Auch am Samstag können sich Technikbegeisterte und Wissbegierige bei über 200 Ausstellern und insgesamt 400 Marken an neuem Hightech und spannenden Produkten sattsehen. Wer nicht nur zuschauen, sondern die neuesten Entwicklungen auch am eigenen Leib erfahren möchte, hat Glück: Mehr als 1.500 Testbikes – von MTB über Gravel bis E-Bike – stehen für die Besucher zum Test bereit.
Und um den zweiten Festival-Tag stilvoll abzurunden, sorgen Marathon-Rennen für das nötige Rennfieber. Dazu gibt es spektakuläre Shows, Live-Musik und ganz viel Dolce-Vita-Flair in der grünen, traumhaften Kulisse von Riva del Garda. Hier kommt die Highlight-Show vom Samstag, den 2. Mai 2026.
Auf dem Bike Festival in Riva del Garda sorgt auch das neue Pole Hiisi für Gesprächsstoff – ein E-MTB, das sich bewusst von klassischen Kategorien löst. Die Finnen setzen konsequent auf ihr eigenständiges Konzept: einen komplett CNC-gefrästen Aluminiumrahmen, der nicht geschweißt, sondern aus präzise gefertigten Halbschalen zusammengeklebt wird. Das Ergebnis ist maximale Fertigungsgenauigkeit und eine Konstruktion, die sich deutlich vom Carbon-Mainstream abhebt.
Spannend ist vor allem der Plattform-Ansatz: Ein Rahmen deckt gleich mehrere Einsatzbereiche ab – von Trail bis Gravity – mit 150 bis 200 mm Federweg und verschiedenen Laufrad-Setups von Full-29 bis Mullet. Damit will Pole gleich mehrere Bike-Kategorien in einem System vereinen. Auch beim Antrieb geht das Hiisi eigene Wege. Statt auf die üblichen Platzhirsche zu setzen, kommt ein leichter Maxon-Motor zum Einsatz, kombiniert mit einem integrierten Akku (600 Wh) und optionalem Range Extender. Das neue Pole ist streng limitiert. Vorerst wird es nur 40 Komplettbikes und zehn Rahmensets geben. Die Preise starten ab atemberaubenden 15.000 Euro. Die leichtesten Aufbauten starten laut Pole bei 19,6 Kilo.
Am Bike Festival in Riva del Garda zeigt Radon mit dem neuen Recap seine frische E-MTB-Offensive. Das Bike tritt als leichte Trail-Plattform mit Vollcarbon-Rahmen auf – ein Novum bei Radon – und setzt auf den aktuellen Bosch Performance Line CX Motor der fünften Generation.
Mit 150 mm Federweg vorne wie hinten, moderner Geometrie und integriertem 600-Wh-Akku positioniert sich das Recap zwischen Trail und All-Mountain und priorisiert Gewicht und Handling vor maximaler Reichweite. Optional lässt sich die Kapazität per Range Extender auf bis zu 850 Wh erweitern. Ziel ist ein möglichst agiles Fahrgefühlbei gleichzeitig voller Motorpower. Unterm Strich zeigt das Recap, wohin die Entwicklung geht: leistungsstarke Antriebe, durchdachte Integration und leichtere, vielseitige Plattformen. Ein spannender Neuzugang, der auch auf dem Festival viele Blicke auf sich zieht.
Auch das Abums E-001 darf in unserer Highlight-Show nicht fehlen – schon allein wegen seiner Formensprache. Das spanische Custom-Label kombiniert einen handgefertigten Stahlrahmen mit modernster E-Bike-Technologie und bringt damit einen spannenden Gegenentwurf zu den üblichen High-End-Enduros auf den Trail.
Herzstück ist der neue Mahle-M40-Motor, der mit rund 2,5 Kilogramm Gewicht, bis zu 105 Nm Drehmoment und 850 Watt Spitzenleistung klar im Full-Power-Segment mitmischt. Dennoch schiebt das Mahle-Aggregat nicht ganz so kraftvoll an wie die neuesten Systeme von Bosch und DJI.
Besonders auffällig ist neben dem Motor der High-Pivot-Hinterbau, bei dem sich das Hinterrad beim Einfedern leicht nach hinten bewegt. Das soll vor allem auf ruppigen Trails für mehr Traktion und Kontrolle sorgen. Handgefertigt in Spanien, nur in kleinen Stückzahlen verfügbar und mit einem Preis jenseits der 10.000-Euro-Marke, positioniert sich Abums unmissverständlich als Boutique-Marke.
Am Stand von Fantic kann man die brandneue Sierra-Plattform bestaunen. Das Bike setzt auf einen komplett neu entwickelten Carbon-Rahmen, kommt mit Boschs aktuellem CX-Motor und richtet sich an ambitionierte Trail- und All-Mountain-Fahrer.
Mit 160 mm Federweg vorne und 155 mm hinten sowie moderner Geometrie ist die Sierra für anspruchsvolle Touren bestens gewappnet. Details wie das sogenannte Cobra-Design und ein koaxialer Horst-Link-Hinterbau sollen für mehr Steifigkeit und möglichst viel Hinterbautraktion bei Bremsmanövern sorgen. Der Neuling ist in mehreren Ausstattungsvarianten erhältlich – vom Einstiegsmodell bis zur edlen High-End-Version mit Fox-Factory-Fahrwerk, elektronischer Schaltung und Carbon-Laufrädern. Preislich startet die Sierra bei rund 5.800 Euro und reicht bis knapp 9.000 Euro.
