenen Trail. Eröffnet werden soll er 2021.

Nordrhein-Westfalen

Iserlohn: Im Stadtwald von Iserlohn sind im Laufe des Jahres durch den ehrenamtlichen Einsatz der örtlichen MTB-Abteilung „Dead Pedals Society“ des TuS Iserlohn zwei neue, legale Trails entstanden. Die Eisenwald-Trails bestehen aus zwei Linien mit je etwa einem Kilometer Länge. Die blaue Einsteiger-Strecke „Schmelzbahn“ eignet sich auch für Anfänger und Kinder. Der rote Trail nennt sich „Drahtrolle“ und führt beschildert vom Parkplatz Schmelzplatz durch den Stadtwald. Info: www.iserlohn.de/stadtmarketing-tourismus/mountainbiking

Die Tafel am Trail-Einstieg der Eisenwald-Trails: Ein Ergebnis der Zusammenarbeit der lokalen MTB-Abteilung mit der Stadt Iserlohn und lokalen Unternehmen.

Haltern am See: Am 4. Juni wurde mitten im Ruhrgebiet, zwischen Haltern am See und Recklinghausen, der Mountainbike-Rundkurs „Haard on Tour“ eröffnet. Der 42 Kilometer lange Strecke durch die Hügel- und Waldlandschaft „die Haard“ kommt auf 500 Höhenmeter und ist durchgehend beschildert. Einsteigen in die Runde kann man von sieben Parkplätzen am Rande des Naturparks. Das Projekt ist eine Gemeinschaftsaktion des Mountainbike-Vereins Haardbiker und des Regionalverbands Ruhr und wurde zum Teil durch Fördermittel des Landes und der EU finanziert. Die sandigen Trails teilen sich Biker, Fußgänger und Reiter. Info: www.ruhr-tourismus.de

Euer Projekt fehlt in der Meldung? Auch auf Euren Hometrails tut sich was in Sachen legale Trails? Schreibt uns über die sozialen Netzwerke oder per Mail an info@bike-magazin.de

Gehört zur Artikelstrecke:

BIKE-Kampagne „Love Trails – Respect Rules“


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Themen: DeutschlandDIMBLove-Trails-Respect-RulesMittelgebirgeSingletrailsTrailbauTrailpark / TrailcenterTrailsTrailsperrungen


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