Die Sonne brennt, die Trails rufen. Viele Messebesucher nutzten die letzte Chance, sich Testbikes auszuleihen – sei es für die Straße, die Gravel-Piste oder die Trails. Bei Scott, Radon, Cube, Raymon, Steppenwolf und vielen weiteren Herstellern standen dafür umfangreiche Testflotten bereit.
Auf der Expo präsentierten die Hersteller zudem weiterhin ihre Neuheiten. Auch wir waren am letzten Tag unterwegs und klapperten die Stände auf der Suche nach spannenden Innovationen ab.
Freier Start, Zeitmessungen, spektakuläre Strecken und Verpflegungsstopps – das waren die Zutaten, die dieses Event einzigartig machten. 179 Gravel-Fans ergriffen die Möglichkeit und meldeten sich zum Maxxis Gravel Trentino am Sonntagmorgen an. Die Strecke führte durch das Valle dei Laghi, zwischen Weinbergen und Terrassenfeldern. Entweder mit Rennambitionen oder ganz entspannt als Ausfahrt.
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Sieger Frauen (55 km)
Sieger Männer (55 Km)
Sieger Frauen (100 km)
Sieger Männer (100 km)
Die SCOTT Junior Trophy ist das ultimative Kids Rennen für alle zwischen 3 – 14 Jahren (Jahrgänge: 2023 – 2012). Beim Wettkampf auf der Strecke im Parco Miralago fühlten sich alle Kinder wie Champions, denn jeder Teilnehmer war ein strahlender Sieger. Angefeuert von jubelnden Zuschauern wartete nach dem Zieleinlauf eine glänzende Finishermedaille als persönliche Anerkennung und ewige Erinnerung. Mit fast 500 Nachwuchsbikern war die Junior Trophy für die Kids zum Sportereignis des Jahres. Die Kleinsten starteten zuerst. Siehe Bild.
Premiere 2026: Erstmals durften die Zuschauer ihre Favoriten wählen! Drei Tage lief die Wahl zur "Biker's choice" - jetzt stehen die Sieger fest. Gewählt wurde in den drei Kategorien Bester Stand, Beste Crew, Must-have Gadget und Best Experience.
Letzte Gelegenheit Messe-Neuheiten zu entdecken - oder auch direkt auszuprobieren. Bei manchen war das zumindest möglich. Wir haben uns weiter umgeschaut.
Die spanische Edelmarke Unno sorgt auf dem Festivalgelände mit dem Horn für einen echten Hingucker. Das kompromisslos auf Racing getrimmte Cross-Country-Bike verbindet ein extrem leichtes Setup mit moderner, abfahrtsorientierter Geometrie. In der Topversion bringt es gerade einmal 9,6 Kilo auf die Waage und gehört damit zu den leichtesten Fullys seiner Klasse.
Spannend ist vor allem der Ansatz: Statt rein auf Effizienz zu setzen, kombiniert das Horn klassischen XC-Charakter mit Trail-Charme. Eine flachere Front, 120/110 Millimeter Federweg und eine lange, laufruhige Geometrie zeigen, dass das Bike auch in anspruchsvollerem Gelände überzeugen will.
Der aufwendig konstruierte Carbonrahmen soll dabei den Sweetspot zwischen Steifigkeit und Gewicht optimal ausbalancieren. So positioniert sich das Unno Horn als exklusiver High-End-Racer für ambitionierte Fahrer – mit einem klaren Fokus auf Performance, aber auch mit dem gewissen Extra an Abfahrtsqualitäten.
Noch ein echtes Leichtbau-Highlight mit Maxon-Antrieb: das Instinctiv Ocelot. Das Bike folgt konsequent der Idee eines „Full-Power-Light“-E-MTBs und kombiniert ein sehr geringes Gewicht mit überraschend viel Leistung.
Herzstück ist der Maxon Bikedrive Air S Motor, der nur rund 2 Kilo wiegt, aber bis zu 90 Nm Drehmoment und 620 Watt Leistung liefert. Damit richtet sich das Ocelot klar an Fahrer, die ein möglichst natürliches Fahrgefühl suchen. Je nach Modellvariante deckt die Plattform ein breites Einsatzspektrum von Trail bis hin zum leichten Enduro ab. Der Carbonrahmen mit transalpes-typischer PUMA-Kinematik bietet je nach Modell 125, 135 oder 145 mm Federweg. Die Gewichte starten laut Hersteller bereits bei 16,5 Kilo – extrem wenig für ein E-MTB mit dieser Leistungsklasse. Beim Akku setzt Instinctiv bewusst auf Effizienz statt Maximalkapazität: 400 Wh sind fest integriert, optional lässt sich ein Range Extender ergänzen.