Neuheiten-Alarm: Das Bazalto Monto von HoheAcht feiert beim Bike Festival in Riva del Garda seinen offiziellen Launch. Dabei handelt es sich laut Hersteller um ein vielseitiges E-MTB für den sportlichen Traileinsatz. Herzstück ist der Mahle-M40-Antrieb. Der kompakte Mittelmotor liefert bis zu 105 Nm Drehmoment und punktet mit kraftvollem Antritt bei gleichzeitig feinfühliger Dosierung. Ergänzt wird das System durch den vollintegrierten 800-Wh-Akku, der reichlich Reserven für lange Trail-Tage bietet. Das Bike baut auf einen Carbonrahmen mit 150 Millimetern Federweg am Heck, eine 160er-Gabel und 29-Zoll-Laufräder an Heck und Front. Das Topmodell mit Fox-Factory-Fahrwerk kostet 6.999 Euro – klingt fair!
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Mit über drei Jahrzehnten Erfahrung in der Entwicklung von Bikeschuhen bringt der italienische Hersteller reichlich Know-how in seinen neuesten Gravelschuh ein.
Die Sohle des Extreme X weist einen Steifigkeitsindex von 15 auf und bewegt sich damit auf dem Niveau klassischer Rennradschuhe – beste Voraussetzungen für eine direkte und verlustarme Kraftübertragung, auch abseits asphaltierter Straßen. Beim Verschlusssystem bleibt Northwave seiner Linie treu und setzt konsequent auf eine hauseigene Lösung anstelle des verbreiteten BOA-Systems.
Preislich liegt der elegante Gravelschuh bei 249,99 Euro.
Raymon hat mit dem Arva Elite ein neues Modell seines Aero-Rennrads im Programm, das es jetzt auch mit der brandneuen Campagnolo Record 2x13-Schaltung gibt. Der Carbon-Renner mit UCI-Zertifizierung soll voll auf Performance und Wettkämpfe ausgerichtet sein. Dafür wurde das Chassis natürlich aerodynamisch optimiert und dafür mit integriertem Cockpit, integrierter Steckachse und ebensolcher Kabelführungh ausgestattet. Die Campagnolo Record liefert mit 2x13 Gängen eine besonders feine Gangabstufung bei hoher Bandbreite. Die neue Gruppe ist die etwas günstigere Variante der Super Record, wird aber ebenfalls in Italien hergestellt. Das Arva Elite gibt’s für 6699 Euro.
Am neuen Chiru Veldt gibt es jede Menge zu entdecken: Als eines der ersten Gravelbikes weltweit setzt es auf die ungewöhnliche Laufradgröße von 32 Zoll. Der Rahmen aus Titan kombiniert klassische Rohrkonstruktion mit partiell 3D-gedruckten Elementen, während das ausgestellte Showbike mit edlen Komponenten von Garbaruk und Bike Ahead als echtes High-End-Unikat auftritt.
Auch technisch hebt sich das Veldt deutlich ab. Im Steuerrohr arbeitet eine eigens entwickelte Starrgabel aus Titan, die konsequent auf den 32-Zoll-Standard ausgelegt ist. Der Rahmen selbst besteht aus Grade-9-Titanrohren und unterstreicht den exklusiven Anspruch des Bikes. Passend dazu kommen Carbon-Laufräder von Bike Ahead in 32 Zoll zum Einsatz, die allein preislich jenseits der 3000-Euro-Marke liegen. Bereift sind sie mit den neuen Maxxis Aspen ST 2.15, die nun in Serie erhältlich sind.
Im Praxiseindruck zeigt sich das große Laufradformat überraschend lebendig: Der Antritt wirkt spritzig und direkt. Beim ersten Rangieren, etwa auf engem Raum, fühlt sich das Handling noch etwas träger an als bei klassischen Gravelbikes. Auf losem Untergrund relativiert sich dieser Eindruck jedoch schnell – hier rollt das Veldt souverän und effizient dahin. Klar ist aber auch: Dieses Bike bewegt sich in einer exklusiven Liga und richtet sich mit seinen ultraleichten Komponenten klar an Liebhaber hochwertiger Technik. Abzuwarten bleibt also, wie sich 32-Zoll-Gravelbikes in der 2000-Euro-Klasse fahren werden.
Der Lampenspezialist Osram hat mit der Tyreinflate 1600 Essential eine besonders leistungsstarke Akku-Luftpumpe am Start. Der Mini-Kompressor hat verschiedene Modi für Bälle, Fahrrad-, oder auch Autoreifen. Dort lassen sich gewünschte Drücke abspeichern, um noch schneller zum perfekten Setup zurückzukehren. Der integrierte Akku hat 4000 mAh. Der Kompressor soll Fahrradreifen auf bis zu 10,3 bar aufpumpen. Preis: Rund 35 Euro.
Schon am Freitag wurden die offiziellen Awards präsentiert - wir geben nochmal den Überblick über die Gewinner der drei Kategorien.
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Sportliches Highlight des Festivals ist auch in diesem Jahr der berüchtigte Marathon. Zumindest die Ronda Extrema hat es mehr als in sich. 83 Kilometer und über 3400 Höhenmeter warten hier auf die Starter – natürlich im echten Gardasee-Stil mit ordentlichen Rampen. Wer es weniger hart mag, kommt bei Ronda Grande (58 km, 2400 Hm) auf seine Kosten und die Ronda Piccola (31 km, 1065 Hm) eignet sich für Crosscountry-Racer oder für den Marathon-Einstieg.
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