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Second-Hand-Beratung: Specialized Epic

Das Specialized Epic als Gebraucht-Bike

Stefan Loibl am 11.08.2014

Manche Klassiker-Bikes sind schon lange auf dem Markt. Wir zeigen deren Weg und geben Tipps für den Gebrauchtkauf. Diesmal: Das Specialized Epic.

Kein anderes Bike sammelte so viele Worldcup-Punkte, WM-Titel und Olympia-Medaillen wie das Epic von Specialized. Doch weit mehr als Rennerfolge zählen die Testsiege und Urteile der BIKE-Testcrew, die das Epic in mittlerweile elf Jahren eingeheimst hat. Insgesamt 37 verschiedene Modelle des Epic – von Marathon über S-Works bis Evo – durchliefen seit 2003 das BIKE-Testlabor und sammelten reihenweise Lob und Anerkennung. Auch im Dauertest musste sich der Vollblut-Racer immer wieder behaupten. Als Herzstück des Klassikers gilt vom ersten Tag an das "Brain"-Federbein. Der einzigartige Dämpfer sorgt mit einem Trägheitsventil dafür, dass beim Treten nichts wippt, bei Schlägen aber der komplette Federweg zur Verfügung steht. Das macht das Epic zu einem der effizientesten Racefullys am Markt und für Hobbyracer und schwere Rennstrecken interessant. Genau das intelligente Federbein war anfangs aber die Schwachstelle. Im ersten Dauertest-Epic (BIKE 12/2003) versagte nach 1200 Kilometern der Brain-Dämpfer.

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Specialized Epic FSR XC: Das Ur-Epic von 2003 mit dem ersten Brain-Dämpfer und durchgehendem Sitzrohr (zwei Flaschenhalter möglich!) revolutionierte den Race-Sektor und überzeugte Hardtail-Fans vom Fully.

Besseres Brain-Federbein für das Specialized Epic

In der Folge steckten Specialized und Fox viel Arbeit in den Brain, sodass er im Zwei-Jahres-Rhythmus immer besser wurde und leichter abzustimmen war. Mit dem Rahmen wurde 2011 auch der Brain erneut verfeinert und ließ ab diesem Zeitpunkt keine Wünsche mehr offen. Auch in einschlägigen Internet-Foren jammert (fast) kein Epic-Besitzer über defekte Federbeine. Seit dem Modelljahr 2013 hat Specialized dem Epic einen Autosag-Dämpfer verpasst, der zwar die Einstellung erleichtert, aber nicht unbedingt notwendig ist. Wichtiger für Second-Hand-Käufer dürften die steiferen, leichteren Rahmen mit Steckachse sein, die man beim Epic ab dem Modelljahr 2011 bekommt. Seit vergangenem Jahr gibt es das Epic nur noch als 29er, die 26-Zoll-Bikes der Vorjahre – wie das Epic Comp (rechts) aus BIKE 8/2010 – sind dafür aus zweiter Hand günstig zu haben.

Fotostrecke: Das Specialized Epic im Wandel

Specialized Epic Carbon Comp 29: gebraucht ab 1500 Euro

Seit 2010 gibt es das Epic als 29-Zöller, 2011 wurde der Rahmen überarbeitet. Wir empfehlen das 2011er-Modell des Epic Comp Carbon, das einen Carbon-Hauptrahmen besitzt und gebraucht im Internet bereits ab 1500 Euro angeboten wird.

Neupreise 2003: 2495 bis 4100 Euro

Neupreise 2014: 2699 bis 8499 Euro

Fahrerprofil: Von Anfang an richtete sich das sportlich straffe Epic an Racer, Marathon-Fahrer und Hardtail-Umsteiger.

Stärken: Sitzposition, Geometrie, Fahrverhalten, effiziente Kinematik

Probleme: Brain-Federbeine der ersten Generation, Lager-Kit kostet ohne Montage 100 Euro (Spezialwerkzeug nötig)

Unsere Empfehlung: Falls Sie günstig an eine gebrauchte S-Works-Variante des Epic rankommen, schlagen Sie zu! Aber auch die Comp- und Comp-Carbon-Modelle ab 2011 sind zuverlässige Second-Hand-Bikes.

Hier finden Sie die beliebtesten Mountainbikes in unserer Second Hand Modell-Beratung >>

Stefan Loibl am 11.08.2014