Noch mehr vom Radon-Stand: Der Bonner Versender hat sein bewährtes Render für die neue Saison überarbeitet und mit dem aktuellen Bosch Performance Line CX der fünften Generation sowie einem größeren 800-Wh-Akku ausgestattet. Das Bike ist nach wie vor auf der Allround-Schiene unterwegs und bietet dafür 160/150 Millimeter Federweg und 29er-Laufräder.
Erfreulich: Trotz gesteigerter Akkukapazität ist der Rahmen sichtbar schlanker geworden. Erhältlich sind vier Modelle zwischen 4.499 Euro und 6.999 Euro.
Am FSA-Stand fällt ein bekanntes, aber nach wie vor außergewöhnliches Bike ins Auge: das Atherton S.170. Weniger wegen seines Neuheitenwerts, sondern wegen seiner besonderen Rahmenkonstruktion, die aktuell wohl zu den spannendsten im MTB-Bereich zählt.
Statt klassischer Schweißkonstruktion setzt Atherton auf ein aufwendiges „Lug-and-Tube“-Prinzip: Rohre aus hochfestem 7075-Aluminium werden mit CNC-gefrästen Muffen verklebt und verschraubt. Das Besondere daran: Dieses Material gilt als schwer schweißbar und kommt deshalb im Bikebau selten zum Einsatz – durch die verklebte Bauweise kann Atherton es dennoch nutzen und profitiert von deutlich höherer Festigkeit und Haltbarkeit. Die Fertigung folgt dabei dem „subtractive manufacturing“-Ansatz: Die Verbindungselemente werden aus dem Vollen gefräst, statt wie bei früheren Atherton-Modellen im 3D-Druck aufgebaut. Das Ergebnis ist nicht nur technisch extrem aufwendig, sondern auch optisch unverwechselbar – mit sichtbaren Verbindungen und einem fast schon industriellen Look.
Auch abseits der Messestände fallen einem in Riva hier und da Technik-Schmankerl ins Auge: die TS4 Power von U-Micro Mobility zum Beispiel. Unser Redakteur entdeckt die auffällige Vierkolben-Bremse eher zufällig im Vorbeigehen an einem Besucher-Bike.
Hinter dem System steckt ein Hersteller aus dem Erzgebirge, der mit seinem Erstlingswerk direkt im High-End-Segment angreift. Die TS4 Power setzt auf vier 19-mm-Kolben, Mineralöl und eine ganze Reihe ungewöhnlicher Detaillösungen. Besonders markant: die goldene Überwurfmutter am Geber, über die sich der Druckpunkt direkt einstellen lässt – sogar während der Fahrt.
Technisch verfolgt die Bremse einen eigenständigen Ansatz: Eine aktive Kolbenrückführung soll die Beläge automatisch in eine schleiffreie Position bringen, während eine spezielle Konstruktion die Entlüftung besonders einfach machen soll. Entwickelt wurde das System ursprünglich für Lastenräder, kommt aber offensichtlich auch an Mountainbikes zum Einsatz. Mit einem Preis von rund 950 Euro pro Set und einer limitierten Erstauflage von nur 200 Exemplaren bleibt die TS4 Power ein echtes Nischenprodukt.
Das neue Orbea Rallon gehört auf dem Festivalgelände zweifelsohne zu den interessantesten Bikes – nicht nur wegen seiner schicken Optik, sondern vor allem wegen seines Konzepts. Der spanische Hersteller denkt Gravity-Biken neu und vereint im Rallon zwei Disziplinen in einem Bike: Mit wenigen Handgriffen lässt sich der Carbon-Rahmen entweder als Enduro mit 170/180 Millimetern Federweg oder als vollwertiger Downhiller mit 200/200 Millimetern aufbauen – so wie ihn das Orbea FMD Racing Team um Tahnee Seagrave im Weltcup fährt.
Herzstück ist die komplett neu entwickelte Plattform mit zahlreichen Einstellmöglichkeiten. Geometrie, Progression, Kettenstrebenlänge und sogar die Schwerpunktlage lassen sich individuell anpassen – unter anderem durch zusätzliche Gewichte im Tretlagerbereich.
Auch konstruktiv geht Orbea eigene Wege. Der tief im Rahmen platzierte Dämpfer sorgt für einen niedrigen Schwerpunkt, während das Setup je nach Einsatz zwischen 29-Zoll- und Mullet-Konfiguration variieren kann. Das Ergebnis ist ein kompromissloses Gravity-Bike, das sowohl im Enduro-Renneinsatz als auch auf der Downhill-Strecke funktionieren soll – und das sogar schon auf Worldcup-Niveau bewiesen hat.
