Als Preis-Leistungs-Gruppe macht die Shimano Cues 6000 an vielen E-Bikes von City bis SUV oder gar MTB eine gute Figur. Kassette und Kette aus Shimanos Linkglide-Serie versprechen eine gute Haltbarkeit, auch die Haptik wird alle bis auf die kritischsten Radler glücklich machen. Bandbreite und Gangabstufung überzeugen. Ein guter Allrounder zum fairen Kurs.
| Modell | Shimano Cues 6000 10R 1x10 |
| Preis | 179 Euro |
| Gewicht | 1204 Gramm |
| Bandbreite | 436 Prozent |
| Kleinster Gang | 7,9 km/h |
Preis und Gewicht sind Herstellerangaben und beziehen sich auf das komplette Schaltsystem mit Trigger und Schaltwerk. Für den kleinsten Berggang legen wir standardisierte Parameter bei Reifengröße und Trittfrequenz und ein 40er Trekking-Kettenblatt zugrunde (28 Zoll, 47 Millimeter, 60 U/min).
Das Schaltungs-Portfolio von Shimano kann schonmal verwirren. Die Japaner haben längst für alle Fahrrad-Spielarten die passende Antriebsgruppe im Programm. Das ist gut, weil dann für jeden Einsatzzweck auch die passende Schaltung dabei ist. Aber die Übersicht zu behalten, ist etwas schwieriger. Gerade bei der Cues, die immer gleich heißt und doch ganz verschiedene Charaktere abdeckt. Hier haben wir versucht das Cues-Portfolio, einmal im Detail aufzuschlüsseln.
Die beste Orientierungshilfe ist bei Shimano nach wie vor der Zahlencode hinter dem Modellnamen. Mit der Cues 6000 haben wir hier die Mittelklasse (früher Deore-Niveau) im Test. Es gibt auch noch eine 4000er Cues mit neun Gängen für Einsteigerräder und die 8000er Cues mit elf Gängen für die Oberklasse.
Um die Verwirrung komplett zu machen, gibt’s die 6000er Cues dann auch noch mit zehn oder elf Gängen. Die Cues 6020 (hier im Test) ist die Version mit zwei Kettenblättern für klassische Trekkingräder. Die Cues 6000 mit einem Blatt ist stärker fürs E-Bike optimiert.
Schon die günstigere Zehnfach-Version kann im Test voll überzeugen. Es gibt sie mit breit abgestuften MTB-Kassetten mit kleinen Klettergängen, ebenso wie mit moderaten Touren-Optionen. Die Bedienung ist schön knackig für eine E-Bike-Kettenschaltung. Nur sensible Gemüter werden merken, dass Shimanos Hyperglide-Antriebe (Non-E-Bike) oder die besten Optionen von Sram noch etwas definierter einrasten.
Weil die Cues fürs E-Bike optimiert ist, schaltet sie dafür auch unter Last noch einigermaßen weich und verspricht eine besonders hohe Haltbarkeit. Dazu ist die 6000er Cues deutlich wertiger verarbeitet als die nur 50 Euro günstigere Cues 4000 (hier im Test) und bietet über den Shadow Plus Hebel eine starke Schaltwerksdämpfung gegen Kettenschlagen. Spätestens dann ein Gewinn, wenn man sein Bike nicht nur auf festen Wegen fährt.
Die Elffach-Version der Cues 6000 ist ähnlich aufgestellt wie die günstigere Zehnfach-Variante und rückt schon nah an die Top-Kategorie Cues 8000 heran. Wir finden: Am E-Bike reichen auch 10 Gänge für den Alltag und Touren völlig aus. So ist der Preis besonders fair bei gleichzeitig hoher Funktionalität.

Redakteur