Dauertest Pivot Trailcat SLZwischenfazit und erste Umbauten

Stefan Frey

 · 22.01.2026

Stefan fährt das Pivot Trailcat SL in Größe L, schätzt das feinfühlige Fahrwerk, wünscht sich aber vor allem kräftigere Bremsen mit größeren Scheiben.
Foto: Georg Grieshaber
​Mit aktualisierter Geometrie und gestrafftem Federweg soll das Pivot Trailcat SL mühelos über schnelle Trailrunden schießen – genau mein Geschmack, dachte ich und habe das Trail-Kätzchen in den Dauertest genommen. Hier kommt mein erster Zwischenbericht.

Lange irrte ich durch unseren Testkeller auf der Suche nach dem perfekten Dauertest-Partner, doch bei keinem meiner Bike-Dates wollte der Funke überspringen – Trailbikes, All Mountains, Light-E-MTBs, alles ausprobiert. Aber schon beim kleinsten Makel erstickte ich die aufglimmenden Flämmchen im Keim. Bis das neue Pivot Trailcat SL im Portal der Trailbike-Partnersuche landete und ich spürte: Das könnte was werden mit uns.

Schnell wie Usain Bolt? Das Pivot Trailcat SL muss sich in unserem Dauertest erst noch beweisen.Foto: Georg GrieshaberSchnell wie Usain Bolt? Das Pivot Trailcat SL muss sich in unserem Dauertest erst noch beweisen.

Wendige Trail-Geometrie

Der erste Check des Profils ergab direkt ein Match: Mit 140 Millimetern Federweg an der Gabel und 120 Millimetern am Heck versprach das Trailcat SL effizient zu klettern und dabei in der Abfahrt nicht zu schnell ans Limit zu kommen. Für den Einsatz auf meinen welligen Hometrails und für ausgedehnte Alpen-Touren ideal. Den DW-Link Hinterbau kannte ich bereits aus anderen Modellen. Das System mit virtuellem Drehpunkt arbeitet zu Beginn des Federwegs besonders sensibel und mündet dann in eine straffe Endprogression.

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Der Hinterbau mit DW-Link arbeitet zu Beginn schön sensibel, den Flipchip fahre ich in der Low-Position.Foto: Stefan FreyDer Hinterbau mit DW-Link arbeitet zu Beginn schön sensibel, den Flipchip fahre ich in der Low-Position.

Auch an der Geometrie hat Pivot gearbeitet. Das Trailcat SL ist etwas moderner als sein Vorgänger Trail 429. Flacherer Lenkwinkel (65,8 Grad), etwas mehr Reach (480 mm) und insgesamt mehr Länge (1226 mm). Der bisher sehr flache Sitzwinkel fällt nun mit 76 Grad etwas steiler aus, was dem typischen Gefühl des „Von-hinten-Tretens“ bei Pivot-Bikes entgegenwirkt. Geblieben ist der ausgeprägte Spieltrieb: Dank kurzer Kettenstreben und insgesamt nicht zu flacher Geometrie tänzelt das Pivot schon beim ersten Kennenlernen flink übers Trails-Parkett im Bayerischen Wald.

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​Pivot Trailcat SL im Detail

  • Einsatzbereich: Trail
  • Federweg: 140 / 120 mm
  • Laufradgröße: 29”
  • Rahmenmaterial: Carbon
  • Rahmen-Gewicht: 2430 Gramm
  • Preis: 6999 Euro
  • Besonderheiten: Rahmen mit Staufach im Unterrohr, inklusive zweier Tool-Taschen; zusätzliche Montagepunkte unter dem Oberrohr; Geometrie-Verstellung Low/High
Die Geometrie des Trailcat SL in der Low-Stellung des Flipchip.Foto: PivotDie Geometrie des Trailcat SL in der Low-Stellung des Flipchip.