Noch ein spannendes Leichtbau-Bike mit Maxon-Power: das Transalpes E3. Die Schweizer setzen hier konsequent auf ein möglichst schlankes, fast schon „Bio-Bike“-artiges E-MTB-Konzept – trotz Full-Power-Antrieb.
Herzstück ist das neue Bikedrive Air S von Maxon, das gerade einmal rund 2 Kilo wiegt und dennoch bis zu 90 Nm Drehmoment sowie 620 Watt Leistung liefert. Damit gehört das System zu den leichtesten Full-Power-Antrieben am Markt und ermöglicht ein Gesamtgewicht ab etwa 16,5 Kilo – ein Wert, der eher an klassische Mountainbikes erinnert.
Je nach Variante (Trail oder Enduro) bietet das E3 zwischen 150 und 170 mm Federweg und setzt auf einen leichten Carbonrahmen mit clean integrierter Motor-Einheit. Auffällig: Der Antrieb verschwindet optisch fast vollständig im Rahmen, was dem Bike eine extrem aufgeräumte, unauffällige Optik verleiht. Auch beim Akku gehen die Schweizer einen eigenen Weg: Statt maximaler Kapazität steht Effizienz im Fokus. 400 Wh intern plus optionaler Range Extender sorgen für ausreichend Reichweite bei minimalem Gewicht. Unterm Strich wirkt das Transalpes E3 wie ein Gegenentwurf zu den aktuellen High-Power-Boliden: weniger Masse, dafür maximal effiziente Unterstützung – ein echtes Leichtbau-Statement im E-MTB-Segment.
Eines der wenigen begehrten Testbikes mit dem neuen Avinox M2S gibt’s bei Raymon. Das Tarok ist aber nicht nur deshalb ein besonderes Avinox-E-MTB. Es ist nämlich eines der allerleichtesten! Deutlich unter 21 Kilo soll das Topmodell wiegen - und das ohne Schummelparts und mit soliden Reifen. Der Federweg landet bei 160/150 mm und das schlanke Chassis ist natürlich aus Carbon. Ebenfalls besonders: Als einer von wenigen Herstellern setzt Raymon auf den besonders schlanken, neuen 700er-Akku mit dem die vollen 1500 Watt und 150 Nm zur Verfügung stehen.
Wie bei Raymon üblich, steht auch das Preis-Leistungsverhältnis im Fokus. Das Einstiegsmodell gibt es für 5999 Euro. Mit Vollcarbonrahmen, Avinox M2S und 700er-Akku. Das angesprochene Topmodell kostet 10 000 Euro und kommt mit feinsten Parts, samt Factory-Fahrwerk von Fox.
Mit dem Vamok steht noch ein zweites E-Mountainbike am Stand. Mit Alu-Rahmen und Bosch-Motor soll es besonders preisattraktiv ausfallen. Die drei Modelle kosten ab 4799 Euro. Auffallend schick sind die verschliffenen Schweißnähte am Hauptrahmen, die dem Chassis eine edle Carbon-Optik verleihen.
Rudy Project präsentiert die Helme Terraform und Terraform Pro – eine Open-Face-Version für den Trail- und All-Mountain-Einsatz sowie eine Variante im Jet-Helm-Design.
Statt auf MIPS setzt Rudy Project auf ein eigenes Anti-Rotations-System und ließ dessen Wirksamkeit von einem externen Prüflabor bestätigen – Stichwort: RP Rotational Impact Test.
Neben einem ausgeklügelten Belüftungssystem lässt sich das Visier außergewöhnlich weit verstellen – so weit, dass in der obersten Position problemlos eine Goggle darunter Platz findet.
Ein besonders spannendes Feature ist jedoch der integrierte Crash-Sensor. Einige kennen ein ähnliches System vielleicht vom US-Hersteller Specialized mit seinem Angie-Feature. Über eine App lassen sich auf dem im Helm verbauten Chip Daten wie Blutgruppe, Adresse oder Notfallkontakte hinterlegen. Im Falle eines Sturzes registriert der Sensor den Aufprall, setzt automatisch einen Notruf ab und übermittelt gleichzeitig den Standort – es sei denn, der Fahrer deaktiviert den Alarm rechtzeitig.
Ob das System in der Praxis zuverlässig funktioniert oder bereits Leben gerettet hat, können wir nicht beurteilen. Die Idee dahinter ist jedoch vielversprechend und stellt ein echtes Sicherheits-Feature dar – besonders für Solo-Fahrer, die alleine auf abgelegenen Trails unterwegs sind.
Terraform: Gewicht: 400 g (S/M) - 470 g (L) ; Farben: 4 Farbkombinationen ; Preise: 179,90 Euro.
