Continental Terra Adventure im TestGravel-Reifen für harte Missionen

Adrian Kaether

 · 30.11.2025

Mit dichten Stollen und geschlossenem Profil will der Terra Adventure Haltbarkeit und Pannenschutz verbinden.
Foto: Georg Grieshaber
Der Continental Terra Adventure orientiert sich am Mountainbike und soll der eine Reifen sein, mit dem man auf Tour durch dick und dünn geht. Wo Continental die Akzente setzt und wie sich der Reifen in der Praxis fährt? Unser Test bringt Klarheit.

Ein dauerhaltbarer Gravel-Reifen, der vor nichts zurückschreckt? Anders als Schwalbe mit dem schnellen G-One Overland favorisiert Continental bei seinem Trekking/Abenteuer-Gravel-Reifen einen Do-it-All-Ansatz. Der Terra Adventure soll auch bei schlechtem Boden noch gut greifen und zur Not auch mal eine steile Abfahrt bewältigen, wenn man sich auf Radreisen oder beim Bike-Packing doch mal verfahren hat.

Dass der Reifen dann vielleicht nicht ultimativ rollt, ist eher zweitrangig. Das dichte Profil an hohen Stollen erinnert sicher nicht zu unrecht an schnelle Mountainbike-Reifen. Wie viele Gravel-Profile bekommt auch der Terra Adventure an den Schultern noch ein offeneres Profil für bessere Selbstreinigung und mehr Grip auf weichem Boden.

Das geringe Gewicht ist typisch Gravelreifen. Wer tubeless fährt, spart zusätzliche Gramm ein und beschleunigt noch leichter.Foto: Georg GrieshaberDas geringe Gewicht ist typisch Gravelreifen. Wer tubeless fährt, spart zusätzliche Gramm ein und beschleunigt noch leichter.

Nicht schnell, aber griffig!

Wie zu erwarten: Weder auf der Straße, noch im Labor ist der Rollwiderstand des Terra Adventure ein echtes Highlight. Contis-Gravel-Abenteuer-Reifen rollt auch tubeless aufgezogen eher so gut wie ein SUV-Pneu mit Schlauch oder ein schneller Mountainbike-Reifen. Strecke machen kann man trotzdem noch gut. Auch wenn der Reifen mit seinem geringen Gewicht gut beschleunigt: Der Geheimtipp für den nächsten Strava-Sieg ist er nicht.

Dafür punktet der Terra Adventure mit viel Fahrsicherheit, auch wenn’s im Gelände mal unübersichtlich wird. Nasse Wiesen, weiche Böden, steile Abfahrten: Was sonst mit dem Gravel-Bike zum Eiertanz wird, fährt man mit dem Terra Adventure noch recht entspannt. Der Reifen rollt dabei relativ leise ab. Weil der Reifen hoch baut, wirkt er optisch schmal. Die tatsächliche Breite des Reifens liegt jedoch voll in der Norm.

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Der Terra Adventure ist leicht und griffig. Rollen und Pannenschutz sind Mittelklasse. ² Die BIKE-Note ist preisunabhängig. Notenspektrum analog zum Schulnotensystem.Foto: MYBIKE TestabteilungDer Terra Adventure ist leicht und griffig. Rollen und Pannenschutz sind Mittelklasse. ² Die BIKE-Note ist preisunabhängig. Notenspektrum analog zum Schulnotensystem.

Stärken

  • Sicherheitsgefühl auf wechselnden Untergründen
  • Niedriges Gewicht

Schwächen

  • Hoher Rollwiderstand für einen Gravel-Reifen

BIKE Fazit zum Terra Adventure

​Der Adventure ist leicht und baut hoch, dichte große Stollen sollen eine hohe Dauerhaltbarkeit bringen. Continental priorisiert Fahrsicherheit und Traktion vor leichtem Rollen. Entsprechend kann man sich mit dem Adventure auch gut ins Gelände wagen. Für maximales Tempo auf der Straße gibt es bessere Optionen. - Adrian Kaether, Testredakteur
Adrian Kaether ist Technik-Redakteur bei BIKE und Testleiter bei MYBIKE.Foto: Georg GrieshaberAdrian Kaether ist Technik-Redakteur bei BIKE und Testleiter bei MYBIKE.

Der Terra Adventure im Detail

  • Modellname: Continental Terra Adventure
  • Getestete Größe: 45 - 622
  • Preis: 62,95 Euro >> hier erhältlich
  • Technologie: Trail Casing, Tubeless
  • Reflektorstreifen: Verfügbar

BIKE Messwerte

  • Gewicht: 548 g
  • Rollwiderstand: 19 Watt (2,5 bar - tubeless)
  • Reifenbreite: 43,5 mm (25er Felge)
  • Reifenhöhe: 42,5 mm (25er Felge)
  • Durchschlag: 313 mm
  • Schnittfestigkeit: 138, 779, 484 N

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