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Die Apex 300 ist die richtige Wahl für alle, die einen Camper ohne großen Aufwand mit einer vollständigen Strominstallation ausrüsten wollen – und damit auch mit dem E-MTB autark unterwegs sein wollen. Hub D1 anschließen, 12-V-Verteilung an den Anderson-Port hängen, Charger One an die Starterbatterie klemmen: fertig. Keine komplizierte Elektrikplanung, kein Fachmann nötig. Als portable Lösung für spontane Roadtrips ist sie dagegen überdimensioniert – 36 Kilogramm sind kein Spaß, wenn man die Powerstation regelmäßig verladen muss. – Max Fuchs, BIKE-Redakteur
Wer mit dem E-Bike auf Roadtrip geht, steht vor einem einfachen Problem: Täglich ist der Akku leer, täglich wird Strom benötigt. Campingplatz-Landstrom löst das – nimmt aber genau die Freiheit, die man gesucht hat. Powerstations sind der erste Schritt. Kfz-Schnellladen über die Lichtmaschine ist der entscheidende zweite: über 1000 Watt Ladeleistung direkt aus dem Fahrzeug, während man ohnehin fährt. Ein paar Stunden Anreise, Powerstation voll, E-Bike-Lademöglichkeit für den nächsten Tag gesichert.
Diese Artikel decken das Thema vollständig ab:
| Powerstation | Bluetti Apex 300 |
| Kapazität | 2.764,8 Wh (LFP, 2. Gen. Automotive-Grade) |
| AC-Ausgangsleistung | 3.840 W (Surge: 7.680 W) |
| Gewicht | ca. 36 kg |
| Anschlüsse Powerstation | 4× AC | 2x NEMA TT-30R (RV-Port) |
| 12-V-Anschlüsse direkt | Keine – nur über Hub D1 (2x USB, 2x USB-C, 2x 12V-Steckdose, 1x Anderson Port) |
| Zyklen | 6.000+ (LFP, 80 % Kapazität nach 6000 Zyklen) |
| Erweiterbarkeit | B300K Expansion Battery (2764 Wh) → bis zu 58 kWh |
| Preis Powerstation | auf bluettipower.eu/de (Preis aktuell prüfen) |
| Kfz-Schnellladegerät | Bluetti Charger One |
| Kfz-Ladeleistung | 560 W (ab Werk: 27 V / Niedrigleistung; für volle 560 W: 56 V im App einstellen) |
| Ladezeit 2765 Wh via Kfz | ca. 4,5–5 Stunden bei 560 W |
| Preis Charger One / D1 12V Hub | 249 Euro / 299 Euro |
| Garantie | 5 Jahre |
| Hub D1 (separat) | Anderson-Ports, bis zu 30–50 A DC-Last |
Die Apex 300 macht da weiter, wo die meisten Powerstationen aufhören. Nämlich mit einem extrem leistungsstarken 12V-Anschluss (Anderson-Port am D1 Hub), der auch bei großen Verbrauchern nicht einknickt. Standheizung, Kompressor – all das hält der Anschluss problemlos aus. Damit gehört die Apex 300 zu den wenigen Modellen, an die man ohne Bedenken die gesamte 12-Volt-Stromverteilung eines Wohnmobils anschließen kann. – Max Fuchs, BIKE-Redakteur
Der Hub D1 ist ein separat erhältliches Zubehör, das an die Apex 300 angeschlossen wird. Preispunkt: 299 Euro. Er bringt einen Anderson-Port mit – der ist für bis zu 30 Ampere ausgelegt. Was das bedeutet: Die Standheizung zündet ohne Probleme, der Kompressorkühlschrank läuft auch bei hohen Außentemperaturen, und der Kompressor springt an, ohne dass die Schutzabschaltung greift.
Das ist der fundamentale Unterschied Konkurrenz: Anderson-Stecker sind im Fahrzeugbereich der Industriestandard für Hochstrom-DC-Verbindungen. 30 bis 50 Ampere bei 12 Volt – das reicht für alles, was ein sauber ausgebauter Camper braucht.
Der Bluetti Charger One liefert 560 Watt, kostet 249 Euro und lädt die Apex 300 direkt über die Lichtmaschine. Das ist weniger als beispielsweise DJI (1000 W). Für die Apex 300 mit 2765 Wh Kapazität bedeutet das: rund 4,5 bis 5 Stunden Fahrt, um die Powerstation von leer auf voll zu laden. Für Vollinstallationen im Camper, der ohnehin lange Strecken fährt, ist das ausreichend. Für tägliche Kurzstrecken-Roadtrips, bei denen man nur 1–2 Stunden fährt, ist der Ladepuffer enger. Wenn es schneller gehen muss, hat Bluetti seit Kurzem auch ein leistungsstärkeres Ladegerät im Angebot: den Charger 2. Er lädt mit bis zu 1200 Watt und setzt damit den Benchmark in diesem Bereich. Der Nachteil: Mit 500 Euro ist der Charger 2 ein teures Vergnügen.
36 Kilogramm. Die Apex 300 hat integrierte Seitengriffe – zum Tragen zu zweit also grundsätzlich möglich. Aber: Wer sie regelmäßig für kurztrips in den Kofferraum wuchten muss, wird das schnell leid. Das Gewicht ist vertretbar für einen Campervan, in dem sie einmal eingebaut und dann nie mehr bewegt wird. Als portabler Tagesbegleiter für spontane Roadtrips: das falsche Gerät.
Dazu: An der Apex 300 selbst gibt es keine 12-Volt-Anschlüsse. Das E-Bike-Ladegerät läuft über 230 Volt direkt an der Station – kein Problem. Wer zusätzlich 12-V-Verbraucher anschließen will: braucht den Hub D1. Ein weiteres Teil, ein weiterer Anschluss und 300 Euro Aufpreis.
| Perfekt für | Campervan-Selbstausbauer die leistungsstarke Elektrik-Basis suchen |
| Weniger geeignet für | Wochenendausflügler, die ein flexibles Gerät suchen |
| Wer nur sein E-Bike laden will und 12V Anschlüsse direkt an der Powerstation nicht braucht |

Redakteur