Ein dauerhaltbarer Gravel-Reifen, der vor nichts zurückschreckt? Anders als Schwalbe mit dem schnellen G-One Overland favorisiert Continental bei seinem Trekking/Abenteuer-Gravel-Reifen einen Do-it-All-Ansatz. Der Terra Adventure soll auch bei schlechtem Boden noch gut greifen und zur Not auch mal eine steile Abfahrt bewältigen, wenn man sich auf Radreisen oder beim Bike-Packing doch mal verfahren hat.
Dass der Reifen dann vielleicht nicht ultimativ rollt, ist eher zweitrangig. Das dichte Profil an hohen Stollen erinnert sicher nicht zu unrecht an schnelle Mountainbike-Reifen. Wie viele Gravel-Profile bekommt auch der Terra Adventure an den Schultern noch ein offeneres Profil für bessere Selbstreinigung und mehr Grip auf weichem Boden.
Wie zu erwarten: Weder auf der Straße, noch im Labor ist der Rollwiderstand des Terra Adventure ein echtes Highlight. Contis-Gravel-Abenteuer-Reifen rollt auch tubeless aufgezogen eher so gut wie ein SUV-Pneu mit Schlauch oder ein schneller Mountainbike-Reifen. Strecke machen kann man trotzdem noch gut. Auch wenn der Reifen mit seinem geringen Gewicht gut beschleunigt: Der Geheimtipp für den nächsten Strava-Sieg ist er nicht.
Dafür punktet der Terra Adventure mit viel Fahrsicherheit, auch wenn’s im Gelände mal unübersichtlich wird. Nasse Wiesen, weiche Böden, steile Abfahrten: Was sonst mit dem Gravel-Bike zum Eiertanz wird, fährt man mit dem Terra Adventure noch recht entspannt. Der Reifen rollt dabei relativ leise ab. Weil der Reifen hoch baut, wirkt er optisch schmal. Die tatsächliche Breite des Reifens liegt jedoch voll in der Norm.
Der Adventure ist leicht und baut hoch, dichte große Stollen sollen eine hohe Dauerhaltbarkeit bringen. Continental priorisiert Fahrsicherheit und Traktion vor leichtem Rollen. Entsprechend kann man sich mit dem Adventure auch gut ins Gelände wagen. Für maximales Tempo auf der Straße gibt es bessere Optionen. - Adrian Kaether, Testredakteur