Enduro-Test 2023Radon Swoop 10.0

Peter Nilges

 · 08.10.2022

Enduro-Test 2023: Radon Swoop 10.0
oto: Max Fuchs

Das Radon Swoop 9.0 für 3099 Euro konnten wir bereits im Enduro-Special in BIKE 6/22 ausgiebig testen. Mit dem 10.0 steht die 900 Euro teurere Version im aktuellen Test. Darüber rangiert nur noch das Top-Modell 10.0 HD für 4599 Euro.

Allen Modellen des Radon Swoop gemein ist der Carbon-Rahmen kombiniert mit einem Alu-Hinterbau. Obwohl der Material-Mix eigentlich ein gutes Gewicht verspricht, bleibt der Rahmen mit 3387 Gramm etwas hinter den Erwartungen zurück und landet im STW-Ranking (Steifigkeit in Relation zum Rahmengewicht) auf dem hinteren Rang. Durch die hochwertige Ausstattung mit einer Shimano-XT-Schaltung und -Bremse sowie leichten Newmen-Laufrädern kommt das Gesamtgewicht dennoch auf durchschnittliche 15,82 Kilo. Auch beim Fahrwerk geht Radon beim Swoop 10.0 in die Vollen und verbaut als einziger in dieser Preisklasse Federelemente von Fox. Vor allem die Fox 38 mit der Grip2-Kartusche lässt sich vielfältig einstellen, verlangt aber Knowhow vom Fahrer. Im Vergleich zum Swoop 9.0, das mit dem Rockshox-Hinterbau nur sehr straff arbeitet, geht der Fox-X2-Dämpfer etwas sensibler ans Werk.

Verlagssonderveröffentlichung
Das Radon ist bis ins Detail hochwertig ausgestattet. Neben den kraftvollen Shimano XT-Bremsen kommen Schraubgriffe von SDG zum Einsatz.Foto: Max Fuchs
Das Radon ist bis ins Detail hochwertig ausgestattet. Neben den kraftvollen Shimano XT-Bremsen kommen Schraubgriffe von SDG zum Einsatz.

Richtig schluckfreudig und satt liegt der Hinterbau trotz großen Federwegs aber immer noch nicht. In den schnellen Rumpelpassagen reicht das Radon Swoop viele Schläge an den Fahrer weiter und kann nicht mit den Besten im Feld mithalten. Bei der Geometrie liegt das Enduro, das es nur in drei Rahmen­größen gibt, in der goldenen Mitte und schafft den Spagat aus Laufruhe und Wendigkeit. Durch das lange, gebogene Sitzrohr lässt sich der Sattel nicht komplett versenken. Bergauf gefällt die leicht sportliche Sitzposition und der sta­bile Hinterbau. Nur ein Flaschenhalter lässt sich nicht montieren.

Durch das lange, gebogene Sitzrohr lässt sich der Sattel nicht ganz so weit absenken.Foto: Max Fuchs
Durch das lange, gebogene Sitzrohr lässt sich der Sattel nicht ganz so weit absenken.

Fazit von Max Fuchs, BIKE-Redakteur:

Das Radon Swoop 10.0 besitzt die beste Ausstattung im Feld und gibt sich ausgewogen bergauf wie bergab. Im reinen Downhill gibt es allerdings stärkere Enduros.

Max Fuchs, BIKE-RedakteurFoto: Max Fuchs
Max Fuchs, BIKE-Redakteur

Technische Daten zum Radon Swoop 10.0

Allgemeine Infos

  • Preis: 3999 Euro (Preis ggf. zzgl. Kosten für Verpackung, Versand und Abstimmung)
  • Rahmenmaterial: Carbon/Alu
  • Rahmengröße: M / L / XL (getestete Größe: 47 cm)
  • zur Radon Webseite

Messwerte

  • Gewicht o. Pedale: 15,47 kg
  • Federweg (vorne / hinten): 168 / 164 mm

Ausstattung

  • Gabel: Fox 38 Float Performance Elite FitGrip2
  • Dämpfer: Fox Float X Performance
  • Kurbel: Shimano XT
  • Schaltung: Shimano XT 1 x 12
  • Übersetzung / Bandbreite: 30;  10–51 / 510 %
  • Bremsanlage / Disc (vorne / hinten): Shimano XT BR-M 8120 / 203 mm / 203 mm
  • Teleskopstütze / Hub / Ø: SDG Tellis / 150 mm / 31,6 mm
  • Laufräder: Newmen Evolution SL A.30
  • Reifen: Maxxis Minion DHF / DHR II 3C MaxxTerra Exo+ Protection TR 29 x 2,5 / 2,4
Radon Swoop 10.0 - GeometriedatenFoto: BIKE-Testabteilung
Radon Swoop 10.0 - Geometriedaten
Radon Swoop 10.0 - Federkennlinien: Gabel und Hinterbau arbeiten stimmig und nahezu gleich im Federweg. Die Progression am Heck verhindert Durchschläge.Foto: BIKE-Testabteilung
Radon Swoop 10.0 - Federkennlinien: Gabel und Hinterbau arbeiten stimmig und nahezu gleich im Federweg. Die Progression am Heck verhindert Durchschläge.

Meistgelesene Artikel

Unbekanntes Element