Lizard Skins 3DGRPDiese MTB-Griffe kommen aus dem 3D-Drucker – und wiegen nur 68 Gramm!

Stefan Frey

 · 03.01.2024

Frisch aus dem 3D-Drucker: der Lizard Skins 3DGRP
Foto: Stefan Frey
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Nach Sätteln und Hosenpolstern aus dem 3D-Drucker stellt nun der amerikanische Hersteller Lizard Skins mit den 68 Gramm leichten MTB-Griffen 3DGRP seinen ersten gedruckten Griff fürs Fahrrad vor.

Es ist immer wieder spannend anzusehen, wenn ein Produkt wie ein Fahrradsattel mit Hilfe der digitalen Lichtsynthese aus einem Becken mit flüssigem Harz heraus entsteht. Es erinnert ein wenig an den Film „Terminator 2“, in dem der T-1000 – diese fiese Schöpfung der künstlichen Intelligenz Skynet – sich nach Belieben verformen, verflüssigen und aus einer Metallpfütze wieder auferstehen kann.

3DGRIP - MTB-Griffe aus flüssigem Harz

Ähnliches passiert bei der Herstellung der neuen 3DGRIP von Lizard Skins – MTB-Griffe, die mit Hilfe der Digital Light Synthesis hergestellt wird. DLS ist ist eine Produktionsmethode, die programmierbare flüssige Harze, digitale ultraviolette Lichtprojektion und sauerstoffdurchlässige Optiken verwendet, um Teile mit hervorragender Leistung und Oberflächengüte zu schaffen, so schildert es der Hersteller. Mit diesem fortschrittlichen 3D-Druck haben Specialized und Fizik bereits Sättel herstellen lassen und wollen in Zukunft damit das Thema Fahrradsattel revolutionieren.

Lizard Skins zeigt zum ersten Mal einen 3D-gedruckten Griff fürs MountainbikeFoto: Stefan FreyLizard Skins zeigt zum ersten Mal einen 3D-gedruckten Griff fürs Mountainbike

Lizard Skins 3DGRP – Daten und Preis

  • Gewicht 68 Gramm pro Paar
  • Länge 133 Millimeter
  • Durchmesser Medium (32 Millimeter)
  • Kompatibel mit MTB, BMX, ATV, and PWC
  • Preis 49,99 Euro

Ähnlich wie die bereits verfügbaren Fahrradsättel sind auch die 3DGRP MTB-Griffe in einer wabenförmigen 3D-Struktur aufgebaut, die mehrere Ebenen umfasst. Zudem verfügt der neue Lizard Skins Griff über dichtere und weniger dichte Zonen, über die sich die Dämpfung des Griffs beeinflussen lassen. So ist die Oberseite etwas offener gehalten, wodurch der Griff an den Handballen etwas besser dämpfen dürfte. Die Unterseite ist dagegen nahezu geschlossen und nur oberflächlich mit einem Profil belegt, das den Fingern etwas mehr Halt geben soll.

Die unterschiedlich dichten Strukturen dürften unterschiedliche Dämpfungseigenschaften aufweisenFoto: Stefan FreyDie unterschiedlich dichten Strukturen dürften unterschiedliche Dämpfungseigenschaften aufweisen

Aufgrund des geringen Gewichts und der Tatsache, dass der 3DGRP auf einen Klemmring verzichtet, dürfte er aktuell wohl eher die Race- und Tuning-Fraktion unter den Bikern ansprechen. Bei der Montage bringt das natürlich gewisse Nachteile mit sich. Der Griff lässt sich nicht einfach auf den Lenker schieben wie MTB-Griffe mit Klemmring und zusätzlicher Hülse innen. Um den neuen Lizard Skins auf den Lenker zu ziehen, braucht es etwas Geduld, Schmackes in den Händen und am besten etwas Isopropylalkohol, der den Griff besser auf den Lenker gleiten lässt.

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Die Montage ist nicht ganz einfach. Wer mit etwas Isopropylalkohol nachhilft, erleichtert sich die SacheFoto: Stefan FreyDie Montage ist nicht ganz einfach. Wer mit etwas Isopropylalkohol nachhilft, erleichtert sich die Sache

Wie sich der neue 3DGRP in der Praxis schlägt, werden wir in den kommenden Wochen ausprobieren. Wir vermuten, dass er zumindest beim Grip nicht mit einem herkömmlichen „Gummigriff“ mithalten kann. Zumindest fühlt sich die Oberfläche beim ersten Anfassen deutlich weniger griffig an. Aber wer weiß, lassen wir uns überraschen.

Wenn Sie doch eher auf der Suche nach klassischen Griffen sind, dann lesen Sie doch mal in unseren letzten Test rein. Hier haben wir 20 MTB-Griffe aus drei Kategorien getestet.

Stefan Frey

Stefan Frey

Redakteur

Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.

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