Vielseitig, steif, leicht: BH Lynx 2021 Vielseitig, steif, leicht: BH Lynx 2021 Vielseitig, steif, leicht: BH Lynx 2021

BH Lynx 2021: Race-Bike im neuen Gewand

Vielseitig, steif, leicht: BH Lynx 2021

  • Adrian Kaether
 • Publiziert vor einem Monat

Für 2021 stellt BH sein Race-Bike Lynx neu auf. Der Rahmen wird stark überarbeitet, die Geometrie angepasst. Neu: eine Version mit 120 Millimeter Federweg.

Pinselohren und Stummelschwanz – die Markenzeichen des Luchses – sucht man beim gleichnamigen Bike von BH zwar vergebens, doch dass das Lynx im finsteren Wald der Konkurrenz flink um die Ohren fährt, dass nimmt man ihm durchaus ab. Denn ihrer schnellsten Katze haben die Spanier für 2021 optisch wie technisch eine umfassende Frischzellenkur verpasst.

Neuer Rahmen für mehr Steifigkeit

Eine aktualisierte Geometrie stand dabei im Vordergrund, aber auch am Rahmen selbst und der Hinterbaukonstruktion wurde kräftig gefeilt. Der neue laut Hersteller 1850 Gramm leichte Rahmen präsentiert sich nun deutlich aufgeräumter: Die Dämpferanlenkung wird nun am Sattelrohr statt am Oberrohr fixiert, eine groß dimensionierte Steckachse soll am Hauptlager für Steifigkeit im Hinterbau sorgen. Ein Plus von 30 Prozent versprechen die Ingenieure allein für diese Konstruktion, ein spritzigerer Antritt und ein präziseres Handling dürften die Folge sein.

Das Topmodell des BH Lynx, das mit vollem Namen Lynx Race Evo Carbon 9.8 heißt und 8300 Euro kosten wird.

Geometrie: Länger und flacher, aber nicht extrem

Profitieren wird das neue Lynx auch von der neuen Geometrie, die abfahrtsorientierter, aber keineswegs extrem ausfällt. Der Reach wächst leicht um knapp 15 Millimeter auf 456 Millimeter in Größe L, der Lenkwinkel flacht um ein halbes Grad auf 68 Grad ab und die Kettenstreben wachsen von 426 Millimetern wieder leicht an, auf 430 Millimeter. Alle diese Änderungen dürften dem Lynx mehr Sicherheit in der Abfahrt verleihen, die längeren Kettenstreben und der deutlich steilere Sitzwinkel (75,8 statt 73,5 Grad) sorgen aber auch bergauf für eine bessere Sitzposition. Damit und mit dem niedrigeren Stack sollten sich auch steilste Anstiege im Renntempo gut meistern lassen.

Die Dämpferwippe ist nun am Sitzrohr fixiert und nicht mehr am Oberrohr. Auch sonst wurde der Rahmen stark überarbeitet, was ihm auch optisch gut getan hat.

LT-Modell: Für mehr Komfort und lange Touren

Ganz neu für 2021: Wer es in der Abfahrt noch mehr krachen lassen will, oder ein etwas komfortableres und fehlertoleranteres Bike für Touren sucht, kann nun erstmals zu einem LT-Modell greifen. Das Long-Travel kommt ab Werk mit Dropper-Post und bietet dank längerer Gabel und mehr Dämpferhub 120 Millimeter Federweg vorne und hinten. Auf schicke Details wie eine in den Steuersatz integrierte Kabelführung und einen in die Kettenstrebe integrierten Schlagschutz muss man bei beiden Bikes, dem Racebike und dem LT-Modell, nicht verzichten.

Die LT-Variante des BH Lynx mit 120 Millimeter Federweg. Zunächst wird es nur ein Modell geben, das wie gezeigt 5500 Euro kosten wird.

Die Dropper-Post bringt 80 Millimeter Hub. Leider nur beim Lynx LT in Serie verbaut. Bei den Race-Bikes kann man sie aber nachrüsten.

Preise und Ausstattungen

Ab 4200 Euro ist das Lynx zu haben, das Einstiegsmodell 8.0 bietet mit komplettem XT-Antrieb, Deore-Bremsen und Fox Performance-Fahrwerk sowie hauseigenen Laufrädern schon viel Performance für’s Geld. Wer Fox-Factory und XT-Bremsen will, muss zum 8.5 greifen, das mit 4900 Euro aber ebenfalls bezahlbar bleibt. Carbon-Laufräder und Anbauteile gibt es ab dem Lynx 9.2 für 6000 Euro, 9.5 und 9.9 markieren mit XTR- beziehungsweise AXS-Komponenten und Preisen von 7300 und 8300 das obere Ende der Fahnenstange. Das bisher einzige LT-Modell mit 120 Millimeter Federweg kostet 5500 Euro.

Weitere Infos zum neuen BH Lynx finden Sie auf der Website des Herstellers.

Die breite Lenkzentrale des neuen BH Lynx.

Die Züge verschwinden aufgeräumt im Steuersatz. Den Vorbau kann man so zwar vermutlich nicht weiter absenken, doch der Stack des neuen Lynx fällt ohnehin relativ niedrig aus.

Der Kettenstrebenschutz sorgt für Ruhe in der Abfahrt.

Die elektronische AXS-Eagle am Topmodell. Sieht zwar schick aus, treibt jedoch den Preis. Das Modell mit XTR-Komponenten kostet 1000 Euro weniger.

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