Terraform Pro (Jethelm-Variante) ; Gewicht: 500 g (S/M) - 575 g (L) ; Farben: 4 ; Preise: 259,90 Euro
Mit dem FASTER zeigt Dedicated ein konsequent durchdachtes E-Enduro-Konzept, das klar auf Leichtbau und Integration setzt. Entwickelt und gefertigt in Deutschland, kombiniert das Bike eine hybride Rahmenkonstruktion aus Carbon und CNC-gefrästem Aluminium mit einem sehr cleanen, funktionalen Designansatz.
Im Herzen arbeitet der Maxon Bikedrive Air S, ein kompakter Full-Power-Antrieb mit rund 2 Kilogramm Gewicht, bis zu 90 Nm Drehmoment und 620 Watt Leistung. Der Motor ist dabei so kompakt ausgelegt, dass er nahezu nahtlos in den Rahmen integriert werden kann und ein sehr aufgeräumtes Gesamtbild ermöglicht.
Das Konzept zielt klar auf ein natürliches Fahrgefühl trotz E-Unterstützung: viel Agilität, geringes Gesamtgewicht und eine ausgewogene Geometrie zwischen 170 und 190 mm Federweg machen das FASTER zu einem klassischen Big-Mountain-Enduro mit moderner E-Power-Interpretation. Ergänzt wird das Setup durch einen modularen Akkuansatz mit 400 bis 600 Wh plus optionalem Range Extender, je nach Einsatzbereich.
Unterm Strich steht das Bike für einen sehr technischen, bewusst reduzierten Ansatz im E-MTB-Bereich – kein Massenprodukt, sondern ein individuell geprägtes Performance-Bike mit klarer Handschrift.
Bei Cube gab es nicht nur unfassbar viele Testbikes aus allen Kategorien, sondern natürlich auch viele schicke Ausstellungsstücke. Das besonders leichte E-Enduro AMS 177 Hybrid schaffte es in unserem Shoot-Out günsteiger E-Enduros für 6000 Euro zum Testsieg. Hier sehen wir das Topmodell mit Boschs CX-R Motor und der schluckfreudigen Fox Podium.
Die Italiener präsentierten auf dem Bike Festival eine Langarm-Protektorenweste, eine Kurzarm-Variante sowie eine Enduro-Weste, die optisch und funktional stark an Trailrunning-Ausrüstung erinnert.
Im Fokus stand dabei die „Venture West“-Serie, die aus der Beobachtung entstanden ist, dass Enduro-Fahrer häufig verschiedene Ausrüstungsgegenstände gleichzeitig mitführen müssen, dabei jedoch weder auf Hipbag noch auf Rucksack zurückgreifen möchten.
Die Venture Vest kombiniert Trinksystem, Stauraum und Rückenprotektor in einem einzigen System. Ziel war es, diese Elemente zu einer integrierten Lösung zusammenzuführen. Inspiriert vom Trailrunning-Bereich entstand so eine leichte, hoch atmungsaktive Konstruktion mit funktionalem Stauraum und integriertem Schutz.
Die Schutzlevel unterscheiden sich je nach Einsatzbereich: Während der Rückenprotektor ein höheres Schutzniveau bietet, ist der Frontprotektor bewusst leichter ausgelegt, um das System als Baselayer tragbar zu machen.
Neben den drei Westen präsentierte der Hersteller außerdem zwei neue, auffällige Farbdesigns für einen Fullface- sowie einen Jethelm.
Bei Thule gab es den neuen Epos Parksecure zu bestaunen. Besonderheit bei dem beliebten Highend-Kupplungsträger: Zwei Parksensoren auf jeder Seite sorgen für entspanntes Einparken. Die Sensoren sind kabellos mit einer Anzeige gekoppelt, die im Fahrerraum optisch und akustisch für Klarheit und Entspannung sorgt. Die weiteren beliebten Features wie die praktischen, klappbaren Befestigungsarme hat der Epos natürlich wie gewohnt an Bord. Und auch die großzügige Bike-Freiheit ist auf dem Epos für bis zu drei Bikes gegeben. Für den hochwertigen Träger werden 1500 Euro fällig.
Ebenfalls ausgestellt war das komfortable Hartschalendachzelt Thule Widesky mit praktischer Sofa-Funktion zum Chillen und entspannen. Der Clou: Die Matratze lässt sich mit wenigen Handgriffen in eine Rückenlehne verwandeln. So wird aus der Liegefläche ein gemütliches Sofa.
Gepaart mit den riesigen Panorama-Öffnungen und der integrierten, dimmbaren LED-Beleuchtung wird das Zelt zum perfekten Rückzugsort, um den Trail-Tag bei einem Kaltgetränk Revue passieren zu lassen – selbst wenn es draußen mal ungemütlich schüttet.

Redakteur