​Pivot Trailcat SL Ride GX Eagle - die Ausstattung

  • Gabel: Fox Performance 34 29", GRIP - 140mm
  • Dämpfer: Fox Performance Float
  • Schaltung: Sram GX Eagle Transmission 1 x 12 / 32; 10-52
  • Bremsen: Sram DB8 4-Piston, 180 / 180 mm
  • Sattelstütze: SDG Tellis (SM-XL)
  • Sattel: Phoenix WTB Volt Race
  • Laufräder: DT Swiss M 1900 Spline
  • Reifen: Maxxis Minion DHRII 3C MaxxTerra Exo+ TR, 29 x 2,40 WT / Dissector 3C MaxxTerra Exo TR, 29 x 2,40 WT
  • Vorbau: Phoenix Team Enduro/Trail - 35mm(XS), 45mm(SM), 55mm(MD-XL)
  • Lenker: Phoenix Race Low Rise Aluminum - 780mm (XS-LG), 800mm(XL)
  • Steuersatz: Pivot Precision Sealed Cartridge

Wenig Glamour bei der Ausstattung - erste Umbauten

Ausgestattet ist das Trailcat funktional aber wenig glamourös: M-1900-Laufräder von DT Swiss, ein Fahrwerk aus der Performance-Klasse von Fox und Sram-DB8-Bremsen – die schon seit Testbeginn mit Bremskraft geizen. Der GX-Transmission-Antrieb ist dagegen auf Höhe der Zeit.

Die Sram DB8 mit 180 Millimeter-Scheiben sind mit eindeutig zu schwach auf der Brust!Foto: Stefan FreyDie Sram DB8 mit 180 Millimeter-Scheiben sind mit eindeutig zu schwach auf der Brust!

Neues Cockpit für eine mildere Sitzposition

Schon nach der ersten Ausfahrt habe ich den flachen Lenker und den 55-Millimeter-Vorbau gegen ein kürzeres und höheres Cockpit von Deity getauscht. Die neue Lenker-Vorbau-Kombi mit nur noch 40 Millimetern Länge nimmt etwas den Druck von der Front und entschärft die leicht frontlastige Sitzposition.

Als nächstes wird wohl der Reifen am Heck weichen müssen. Der serienmäßig aufgezogene Maxxis Dissector hat mir mit seiner schwachen TR-Karkasse schon diverse Pannenstopps eingehandelt. Überhaupt sind wurzelige Waldpfade mehr das Metier des Trailcat als felsdurchsetzte Dolomiten-Trails, an denen sich vor allem der Hinterbau früh die Zähne ausbeißt.

Eine Lenker-Vorbau-Kombi von Deity mit 40 Millimetern Länge nimmt etwas den Druck von der Front.Foto: Stefan FreyEine Lenker-Vorbau-Kombi von Deity mit 40 Millimetern Länge nimmt etwas den Druck von der Front.Das Trailcat ist das erste Pivot mit Staufach. Der Verschluss ist praktisch, die Öffnung aber etwas schmal. Zwei schicke Tool-Taschen sind inklusive.Foto: Stefan FreyDas Trailcat ist das erste Pivot mit Staufach. Der Verschluss ist praktisch, die Öffnung aber etwas schmal. Zwei schicke Tool-Taschen sind inklusive.

Wechsel auf Continental-Reifen

Für den kommenden Saisonstart habe ich nun auf eine neue Reifenkombi gewechselt. In unserem letzten Trail-Reifen-Test habe ich mich vor allem mit der Kombi aus Continental Kryptotal FR vorne und Magnotal hinten angefreundet.

Das Duo liefert zuverlässige Führung an der Gabel und ordentlichen Vortrieb am Heck. Zudem verspreche ich mir vor allem am Hinterreifen etwas besseren Pannenschutz als bisher. Ob ich mit meiner Wahl zufrieden bin, erfahrt im nächsten Dauertest-Update.

Dynamisches Duo? Von der Conti-Kombi erhoffe ich mir besseres Rollverhalten am Heck und etwas mehr Pannenschutz.Foto: Georg GrieshaberDynamisches Duo? Von der Conti-Kombi erhoffe ich mir besseres Rollverhalten am Heck und etwas mehr Pannenschutz.

Fahrerprofil - Stefan Frey

  • Alter: 42 Jahre
  • Größe: 1,88 Meter
  • Gewicht: 78 Kilo
  • Lieblingsrevier: Hometrails in Landshut; Bayerischer Wald; alpine Touren in den Dolomiten abseits gebauter Park-Strecken
  • Kilometer aktuell: 595 km
  • Tiefenmeter aktuell: 20210 hm
Stefan fährt das Pivot Trailcat SL in Größe L, schätzt das feinfühlige Fahrwerk, wünscht sich aber vor allem kräftigere Bremsen mit größeren Scheiben.Foto: Georg GrieshaberStefan fährt das Pivot Trailcat SL in Größe L, schätzt das feinfühlige Fahrwerk, wünscht sich aber vor allem kräftigere Bremsen mit größeren Scheiben.

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